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By Farley C. Matchett -999060 written on Death Row Texas

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  Original articles  
Gefängnis-Missbrauch … Auswärts Nr. 1 in Amerika ...Verfall der Todesstrafe Rassisches Vorurteil....

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Prison Abuses ... Abroad one in America  Juvenile Offenders and Int. law 1999- Texas Death Penalty
Gerichtliches Fehlverhalten.. Penry wird zum 3.Mal  ...  Todestraktinsasse geht ... Foto Gallery International Aspects and Treaties Judicial Misconduct, biased...

2001

Ausgleich der Skalen von Gerechtigkeit…. „ Recht aus heiterem Himmel“ Der Mangel an Anwälten ... Affidavit by Roy Greenwood Balancing The Scales of Justice...Finally  February 2002 April 2002
Darstellung 1. 2004 "Lebenslänglich ohne Begnadigung". Die Texanische Todesstrafe

   

Inspirational Thoughts July 2002 August/Sept. 2002  
Notwendigkeit für ein Moratorium Internationale Aspekte und ... Wohin werden wir geführt?? Presentation 1, 2004 October 2002 December 2002
Gutachter oder bezahlter Killer?..! Eine Änderung muss kommen Anregende Gedanken-   The need for a moratorium March 2003 June 2003
-HILFE     -     HELP  - - IN MEMORY and NEVER FORGET Expert Witnesses or Hired Hit men?…! July 2003 INDEX

Farley Charles Matchett died by lethal injection - The State of Texas excecuted Farley - September 12,2006. ! Rest in Peace, until we meet again Dear Friend !

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Gutachter oder bezahlter Killer? ...Sie entscheiden!


Hier in Texas nutzen die Staatsanwälte routinemäßig zwei Arten von "Gutachtern", um während der Schuld- /Unschuldsphase des Prozesses und in der Strafbemessung eine Verurteilung zum Tode sicherzustellen. Diese beiden Arten von professionellen Gutachtern sind
1. Pathologen
2. Psychologen.
Sie werden durch die Staatsanwaltschaft bezahlt, um "für" den Fall des Staates auszusagen. Schon allein deshalb ist diese "bezahlte Aussage" voreingenommen und ohne einen Zweifel auch vorverurteilend. Ethische Grundsätze, die diesen beiden Berufszweigen eigen sind, werden über Bord geworfen für den allmächtigen Dollar.

Es gab einen Pathologen, Dr. Ralph Erdmann, der regelmäßig für den Staat Texas arbeitete. Dieser Mann war in 40 Bezirken angestellt und das zur selben Zeit. Er hat wahrscheinlich Tausende Autopsien vorgenommen und diente der Staatsanwaltschaft als Gutachter in Hunderten Todesstraffällen in Texas. Viele dieser Fälle  basierten ausschließlich auf Indizienbeweisen und Erdmanns Aussage war entscheidend, wenn es darum ging, eine Verurteilung zu erreichen.

1992 wurde Dr. Erdmann als "Betrüger" entlarvt. Es wurde nachgewiesen, das er Hunderte Autopsien gefälscht hatte, dass er illegal Leichenteile verkaufte und im gesamten Norden Texas in zahllosen Mord- und Todesstraffällen falsche medizinische Aussagen gemacht hatte.

Es wurde bewiesen, dass seine Zeugnisse gefälscht waren und dass er seinen medizinischen Abschluss  in Mexiko gemacht hatte. Für einen bestimmten Geldbetrag kann man in Mexiko jede Art von Abschluss "kaufen". Die Staatsanwaltschaft, die den Hintergrund untersucht, musste davon gewusst haben, aber  da er in den Zeugenstand getreten war und genau das aussagte, was sie von ihm hören wollten, hat man es übersehen.
Dann um es noch schlimmer zu machen... zahlten sie diesem Mann Höchstsummen für seine Aussagen.
In einem Todesstraffall schwor er, dass das Opfer an Gehirnblutungen starb, die durch den Angeklagten hervorgerufen wurden. Nach dem Prozess verpflichtete der Verteidigungsanwalt einen national angesehenen Pathologen. Der fand heraus, dass das Opfer an einem Herzanfall gestorben war.  Drei weitere Pathologen bestätigten das. Wirklich ulkig... es wurden keinerlei Anzeichen für zerebrale Blutungen gefunden.
Ich frage Sie, ist das wirklich ein Gutachter oder ein bezahlter Killer?
Dr. Erdmann wurde entlassen und bekam eine Verurteilung auf Bewährung und dann verließ er den Staat. Doch bis zum heutigen Tag gibt es Todestraktinsassen in Texas, die noch immer im Trakt sitzen und versuchen den Staat dazu zu bringen, das er zugibt, dass durch die Aussage von Dr. Erdmann ein Fehler gemacht wurde.

In der Strafbemessungsphase ist es entscheidend nachzuweisen, dass der Angeklagte "in Zukunft eine Bedrohung für die Gesellschaft" sein wird. Um dieses auf effektive Weise zu tun, wenn der Angeklagte kaum eine oder gar keine kriminelle Vergangenheit hat, nimmt  man einen Psychologen, der etwa 30 Minuten bis eine Stunde mit dem Angeklagten verbringt. Er ist dann bereit, seine bezahlte Aussage zu machen. Der am meisten berüchtigte Psychologe war James Grigson, auch bekannt als "Dr. Tod". Er wurde  extensiv überall in Texas genutzt und über 85% der Fälle, in denen er aussagte, endeten mit einem Todessurteil. Häufig beschrieb er den Angeklagten als einen unverbesserlichen Soziopathen, der wieder töten würden, würde man ihn nicht hinrichten.

Drei seiner Aussagen, in denen er behauptete, der Angeklagte sei ein Soziopath, der wieder töten würde, wurden im Bundesgericht überführt, denn die Angeklagten waren unschuldig.

Er wird immer noch häufig bestellt, denn alles worum sich der Staatsanwalt sorgt, ist die Verurteilung... die praktisch erkauft und mit dem Geld der Steuerzahler bezahlt wird.. Diese Gutachter bekommen üblicherweise $ 2.500 bis  10.000 Dollar pro Tag. Hinzu kommen Reisekosten und Erstattung der Hotelauslagen. Der Verteidigung stehen hier zwischen $ 500 und $ 1.000 zur Verfügung.

Wir können einfach nicht mithalten.

Es ist seltsam festzustellen, dass die Aussagen in allen Fällen, in den Dr. Grigson im Prozess ausgesagt hat, fast identisch sind.
Die American Psychiatric Association (APA) hat diese Praxis kritisiert und öffentlich alle angeprangert, die an solchen Aktivitäten beteiligt sind. Es wurde öffentlich  gesagt, dass unter keinen Umständen jemand in der Lage sei, das zukünftige Verhalten einer Person vorherzusagen. Die APA hat 92 Verurteilte innerhalb von vier Jahren studiert. Zwei Drittel von diesen 92 Personen hat niemals irgendein gewalttätiges Verhalten gezeigt. 90% haben nie gegen die Regeln verstoßen. 90% waren zum "Trusty Status" befördert worden (Status- "zuverlässig"), zwei erreichten einen "Bachelor's Degree" in Kunst  ("Jungkünstler")  und nur zwei waren gewalttätig.

Die Praxis bezahlter Aussagen muss aufhören, denn für den richtigen Preis sagt jemand genau das, was der Staatsanwalt hören möchte. Genaugenommen verkaufen sie ihre Seele und der Angeklagte wird zum Opfer. Ich frage Sie heute... ist es wirklich die Aussage eines Gutachters oder nur eines althergebrachten Killers? Sie sind der Richter.


Farley C. Matchett


Erschienen im Magazin "Death Row" Oktober/2002


 

zum Thema:  2. Psychologen aus dem Artikel von Farley Matchett

TEXAS

Fehler bei Todesurteilen behauptet  - 31.März 2004

Mit der Erklärung, dass Texas es Geschworenen erlaubt, Entscheidungen über Leben und Tod aufgrund von Beweisen zu fällen, die weniger verlässlich sind, als ein Münzwurf, sagt eine neue Studie, dass Experten normalerweise falsch liegen, wenn sie behaupten, dass Angeklagte in Kapitalmordprozessen in der Zukunft gefährlich sein werden.

Die Studie einer gemeinnützigen Rechtsanwaltsgruppe konzentriert sich auf den entscheidenden Moment in Kapitalprozessen, in den Geschworene entscheiden, ob der Mörder wahrscheinlich wieder handgreiflich wird.

Die Gruppe, Texas Defender Service, untersuchte 155 Fälle und kam zu der Schlussfolgerung, dass die psychiatrischen Experten in 95 Prozent der Fälle falsch lagen, als sie, für die Ankläger aussagend, die Angeklagten als chronische Bedrohungen darstellten.

Texas ist laut dem Bericht einer von nur drei Staaten, die bei Todesstrafenprozessen einen Blick in die Zukunft verlangen. In der Studie wird darum ersucht, dass die Gesetzesgeber das System verbessern und die Frage der „zukünftigen Gefährlichkeit“ aufheben, die mit den grausamen Tests in mittelalterlichen Prozessen verglichen werden.

„Es wäre genauso gut, wenn wir die Menschen in kochendes Wasser werfen würden, um zu sehen, ob sie schwimmen,“ sagte Andrea Keilen, die Vizedirektorin der Gruppe, in einer gedruckten Erklärung, mit der die Feststellungen der Gruppe bekannt gegeben wurden.

Gemeinsam mit einem Psychologieprofessor der Sam Houston Universität untersuchte die Gruppe die Gefängnisunterlagen verurteilter Insassen, deren Verurteilungen teilweise durch die Behauptung eines Experten der Anklage zustande kamen, dass der Angeklagte eine zukünftige Gefahr darstellt.

Die Insassen haben durchschnittlich 14 Jahre nach ihrer Verurteilung im Gefängnis gesessen. Acht von ihnen, oder fünf Prozent, haben ernsthafte Angriffe getätigt, die als Angriffe definiert werden, die zu Verletzungen führten, die mehr Behandlung als eine Bandage benötigten.

31, oder 20 Prozent, hatten keine Unterlagen über Disziplinarprobleme. Und 116, oder 75 Prozent, brachen relativ kleine Regeln, begingen aber keine schweren Angriffe.

Manche Todesstrafenbefürworter begegneten den Feststellungen der Gruppe mit Skepsis und lehnten den Bericht als einen Angriff ab, der dazu gedacht ist, die Todesstrafe abzuschaffen, statt sie nur zu verbessern.

Dianne Clements, leitende Direktorin der Opferrechtsgruppe Justice For All sagte, dass sie die Frage über zukünftige Gefahr als zusätzliche Hürde, und nicht als Hilfe, für die Ankläger sieht.

Sie stellte außerdem in Frage, ob irgendetwas festgestellt werden kann, wenn Insassen beobachtet werden, die bewacht werden und, in den meisten Fällen, 23 Stunden am Tag in ihren Zellen verbringen.

„Das Gefängnis und das gesamte System ist dafür gedacht, diese Art des gewalttätigen Verhaltens zu verhindern,“ sagte sie.

Keilen antwortete, indem sie sagte, dass es angemessen ist zu bedenken, wie Insassen hinter Gittern handeln, weil das der Ort ist, wo sie hinkommen, wenn die Geschworenen entscheiden, dass sie nicht länger gefährlich sind.

Freilassung ist keine Möglichkeit. Wenn Verurteilte in Kapitalfällen der Todesstrafe entkommen, können sie erst nach vierzig Jahren Bewährung beantragen.

Nachdem Fälle untersucht wurden, die bis 1976 zurückreichen, jener Zeit in der Texas die Todesstrafe wiedereinführte, zitierte die Studie erschütternde Unterschiede zwischen dem, was Experten im Prozess vorhersagten und dem, was danach geschah.

„Es gibt nichts, das der Welt bekannt ist, was diesen Mann ändern wird,“ zitiert der Bericht einen Psychiater, der 1976 für die Anklage gegen Randall Dale Adams aussagte, der schuldig gesprochen wurde, einen Polizisten in Dallas erschossen zu haben.

Falsch verurteilt wurde Adams nach zwölf Jahren im Gefängnis entlastet. Während er hinter Gittern war, wurde seine Strafe in eine lebenslange Gefängnisstrafe umgewandelt, er arbeitete als Bürokraft, lebte in einem Schlafsaal und wurde von den Beamten als „der ideale Insasse“ beschrieben.

Die Gruppe fand nur drei Fälle, in denen Ankläger des Bezirks Bexar Psychiater dafür einsetzten, auszusagen, dass die Angeklagten wahrscheinlich gefährlich bleiben würden.

In San Antonio benutzten Verteidigungsanwälte, die versuchen ihre Klienten vor dem Todestrakt zu retten, viel eher Psychiater als die Ankläger, sagen lokale Anwälte.

Das war, was im letzten Kapitalprozess des Bezirks geschehen ist. Doch von der Diagnose des Arztes unbeeindruckt brauchten die Geschworenen nur vierzig Minuten um zu entscheiden, dass der Angeklagte gefährlich ist und sterben soll.

Quelle: San Antonio Express-News
http://www.mysanantonio.com/news/metro/stories/






 

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