Dominikanische Republik  im Juni 2000
(Boca Chica)


 


 


 


 
 

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Kaum ein anderes Land der Karibik kommt seinen Besuchern so herzlich entgegen und bietet zugleich so viele geschichtliche und landschaftliche Höhepunkte. A sus órdenes« »Womit kann ich Ihnen dienen?« so heißen die wohl am häufigsten benutzten Wörter in der Dominikanischen Republik, gleich, ob man nach dem Weg fragt, einen Laden betritt oder nur ratlos herumsteht. Drei kleine Wörter, die die Dominikaner sympathisch und den Urlaub in ihrem Land angenehm leicht machen. Mit ihrem heiteren, ja fast überschwenglichen und hilfsbereiten Naturell geben sie dem Gast das Gefühl, willkommen zu sein.
Und wer die Karibik ein wenig kennt, der weiß, daß eine solche Gastfreundlichkeit durchaus nicht typisch für diese Breiten ist. Das Temperament der Dominikaner, wie es sich in ihrem Lieblingstanz, dem Merengue, so schwungvoll wie sinnenfroh ausdrückt, ist vielleicht das beste Argument für eine Reise in die Dominikanische Republik.
Die Mehrheit der Bevölkerung der Dominikanischen Republik ist gezwungen, von der Hand in den Mund zu leben. Der heutige Tag zählt, morgen fällt schon in die fernere Zukunft. Was kommt, das kommt - persönliche Schicksalsschläge oder politische Wirren nimmt man stoisch hin, sucht nach Notlösungen und tröstet sich mit tief empfundener Religiosität und der allgegenwärtigen Musik. Es ist üblich, sich so hübsch und ordentlich wie möglich zu kleiden, keine Gelegenheit zum Feiern auszulassen, sich gegenseitig zu helfen und der Welt ein freundliches Gesicht zu zeigen. Dazu gehört auch die Sitte, auf jede Frage (etwa nach dem Weg) zu antworten, selbst wenn man die Antwort nicht weiß. Zeitmangel, Unfreundlichkeit, Arroganz oder gar offen gezeigter Ärger treffen dagegen auf Unverständnis und Ablehnung, ebenso wie kritische oder respektlose Bemerkungen über die nationale Leidenschaft Merengue, den machismo oder das Nationalbewußtsein (um 12 Uhr wird in den Geschäften die Nationalhymne gespielt).
 
 

 Der Merengue Tanz
 

Landkarte











Und für alle die jetzt noch immer nicht  wissen wo Boca Chica liegt, der schaut einfach im Süden auf Santo Domingo, der Hauptstadt dieser Insel, und findet recht daneben den Ort Boca Chica. Die Fotos sind teils vom Ort selbst bzw. von der Hotelanlage, einige vom Flughafentransfer Punta Cana - Boca Chica.
Wir haben diesen Ort mehrmals besucht und waren erstaunt und schockiert zugleich. Erstaunt darüber, mit welchem Temperament die Einheimischen in den Tag hineinleben. Wenn man bedenkt, daß die Dominikanische Republik ein armes Land ist, wirkt die Aufgeschlossenheit den Touristen gegenüber erstaunlich positiv.
Erschrocken waren wir allerdings über die vielen Müllberge und toten Tierkadaver, die man wirklich überall zu Gesicht bekam. Also mit anderen Worten, von Umwelt hat man dort noch nichts gehört.
Die vielen kleinen Schuhputzamigos liefen einem immer automatisch über den Weg, egal welchen Hotelausgang man auch nahm. Echt lustig , diese kleinen Strolche - aber auch irgendwie nervig. Na ja, eigentlich wollten die ja nichts anderes als ein paar Pesos ( 1PSO = 0,14 DM) verdienen um sich damit das nächste Essen kaufen zu können. Wenn man nicht aufpasste, hatte man auch schon die schwarze Pampe auf den Sandaletten. Ja ihr habt richtig gelesen, die hätten wirklich alles eingeschmiert!
Nun dürft ihr selbst entscheiden, ob euch das Reisefieber dorthin packt. Wenn es so sein sollte, wünsche ich euch einen angenehmen Flug von über 9 Stunden und erholsamen Urlaub.
 

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