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Stellungnahme und Materialien 

zur Auseinandersetzung über das sogenannte 

"Kontrollierte" Trinken

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Stellungnahme zum

„KONTROLLIERTEN TRINKEN“ („KT“)

 

 

Mit großer Sorge beobachten wir besonders in letzter Zeit die Berichterstattung in der Öffentlichkeit zum so genannten „neuen Therapieziel kontrolliertes Trinken“.

 

Der Alkoholiker brauche künftig nicht mehr völlig auf seine Droge zu verzichten, um als gesund zu gelten, heißt es hier verschiedentlich. Eine genaue Buchführung –unter Anleitung versteht sich- über seinen mäßigen bis mittleren Konsum reiche aus, um als „geheilt“ zu gelten.

 

Dazu haben wir folgendes zu sagen:

 

·        Es widerspricht völlig unserer Erfahrung mit uns und anderen Betroffenen, daß ein Alkoholkranker jemals wieder zur Kontrolle über seinen Konsum zurückfinden kann.

 

·        Wir beobachten oft, daß monate- und teilweise jahrelang versucht wird, diese Kontrolle wieder zu erlangen, mit zum Teil schlimmsten Folgen für den Betroffenen. Sein Leiden wird verlängert, das Risiko von Unfällen steigt, die Angehörigen haben zunehmend unter den wiederholten Rückfällen zu leiden und körperliche Folgekrankheiten verschlimmern sich bis hin zu Todesfällen.

 

·        Tatsächlich will kein Alkoholkranker zunächst wahrhaben, daß gerade er nicht mehr trinken, sondern nur noch saufen kann und manch` einer, der sich schon auf dem Weg zur Nüchternheit befunden hat, wird durch das nun ausgerufene Therapieziel „kontrolliertes Trinken“ sich in seiner falschen Hoffnung bestätigt fühlen und es „doch noch mal versuchen“, ob er nicht doch „normal“ trinken kann. So produziert man Rückfälle und verlängert Leiden!

 

·        Weiterhin ist es uns gänzlich unverständlich, daß die zufriedene Abstinenz, die bei einem Verzicht auf Alkohol durchaus in angemessener Zeit erreichbar ist, als höchstens „zweitbestes Therapieziel“ hingestellt wird. Durch wirklich kompetente therapeutische Hilfe im Verein mit Selbsthilfegruppen stellt nämlich -sogar oft recht schnell- das „Nicht-mehr-Trinken“ keinerlei Verzicht mehr für den Betroffenen dar. Hierdurch wird eine echte Freiheit eröffnet, die den Kopf und das Herz freimacht für neue Erfahrungen mit sich selbst und anderen Menschen! Warum hier das tägliche und wöchentliche „Erbsenzählen“ und Buchführen über die bereits konsumierte Alkoholmenge den hochwertigeren und besseren Lebensentwurf darstellen soll, ist uns völlig rätselhaft. Denn der Genuß, den Nichtbetroffene durchaus durch das Trinken erzielen können, der bleibt hier doch wohl ebenfalls vollkommen „auf der Strecke“ ...!

 

·        Den Einwand bei „hoffnungslosen Fällen“ und bei „Noch-nicht-Ganz-Alkoholikern“ könne man das „Kontroll-Ziel“ doch versuchsweise anwenden, vermögen wir ebenfalls nicht nachzuvollziehen. Sicherlich, wer wollte ernsthaft –und ohne moralisch deswegen verurteilt zu werden- etwas dagegen einwenden, bei „hoffnungslosen Fällen“ alles, aber auch wirklich alles zu versuchen und somit auch das kontrollierte Trinken als „Versuchsziel“ zu akzeptieren ? Über die damit verbundenen „Erfolgschancen“ und die erzielbare Lebensqualität braucht aber in Wahrheit doch wohl nicht ernsthaft diskutiert zu werden .......

Anders verhält es sich hinsichtlich der Menschen, die zwar Alkoholmißbrauch betreiben, aber „eigentlich“ noch nicht völlig als kranke Alkoholiker zu klassifizieren sind. Aus dieser Gruppe –und dies ist schon heute absehbar- werden sicherlich bald die Apologeten des Kontrollierten Trinkens ihre fiktiven „Erfolgsstatistiken“ speisen. Tatsächlich ist es möglich, daß in Vergangenheit und Gegenwart bereits mancher Alkoholmißbraucher als Kranker behandelt worden ist. Aber: Was bitte ist ihm denn damit schlimmes getan ? Eine zufriedene Abstinenz ist für uns, wie bereits gesagt, keineswegs ein „zweitklassiger Lebensentwurf“ sondern eben ein erstklassiger ! Tatsächlich gibt es ja Menschen, die ohne jemals Suchtprobleme gehabt zu haben, freiwillig diesen lohnenden „Verzicht“ leisten.

 

·        Sucht man also nach neuen Möglichkeiten Suchtkranken zu helfen, kann die Konsequenz für uns niemals heißen, ein medienwirksames und gut „verkäufliches“ aber untaugliches und theoretisches Modell fern jeder Praxis zu ersinnen und zu propagieren, sondern die von uns gesammelten Erkenntnisse und Erfahrungen noch stärker und weiter in die Öffentlichkeit zu tragen, insbesondere die, die wir unter dem Stichwort „Zufriedenheit“ genannt haben.

 

 

 

Wir möchten noch darauf hinweisen, daß –soweit uns bekannt- alle Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen unsere Ansicht im wesentlichen teilen. Das BLAUE KREUZ verfügt über eine nunmehr hundertjährige fachliche Erfahrung und so hoffen wir, daß auch unsere Argumente Gehör finden werden.

 

Wenn Sie unsere Arbeit in irgendeiner Form unterstützen möchten, sind Sie herzlich hierzu eingeladen. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

i.A. des BLAUEN KREUZES HASSLOCH / PFALZ

 

 

        Burkhard Tomm-Bub

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Vor einiger Zeit entdeckte ich, das einige frühere Kritiker einen merkwürdigen Sinneswandel durchgemacht haben müssen, so auch eine Selbsthilfe- Initiative die ich hier "bida" nennen möchte, da ich keine offizielle Erlaubnis habe, die Materialien öffentlich ins Netz zu stellen. Auch den Namen der betreffenden Dame habe ich auf die Initialen verkürzt. Ansonsten wurde NICHTS verändert:

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-------Original-Meldung-------
 
Datum: 05/13/04 20:41:54
Betreff: Bezug "KT"
 

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei meine Anmerkungen zum "KT".

Ich glaube Sie haben meine site

www.suchtinfos.de.vu

bei sich verlinkt.

Falls dies zutrifft, löschen Sie diese Verlinkung

bitte. Mit Menschen, die das "KT" unterstützen

möchte ich NICHT kooperieren.

Gründe: s.u. ! ((Es folgte die oben abgedruckte Stellungnahme))

Danke.

Gruß

Burkhard Tomm-Bub, M.A.

 

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----- Original Message -----
From: "bida"
To: burkhard.tomm-bub@freenet.de
Sent: Saturday, May 15, 2004 3:23 PM
Subject: Betreff: Bezug "KT"

 
Sehr geehrter Herr Tomm-Bub,
 
wir haben den Link gelöscht.
Schade eigentlich.
Wir verstehen Ihren Zorn, bitten Sie aber, unsere folgende Mitteilung zur Kenntnis zu nehmen.
Bitte geben Sie uns die Chance, dazu etwas zu sagen.
 
Vor relativ kurzer Zeit waren es wir, die zusammen mit A-connect und Alkoholhilfe die Aktion gegen KT als Erste ins Netz stellten. Wir haben einen ebenso erbitterten Kampf gegen die vermeintliche Geldschneiderei mit diesem KT geführt und, so erlaube ich mir, ganz wesentliche Erfolge in dieser Hinsicht erreichen konnen - bitte befragen Sie hierzu Thomas von Alkohol-Hilfe. Herr Hüllinghorst von der DHS hat (nach unserer Genehmigung) unsere persönliche Stellungnahme gegen das KT zu seiner eigenen Argumentation genutzt. In dieser Richtung haben wir sicherlich unsere Glaubhaftigkeit nachgewiesen. Sollten Sie Interesse haben, dann senden wir Ihnen gerne unsere damalige Stellungnahme GEGEN KT zu. Darüber hinaus haben wir Zeitungsaktionen gestartet, Artikel veröffentlicht, Flyer hergestellt, und vieles mehr. Unter Anderem haben wir im öffentlichen Chat mit Prof. Körkel darüber gestritten. KEINER der anderen beteiligten Aktions-Mitstreiter hat sich getraut, sich öffentlich zu outen - nur wir.
Darüber habe ich mich damals unendlich geärgert - vermutlich ebenso, wie Sie sich geärgert haben, als Sie diese Mail schrieben.
 
Wir waren eben im Innersten überzeugt, dass die - auch von Ihnen angeführten - Argumente stichhaltig und nicht widerlegbar seien.
 
Dann gingen viele Monate ins Land in denen wir eine Menge dazu gelernt haben. Unser Betrachtungswinkel verschob sich von Monat zu Monat mehr. Wir haben erkannt, dass dieses KT nicht so gefährlich ist, wie wir es gesehen haben. Viele Male ist darüber in Gruppen gesprochen worden - und Sie wissen sicher, welche Art Menschen in solchen Gruppen ist - Menschen, die selbst leidvolle Erfahrungen mit dem Alkohol am eigenen Körper verspürt haben. Wir alle zusammen sind mit der Zeit zu einer anderen Überzeugung gekommen, die, so hoffe ich, bald viele Mitstreiter ebenfalls erreichen werden.
 
Es ist genau so, wie auf dem eben stattgefundenen Kongress der Suchtselbsthilfe in Bonn in der "Überschrift" zu sehen - Selbsthilfe muss sich wandeln - wir erreichen zu wenig Leute - die Zahlen der Gruppen sind selbst bei den großen Verbänden rückläufig - Sucht-Selbsthilfe ist bei weiten Teile der Bevölkerung nicht gut angesehen - der überwiegende Anteil der betroffenen Menschen besucht aus Gründen, die in der Art der Gruppen liegen, keine Selbsthilfegruppe - antiquierte Methoden und Ansichten vergraulen Menschen, denen wir eigentlich helfen sollten. Herr Hüllinghorst erwähnte, dass alte Zöpfe abgeschnitten werden müssen, damit der Gruppenbesuch wieder attraktiver werden kann.
Das ist ein Ruf, dem wir nur zu gern folgen.
 
Der Haupt-Dreh- und Angelpunkt aber ist die Vorsorge.
Die Zahlen der HLS, der DHS und verschiedener anderer Vereinigungen beweisen folgendes: es werden mit der heutigen Suchthilfe nur sehr wenige Menschen erreicht - und wenn - dann viel zu spät. Die genauen Zahlen der HLS sind bei uns auf der Seite zu finden. Ich mag sie jetzt nicht suchen, es ist ein winziger Bruchteil der Alkoholmissbraucher. Wir müssten mehr Menschen viel früher erreichen. In der Zukunft wird es sogar dramatisch schlimmer werden - es wurden Schätzungen von etwa 1 000 000 abhängiger Jugendlicher unter 16 (!) genannt. Was wird da auf uns zu kommen!  Hinzu kommt die schlechte Wirtschaftslage, mehr Arbeitlose werden mehr trinken. Ich denke, so weit können Sie das bestätigen.
 
Hier kommt nun - als ein Baustein unter vielen anderen - KT ins Spiel.
KT ist in der Tat eine riesige Chance, an Menschen heranzukommen, die die Selbsthilfe erst viele Jahre später erreichen kann.
Wir sind nur ein kleiner Verein, aber wir haben uns den Luxus geleistet, eine Ausbildung zum AKT-Trainer zu finanzieren - zunächst nur, um zu überprüfen, ob die Veranstalter es ehrlich meinen. Ich selbst bin mit Magenschmerzen hingefahren, die Angst, mich getäuscht zu haben, reiste mit. Ich hatte - unverblümt gesagt - Schiss, dass es sich doch um Geldschneiderei handelt, dass unlautere Methoden verkauft werden sollen, usw. Zum Glück hatte ich es nicht alles falsch verstanden und falsch ausgelegt - ich bin sehr angetan und sehr begeistert wieder heimgereist, mit einem Zertifikat zum AkT-Trainer. Ich habe die Unterlagen, und deren gibt es reichlich, hier den Betroffenen - besonders denen, die vehement gegen KT eingestellt waren, mit heim gegeben. Bisher habe ich nur positive Rückmeldungen. Und immer lautet die Aussage:
So hatte ich das bisher nicht gesehen.
 
Bitte glauben Sie uns eines:
Wir sind NICHT unverantwortlich.
Wir nehmen unseren selbstgewählten Auftrag sehr ernst.
Wir handeln nicht leichtfertig.
Wir erhoffen uns aus jedem Kurs eine Menge - auf jeden Fall, so sage ich hier mal lapidar, ein paar mehr Menschen zu erreichen, die erkennen, auf welchem Weg sie sich befinden.
Und noch etwas: nirgendwo behauptet KT, es sei für trockene Alkoholiker.
Es ist nicht einmal für Alkoholiker gedacht.
Wer an dem Kurs teilnimmt, bestimme ich selbst.
Und ich habe über eine ausführliche Eingangsdiagnostik sogar die Möglichkeit, mit dem Arzt des Bewerbers Kontakt aufzunehmen.
Das ist eine unglaubliche Gelegenheit Einfluss zu nehmen - sowohl auf den Bewerber als auch auf den ARZT!
Bitte fragen Sie sich selbst - wie lange hat es gedauert, bis Sie selbst erkannt haben, dass Sie ein Alkoholproblem haben?
Hätte es nicht vielleicht eine Chance gegeben, wenn Ihnen im Rahmen von 10 Wochen Schulung SELBST aufgefallen wäre, wohin das alles führen wird?
 
Mehr kann und möchte ich nicht zur Erklärung sagen. Allenfalls mündlich - das könnte z.B. im Herbst der Fall sein, wenn die DHS ein weiteres Treffen für "Internet-Belange" abhalten wird. Vielleicht sieht man sich da. Mit jeder Erklärung, die ich oder andere öffentlich abgeben, könnte am Sinn und vor allem an den Erfolgsmöglichkeiten der KT-Kurse gerüttelt werden.
 
Es gibt inzwischen Zahlen zum Erfolg dieser Kurse.
Es gibt sie sowieso in anderen Ländern - in der Schweiz, in England, usw. - wo seit vielen Jahren damit gearbeitet wird.
 
Bitte glauben Sie eines - es liegt bestimmt nicht in unserer Absicht, einem einzigen Menschen auf der Welt zu schaden. Im Gegenteil. Alle Argumente dagegen wiegen nicht so viel, wie die Argumente dafür.
Vielleicht fehlen Ihnen die nötigen Informationen.
Ich habe sie.
Ich stehe gern an den Wochenenden telefonisch zur Verfügung. Ich habe ISDN XXL und rufe gern zurück (wenn ich daheim bin)
 
 
Ach, noch eines: Zu Ihrer Information können Sie selbst im Internet sehen, dass ganz still und leise die Guttempler (zu finden bei den Links des Mahlertshofes) AKT anbieten. Und das ist eine ABSTINENZ-Organisation, bei der sich sogar die Angehörigen verpflichten müssen, nie wieder Alkohol zu trinken.
 
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Guten Tag,

 
vielen Dank für die ausführliche und engagierte Antwort.
 
Die Darstellung Ihrer positiven Absichten ist eindrucksvoll.
 
Sie haben sich von Herrn Prof. Körkel überzeugen lassen.
 
Das durch primär- sekundär- und tretiär- präventive
Maßnahmen und Aktionen zuwenige Menschen erreicht werden
ist richtig.
 
Ebenso ist richtig, daß Innovationen wichtig sind.
 
Wie gesagt: 
Sie haben sich von Herrn Prof. Körkel überzeugen lassen.
 
Dies wird auch dadurch augenfällig, daß Sie nicht nur seine
Argumente wiederholen, sondern -was schlimm ist- auch seinen Stil.
In Ihrem Mail finden sich, freundlicher und ohne die Krassheit
des Prof. Körkel selbt, aber eben doch, folgende Unterstellungen:
 
Sie schreiben:
# "KEINER der anderen beteiligten Aktions-Mitstreiter hat sich getraut, sich öffentlich zu outen - nur wir. "
Heißt: Die Gegner sind auch noch feige.
Nehmen Sie zur Kenntnis, daß dies für mich noch nie zugetroffen hat.
Ich agiere in "Suchtsachen" stets unter meinem vollen Namen,
vergleiche meine website, vergleiche Alkholforum bei netdoktor.de, etc. etc.
 
Sie schreiben:
# "Vielleicht fehlen Ihnen die nötigen Informationen. "
Heißt: Der Gegner ist uninformiert, oder er ist nicht intelligent genug,
die Informationen zu verstehen, oder er ist zu fanatisch, sie überhaupt
zur Kenntnis zu nehmen.
-Nehmen Sie zur Kenntnis, daß ich NICHT uninformiert bin,
(siehe meine Stellungnahme, u.a. diese zeugt wohl von Auseinandersetzung
mit dem Thema) daß meine Intelligenz ausreicht (staatlich anerkannter Erzieher,
Diplom- Sozialarbeiter (FH), Magister der Erziehungswissenschaft, Soziologie
und Psychologie) und das ich nur in einem Punkt fanatisch bin: ich will
unbedingt vermeiden, daß weiterhin Krankheit und Siechtum verlängert
wird und das es auch unnötige Tote gibt durch das KT (=meine Meinung).
 
Sie schreiben:
#"Information können Sie selbst im Internet sehen, dass ganz still und leise die Guttempler
(zu finden bei den Links des Mahlertshofes) AKT anbieten. Und das ist eine ABSTINENZ-Organisation"
sowie:
"Es gibt inzwischen Zahlen zum Erfolg dieser Kurse."
Es gibt sie sowieso in anderen Ländern -
in der Schweiz, in England, usw. - wo seit vielen Jahren damit gearbeitet wird."
Heißt: Alle machen es doch, da kann es doch nichts Schlechtes sein.
Und/oder: Ihr Gegner seid die letzten Rückständigen/Verstaubten.
-Nehmen Sie zur Kenntnis: Nicht alles was viele (nicht alle) tun, MUß richtig sein !
Ich bin NICHT Rückständig, sondern vernünftigen Innovationen gegenüber
sehr aufgeschlossen.
 
Wie gesagt: 
Sie haben sich von Herrn Prof. Körkel überzeugen lassen.
 
Ich hatte die Gelegenheit Herrn Prof. Körkel "live" erleben zu
dürfen, seitdem ist meine Angst und Sorge sehr gewachsen.
Dieser Mensch ist verhaltenstherapeutisch orientiert,
hochintelligent und äußerst engagiert, lezteres deshalb, weil
er (folgendes meine subjektive Analyse, nein sagen wir lieber
-um einer Klage zu entgehen-: Meinung) ein großer Narziß ist !
(Es geht also sicherlich WENIGER ums Geld, das ist richtig ...)
 
Wenn man ihm oder seinen Ausbildern 10 Wochen Zeit gibt, dann
ist es mir VOLLKOMMEN klar, daß er schätzungsweise
80 -90 % seiner Gegner "umdrehen" kann.
Es wäre ein Wunder wenn es nicht so wäre.
All dies wäre nicht SOO schlimm, wir haben in unserem Land
-glücklicherweise- Meinungsfreiheit.
 
Der Kernpunkt von Allem ist aber der:
"KT" für Nicht- Betroffene: kein Problem
"KT" für "Mißbraucher": mit Bedenken und vorheriger
                                       größter Anamnese- Sorgfalt- noch akzeptabel.
"KT" für "Trockene"  = Körperverletzung und Mordversuch ! (= Meine subjektive Meinung,
geäußert im Rahmen der Meinungsfreiheit !)
"KT" für "Nasse = Körperverletzung und Mordversuch ! (= Meine subjektive Meinung,
geäußert im Rahmen der Meinungsfreiheit !)
 
Wenn es Ihnen noch möglich ist, unvoreingenommen die
Schriften und Veröffentlichungen des Herrn Prof. Körkel
zu studieren, achten Sie bitte darauf, für wen er seine
Methode empfiehlt ! Nämlich für ALLE diese Gruppen.
Dies geschieht teils direkt, teils indirekt, stets aber vom
Tenor her.
Das ist der Kernpunkt.
 
Sie finden in mir künftig einen Gegner, der sich in den
genannten Punkten NICHT von Ihnen überzeugen lassen wird.
 
Mit ansonsten freundlichen Grüßen
 
Burkhard Tomm-Bub, M.A.
 
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Herr Tomm-Bub,
 
Ihre Meinung bleibt Ihnen unbenommen.
 
Dass Sie sich offenbar selbst angegriffen fühlen, selbst wenn von ganz anderen Menschen oder Dingen, bzw. Zeiten die Rede ist, finde ich bedauerlich. Dies war nicht meine Absicht.
 
Mit keinem Wort habe ich irgendwelche Personen als Gegner bezeichnet.
Das ist allein Ihre Interpretation und von hier in keiner Weise so gemeint.
Als Gegner würde ich anders Denkende nie bezeichnen, ganz im Gegenteil - ich schätze einige Mitstreiter der Aktion gegen KT über alle Maßen und kann ihre Beweggründe verstehen. Es hat überhaupt nie eine Diskussion darüber gegeben - weshalb auch. Wir haben uns - als es an der Zeit war - herausnehmen lassen.
 
Ihre Aufzählung von erworbenen Berufsbezeichnungen ist beeindruckend.
 
Ihre Meinung zu der Persönlichkeit des Herrn Körkel ebenfalls.
Ich würde allerdings annehmen, dass nahezu alle Menschen, die aktiv in der Öffentlichkeit stehen, in gewisser Weise narzisstisch veranlagt sind.
 
SIE haben sich zu unserem Gegner erklärt?
Ich möchte mir keine Gedanken darüber machen müssen, wie Sie das gemeint haben könnten.
 
Herr Tomm-Bub,
lassen wir es genug sein.
Sie vertreten Ihre eigene Auffassung.
Ich habe gelernt, Menschen mit anderen Ansichten zu achten.
Dies ist - besonders in der Suchthilfe - ein Muss und gehört zu den neuen Anforderungen an die Suchthilfe - und dies nicht nur in der Selbsthilfe.
 
Ich verbleibe
mit freundlichen Grüßen
und mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit,
für Ihre Arbeit,
und für alles, was Ihnen am Herzen liegt 
und alle, die Ihnen wichtig sind
 
B. H.
von
www."bida"-selbsthilfe.de
 
 
 

 

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Anschließend erfolgte folgender Vermerk

auf meiner website (subsite "alklinks") :

 

Weitere links zum Themenkreis

Alkohol, Drogen, Sucht:

 

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www."bida"-selbsthilfe.de

ANMERKUNG:

Von den Ansichten hinsichtlich des

so genannten "Kontrollierten Trinkens"

die ""bida"-selbsthilfe" neuerdings vertritt,

distanziert sich der Autor entschieden und

erklärt, daß er grundlegend anderer Ansicht ist.

Diesbezüglich erklärt er seine Gegnerschaft zu

 ""bida"-selbsthilfe". Aus gegebenem Anlaß ist

der Begriff "Gegner" erläuterungsbedürftig:

1.) Ein Gegner ist kein Feind.

2.) Ein Gegner tritt entschieden für seine

Meinung ein und gegen die Meinung des Anderen an.

 

Soweit meine Definition, die sich aber durchaus

im Rahmen des üblichen bewegen dürfte.

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Anhand der folgenden Übersicht ist übrigens unschwer zu ersehen, das Kontrollversuche ein Krankheitssymptom sind und keine Therapie ... :

 

“PHASEN DER ALKOHOLSUCHT:

Eine sehr brauchbare schematisierende  (!) Übersicht hierzu gibt Feuerlein:

A. Prodromal-Phase

1. Alkoholische Palimpseste (Räusche mit Erinnerungslücken)

2. Heimliches Trinken

    (Gelegenheit suchen ein paar Schnäpse ohne Wissen der anderen zu trinken)

3. Dauerndes Denken an Alkohol

    (Sorge ob genügend da ist, vorsorglich ein paar Schnäpse trinken)

4. Gieriges Trinken der ersten Gläser

5. Schuldgefühle

6. Vermeiden von Anspielungen auf Alkohol

7. Häufige Palimpseste

   

B Kritische Phase

8. Verlust der Kontrolle nach Beginn des Trinkens

9. Alkoholiker-Alibis (warum er trinken muß)

l0. Widerstand gegen Vorhaltungen

11. Großspuriges Benehmen

12. Auffallend aggressives Benehmen

13. Dauernde Zerknirschung

14. Perioden völliger Abstinenz mit ständigen Niederlagen

     15. Änderung des Trinksystems 

           (nicht vor bestimmten Stunden)

16. Freunde fallenlassen

17. Arbeitsplatz fallenlassen

18. Das Verhalten auf den Alkohol konzentrieren

19. Verlust an äußeren Interessen

20. Neue Auslegung zwischenmenschlicher Beziehungen

21. Auffallendes Selbstmitleid

22. Gedankliche oder tatsächliche Ortsflucht

23. Ungünstige Änderung im Familienleben

24. Grundloser Unwille

25. Bestreben, seinen Vorrat zu sichern

26. Vernachlässigung angemessener Ernährung

27. Erste Krankenhaus-Einweisung wegen körperlicher Beschwerden

28. Abnahme des sexuellen Triebes

29. Alkoholische Eifersucht

30. Regelmäßiges morgendliches Trinken

 

C.  Chronische Phase

31. Verlängerte tagelange Räusche

32. Bemerkenswerter ethischer Abbau

33. Beeinträchtigung des Denkens

34. Passagere alkoholische Psychosen

35. Trinken mit Personen weit unter seinem Niveau 

36. Zuflucht zu technischen Produkten (Haarwasser, Rheumamittel, Brennspiritus)

37. Verlust der Alkoholtoleranz

38. Angstzustände

39. Zittern

40. Psychomotorische Hemmung

41. Das Trinken wird wie besessen

42. Das Erklärungssystem versagt. Er wird leichter der Behandlung zugänglich.”

 

Quelle: Feuerlein, W., Alkoholismus - Mißbrauch und Abhängigkeit, Stuttgart, 1975

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Folgendes übernommen von den "Lotsen" aus Mannheim:

Kontrolliertes Trinken

   Ein Brief, einer Angehörigen
   der zu denken geben sollte.

 

 


Es ist mir ein Anliegen, Ihnen, die Sie meinem Mann so wertvolle Lebenshilfe gaben, über seine letzten
Lebensmonate zu berichten:

In den fünf glücklichen Jahren, in denen mein Mann alkoholfrei leben konnte, hatte er sich langsam, aber stetig zu enormen beruflichen und musikalischen Leistungen emporgearbeitet.
Es gelang ihm einfach alles - alles, was er plante und in Angriff nahm. (Daran, dass er auch Alkoholiker war, dachte er immer weniger).

In dieser Phase erfuhr er aus den Medien, dass es durch Versuche gelungen sei, Alkoholabhängige mit besonderen Persönlichkeitsstrukturen zu einem kontrollierten Alkoholismus zu verhelfen.
Mein Mann fühlte sich leider stark genug, dieses Experiment auszuprobieren, Er wollte sich testen.
Es gelang ihm in den ersten drei Monaten (Juli - September), die Zeitabstände zu seinen angeblich kontrollierten Trinkversuchen gleichmäßig zu halten, Sein Argument: Wenn ich nicht trinken will, trinke ich nicht.
Er trank nur, wenn er "oben" und stark war, wie er sagte. Dann, wenn es eigentlich mal Probleme gab, griff er nicht zur Flasche.

Die Zeitabstände seiner Trinkpausen wurden immer kürzer.
Es gelang ihm noch zu Hause ein entsetzlicher freiwilliger Entzug mit deliranten Erscheinungen.
Drei Wochen danach, in denen er mühsam alkoholfrei lebte, verfiel er im November immer mehr und trank von da ab täglich.
Er sagte: Ich weiß, was ich tun muß warum tue ich es nicht?

Oder: Manchmal ist mir, als fallen tausend Dämonen über mich her.
Oder: An meinem Elend bin ich selber schuld. Er wurde von vielen gedrängt, endlich etwas zu unternehmen seine Antwort: Ich bestimme den Zeitpunkt, an dem ich Fachleute aufsuchen werde.

Als er im Juni, noch einem halben Jahr exzessiven Trinkverhaltens, endlich bereit war, Hilfe anzunehmen und noch einer therapeutischen Behandlung fragte
(er ging ins Krankenhaus zur Entgiftung), stellten die Ärzte eine unheilbare Leberzirrhose fest.
Jede Hilfe für ihn war zu spät.

Am 15. Februar stellten sich plötzlich innere Blutungen ein, die trotz aller ärztlichen Kunst im Krankenhaus nicht gestillt werden konnten.
So ist mein Mann innerhalb weniger Stunden bei vollem Bewusstsein verblutet.
Er spürte, dass er noch in seiner letzten Stunde die Absolution und das Heilige Abendmahl erhalten konnte... 

 

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