HOMEPAGE  ANDREAS  GRUSCHKE

Astrid und Andreas in

Myanmar

Scenes of our Burma tour
Szenen unserer Burma-Reise im Dezember 2000 bis Januar 2001


Sketch map of our tour in Myanmar
Fotos of us in Myanmar
Fotos of our Israeli travel companion
Some impressions told by Astrid (in German language)
Books on Burma
Assaf Harlap's
Myanmar album


Sketch map of our itinerary in Myanmar


Fotos of us in Burma:


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Fotos of our Israeli travel companion...
 
Foto 1: 
Assaf on boat deck


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Foto 2: 
Assaf as "Number One" photographer

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Assaf Harlap's 
Myanmar album



Some impressions told by Astrid [and further commented by Andreas] are, unfortunately, only available in German language:

Um euch einen Eindruck zu verschaffen wie es in dem Land der unzähligen goldenen Pagoden so
zugeht, hier einige Highlights...

Doch vorausschicken möchte ich ein paar "burmesische Spezialitäten" die unsere Reise entscheidend prägten.

Einen großen Teil unserer Reise benutzten wir öffentliche Verkehrsmittel, das heißt, Busse, Pickups und Schiffe. An sich mache ich ja gerne lange Überlandfahrten, aber in Burma sind damit ein paar Besonderheiten verbunden. Da sind zum Beispiel die Abfahrtszeiten: die Burmesen sind Frühaufsteher und wer jetzt denkt, die Chinesen sind das auch wenn, sie Tai Qi machen, so wird er in Burma eines Besseren belehrt. Hier fahren die Transportmittel nämlich besonders gerne schon um 5 oder 6 Uhr am Morgen ab. Da hat man dann die Gelegenheit, die zugegebenermaßen wunderbaren Sonnenaufgänge zu bewundern und festzustellen, daß in burmesischen Orten zu dieser Tageszeit mehr auf der Straße los ist als abends um 21.00 Uhr. Wenn die Busse und Schiffe nicht zu früher Morgenstunde abfahren, dann tun sie das am Abend und man darf dann "spannende und abwechslungsreiche" Nachtfahrten mitmachen..... Doch die Anzahl der Sonnenaufgänge wird noch übertroffen von der der Sonnenuntergänge die man während so einer Reise bewundert. Vornehmlich finden diese auf Pagoden, vor Pagoden und hinter Pagoden statt. Und da sind wir beim Thema - den Pagoden und der Finanzierung derselben. Die Anzahl dieser religiösen Bauwerke übertrifft jede Vorstellung und es werden immer noch neue gebaut. [Ich bin sicher, dass wäre für gewisse Herren auch noch ein Grund, nach einer solchen Reise Geld vom Veranstalter zurückzufordern: zuviele Pagoden...] Ich finde die Tempel und Pagoden wunderschön und ich kann auch kaum genug von ihnen kriegen, aber manchmal überkamen mich schon Zweifel, ob es hier nicht zuviel des Guten ist. Überall und an jedem Ort wird man um Spenden angegangen, mitten in der Nacht im Bus ebenso wie tagsüber im Cafe oder während einer Radelpartie durch die Lande. Zahllose Spendenboxen in jeder Tempelhalle sind normal [wir haben bis zu 25 Spendenboxen in einer einzigen Tempelhalle gezählt!] und fast täglich sieht man "Pagodenbaustellen". Dazu kommen noch die Horden von Mönchen, die allmorgentlich ausschwärmen, um das Essen zu erbetteln. Das ist unserer Meinung nach auch der Grund für das frühe Aufstehen der Leute: das Essen für die Mönche muß gekocht werden......
Doch zurück zu den Bussen, die nicht nur zu ungewöhnlichen Zeiten fahren, sondern für mich auch ganz neue Dimensionen eröffneten, wie viele Menschen und Güter man in einem altersschwachen Gefährt unterbringen kann.  Wir wollten von Mandalay nach Hsipaw fahren, eine etwa 6-7stündige Busfahrt. Morgens um 5 Uhr sollten wir uns einfinden, um mit einem Zubringer zum Busbahnhof gebracht zu werden, wo der eigentliche Bus losfuhr. Also pünktlich standen wir, noch etwas verschlafen, da und warteten. Etwa um 5.30 Uhr ging es dann los, wir wurden mit zahlreichen anderen Fahrgästen in einen Pickup gestopft und rauschten durch die Morgendämmerung. Auf dem Busbahnhof angekommen bestiegen wir den Bus und trauten kaum unseren Augen. Praktisch der ganze Busboden war voller Tomatenkisten. Unsere einzige Erklärung, wie das bewerkstelligt worden war, war, daß man alle Sitze ausgebaut, die Tomatenkisten eingepackt und dann die Sitze wieder eingebaut hat. Besonders bequem war das also nicht, mit den Füßen auf den Kisten...die hinteren Sitze waren sowieso voller Säcke und anderem Krempel, von dem abenteuerlichen Aufbau auf dem Dach gar nicht zu sprechen. Dann wurde die menschliche Fracht eingeladen. Natürlich wurden die Klappsitze im Gang auch belegt, wie die Leute auf Sitz und Tomatenkiste sitzen konnten ist mit schleierhaft. Das Beste war allerdings der Mann mit den Hähnen. Er stieg ein mit zwei großen Körben, in denen je ein Hahn saß,ein. Doch er mußte schnell einsehen, daß er diese beim besten Willen nicht mehr unterbringen konnte. Also Hähne raus, Körbe entsorgt und die beiden Tierchen auf dem Schoß, und so ging es dann los. Bei den diversen Stops wurden die Hähne dann Gassi geführt, und zur Abfahrt krähten sie kräftig. Die Busse werden also optimal genutzt, und nicht nur die Hähne bekommen Auslauf auch die Fahrgäste. Die Burmesen, und das ist eine weitere "Spezialität", brauchen regelmäßige Mahlzeiten, und das besonders vor 12 Uhr [und womöglich noch in Zweistunden-Abständen]. Also 6.00 Uhr Abfahrt, 8.00 Uhr Frühstückspause, 11.30 Uhr Mittagspause und 13.00 Uhr Ankunft. [Dann geht man sicher nochmal essen...]

Auch bei Nachtfahrten können ungewöhnliche Pausen die Reise unterbrechen. [Stichwort: checkpoint... alles raus, wieder rein... Kasachstan, ich hör dir trapsen. "Wenn mich mein Reisebüro nit vermittelt hätt'...] Wir fuhren über Nacht von Taungup nach Pyay.Auch hier wurde der Bus auf geradezu abenteuerliche Weise vollgepackt. Ich muß sagen, daß das manchmal eine richtige logistische Meisterleistung ist, die Menschen und die Waren in solch "optimaler" Weise zu verstauen, und das geht ganz ruhig und diszipliniert vor sich, ich war echt überrascht. Also die Nachtfahrt über hoppelige, kurvige Straße wurde zweimal wegen eines Checkposten unterbrochen, alle mußten aussteigen und sich registrieren, das war eine reine Schikane. Hinten saßen Kinder und alte Muttchen, die mühsam über all die Warenberge im Gang nach voren klettern mußten. Doch immerhin ging es weiter, bis etwa 3.30 Uhr in der Nacht, als wir hupend vor ein Tor fuhren. Der Busfahrer sprach mit jemand, zog die Jacke über den Kopf und legte sich schlafen. Da standen wir nun, stundenlang, es wurde hell, "burmesische Sonnenaufgänge", wir stiegen aus, tranken Kaffe an einem Straßenstand und erfuhren, daß wir vor einer Tankstelle standen, die um 7.00 Uhr aufmacht... Keiner protestierte, alle waren brav um 7.15 Uhr wieder im Bus, der uns nach einer knappen Stunde an Ziel brachte....

Schön war auch unser Weihnachtsabend, denn wir auf einer idyllischen Insel verbrachten. Zumindest war sie solange idyllisch, bis am Abend die Generatoren angeworfen wurden und sich jedes Restaurent in eine Karaoke-Bar verwandelte, in der sich die Burmesen unsäglich vor dem Mikrofon quälten....
Unser israelischer Begleiter Assaf wollte sich gerne den Sängern anschließen und uns zu Ehren legte man eine englische CD ein. "Oldies and Beauties", auf der sich zu bekannten Melodien leichtbekleidete Ausländerinnen erotisch räkelten. [Die Bikini- oder Tangastoffe waren wirklich nur mit Mühe auszumachen, ob all der sich wölbenden Haut, die ihnen den Kampf angesagt hatten...] ....
[Man könnte noch Tage fortfahren, aber lieber würden wir wieder Tage lang fort fahren, gelle?]

Astrid und Andreas



Myanmar.com
 


No easy answers to the boycott question...
see:  Lonely planet Myanmar



Books on Burma (Myanmar):
in English
in German
Rezensionen: Im Land der Tempel und Pagoden - Burma
Gerard Saitner, Bettina Winterfeld: Burma - Bucher Global. München: Verlag C.J. Bucher 1999
Klemens Ludwig: Birma. München: Verlag C.H. Beck 1997


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