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Astrid und Andreas in
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Myanmar album |

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Assaf on boat deck |
Assaf as "Number One" photographer
click on image to enlarge |
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Myanmar album |
Um euch einen Eindruck zu verschaffen wie es in dem Land der unzähligen
goldenen Pagoden so
zugeht, hier einige Highlights...
Doch vorausschicken möchte ich ein paar "burmesische Spezialitäten" die unsere Reise entscheidend prägten.
Einen großen Teil unserer Reise benutzten wir öffentliche
Verkehrsmittel, das heißt, Busse, Pickups und Schiffe. An sich mache
ich ja gerne lange Überlandfahrten, aber in Burma sind damit ein paar
Besonderheiten verbunden. Da sind zum Beispiel die Abfahrtszeiten: die
Burmesen sind Frühaufsteher und wer jetzt denkt, die Chinesen sind
das auch wenn, sie Tai Qi machen, so wird er in Burma eines Besseren belehrt.
Hier fahren die Transportmittel nämlich besonders gerne schon um 5
oder 6 Uhr am Morgen ab. Da hat man dann die Gelegenheit, die zugegebenermaßen
wunderbaren Sonnenaufgänge zu bewundern und festzustellen, daß
in burmesischen Orten zu dieser Tageszeit mehr auf der Straße los
ist als abends um 21.00 Uhr. Wenn die Busse und Schiffe nicht zu früher
Morgenstunde abfahren, dann tun sie das am Abend und man darf dann "spannende
und abwechslungsreiche" Nachtfahrten mitmachen..... Doch die Anzahl der
Sonnenaufgänge wird noch übertroffen von der der Sonnenuntergänge
die man während so einer Reise bewundert. Vornehmlich finden diese
auf Pagoden, vor Pagoden und hinter Pagoden statt. Und da sind wir beim
Thema - den Pagoden und der Finanzierung derselben. Die Anzahl dieser religiösen
Bauwerke übertrifft jede Vorstellung und es werden immer noch neue
gebaut. [Ich bin sicher, dass wäre für gewisse Herren auch noch
ein Grund, nach einer solchen Reise Geld vom Veranstalter zurückzufordern:
zuviele Pagoden...] Ich finde die Tempel und Pagoden wunderschön und
ich kann auch kaum genug von ihnen kriegen, aber manchmal überkamen
mich schon Zweifel, ob es hier nicht zuviel des Guten ist. Überall
und an jedem Ort wird man um Spenden angegangen, mitten in der Nacht im
Bus ebenso wie tagsüber im Cafe oder während einer Radelpartie
durch die Lande. Zahllose Spendenboxen in jeder Tempelhalle sind normal
[wir haben bis zu 25 Spendenboxen in einer einzigen Tempelhalle gezählt!]
und fast täglich sieht man "Pagodenbaustellen". Dazu kommen noch die
Horden von Mönchen, die allmorgentlich ausschwärmen, um das Essen
zu erbetteln. Das ist unserer Meinung nach auch der Grund für das
frühe Aufstehen der Leute: das Essen für die Mönche muß
gekocht werden......
Doch zurück zu den Bussen, die nicht nur zu ungewöhnlichen
Zeiten fahren, sondern für mich auch ganz neue Dimensionen eröffneten,
wie viele Menschen und Güter man in einem altersschwachen Gefährt
unterbringen kann. Wir wollten von Mandalay nach Hsipaw fahren, eine
etwa 6-7stündige Busfahrt. Morgens um 5 Uhr sollten wir uns einfinden,
um mit einem Zubringer zum Busbahnhof gebracht zu werden, wo der eigentliche
Bus losfuhr. Also pünktlich standen wir, noch etwas verschlafen, da
und warteten. Etwa um 5.30 Uhr ging es dann los, wir wurden mit zahlreichen
anderen Fahrgästen in einen Pickup gestopft und rauschten durch die
Morgendämmerung. Auf dem Busbahnhof angekommen bestiegen wir den Bus
und trauten kaum unseren Augen. Praktisch der ganze Busboden war voller
Tomatenkisten. Unsere einzige Erklärung, wie das bewerkstelligt worden
war, war, daß man alle Sitze ausgebaut, die Tomatenkisten eingepackt
und dann die Sitze wieder eingebaut hat. Besonders bequem war das also
nicht, mit den Füßen auf den Kisten...die hinteren Sitze waren
sowieso voller Säcke und anderem Krempel, von dem abenteuerlichen
Aufbau auf dem Dach gar nicht zu sprechen. Dann wurde die menschliche Fracht
eingeladen. Natürlich wurden die Klappsitze im Gang auch belegt, wie
die Leute auf Sitz und Tomatenkiste sitzen konnten ist mit schleierhaft.
Das Beste war allerdings der Mann mit den Hähnen. Er stieg ein mit
zwei großen Körben, in denen je ein Hahn saß,ein. Doch
er mußte schnell einsehen, daß er diese beim besten Willen
nicht mehr unterbringen konnte. Also Hähne raus, Körbe entsorgt
und die beiden Tierchen auf dem Schoß, und so ging es dann los. Bei
den diversen Stops wurden die Hähne dann Gassi geführt, und zur
Abfahrt krähten sie kräftig. Die Busse werden also optimal genutzt,
und nicht nur die Hähne bekommen Auslauf auch die Fahrgäste.
Die Burmesen, und das ist eine weitere "Spezialität", brauchen regelmäßige
Mahlzeiten, und das besonders vor 12 Uhr [und womöglich noch in Zweistunden-Abständen].
Also 6.00 Uhr Abfahrt, 8.00 Uhr Frühstückspause, 11.30 Uhr Mittagspause
und 13.00 Uhr Ankunft. [Dann geht man sicher nochmal essen...]
Auch bei Nachtfahrten können ungewöhnliche Pausen die Reise unterbrechen. [Stichwort: checkpoint... alles raus, wieder rein... Kasachstan, ich hör dir trapsen. "Wenn mich mein Reisebüro nit vermittelt hätt'...] Wir fuhren über Nacht von Taungup nach Pyay.Auch hier wurde der Bus auf geradezu abenteuerliche Weise vollgepackt. Ich muß sagen, daß das manchmal eine richtige logistische Meisterleistung ist, die Menschen und die Waren in solch "optimaler" Weise zu verstauen, und das geht ganz ruhig und diszipliniert vor sich, ich war echt überrascht. Also die Nachtfahrt über hoppelige, kurvige Straße wurde zweimal wegen eines Checkposten unterbrochen, alle mußten aussteigen und sich registrieren, das war eine reine Schikane. Hinten saßen Kinder und alte Muttchen, die mühsam über all die Warenberge im Gang nach voren klettern mußten. Doch immerhin ging es weiter, bis etwa 3.30 Uhr in der Nacht, als wir hupend vor ein Tor fuhren. Der Busfahrer sprach mit jemand, zog die Jacke über den Kopf und legte sich schlafen. Da standen wir nun, stundenlang, es wurde hell, "burmesische Sonnenaufgänge", wir stiegen aus, tranken Kaffe an einem Straßenstand und erfuhren, daß wir vor einer Tankstelle standen, die um 7.00 Uhr aufmacht... Keiner protestierte, alle waren brav um 7.15 Uhr wieder im Bus, der uns nach einer knappen Stunde an Ziel brachte....
Schön war auch unser Weihnachtsabend, denn wir auf einer idyllischen
Insel verbrachten. Zumindest war sie solange idyllisch, bis am Abend die
Generatoren angeworfen wurden und sich jedes Restaurent in eine Karaoke-Bar
verwandelte, in der sich die Burmesen unsäglich vor dem Mikrofon quälten....
Unser israelischer Begleiter Assaf wollte sich gerne den Sängern
anschließen und uns zu Ehren legte man eine englische CD ein. "Oldies
and Beauties", auf der sich zu bekannten Melodien leichtbekleidete Ausländerinnen
erotisch räkelten. [Die Bikini- oder Tangastoffe waren wirklich nur
mit Mühe auszumachen, ob all der sich wölbenden Haut, die ihnen
den Kampf angesagt hatten...] ....
[Man könnte noch Tage fortfahren, aber lieber würden wir
wieder Tage lang fort fahren, gelle?]
Astrid und Andreas
No easy answers to the boycott question...
see: Lonely
planet Myanmar
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