Hallo lieber Besucher unserer Internetseite.
Da ich selbst seit ca. 1995 Indianische Perlstickereien herstelle, möchte ich nun den Versuch starten, ihnen hier die Indianischen Perlsticktechniken näher zu bringen.
Ich habe meine Stücke, die ich anfertigte, immer in freier Hand hergestellt. Sicherlich gibt es Leute, die sich einen Rahmen nehmen, um darauf das Leder bzw. den Stoff zu fixieren.
Zum Thema Tipps und Materialien, nehme am Ende der Seite Bezug.
So nun aber zu den Techniken!
 

Die wohl älteste Technik ist die "Lazy Stitch" Technik.
Der Stich ist besonders in den Prärie- und Plains-Gebieten verbreitet. Für die geometrischen Muster der Plains-Indianer oder für die flächendeckenden Hintergründe eignet sich diese Technik besonders gut.
Als Faden kann man Zwirn oder Sehne verwenden. Dann werden 5- 9 Perlen aufgenommen, die auf das Leder aufgelegt werden. Nach Möglichkeit sollten die Perlen immer in ungerader Zahl aufgefädelt werden. Die Perlen werden in einem Gassenstich auf das Leder oder dem Stoff appliziert. Die Stichfolge sollte parallel zueinander liegen und die Perlenreihe sollte eine charakteristische Bogenform annehmen. Für einen Gassestich verwende ich überwiegend 7 oder 9 Seadbeads.

 Gassenstich (Lazy Stitch)

  Gassenstich (Lazy Stitch)

charakteristische Bogenform

 Der "Overlay-Stitch" eignet sich besonders für geometrische Designs und ist die bestmögliche Methode, die Kurvenlinien der floralen Motive des Waldlandes zu perlen.
Ein einfacher aber starker Faden hält die vielen Perlen am Platz (traditionell wurden Sehne verwendet), Das Design wird häufig direkt auf das Leder vorgezeichnet (Rückseite). Es wird mit zwei Fäden gleichzeitig gearbeitet, wobei der eine die Perlen aufnimmt, während der andere die Perlenreihen auf der Unterlage fixiert.
 Bilder folgen  
     
 

 Weitere Techniken werden folgen
 
     
     
     

  

Hier seht ihr eine möglichkeit, wie man am besten die Perlen aufbewart. Hier sind es alte Krabbendosen aus Kunsstoff. Gläser sind auch ok, nur gehen die zu schnell kaputt.

Wenn die Perlchen auf dem Deckel liegen, lassen sie sich prima mit der Nadel aufnehmen.

 Tipps

 

Eine solche Kopfbandlupe ist immer ein Dankbarer Helfer, wenn man ganz kleine Nadeln hat und das Garn einfädeln muß. Diese Idee ist auf meinem Mist gewachsen. Ich kann es euch nur empfehlen! Sie ist ein echt guter Helfer

  

Hier sind ein paar freundliche Helfer, die man wirklich gut gebrauchen kann.

Die Lochzange für Löcher ins Leder zu machen.

Die Ahlen braucht man um vorzustechen, wenn es mit der Nadel nicht so einfach ist durch das Leder zu kommen.

Tja, und die gute Arterienklemme!!!Ist wieder auf meinem Mist gewachsen. Mit ihr könnt ihr prima, die noch im Leder steckende Nadel,herausziehen
 

  

Hier seht ihr 2 verschiedene Rollen Kunstsehne, normales Garn, verschiedene Nadelpäckchen und ein Lederstück worauf sich die Nadeln befinden mit denen man gerade arbeitet.

noch ´n Tipp: gewachste Zahnseide ist auch ein guter Faden zum Perlen. Er ist allerdings nicht gerade günstig, aber überall zu bekommen.