Selbstschliff eines Achromatischen Refraktorobjektivs

Vorwort
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Grobschliff

Jetzt muß die Kurve in das Glas! Der Vorteil des Designs ist, daß wir nur ein zusätzliches Glaswerkzeug brauchen für R1 und R4. R2 und R3 schleifen wir aufeinander und erhalten mit einem Schleifgang beide Flächen. Das Werkzeug mit 120 mm Durchmesser für R1 und R2 habe ich aus einer 10mm Glasplatte herausgetrennt. Wie ? Einen dünnen Alublechstreifen um eine 120 mm Holzscheibe gebogen, festgeschraubt, ein paar Schlitze reingesägt und mit einer zentrischen Schraube in eine Tischbohrmaschine eingespannt. Auf das Glas einen Damm aus Silikon gemacht ( Durchmesser etwa 130 mm) und mit Carbo #80 und Wasser gefüllt. Das Werkzeug bei mittlerer Geschwindigkeit dann vorsichtig aufgesetzt und langsam durchgeschliffen. Achtung: Vorher alte Kleidung anziehen und einen Schutz aus Pappe herumbauen. Spritzt furchtbar :-) Die Kanten habe ich angefast und eine Gipsscheibe zur Unterstützung gegossen.

Der Grobschliff erfolgte wie beim Spiegel erstmal seitlich versetzt bis ich die Sagitta zu etwa 90% erreicht hatte. Dafür braucht man ein Spherometer. Dann bin ich auf W-Striche umgestiegen und dann noch auf zentrale Striche (Mitte über Mitte) bis ich etwa 95% der Sagitta erreicht hatte.

Dabei ist es wichtig, den Keilfehler im Griff zu halten. Roger C. beschreibt den Aufbau der Testeinrichtung und den Gebrauch sehr detailliert. Es gelingt durchaus, den Fehler unter 0,05mm zu halten !