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ZUFRIEDENE ABSTINENZ

ein Versuch in fünf Phasen

(Bernd Budde) (Hier veröffentlicht mit vorliegender schriftlicher Genehmigung)

 

Ein rätselhafter Begriff zu Beginn meiner Arbeit in der Suchtkrankenhilfe war der Begriff der "zufriedenen Abstinenz".

Das Erreichen dieser zufriedenen Abstinenz wurde als wesentliche  Aufgabe  für  einen Suchtkranken   beschrieben,   aber niemand konnte genau sagen, was das ist und - vor allem, wie man dahin kommt: aber plötzlich ist sie wohl da, diese zufriedene Abstinenz.

Dieser Zustand wurde etwa so beschrieben:

es ist nicht wichtig, daß man keinen Alkohol trinkt - das fällt einem kaum auf, und man fühlt sich wohl in dieser Situation.

Die Frage nach dem Alkohol stellt sich eher anders herum:

warum sollte ich welchen trinken?

Mir leuchtete ein, daß es wichtig ist, eine solche Stufe zu erreichen, um dauerhaft und ohne Krampf abstinent zu leben - den Weg dahin konnte ich allerdings auch nicht beschreiben - außer, daß mir klar war, daß eine Menge von Gefühlen und Situationen durchgearbeitet werden mußten.

 

Erst in der letzten Zeit fand ich einen Ansatz, der diesen Weg konkreter beschreibt:

 

Fünf Phasen-Modell

Die    Schweizer    Ärztin    und Psychotherapeutin Elisabeth Kübler- Ross hat in ihrem Buch "Interviews mit Sterbenden" (1) beschrieben, wie es Menschen gelingen kann, ihr eigenes unmittelbar bevorstehendes Sterben anzunehmen.

Ihre   Erfahrungen bezieht sie dabei aus einer Vielzahl von Gesprächen mit Menschen, die sich auf das Sterben vorbereiten.

 

Dabei beschreibt sie einen typischen Ablauf von fünf Phasen:

 

1.        Nicht wahrhaben wollen / Isolierung

2.       Zorn

3.        Verhandlung

4.        Depression

5.        Zustimmung

 

Dieses Modell ist in der Literatur inzwischen   allgemein   auf   die Bewältigung    von gravierenden Lebenskrisen, insbesondere Behinderung, übertragen worden.  (2,3,4)

Für mich drängen sich bei der Befassung mit diesem Modell, z.B. im Unterricht einer Zivildienstschule Beispiele aus der Suchtkrankenarbeit auf.

Aus diesem Grunde und weil ich denke, daß aus der Beschreibung von Kübler-Ross auch einige Folgerungen für die Begleitung von Suchtkranken in den Selbsthilfegruppen erwachsen, möchte ich dieses Modell auf die Suchtkranken-arbeit übertragen.

 

1.        Phase: Nicht wahrhaben wollen/ Isolierung

Bei Kübler-Ross ist diese Phase gekennzeichnet durch das Nicht- annehmen-wollen der Beobachtungen, die man an seinem Körper macht, das Ignorieren von negativ zu erlebenden Diagnosen - bis dahin, daß man sich verschließt gegenüber Ärzten, Pflegern und Angehörigen, um nicht auf das "Unausweichliche" angesprochen zu werden.

Diese Phase ist allen, die mit Suchtkranken arbeiten sehr eindrücklich vor Augen.

Ja, dieses "Nicht-wahr-haben-wollen" ist das entscheidende Hindernis vor der Möglichkeit zur Therapie.

Nicht umsonst steht das "Ich heiße... und bin Alkoholiker", sozusagen als Abschluß dieser   Phase,   die   auch   als "Kapitulation" bezeichnet wird.

Das Verhalten des Süchtigen in dieser Zeit ist hinreichend bekannt:

Ziel seines Verhaltens ist immer wieder, die Tatsache der Suchtkrankheit vor der Umwelt und auch vor sich selbst zu verheimlichen.

Auch die Isolierung von den anderen, die ihn auf sein Problem ansprechen könnten sowie das Abwehren von Äußerungen, die sich auf sein Suchtverhalten beziehen, ist zu finden.

 

2.        Phase:  Zorn

üblicherweise folgt dem Annehmen der Diagnose und ihrer Bedeutung bei Sterbenden eine Phase des Zorns, der Wut und des Neides.

Die Menschen fragen sich, warum es ausgerechnet sie treffen mußte und nicht einen anderen, der ihnen auch oft sehr konkret vor Augen steht.

Gegenüber den Angehörigen, Bekannten und Betreuern ist der Todkranke in dieser Zeit sehr ungeduldig, aggressiv und bissig:

Wenn die Angehörigen ihn besuchen, wirft er ihnen z.B. vor, sie würden ihn nicht in Ruhe lassen, sich an seinem Schicksal weiden.

Wenn sie dann seltener kommen, behauptet er, sie hätten nichts mehr für ihn übrig und würden ihn am liebsten tot sehen.

Das ganze Verhalten ist  eine Auflehnung gegen das Schicksal nach dem Motto "Ich werde euch schon zeigen, daß ich noch lebe!" Sie trifft die Partner, die in einer anderen, besseren Lage sind und macht sie ziemlich hilflos.

Dieses Verhalten ist auch bei Alkoholikern zu finden:

Häufig besteht eine starke Aggression gegen den Partner, der einen gezwungen - hat, die Diagnose "suchtkrank" zu akzeptieren - oder eine Wut auf die anderen, die noch Alkohol trinken dürfen.

Es wird auch gehadert mit dem Schicksal, das einen selbst hat suchtkrank werden lassen und nicht den bestimmten Bekannten, der doch „angeblich viel mehr trinkt“.

Sehr oft ist ein scheinbar unmotiviertes Aus-der-Haut-fahren zu beobachten, als Reaktion  auf  kleine  Störungen, verbunden mit heftigen Vorwürfen, gegen die unmittelbare Umgebung.

Ja, die Angehörigen können gar nicht so rücksichtsvoll sein, daß er nicht doch   einen  Grund findet zu explodieren.

Diese Attacken sind mit den Zornesausbrüchen der Todkranken bei Kübler-Ross .

durchaus vergleichbar.

 

3. Phase: Verhandlung 

Menschen verhalten sich häufig so, daß sie erst einmal gegen Dinge, die ihnen nicht passen, wüten - erst dann, wenn sie merken, daß sie so keinen Erfolg haben, versuchen sie, durch Verhandlung  (betteln,  schmusen, versprechen) eine Änderung in Ihrem Sinne zu erreichen.

Diese Versuche gibt es auch bei Sterbenden.

Sie verhandeln mit Gott z.B.:

"wenn Du diesen Kelch von mir nimmst, werde ich Dir den Rest meines Lebens weihen !" Ausdruck solcher Verhandlungen sind auch die verzweifelten Versuche, durch neue Behandlungsmethoden Heilung zu finden, oder auch Bitten um einen Aufschub.

Das entscheidende Gemeinsame des Verhaltens in dieser Phase ist der Versuch,   die   Entgültigkeit der Diagnose nicht zu akzeptieren, die endgültige Annahme hinauszuschieben.

Bei Suchtkranken ist diese Phase ebenfalls zu beobachten.

Meiner Ansicht nach ist das charakteristische Merkmal dieser Phase der Rückfall:

der Süchtige versucht für sich zu klären, ob er wirklich süchtig ist, ob er vielleicht doch kontrolliert trinken kann... d.h.  ob er doch noch eine Chance hat, Alkohol normal zu konsumieren.

Sicher gehören in diese Phase auch Versuche,  die  Krankheit  durch Frischzellenkuren und ähnlichen Zauber zu heilen.

Diese Phase kann der Abhängige natürlich nicht nur durch einen Rückfall überwinden.

Oft ist es auch hilfreich, den Rückfall bei einem anderen Gruppenmitglied mitzuerleben.

Oder er erinnert sich an seine lange Leidenszeit, bevor er erstmals akzeptiert hat.

daß er tatsächlich alkoholkrank ist und bemerkt, daß er die Frage nach dem kontrollierten Trinken lange vorher beantwortet hat,  bei seinen immer neuen Versuchen, mit dem Alkohol "normal" umzugehen.

Gerade für die Bewältigung dieser Phase ist die Arbeit in einer Selbsthilfegruppe sinnvoll.

Durch die immer neuen Abhängigen, die in die Gruppe kommen, wird die Erinnerung an die eigene "nasse" Zeit wach gehalten.

Es wird schwieriger, sich selbst in der Bewertung der Krankheit zu bemogeln, denn die anderen Gruppenteilnehmer bemerken einen solchen Versuch oft sehr schnell.

Außerdem hat der Rückfall eines einzelnen Warnfunktion für viele.

Wenn der Abhängige diese Phase überwunden hat, dann beginnt die

 

4. Phase: Depression

Weil der Abhängige erst jetzt endgültig begriffen hat, daß ein Leben mit dem Alkohol nicht möglich ist, kann er auch erst zu diesem Zeitpunkt endgültig Abschied nehmen von seinem früheren Leben, seinen Gewohnheiten, Sicherheiten - von dem, was sein bisheriges Leben geprägt und sein Verhalten unbewußt gesteuert hat.

Erst jetzt gibt er die Hoffnung auf, vielleicht   doch    noch    einmal zurückkehren zu können, und so wird der Verlust erst in dieser Situation als endgültig, unwiederbringlich erlebt.

Der Abhängige weiß z.B.  daß er nie wieder so feiern kann wie bisher.

Kann er dann überhaupt noch feiern, loslassen, glücklich sein? Diese Phase, die sich oft monatelang hinzieht, ist schmerzlich und macht viele Suchtkranke schweigsam und unansprechbar.

In dieser Zeit gilt seine Trauer sicher auch den Angehörigen:

er ist beschämt über das, was er ihnen angetan hat, und es ist ein Zeichen der Weiterentwicklung, wenn er nun ohne heimlichen Groll um Verzeihung bitten kann.

Die Veränderungen in den familiären Beziehungen sind sicher auch ein Punkt, um den sich Trauer dreht:

Früher, in der Zeit der Verantwortungslosigkeit war das Leben einfacher - diese Ohne-mich- Haltung geht verloren, denn alles muß neu vereinbart und erkämpft werden:

es wird   selbstverständlich,   daß nichts mehr selbstverständlich ist.

Für den Partner dreht sich die Trauer um die verlorene Selbständigkeit und Allzuständigkeit in der Familie, die - wenn auch belastend - doch oft auch belohnend war.

Hier möchte ich übrigens darauf hinweisen, daß für den Partner ein solcher    Phasenablauf ebenso beschrieben werden  kann.

Aus Platzgründen verzichte ich hier darauf.

Diese Phase der Trauer kann ich am wenigsten konkret beschreiben, sie ist mir in meinen Besuchen in den Selbsthilfegruppen und in den Berichten über Gruppenarbeit am wenigsten begegnet - jedenfalls in meiner Erinnerung.

Kann das vielleicht auch bedeuten, daß diese Phase in den Gruppen kaum wahrgenommen wird? Ich habe immer nur eine starke Betonung der neuen Errungenschaft - alkoholfrei zu leben - gehört.

Dadurch wurden kritische Gefühle und Gedanken zur neuen Lebensweise leicht übertönt.

Damit will ich nicht sagen, daß solche Zweifel besonders begründet sind, doch sie sind vorhanden - sie wirken und sind deshalb auch zu benennen und zu bearbeiten.

Trotzdem sind mir in den Gruppen viele Menschen begegnet, die ihre Trauer bewältigt haben, denn erst wenn die Trauer durchlitten wurde, besteht die Möglichkeit, nach vorne zu blicken und neue Lebensmuster aufzubauen, den Blick konstruktiv nach vorne zu richten.

Diese Fähigkeit ist mir oft begegnet.

Kübler-Ross bezeichnet die anschließende 5. Phase als als "Zustimmung" (zum eigenen Tod).

 

5.        Phase: Zustimmung

Damit ist mehr gemeint als ein not- gedrungenes Akzeptieren:

es ist eher ein Zurückblicken in dem Bewußtsein "es war gut - und es ist gut, wenn es jetzt zu Ende geht":

Der Sterbende hat ein gewisses Maß an Einverständnis erreicht und fürchtet den Tod nicht mehr.

Für den Alkoholkranken ist die Zustimmung nicht ganz so folgenschwer, aber trotzdem nicht leicht zu erreichen.

Er stimmt seinem neuen Leben zu und oft auch seiner Krankheit, indem er sie sinngebend in seinen Lebenslauf einfügt, z.B. indem er erkennt, daß die positiven Veränderungen in der Zeit nach dem Alkohol nur möglich waren, weil er alkoholkrank war und dadurch eine   Chance   zum   Neuanfang bekommen hat:

der Schicksalsschlag, gegen den anfangs so heftige Auflehnung da war, bekommt eine neue Sinnqualität - er wird zur Chance, sich selber näher zukommen.

Solche Äußerungen habe ich häufiger gehört, sie sind aber sicher nicht die einzige Möglichkeit, die Phase der Zustimmung zu erreichen.

In diesem Stadium hat der Alkohol jegliche Bedeutung verloren.

Er darf zwar weiterhin nicht benutzt werden - aber warum sollte er auch?          

Der   Abhängige   ist   weiterhin Alkoholiker, aber ein Ritus wie in der AA, sich entsprechend vorzustellen: "ich heiße..., ich bin Alkoholiker" kann zu diesem Zeitpunkt nur Verwunderung hervorrufen, weil damit nicht mehr das neue Lebensgefühl ausgedrückt wird.

Ab diesem Zeitpunkt erscheint mir die Mitarbeit in einer Selbsthilfegruppe nicht mehr bedeutungsvoll:  sie wird eher langweilig und uninteressant! Dieses Erreichen und Verinnerlichen der Zustimmung würde ich mit dem bereits genannten Begriff als "zufriedene Abstinenz" beschreiben.

 

Steckenbleiben im Prozeß der Bewältigung

Dieses Modell durch fünf Phasen ist eine Zielbeschreibung, wobei offen ist, welche Entwicklung im Einzelfall möglich wird:

Sehr viele erreichen die Phase der Zustimmung nicht - eine große Zahl erreicht nicht einmal die Phase des Akzeptierens  der  Krankheit,  sie sterben vorher.

Aber auch an jeder anderen Stelle des Ablaufs ist ein Steckenbleiben möglich.

Bevor   ich   allerdings   auf  die Möglichkeit des Steckenbleibens im Bewältigungsprozeß eingehe, möchte ich noch darauf hinweisen, daß nicht Jeder auf dem Wege der Bewältigung seiner Krankheit diesen Ablauf in genau dieser Reihenfolge durchleben muß.

Dieses Modell trifft meiner Ansicht nach bei vielen, aber sicher nicht bei allen Menschen zu.

Manchmal sind mir in Selbsthilfegruppen Menschen begegnet, die obwohl erst seit wenigen Wochen oder Monaten abstinent lebend, stolz berichteten, es habe ihnen nichts ausgemacht, den Alkohol stehen zu lassen.

Oft waren dies Menschen, die jetzt überall Alkoholiker entdeckten und ihnen das Trinken abgewöhnen wollten.

Mir waren diese Menschen nie ganz geheuer, weil ich merkte, daß sie wie Frühreife ein Defizit an echter, persönlicher Erfahrung hatten:

alles wirkte wie gelernt, und so waren oft auch Rückfälle zu beobachten.

Im Rahmen  meines  Schemas behaupte ich, daß sie nach der Akzeptierung der Krankheit vor der Auseinandersetzung  mit sich selbst und mit ihrem "Schatten" in einen oft blindwütigen Aktionismus geflüchtet sind.

Wenn ihre Aktionen dann nicht erfolgreich sind, d.h.  die anderen die zugeschriebene Diagnose "sucht- krank" nicht einfach akzeptieren und deshalb   auch   nicht   gehorsam abstinent leben -oder wenn solche "Möchtegern-Ehemaligen" vielleicht auch   noch   von   besonderen Schwierigkeiten oder gar Schicksalsschlägen getroffen werden, dann bricht die aufgesetzte Scheinperson schnell in sich zusammen - sie werden wieder rückfällig.

Ein solcher Rückfall ist sicher ganz anders zu bewerten als einer in der Phase   der   Verhandlung,   der konstruktiv in den Heilungsprozeß eingegliedert     werden     kann:

In dem zuerst beschriebenen Rückfall liegt auch ein erkenntnismäßiges Zurückschreiten in die Phase des "Nicht-wahrhaben-wollens"   nach dem Motto:

"Die anderen, die ich heilen wollte, sind keine Alkoholiker - warum soll ich dann eigentlich alkoholkrank sein?" Andere Ehemalige wirkten auf mich sehr verkrampft:

In ihrer Grupppenarbeit überwogen Themen wie "Kann ich / Soll ich / Muß ich...

z.B.  den Gästen Alkohol anbieten?" Mein Eindruck war, daß bei ihnen teilweise auch nach 10-jähriger Abstinenz die Haltung "Ich darf nicht trinken" überwog:

Nach so langer Zeit hatten sie zwar einige Übung im Umgang mit ihrem Problem, sie kamen aber nicht weiter im Sinne einer Bewältigung.

Anscheinend hatten sie nie die Trauer zugelassen, nie wirklich Abschied genommen.

Dafür haben sie sich die Welt mit Regeln und Vorschriften vom Leibe gehalten.

Sie wirkten auf mich depressiv.

Depressivität ist oft ein Zeichen nicht zugelassener Gefühle! 

 

Gruppenmüdigkeit 

Eine häufige Erfahrung war für mich die Diskussion darüber, daß man nie die Gruppe verlassen sollte:

Sie wird oft geführt, wenn jemand ankündigt, die Gruppe verlassen zu wollen oder wenn ein ehemaliges Gruppenmitglied   rückfällig   wird (natürlich nur, weil er so lange nicht an den  Gruppenabenden  anwesend war). Im Falle einer Ankündigung, die Gruppe zu verlassen, beschworen die anderen den Austrittswilligen zu bleiben, und stellten den unausweichlich zu erwartenden Rückfall in Aussicht.

Sie waren noch nicht so weit, daß ein Abschied von der Gruppe für sie denkbar war.

Aus diesen Grunde konnten sie es auch für den anderen nicht akzeptieren.

Häufig war das Ergebnis dann ein "Urlaub" von der Gruppe, der dann einfach nicht mehr aufhörte.

Wenn jemand die fünfte Phase erreicht hat, denke ich, wird die Arbeit der Gruppe für ihn langweilig, es sei denn er befriedigt andere Bedürfnisse, z.B. solche nach Anerkennung, Macht, Hilfsbereitschaft, Geselligkeit o.a. und übernimmt Verantwortung in der Gruppe, indem er Gruppenleiter oder Vorsitzender wird.

Da sich längst nicht jeder nur für die Karriere im Vereinswesen berufen fühlt sondern andere attraktive Ziele anstrebt, müssen wir damit leben, daß ein Teil der Gruppenmitglieder uns verläßt, wenn sie das Ziel ihrer Entwicklung erreicht haben.

Die Sorge, daß jemand der die Gruppe verläßt, auch mal einen Rückfall erleidet, ist sicher nicht völlig von der Hand zu weisen, kommt aber nach der Bewältigung der Krankheit nur selten vor.

Auf jeden Fall wird jemand eher wieder  die  Hilfe  der  Gruppe annehmen können, wenn sie ihn mit den besten Wünschen und guten Hoffnungen für seine Zukunft gehen läßt und nicht auf seinen Rückfall als Bestätigung ihrer Prophezeiungen wartet.

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