Lepisosteus oculatus - Gefleckter Knochenhecht
Vorkommen/Herkunft:
Knochenhechte sind in den USA beheimatet. Dort sind sie die großen Seen im östlichen Norden, dem Mississippi-Einzug bis hinunter nach Florida verbreitet. Je nach Herkunft sind die Ansprüche an die Wassertemperatur unterschiedlich hoch. Tiere aus dem Norden mögen es nicht so warm, wie beispielsweise die Arten aus dem Mississippi oder den Populationen aus den Florida-Springs.
Pflege im Aquarium:
Für die Pflege im heimischen Aquarium kommen eigentlich nur junge bis jugendliche Exemplare in Betracht. Ausgehend von einer (natürlichen) Endgröße von 60 cm (L. platostomus) bis fast 300 cm (L. tristoechus) ist die dauerhafte Pflege wohl nur öffentlichen Schauanlagen oder stolzen Besitzern von absoluten Großaquarien vorbehalten. Dies setzt vor der Anschaffung aber bereits voraus, dass man sich über den späteren Verbleib der Tiere Gedanken macht. Hat man sich nun zum Kauf eines oder mehrer solcher Fische entschieden, sind selbst die Jungfische nicht in Behältern unter 150 cm Kantenlänge und 400 Litern Volumen unter zu bringen, denn in Panik flüchtende Tiere können sich in zu kleinen Behältern leicht das lange Maul verletzen. Die Beckenausstattung sollte eine dichte Rand- und Hintergrundbepflanzung mit wiederstandsfähigen Arten aufweisen. Einige flache Steine auf dem Bodengrund, der aus Sand oder einem Sand-Kies-Gemisch bestehen sollte runden das Bild ab. Einige größere Wurzelstücke bieten Rückzugsmöglichkeiten. Entsprechend der Herkunft aus gemäßigten Klimagebieten, darf das Wasser nicht zu warm sein. Ein Spektrum von 12-22°C sagt den Fischen besonders zu, was einen Heizstab überflüssig macht. Die Fütterung fordert vom Pfleger einige Anstrengungen, denn die Fische gehen ausschließlich an lebende Nahrung, die entsprechend ihrer räuberischen Lebensweise, aus Fischen bestehen sollte. Auch Regenwürmer und größere Insekten und/oder deren Larven kommen infrage. Der Größe der Fische entsprechend, ist ein gut dimensionierter Filter zu installieren. Das Wasser muss immer von besonderer Güte und weitgehend schadstofffrei sein. Die Wasser- parameter für Härte und Säuregrad ist hoch zu halten (ph über 7, dGH ab 12, dKH über 10).
Besonderheiten:
Knochenhechte werden in den meisten Aquarien zu warm gepflegt, was sie neben oft viel zu kleinen Becken hinfällig werden lässt. Die Köperform erinnert an den Hecht. So sind sie, wie auch dieser, lauernde Stoßräuber, die Ihre Opfer mit einem schnellen Vorstoß erbeuten. Durch diese Eigenschaft sind sie jedoch auch sehr ruhige Pfleglinge, die in ihren Behältern gemächlich ihre Bahnen ziehen oder in einem Unterschlupf oft stunden lang ausharren. Hektisch wird es erst bei der Fütterung.
Zucht:
Die Zucht ist aufgrund der Größe selbst in Schauanlagen noch nicht gelungen!
Literatur:
Kirschnowski, Siegfried (1995), Aquaristik aktuell, Ausg. 4/1995, S. 46: Ganz schön bissig - Die Knochenhechte der Gattung Lepisosteus