Marco's Oldschool BMX Homepage
In den Sommerferien 1986
veranstaltete der Verein MSTC
(Motor-Sport-Touring-Club)
ein BMX Rennen in Roth.
1. Vorstand dieses Vereins war damals Manfred Schramm.
Die Bahn wurde neben der
Bundesstrasse 2 gleich beim alten SC Sportplatz gebuddelt.
Das Rennen selbst fand am 30. und 31. August 1986 statt.

Das Rennen war sehr gut besucht. Am Samstag Nachmittag fanden die Probeläufe statt. Auf gut 100 Meter Bahn konnte man sich mit der Rennstrecke vertraut machen und die anderen Fahrer beschnuppern. Am Sonntag ging es dann an das Eingemachte.
Nach dem Bezahlen des Startgeldes begann die erste ROTHER BMX STADTMEISTERSCHAFT 1986.
Moderiert wurde das Spektakel von Harry Wijnvoord (Showmaster, damals Moderator bei Radio Franken).
Rund 50 Teilnehmer aus der Rother Umgebung nahmen in den Altersklassen 6 bis 18 Jahre teil. Die meisten Rennfahrer kamen jedoch aus dem Rother Stadtteil Eigenheim. Jeder von uns Kinder hatte zu dieser Zeit ein BMX-Rad. Einen grösseren Gefallen, wie diese Bahn, konnte uns keiner erfüllen. Die Bahn war der ideale Treffpunkt und von der Strasse waren wir auch.
Auch ein Prominenten-Rennen wurde veranstaltet. Drei Mitglieder des damaligen Rother Stadtrates (Hans Weiss, Gerd Röck und Ralf Becker) traten gegen die Rother Werbegemeinschaft (Leonhard Steib, Werner Krüger und Helmut Lorenz) und den MSTC (Thomas Schlagenhaufer, Bernhard Walter und Eddy Hufer) an. Das Rennen machte letztendlich das Team der Werbegemeinschaft.
Die Gewinner in den einzelnen Altersklassen:
Matthias Bermann
Stefan Wemser
Ronny Plank
Holger Gillich
Chris Schipfer
Alexander Halupka
Robert Amann
Von diesem Event existiert sogar ein
Videofilm. Leider konnte ich diesen bis heute nicht auftreiben.
Bilder gibt es
noch genügend, die ich hier nach und nach veröffentlichen werde.
Leider musste die schöne BMX Bahn aufgrund diverser Gegebenheiten noch im Herbst 1986 wieder verschwinden. Versprechungen des damaligen Bürgermeisters Hans Weiss, über eine neue Bahn, blieben bis heute unerfüllt... schade. Im Rahmen des Rother Ferienprogrammes 1987 empfing unser damaliger Bürgermeister die Rother Kids im Schloss Ratibor um unsere Ideen zu hören. Auch mein Wunsch nach einer neuen Bahn wurde damals von mir angesprochen. Pläne existierten tatsächlich, was ein Zeitungsbericht in der Roth Hilpoltsteiner Volkszeitung bewiesen hatte.
Die Bahn war immer gut besucht, auch wenn sie nur einige Wochen statt hielt. Die Erinnerungen bleiben bestehen. Das Gelände ist heute total mit Bäumen und Sträuchern verwachsen. Ausser dem Bremshügel und ein paar alter Bretter erinnert gar nichts mehr an diese schöne Zeit.
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Zeitungsausschnitte aus der Roth Hilpoltsteiner Volkszeitung: |
| Absolute Konzentration |
Im März 2002 habe ich nach langem Suchen endlich Kontakt mit Herrn Schramm aufnehmen können.
Dieser schickte mir eine E-Mail mit vielen Informationen über die Entstehuhung dieser BMX Bahn in:
Unser damaliger Gedanke die Sportart
BMX in Roth aus der Taufe zu heben, hat
anscheinend gefruchtet. Dass diese Veranstaltung noch in Erinnerung ist, zeigt
dass damals der MSTC-Roth auf dem richtigen Weg war. Wenn es Ihnen recht ist,
werde ich Ihnen den Werdegang dieses Ereignisses darstellen.
Zuerst zum MSTC: Der Verein wurde eigentlich als Motorsportverein gegründet.
Leider hatten wir bei der Gründung zu wenige Mitglieder um uns dem ADAC
anschließen zu können. Wir suchten also eine Dachorganistion. Die Solidarität
e.V. im Bund Deutscher Radfahrer übernahm den Verein. Unter dieser
Dachorganisation konnten wir also Motorsport betreiben.
Irgendwann hat uns dies nicht mehr gereicht und wir suchten nach neuen
Herausforderungen, der Gedanke "Radfahren" war geboren. Der Name
Motorsport und
Touristik Club sagte das Übrige aus. Radrennen konnten wir nicht organisieren.
Der Gedanke "lasst die Jugend mitarbeiten" hat uns auf den BMX-Sport
gebracht.
Nachdem wir uns die organisatorischen Unterlagen in Frankfurt besorgt haben, und
nachdem wir nach endlosen Gesprächen im Verein der Überzeugung waren, der
BMX-Sport wäre etwas für uns und für die Stadt Roth, besuchten wir andere
Vereine
in Bayern und sahen uns deren Veranstaltungen an. Wir sind sehr schnell auf die
Erkenntnis gestossen, der BMX-Sport ist bei den Jugendlichen sehr hoch in Kurs.
Also wollte der MSTC sich in dieser Sportart versuchen. Die Idee eine eigene
Veranstaltung zu organisieren war geboren.
Als erstes suchten wir ein Gelände, das geeignet war. Nach langer Suche konnten
wir das Gelände neben dem Sportplatz des SC-Roth finden. Der Besitzer dieses
Geländes lebt in Altötting, der nächste Weg. Nach dem ersten Anruf konnte ich
ein
Signal entdecken. Mit zwei Fahrschülern fuhr ich auf dem Motorrad nach Altötting.
Für die Fahrschüler war es ein schöner Ausflug. Der Besitzer erwartete mich
schon. Nach zähen Verhandlungen konnte ich ihn überzeugen, dass sein Besitz,
der
nicht bebaut werden konnte, für ihn nutzlos wäre. Für uns aber vor allem für
die
Jugend Roth`s geeignet wäre, dort eine BMX-Bahn zuerstellen. Für diese zwei
Tage
mußte der Verein 1000,00 DM Pacht zahlen. Der Pachtvertrag, der ausgehandelt
wurde hatte eine Gültigkeit von einem Jahr, natürlich mit Option für ein
weiteres
Jahr. Für die Verhandlungen mußte ich dann mindestens dreimal nach Altötting.
Endlich war der Pachtvertrag unterschrieben.
Von der Stadt Roth hatte ich schon vorher grünes Licht. Nur die Auflage nach
dem
Renntag die Fläche wieder in den vorherigen Zustand zu bringen, machten mir
noch
Kopfschmerzen. Man durfte eben nicht an das Nachher denken.
Die Vereinsmitglieder stellten sich dann für den Aufbau der Bahn zur Verfügung.
Urlaub war gefragt. Ein Zelt, ein Radlader und anderes Arbeitsgerät mußte
unentgeldlich organisiert werden. Die Zeltmiete konnte gering gehalten werden,
natürlich wurden wir durch die Rother Werbegemeinschaft unterstützt. Der
Radlader
war umsonst. Nun begann die Planung für die Bahn. Einige Wochen trafen
sich die
Vereinsmitglieder auf dem Gelände. Ein großes Problem trat auf. Wir konnten
nicht
alle Grenzsteine finden und mußten mit der Angst leben, dass wir das
Nachbargrundstück auch mit benutzen würden. Nebenbei mußte ich alle
anliegende
Grundstücksbesitzer ausfindig machen, die leider nicht alle in der näheren
Umgebung Rothīs wohnten. Von allen brauchten wir eine Genehmigung für unser
Vorhaben. Dann beim Landratsamt Roth die Baugenehmigung einreichen. Ich hatte
mir
damals gedacht, wenn wir eine Bahn bauen, dann soll diese länger stehen. Aber
ich
hatte nicht mit dem Amtsschimmel gerechnet. Es war ein harter und steiniger Weg
nur für diese eine Veranstaltung eine Genehmigung zu bekommen. Erst als
Bürgermeister Weiss sich beim Landrat einschaltete, bekam ich eine vorläufige
Genehmigung.
Nun konnten wir volle Pulle arbeiten. Innerhalb einer Woche mußte die Bahn mit
allem Drum und Herum stehen. Wie bekannt, wir haben es geschafft. Vom ersten
Gedanken an den BMX-Sport bis zur Veranstaltung war ein halbes Jahr vergangen.
Nach der Veranstaltung hatten wir nochmals eine Woche Zeit, um aufzuräumen.
Natürlich mußten die Mitglieder ihre Freizeit opfern, aber wir haben es
geschafft. Die Frage stellte sich dann "einebnen oder nicht". Wir
sagten lass es
stehen, vielleicht können wir nocheinmal eine Veranstaltung durchziehen.
Nun zu den Versprechungen von Herrn Weiss. Der Bürgermeister konnte mir nach
vielen Besprechungen berichten, dass der MSTC im Rothgrund eine Bahn bauen
könnte. Es entzieht sich meiner Kenntnis, was aus den damaligen Planungen mit
dem
Rothgrund passierte. Es war ein Erholungszentrum für die Bewohner Rothīs mit
Spiel- und Grillplätze geplant. Auch eine BMX-Bahn. Der MSTC suchte sich einen
Ort aus, dort sollte in den Bebauungsplan die neue BMX-Bahn aufgenommen werden.
Der Bebauungsplan wurde genehmigt. Ich nahm mit dem Landschaftsarchitekten
Kontakt auf und fuhr wegen der BMX-Bahn des öfteren nach Erlangen in dessen Büro.
Dort wurde die Bahn in das Modell eingefügt. Wie lange sowas dauert, dürfte
bekannt sein.
Eine Schwierigkeit trat plötzlch auf. Wer betreibt die Bahn? Nach langen
Gesprächen mit den Mitgliedern des MSTC kamen wir zu der Auffassung, dass das
Projekt über unsere Köpfe hinauswachsen könnte.
- Wer sollte die Aufsicht führen?
- Wann können die Kidīs die Bahn benutzen?
- Wer übernimmt die Verantwortung?
- Wer übernimmt die Kosten (Versicherung, evtl. Gehalt für eine
Aufsichtsperson)?
- Wer zäunt das Gelände ein?
Der MSTC konnte nicht alles allein durchziehen. Einige Mitglieder hätten für
die
Aufsicht ihre Freizeit geopfert usw. Das heißt im Klartext: Ohne Unterstützung
können wir nichts machen.
Nach reifer Überlegung sagte der Verein die ganze Sache ab. Wir hätten gerne,
aber wir konnten nicht.