 Bevor ich gehe - Geschichte eines Gedichtes   Bevor ich gehe
Bevor ich gehe schenk´ ich Dir ein Stück vom Himmel, ganz für Dich allein, mit weißen Wolken, die dort oben schweben, und etwas hellem Sonnenschein.
Bevor ich gehe schenk´ ich Dir, ein Stück vom Regenbogen, rot und blau, und auch die and´ren Farben will ich Dir noch geben, dann wird Dein Leben niemals grau.
Bevor ich gehe schenk´ ich Dir ein Stück von meinem Herzen, Freude, Glück, ein´ Schmetterling in Deiner Hand, der um Dich tanzt und flüstert: "Blick´ traurig nicht auf mich zurück."
Und wenn ich fort bin streu´ ich Dir aus lauter Liebe Butterblumen auf die Wiesen hin, sie blühen dort wie kleine Sonnen, damit ich immer bei Dir bin.
(17.08.99, Andreas Fricke) | 

Bevor ich gehe - die Geschichte eines Textes und seiner Heimkehr
Vor einigen Tage fragte
ein freundlicher Liedermacher bei mir an, ob er den - leicht veränderten - Text meines Gedichtes "Bevor ich gehe" für einen Song verwenden dürfe. Froh über seine Anfrage und darüber, dass mein Text offensichtlich zumindest einem Trauernden eine Hilfe gewesen sein mochte, war meine Zustimmung kein Problem. Neugierig geworden gab ich die Anfangszeile in eine bekannte Suchmaschine ein und - siehe da - das Ergebnis war eine Vielzahl von Seiten mit eben diesem meinen Text darauf. Die erste Seite war die eines selbsternannten "Dichters" Namens Hyperion, der im Intro über die Verlogenheit jammerte, sich aber nicht zu schade war, mein Gedicht wortwörtlich auf seine Seite zu stellen und es frech als sein eigenes auszugeben. Nach meinem Hinweis per Mail war der Text neben vielen anderen urplötzlich verschwunden, eine Entschuldigung hielt der feine Herr offensichtlich nicht für nötig. Ein gewisser "Dr Seltsam" der auf einer Seite "schadowdance" auftaucht nennt spielt übrigens das gleiche Spielchen und schreibt seinen Copyrightvermerk unter mein Gedicht - eine bodenlose Frechheit ! Auch diesen Text habe vom Netz nehmen lassen. Die nächste Seite, die schöne Gedichtsseite einer Nina, wo mein Gedicht als "Gedicht von Rolf" auftauchte. Umgehend meldet sich Nina bei mir, entfernt den Text und verspricht ein ernstes Wort mit Rolf zu sprechen. Super, so soll es sein. Dann einige Foreneinträge, bei denen ich den Text entweder löschen oder um einen Hinweis auf den Autoren ergänzen lasse; ist der Copyrightvermerk auf meiner Seite so leicht zu übersehen ? Ein süßer Beitrag auf einer Hasenseite, so liebevoll geschrieben dass ich nicht böse sein kann. Der Webmaster schreibt freundlich zurück und ergänzt den Text um einen Hinweis auf den Autoren. Dann mehrere Seiten über den Tod, mein Text ist vorhanden aber die Angabe des Autoren fehlt. Ich frage mich langsam warum es niemand für nötig hält per Mail mit mir Kontakt aufzunehmen wenn ihm meine Texte gefallen und er sie verwenden möchte; ich verkaufe sie ja nicht einmal sondern stelle sie kostenfrei zum weiteren Gebrauch ins Netz; lediglich ein Hinweis auf den Autoren sowie meine Einwilligung ist fällig. Nachdem von den Betreibern der Seiten keine Reaktion erfolgt lasse ich diese von den jeweiligen Providern sperren bis mein Text entfernt bzw. ein Hinweis auf mich als Autoren angebracht ist. Muss das jetzt wirklich sein ? Dann einige Lichtblicke, wie immer Daniel (danke, du warst der erste der mir geschrieben und meine Texte in deine wundervolle Gedichtsseite eingebaut hat) und auch einige andere Einträge in Foren, wo tatsächlich mein Name genannt ist. Dann eine Seite bei dooyoo, mein Text ist da aber der Autor fehlt. Ich schreibe die Dame an und mein Name erscheint, weitere Reaktion oder Entschuldigung Fehlanzeige. Und wieder die Frage was wohl die Leute davon abhält mich zu kontaktieren wenn sie meinen Text offensichtlich für so wertvoll erachten dass sie ihn in voller Länge zitieren. Ich schreibe seit 1998 im Internet, und habe kaum Mails mit Anmerkungen oder Rückfragen bekommen, obwohl meine Seite oft besucht und meine Bildschirmschoner so häufig heruntergeladen werden dass ich sogar schon einmal Traffic hinzukaufen musste. Als letztes wieder eine Gedichtsseite, bei der die Betreiberin der Meinung ist, ICH müsste IHR beweisen dass der Text von mir stammt. Verkehrte Welt - jetzt bin ich auf einmal der Bösewicht ? Ich weise erneut auf das Copyright hin, fordere zur Löschung auf und drohe mit Anwalt - Strafe muss sein ! Naja, egal, oben steht jedenfalls mein Text in voller Länge, und wer ihn mag darf ihn gerne im Internet verwenden sofern er auf mich als Autoren hinweist und meine Einwilligung einholt. Das ist doch nicht so schwer, oder ? Ich freue mich über jede Mail, auch über Kritik natürlich und bin im Grunde nicht so böse und schwierig wie dieser kurze Bericht vermuten lässt. Und Hand aufs Herz, würdet ihr wollen dass ich EURE Texte bei MIR unter MEINEM Namen ausstelle ? Im Original findet ihr das Gedicht übrigens auf der unten angegebenen Seite, wo unten auch der Copyrightvermerk zu sehen ist. Ganz liebe Grüße Andreas mail
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