
Stellungnahme und Materialien
zur Auseinandersetzung über das sogenannte
"Kontrollierte" Trinken
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Mit
großer Sorge beobachten wir besonders in letzter Zeit die Berichterstattung in
der Öffentlichkeit zum so genannten „neuen Therapieziel kontrolliertes
Trinken“.
Der
Alkoholiker brauche künftig nicht mehr völlig auf seine Droge zu verzichten,
um als gesund zu gelten, heißt es hier verschiedentlich. Eine genaue Buchführung
–unter Anleitung versteht sich- über seinen mäßigen bis mittleren Konsum
reiche aus, um als „geheilt“ zu gelten.
Dazu
haben wir folgendes zu sagen:
·
Es widerspricht völlig unserer Erfahrung mit uns und
anderen Betroffenen, daß ein Alkoholkranker jemals wieder zur Kontrolle über
seinen Konsum zurückfinden kann.
·
Wir beobachten oft, daß monate- und teilweise
jahrelang versucht wird, diese Kontrolle wieder zu erlangen, mit zum Teil
schlimmsten Folgen für den Betroffenen. Sein Leiden wird verlängert, das
Risiko von Unfällen steigt, die Angehörigen haben zunehmend unter den
wiederholten Rückfällen zu leiden und körperliche Folgekrankheiten
verschlimmern sich bis hin zu Todesfällen.
·
Tatsächlich will kein Alkoholkranker zunächst
wahrhaben, daß gerade er nicht mehr trinken, sondern nur noch saufen kann und
manch` einer, der sich schon auf dem Weg zur Nüchternheit befunden hat, wird
durch das nun ausgerufene Therapieziel „kontrolliertes Trinken“ sich in
seiner falschen Hoffnung bestätigt fühlen und es „doch noch mal
versuchen“, ob er nicht doch „normal“ trinken kann. So produziert man Rückfälle
und verlängert Leiden!
·
Weiterhin ist es uns gänzlich unverständlich, daß
die zufriedene Abstinenz, die bei einem Verzicht auf Alkohol durchaus in
angemessener Zeit erreichbar ist, als höchstens „zweitbestes Therapieziel“
hingestellt wird. Durch wirklich kompetente therapeutische Hilfe im Verein mit
Selbsthilfegruppen stellt nämlich -sogar oft recht schnell- das „Nicht-mehr-Trinken“
keinerlei Verzicht mehr für den Betroffenen dar. Hierdurch wird eine echte
Freiheit eröffnet, die den Kopf und das Herz freimacht für neue Erfahrungen
mit sich selbst und anderen Menschen! Warum hier das tägliche und wöchentliche
„Erbsenzählen“ und Buchführen über die bereits konsumierte Alkoholmenge
den hochwertigeren und besseren Lebensentwurf darstellen soll, ist uns völlig rätselhaft.
Denn der Genuß, den Nichtbetroffene durchaus durch das Trinken erzielen können,
der bleibt hier doch wohl ebenfalls vollkommen „auf der Strecke“ ...!
·
Den Einwand bei „hoffnungslosen Fällen“ und bei
„Noch-nicht-Ganz-Alkoholikern“ könne man das „Kontroll-Ziel“ doch
versuchsweise anwenden, vermögen wir ebenfalls nicht nachzuvollziehen.
Sicherlich, wer wollte ernsthaft –und ohne moralisch deswegen verurteilt zu
werden- etwas dagegen einwenden, bei „hoffnungslosen Fällen“ alles, aber
auch wirklich alles zu versuchen und somit auch das kontrollierte Trinken als
„Versuchsziel“ zu akzeptieren ? Über die damit verbundenen
„Erfolgschancen“ und die erzielbare Lebensqualität braucht aber in Wahrheit
doch wohl nicht ernsthaft diskutiert zu werden .......
Anders
verhält es sich hinsichtlich der Menschen, die zwar Alkoholmißbrauch
betreiben, aber „eigentlich“ noch nicht völlig als kranke Alkoholiker zu
klassifizieren sind. Aus dieser Gruppe –und dies ist schon heute absehbar-
werden sicherlich bald die Apologeten des Kontrollierten Trinkens ihre fiktiven
„Erfolgsstatistiken“ speisen. Tatsächlich ist es möglich, daß in
Vergangenheit und Gegenwart bereits mancher Alkoholmißbraucher als Kranker
behandelt worden ist. Aber: Was bitte ist ihm denn damit schlimmes getan ? Eine
zufriedene Abstinenz ist für uns, wie bereits gesagt, keineswegs ein
„zweitklassiger Lebensentwurf“ sondern eben ein erstklassiger ! Tatsächlich
gibt es ja Menschen, die ohne jemals Suchtprobleme gehabt zu haben, freiwillig
diesen lohnenden „Verzicht“ leisten.
·
Sucht man also nach neuen Möglichkeiten Suchtkranken
zu helfen, kann die Konsequenz für uns niemals heißen, ein medienwirksames und
gut „verkäufliches“ aber untaugliches und theoretisches Modell fern jeder
Praxis zu ersinnen und zu propagieren, sondern die von uns gesammelten
Erkenntnisse und Erfahrungen noch stärker und weiter in die Öffentlichkeit zu
tragen, insbesondere die, die wir unter dem Stichwort „Zufriedenheit“
genannt haben.
Wir
möchten noch darauf hinweisen, daß –soweit uns bekannt- alle
Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen unsere Ansicht im wesentlichen
teilen. Das BLAUE KREUZ verfügt über eine nunmehr hundertjährige fachliche
Erfahrung und so hoffen wir, daß auch unsere Argumente Gehör finden werden.
Wenn
Sie unsere Arbeit in irgendeiner Form unterstützen möchten, sind Sie herzlich
hierzu eingeladen. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Mit
freundlichen Grüßen
i.A.
des BLAUEN KREUZES HASSLOCH / PFALZ
Burkhard Tomm-Bub
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Vor einiger Zeit entdeckte ich, das einige frühere Kritiker einen merkwürdigen Sinneswandel durchgemacht haben müssen, so auch eine Selbsthilfe- Initiative die ich hier "bida" nennen möchte, da ich keine offizielle Erlaubnis habe, die Materialien öffentlich ins Netz zu stellen. Auch den Namen der betreffenden Dame habe ich auf die Initialen verkürzt. Ansonsten wurde NICHTS verändert:
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-------Original-Meldung-------Sehr geehrte Damen und Herren,
anbei meine Anmerkungen zum "KT".
Ich glaube Sie haben meine site
bei sich verlinkt.
Falls dies zutrifft, löschen Sie diese Verlinkung
bitte. Mit Menschen, die das "KT" unterstützen
möchte ich NICHT kooperieren.
Gründe: s.u. ! ((Es folgte die oben abgedruckte Stellungnahme))
Danke.
Gruß
Burkhard Tomm-Bub, M.A.
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----- Original Message -----From: "bida"Sent: Saturday, May 15, 2004 3:23 PMSubject: Betreff: Bezug "KT"
Sehr geehrter Herr Tomm-Bub,wir haben den Link gelöscht.Schade eigentlich.Wir verstehen Ihren Zorn, bitten Sie aber, unsere folgende Mitteilung zur Kenntnis zu nehmen.Bitte geben Sie uns die Chance, dazu etwas zu sagen.Vor relativ kurzer Zeit waren es wir, die zusammen mit A-connect und Alkoholhilfe die Aktion gegen KT als Erste ins Netz stellten. Wir haben einen ebenso erbitterten Kampf gegen die vermeintliche Geldschneiderei mit diesem KT geführt und, so erlaube ich mir, ganz wesentliche Erfolge in dieser Hinsicht erreichen konnen - bitte befragen Sie hierzu Thomas von Alkohol-Hilfe. Herr Hüllinghorst von der DHS hat (nach unserer Genehmigung) unsere persönliche Stellungnahme gegen das KT zu seiner eigenen Argumentation genutzt. In dieser Richtung haben wir sicherlich unsere Glaubhaftigkeit nachgewiesen. Sollten Sie Interesse haben, dann senden wir Ihnen gerne unsere damalige Stellungnahme GEGEN KT zu. Darüber hinaus haben wir Zeitungsaktionen gestartet, Artikel veröffentlicht, Flyer hergestellt, und vieles mehr. Unter Anderem haben wir im öffentlichen Chat mit Prof. Körkel darüber gestritten. KEINER der anderen beteiligten Aktions-Mitstreiter hat sich getraut, sich öffentlich zu outen - nur wir.Darüber habe ich mich damals unendlich geärgert - vermutlich ebenso, wie Sie sich geärgert haben, als Sie diese Mail schrieben.Wir waren eben im Innersten überzeugt, dass die - auch von Ihnen angeführten - Argumente stichhaltig und nicht widerlegbar seien.Dann gingen viele Monate ins Land in denen wir eine Menge dazu gelernt haben. Unser Betrachtungswinkel verschob sich von Monat zu Monat mehr. Wir haben erkannt, dass dieses KT nicht so gefährlich ist, wie wir es gesehen haben. Viele Male ist darüber in Gruppen gesprochen worden - und Sie wissen sicher, welche Art Menschen in solchen Gruppen ist - Menschen, die selbst leidvolle Erfahrungen mit dem Alkohol am eigenen Körper verspürt haben. Wir alle zusammen sind mit der Zeit zu einer anderen Überzeugung gekommen, die, so hoffe ich, bald viele Mitstreiter ebenfalls erreichen werden.Es ist genau so, wie auf dem eben stattgefundenen Kongress der Suchtselbsthilfe in Bonn in der "Überschrift" zu sehen - Selbsthilfe muss sich wandeln - wir erreichen zu wenig Leute - die Zahlen der Gruppen sind selbst bei den großen Verbänden rückläufig - Sucht-Selbsthilfe ist bei weiten Teile der Bevölkerung nicht gut angesehen - der überwiegende Anteil der betroffenen Menschen besucht aus Gründen, die in der Art der Gruppen liegen, keine Selbsthilfegruppe - antiquierte Methoden und Ansichten vergraulen Menschen, denen wir eigentlich helfen sollten. Herr Hüllinghorst erwähnte, dass alte Zöpfe abgeschnitten werden müssen, damit der Gruppenbesuch wieder attraktiver werden kann.Das ist ein Ruf, dem wir nur zu gern folgen.Der Haupt-Dreh- und Angelpunkt aber ist die Vorsorge.Die Zahlen der HLS, der DHS und verschiedener anderer Vereinigungen beweisen folgendes: es werden mit der heutigen Suchthilfe nur sehr wenige Menschen erreicht - und wenn - dann viel zu spät. Die genauen Zahlen der HLS sind bei uns auf der Seite zu finden. Ich mag sie jetzt nicht suchen, es ist ein winziger Bruchteil der Alkoholmissbraucher. Wir müssten mehr Menschen viel früher erreichen. In der Zukunft wird es sogar dramatisch schlimmer werden - es wurden Schätzungen von etwa 1 000 000 abhängiger Jugendlicher unter 16 (!) genannt. Was wird da auf uns zu kommen! Hinzu kommt die schlechte Wirtschaftslage, mehr Arbeitlose werden mehr trinken. Ich denke, so weit können Sie das bestätigen.Hier kommt nun - als ein Baustein unter vielen anderen - KT ins Spiel.KT ist in der Tat eine riesige Chance, an Menschen heranzukommen, die die Selbsthilfe erst viele Jahre später erreichen kann.Wir sind nur ein kleiner Verein, aber wir haben uns den Luxus geleistet, eine Ausbildung zum AKT-Trainer zu finanzieren - zunächst nur, um zu überprüfen, ob die Veranstalter es ehrlich meinen. Ich selbst bin mit Magenschmerzen hingefahren, die Angst, mich getäuscht zu haben, reiste mit. Ich hatte - unverblümt gesagt - Schiss, dass es sich doch um Geldschneiderei handelt, dass unlautere Methoden verkauft werden sollen, usw. Zum Glück hatte ich es nicht alles falsch verstanden und falsch ausgelegt - ich bin sehr angetan und sehr begeistert wieder heimgereist, mit einem Zertifikat zum AkT-Trainer. Ich habe die Unterlagen, und deren gibt es reichlich, hier den Betroffenen - besonders denen, die vehement gegen KT eingestellt waren, mit heim gegeben. Bisher habe ich nur positive Rückmeldungen. Und immer lautet die Aussage:So hatte ich das bisher nicht gesehen.Bitte glauben Sie uns eines:Wir sind NICHT unverantwortlich.Wir nehmen unseren selbstgewählten Auftrag sehr ernst.Wir handeln nicht leichtfertig.Wir erhoffen uns aus jedem Kurs eine Menge - auf jeden Fall, so sage ich hier mal lapidar, ein paar mehr Menschen zu erreichen, die erkennen, auf welchem Weg sie sich befinden.Und noch etwas: nirgendwo behauptet KT, es sei für trockene Alkoholiker.Es ist nicht einmal für Alkoholiker gedacht.Wer an dem Kurs teilnimmt, bestimme ich selbst.Und ich habe über eine ausführliche Eingangsdiagnostik sogar die Möglichkeit, mit dem Arzt des Bewerbers Kontakt aufzunehmen.Das ist eine unglaubliche Gelegenheit Einfluss zu nehmen - sowohl auf den Bewerber als auch auf den ARZT!Bitte fragen Sie sich selbst - wie lange hat es gedauert, bis Sie selbst erkannt haben, dass Sie ein Alkoholproblem haben?Hätte es nicht vielleicht eine Chance gegeben, wenn Ihnen im Rahmen von 10 Wochen Schulung SELBST aufgefallen wäre, wohin das alles führen wird?Mehr kann und möchte ich nicht zur Erklärung sagen. Allenfalls mündlich - das könnte z.B. im Herbst der Fall sein, wenn die DHS ein weiteres Treffen für "Internet-Belange" abhalten wird. Vielleicht sieht man sich da. Mit jeder Erklärung, die ich oder andere öffentlich abgeben, könnte am Sinn und vor allem an den Erfolgsmöglichkeiten der KT-Kurse gerüttelt werden.Es gibt inzwischen Zahlen zum Erfolg dieser Kurse.Es gibt sie sowieso in anderen Ländern - in der Schweiz, in England, usw. - wo seit vielen Jahren damit gearbeitet wird.Bitte glauben Sie eines - es liegt bestimmt nicht in unserer Absicht, einem einzigen Menschen auf der Welt zu schaden. Im Gegenteil. Alle Argumente dagegen wiegen nicht so viel, wie die Argumente dafür.Vielleicht fehlen Ihnen die nötigen Informationen.Ich habe sie.Ich stehe gern an den Wochenenden telefonisch zur Verfügung. Ich habe ISDN XXL und rufe gern zurück (wenn ich daheim bin)B. von www."bida"-selbsthilfe.deAch, noch eines: Zu Ihrer Information können Sie selbst im Internet sehen, dass ganz still und leise die Guttempler (zu finden bei den Links des Mahlertshofes) AKT anbieten. Und das ist eine ABSTINENZ-Organisation, bei der sich sogar die Angehörigen verpflichten müssen, nie wieder Alkohol zu trinken.----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Guten Tag,
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Herr Tomm-Bub,
Ihre Meinung bleibt
Ihnen unbenommen.
Dass Sie sich offenbar
selbst angegriffen fühlen, selbst wenn von ganz anderen Menschen oder
Dingen, bzw. Zeiten die Rede ist, finde ich bedauerlich. Dies war
nicht meine Absicht.
Mit keinem Wort habe
ich irgendwelche Personen als Gegner bezeichnet.
Das ist allein Ihre
Interpretation und von hier in keiner Weise so gemeint.
Als Gegner würde ich
anders Denkende nie bezeichnen, ganz im Gegenteil - ich schätze
einige Mitstreiter der Aktion gegen KT über alle Maßen und
kann ihre Beweggründe verstehen. Es hat überhaupt nie eine
Diskussion darüber gegeben - weshalb auch. Wir haben uns - als es an
der Zeit war - herausnehmen lassen.
Ihre Aufzählung von
erworbenen Berufsbezeichnungen ist beeindruckend.
Ihre Meinung zu der
Persönlichkeit des Herrn Körkel ebenfalls.
Ich würde allerdings
annehmen, dass nahezu alle Menschen, die aktiv in der Öffentlichkeit
stehen, in gewisser Weise narzisstisch veranlagt sind.
SIE haben sich zu
unserem Gegner erklärt?
Ich möchte mir keine
Gedanken darüber machen müssen, wie Sie das gemeint haben könnten.
Herr Tomm-Bub,
lassen wir es genug
sein.
Sie vertreten Ihre
eigene Auffassung.
Ich habe gelernt,
Menschen mit anderen Ansichten zu achten.
Dies ist - besonders in
der Suchthilfe - ein Muss und gehört zu den neuen Anforderungen an
die Suchthilfe - und dies nicht nur in der Selbsthilfe.
Ich verbleibe
mit freundlichen Grüßen
und mit den besten Wünschen
für Ihre Gesundheit,
für Ihre Arbeit,
und für alles, was
Ihnen am Herzen liegt
und alle, die Ihnen
wichtig sind
B. H.
von
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Anschließend erfolgte folgender Vermerk
auf meiner website (subsite "alklinks") :
Weitere links zum Themenkreis
Alkohol, Drogen, Sucht:
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ANMERKUNG:
Von den Ansichten hinsichtlich des
so genannten "Kontrollierten Trinkens"
die ""bida"-selbsthilfe" neuerdings vertritt,
distanziert sich der Autor entschieden und
erklärt, daß er grundlegend anderer Ansicht ist.
Diesbezüglich erklärt er seine Gegnerschaft zu
""bida"-selbsthilfe". Aus gegebenem Anlaß ist
der Begriff "Gegner" erläuterungsbedürftig:
1.) Ein Gegner ist kein Feind.
2.) Ein Gegner tritt entschieden für seine
Meinung ein und gegen die Meinung des Anderen an.
Soweit meine Definition, die sich aber durchaus
im Rahmen des üblichen bewegen dürfte.
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Anhand der folgenden Übersicht ist übrigens unschwer zu ersehen, das Kontrollversuche ein Krankheitssymptom sind und keine Therapie ... :
Eine
sehr brauchbare schematisierende (!)
Übersicht hierzu gibt Feuerlein:
A. Prodromal-Phase
1.
Alkoholische Palimpseste (Räusche mit Erinnerungslücken)
2.
Heimliches Trinken
(Gelegenheit suchen ein paar Schnäpse ohne
Wissen der anderen zu trinken)
3.
Dauerndes Denken an Alkohol
(Sorge ob genügend da ist, vorsorglich ein paar
Schnäpse trinken)
4.
Gieriges Trinken der ersten Gläser
5.
Schuldgefühle
6.
Vermeiden von Anspielungen auf Alkohol
7.
Häufige Palimpseste
B
Kritische Phase
8.
Verlust der Kontrolle nach Beginn des Trinkens
9.
Alkoholiker-Alibis (warum er trinken muß)
l0.
Widerstand gegen Vorhaltungen
11.
Großspuriges Benehmen
12.
Auffallend aggressives Benehmen
13.
Dauernde Zerknirschung
14. Perioden völliger Abstinenz
mit ständigen Niederlagen
15. Änderung des Trinksystems
(nicht vor bestimmten Stunden)
16.
Freunde fallenlassen
17.
Arbeitsplatz fallenlassen
18.
Das Verhalten auf den Alkohol konzentrieren
19.
Verlust an äußeren Interessen
20.
Neue Auslegung zwischenmenschlicher Beziehungen
21.
Auffallendes Selbstmitleid
22.
Gedankliche oder tatsächliche Ortsflucht
23.
Ungünstige Änderung im Familienleben
24.
Grundloser Unwille
25.
Bestreben, seinen Vorrat zu sichern
26.
Vernachlässigung angemessener Ernährung
27.
Erste Krankenhaus-Einweisung wegen körperlicher Beschwerden
28.
Abnahme des sexuellen Triebes
29.
Alkoholische Eifersucht
30.
Regelmäßiges morgendliches Trinken
C. Chronische Phase
31.
Verlängerte tagelange Räusche
32.
Bemerkenswerter ethischer Abbau
33.
Beeinträchtigung des Denkens
34.
Passagere alkoholische Psychosen
35.
Trinken mit Personen weit unter seinem Niveau
36.
Zuflucht zu technischen Produkten (Haarwasser, Rheumamittel, Brennspiritus)
37.
Verlust der Alkoholtoleranz
38.
Angstzustände
39.
Zittern
40.
Psychomotorische Hemmung
41.
Das Trinken wird wie besessen
42.
Das Erklärungssystem versagt. Er wird leichter der Behandlung zugänglich.”
Quelle:
Feuerlein, W., Alkoholismus - Mißbrauch und Abhängigkeit, Stuttgart, 1975
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Folgendes übernommen von den "Lotsen" aus Mannheim:
Kontrolliertes Trinken Ein
Brief, einer Angehörigen |
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In dieser Phase erfuhr er aus den
Medien, dass es durch Versuche gelungen sei, Alkoholabhängige mit
besonderen Persönlichkeitsstrukturen zu einem kontrollierten Alkoholismus
zu verhelfen. Die Zeitabstände seiner Trinkpausen
wurden immer kürzer. Oder: Manchmal ist mir, als fallen
tausend Dämonen über mich her. Als er im Juni, noch
einem halben Jahr exzessiven Trinkverhaltens, endlich bereit war, Hilfe
anzunehmen und noch einer therapeutischen Behandlung fragte Am 15. Februar stellten sich plötzlich
innere Blutungen ein, die trotz aller ärztlichen Kunst im Krankenhaus
nicht gestillt werden konnten.
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