Wobbler selbst bauen
TYP 1: Bananenwobbler: Tauchtiefe ca. 3 m. Der funktioniert immer !!!
- Form aus einem 28 mm dicken Fichtenbrett zuschneiden (am besten mit einer Dekupiersäge),
- mit der Flex (80er Schmirgelpapier-Scheibe) die Form so abrunden, dass die Oberseite flacher als die Unterseite wird,
- Löcher für Ösen bohren,
- Ringschrauben mit Klebstoff eindrehen,
- Haken mit Sprengringen an den Ringschrauben befestigen,
- an der Stelle, die mit einem Pfeil markiert ist, ein Loch bohren und so viel Rundblei in das Loch drücken, dass der Wobbler gerade nicht untergeht (durch Ausprobieren die richtige Menge herausfinden),
- Das Bleiloch mit Holzkitt verschließen, diesen nach dem Durchtrocknen glatt schleifen,
- Wobbler bemalen und gegebenenfalls lackieren (am besten mit Bootslack, dem man etwas Glitter beigemengt hat).
Dieser Wobbler läuft ausgezeichnet, er erzeugt Wirbelschleppen wie ein Ruderboot.
Typ 2: Der Senkrechtstarter:
Er wird nach der gleichen Vorlage wie Typ 1 gebaut, aber was beim Typ 1 die Oberseite war wird beim Typ 2 zur Unterseite. Arbeite so viel Blei vor und hinter dem Haken (siehe Pfeil) ein, dass der Wobbler gerade untergeht und langsam absinkt (in einem mit Wasser gefüllten Eimer ausprobieren). Dieser Wobbler sinkt waagerecht und langsam taumelnd ab. Holst du aber Schnur ein, so schießt er wie eine Rakete senkrecht Nach oben. Diesen Wobbler verwende ich vor allem dort, wo der Grund sehr hängerträchtig ist. Wenn man diesen Wobbler fein ausgebleit hat, kann man damit extrem langsam fischen.
TYP 3: Oberflächenwobbler:
Bau im Prinzip wie Typ 1, hier genügt jedoch ein Fichtenbrett von 18 mm Dicke, die Kanten müssen nur abgerundet werden. Dieser Wobbler ähnelt einer Schlange oder einem Aal an der Oberfläche. Wenn man diesen Wobbler sehr groß baut, muss man eventuell in das Schwanzteil mittig noch etwas Blei einbauen, um den Auftrieb des Schwanzteils zu reduzieren.
TYP 4: Schlangenwobbler:
Der nebenstehend abgebildete Wobbler schlängelt sich regelrecht durchs Wasser. Es empfiehlt sich, das Vorderteil aus schwererem Holz zu bauen oder von unten entsprechend Blei einzuarbeiten. Als Schaufel dient ein vorn halbrund zugeschnittenes Stück dünnes Aluminiumblech. Dieses wird angeklebt und zusätzlich mit einer winzigen Schraube fixiert.
TYP 5: Miniwobbler:
Dieser kleine rote Teufel wackelt wie wild und ist ein ausgezeichneter Köder auf große Döbel und Forellen. Er ist aus Fichtenholz gebaut ohne Bleieinlage.
Weitere Wobbler, die gut laufen:
Bei allen Wobblern (außer Nr. 3) ist die Oberseite relativ flach, die oberen Kanten werden nur leicht gerundet. Die Unterseite dagegen muss V-förmig gestaltet sein, das V muss mindestens hoch bis zur Mitte reichen. Die Kreise geben die Stellen an, an denen von unten Bleikugeln eingebaut werden müssen (je größer der Kreis, desto dicker das Blei). Nebenstehendes Bild ist verkleinert, bitte auf etwa doppelte Größe vergrößern.
Nr. 1) Kleiner Wobbler aus 18 mm dickem Holz, wird von vorn nach hinten gleichmäßig schmäler, nur mit Enddrilling. V.a. für Barsche und Forellen.
Nr. 2) Fat Boy. Sieht komisch aus, läuft aber gut. Aus 28 mm dickem Holz, nur hinteres Viertel verschmälert.
Nr. 3) Gleichmäßig rund (wie ein nach hinten dünner werdender Besenstiel).
<= Nr. 4)
Aus 22 mm dickem Holz. Mit nur einem Drilling, dieser sitzt nicht am Ende, sondern im hinteren Drittel. Darauf achten, dass einer der drei Hakenschenkel senkrecht nach unten zu liegen kommt, die beiden anderen Haken liegen links und rechts am "Schwanz" an. Die Ringschraube so weit vorn eindrehen, dass sich die Spitzen des Drillings nicht im Schwanzende verhaken können. Mit genügender Bleieinlage (Pfeil) kommt dieser Wobbler schnell auf Tiefe.
Wobbler mit Stahkugelrassel:
Bild 1) Aus 28 mm dickem Holz (ich habe Eichenholz genommen wegen des höheren Gewichts und wegen der Härte) die Form entsprechend der Schablone aussägen und im Schwanzbereich links und rechts leicht abschrägen. Im Schulterbereich (blaue Markierung) ein 8er Loch quer durch bohren. Dabei den Rohling auf ein Brett legen, damit der untere Rand nicht ausfranst.
Bild 2) Mit der Flex (80er Schmirgelpapierscheibe) die Form herausarbeiten. Dabei die Unterseite U-förmig gestalten, auf der Oberseite die Kanten nur leicht abrunden. Die oberen Kanten der Nase nur ganz leicht abrunden. Beim Schleifen Mundschutz, Ohrenschützer und eine Schürze tragen.
Bild 3) und 4) Von einem 8er Dübelstab zwei etwa 5-8 mm lange Stücke absägen. Das eine Dübelstück mit UHU-hart bündig in das Loch kleben, dann den Wobbler umdrehen, eine 6-mm-Stahlkugel ins Loch legen und das zweite Dübelstück bündig in das Loch einkleben. Darauf achten, dass nicht zu viel Kleber ins Loch gelangt, damit die Kugel nicht innen festklebt.
Bild 5) und 6) Von der Unterseite (dort wo bei der Schablone die roten Markierungen sind) je ein 12er Loch etwa 1 cm tief bohren, in jedes Loch eine 7-Gramm-Bleikugel hineinlegen (bei leichterem Holz entsprechend mehr) und die Löcher mit Holzkitt verschließen. Nach dem Trocknen den Rohling mit 220er Schmirgelpapier von Hand glätten.
Bild 7) An den auf der Schablone schwarz markierten Stellen Löcher vorbohren und die Ringschrauben mit Pattex einkleben.
Bild 8) Die Drillinge mit Sprengringen an den Ringschrauben befestigen, die Grundfarbe auftragen, trocknen lassen und dann mit Edding-Lackstiften das Muster aufmalen. Zum Schluss die Wackelaugen aufkleben. Dazu nur wenig Kleber verwenden, damit das Plastik nicht schmilzt. Einfacher geht es, wenn man die Augen mit Edding aufmalt.
Noch ein allgemeiner Tipp: Verwenden sie bei größeren Wobblern (ab ca. 10-12 cm) am Besten Eichenholz, das ist schwerer und sie brauchen weniger Blei zum Beschweren. Für kleine und mittlere Wobbler ist Fichtenholz besser.
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Jerkbaits selbst bauen
1) Rohling gemäß Schablone aus mindestens 18 mm dickem Holz ausschneiden. Ich nehme Robinienholz, weil es schwer ist und weil dann die Rassel einen satten und lauten Klang ergibt.
2) 8er oder 10er Loch ca. 6-7 cm tief bohren, leicht schräg Richtung Rücken (siehe blaue Linie der Schablone). Ich habe mal einen Bleistift ins Loch gesteckt, damit man sieht, wie der Rasselkanal verläuft.
3) Jetzt kommen 2 Stahlkugeln von 6 mm Durchmesser ins Loch. Anschließend steckt man einen 10er Rundstab locker ins Loch, gibt unter drehenden Bewegungen etwas UHU-hart oder Leim um den Stab und schlägt diesen dann etwa 3 cm tief ein.
4) Man sägt das hintere Ende schräg ab ( siehe rote Linie der Schablone).
5) Vorn bohrt man von unten ein 10er Loch etwa 2,5-3 cm tief (siehe grüne Linie der Schablone), steckt 3 Rundbleie á 5 Gramm ins Loch und klopft mit einer Rundkopfschraube die Bleie noch etwas zusammen. Jetzt verschließt man das Loch mit Holzkitt und lässt ihn trocknen.
6) Mit der Flex (60er oder 80er Schmirgelpapierscheibe) schleift man die oberen Kanten nur leicht rund, die unteren Kanten schleift man stärker und V-förmig. Wichtig ist, dass man den Schwanzbereich etwas asymmetrisch verjüngt, so dass die eine Seite schräger ist als die andere Seite. Jetzt bohrt man Löcher für die Ringschrauben und schraubt diese ein.
7) Anschließend legt man den Jerkbait mitsamt Stahlvorfach/ Spinstange ins Wasser. Geht der Jerkbait nicht unter, so muss man noch etwas Blei hinter dem Bauchhaken von unten einbauen (nicht bis in den Kugelkanal bohren !!!) und das Loch anschließend mit Holzkitt verschließen. Bei Verwendung von sehr leichtem Holz oder wenn man einen schnell sinkenden Jerkbait will, kann man auch zusätzlich noch Blei von oben in den Kopfbereich einarbeiten. Wichtig ist, dass der Jerkbait beim Absinken mit dem Kopf in einem Winkel von etwa 30 Grad schräg nach unten zeigt.
8) Jetzt noch den Rohling grundieren (ich empfehle Kronengrund 121 von Jäger, braune Dose) und bemalen.
In Ruhe liegen die Stahlkugeln vorn im Kugelkanal, bei Zug schlagen sie hinten gegen das Rundholz. Durch die asymmetrische Schwanzform schießt der Jerkbait bei Zug stark zur Seite.
Ein weiteres Modell, ohne Rassel, aber mit sehr guten Laufeigenschaften:
Das Prinzip ist, dass die obere Hälfte nur wenig leichter als die untere Hälfte sein darf. Durch diese Gewichtsverteilung nahe am Labilitätspunkt (kurz bevor sich das Teil auf die Seite legt) gibt sozusagen keine Seite die Lauflinie vor, so dass bei Zug eine seitliche Zickzackbewegung zustande kommt. Deshalb habe ich als Ausgangspunkt meiner Überlegungen eine Raute genommen.
Robinienholz oder anderes schweres Holz von mindestens 18 mm Dicke. Vorn unten zwei 5-Gramm-Bleie, hinten oben ein 5-Gramm-Blei. Nach dem Lauftest gegebenenfalls hinten unten noch etwas Blei einarbeiten (kleiner Kreis). Ringschrauben 12x4. Das Teil sieht zwar von der Form her nicht gerade fischmäßig aus, aber es gibt ja auch noch Farbe, er läuft hervorragend und ist schnell gebaut.
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Blinker selbst gebaut
- Schneide aus einem Stück Edelstahl-Blech (Dicke 0,5-1 mm) die Form entsprechend nebenstehender Abbildung aus (Bild entsprechend vergrößern.). Lege das Blech auf ein weiches Holzbrett und schlage mit dem Kopf einer Schlossschraube (Flachrundkopfschraube) so lange auf das Blech, bis es über die ganze Länge leicht schüsselförmig eingedellt ist. Drehe dann das Blech um und klopfe mit einem Hammer die Ränder bis zur gestrichelten Linie wieder gerade. Diese Vorgänge musst du gegebenenfalls mehrmals wiederholen, weil Edelstahl-Blech sehr zäh ist. Die rechte Hälfte des Blechs sollte etwas hoch stehen, aber die rechte Spitze musst du wieder gerade klopfen. Bohre die Löcher, befestige Sprengringe darin und hänge in den linken Sprengring einen Drillings- oder Zwillingshaken ein. Durch die Flügel an den Seiten lässt sich dieser Blinker langsam führen. Man kann die Reizwirkung noch erhöhen, indem man eine kleine Plastikflosse an den Sprengring hängt. Man schneidet sie V-förmig aus dem roten Plastik von Fruchtzwerge-Bechern und brennt mit einem heißen Nagel ein Loch hinein.
- Aus dem Stiel eines alten Tee- oder Suppenlöffels lässt sich ein schlanker Meerforellenblinker bauen: Einfach vorn und hinten ein Loch bohren, in jedes Loch einen Sprengring einführen und an den Sprengring am breiteren Ende noch einen Drilling hängen.
- Aus alten CDs schneidet man mit der Blechschere passende Muster aus und biegt diese mit einem Fön in Form. Das ergibt sehr leichte Blinker.
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Billiger Kleinblinker
Was machen mit den alten 1- und 2-Pfennig-Stücken? Kleinblinker natürlich: Man nimmt zwei 1- oder 2-Pfennig-Stücke (oder Centstücke), bohrt in jede Münze zwei gegenüber liegende Löcher von 3 mm, Haut die erste Münze längs und die zweite Münze quer etwas krumm, verbindet die beiden Münzen mit kleinen Sprengringen, hängt in das hinterste Loch einen Sprengring mit Drilling oder Einzelhaken und in das vorderste Loch einen Sprengring, und fertig ist der Kleinblinker. Verwendet man verschiedene Größen, so kommt immer das größere Geldstück nach hinten. Wenn die Münzen noch glänzen lackiert man sie, glänzen sie nicht mehr, so malt man sie rot an. Man fängt damit v.a. Barsche und Forellen.
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Spinner selbst bauen
Schneide aus einem dünnen Alu-Blech ein lang-eiförmiges Stück aus. Bohre im oberen Drittel ein Loch von 2,5 bis 3 mm Durchmesser. Das Alu-Blech legst du auf ein weiches Holzbrett und klopfst mit dem Kopf einer Schlossschraube (Flachrundkopfschraube) so lange auf das lange Unterteil, bis es schüsselförmig eingedellt ist. Das gleiche machst du mit den kurzen Oberteil, aber von der anderen Seite. Den Rand des Blechs biegst du mit einer Zange gerade, er sollte von der Seite gesehen eine gerade Linie ergeben. Biege von einem Stahldraht (0,6 bis 1 mm Dicke) die hinteren 2 Zentimeter U-förmig zurück, hänge einen Drilling in das U und wickle das freie Ende des U mehrmals um den Draht. Kneife den überstehenden Drahtrest ab. Ziehe Birnen- oder Rundbleie und Kunststoffperlen (Bastelbedarf) nach Belieben auf, die oberste Perle muss aber stets rund sein. Dann kommt das Alu-Blech auf den Draht und zwar mit der großen Delle nach unten. Zum Schuss machst du noch oben in genügenden Abstand eine Öse wie unten. Den Drilling kannst du mit Federn garnieren, dadurch wird der Spinner fängiger. Sollte der Spinner nicht gleich laufen, so musst du das Spinnerblatt etwas verkanten (oben und unten greifen und Hände etwas in entgegengesetzter Richtung drehen).
Statt Bleien kann man auch eine Kupferspirale verwenden: Man entfernt von alten Elektrokabeln die Isolierung, wickelt den Kupferdraht in einer engen Spirale um einen Nagel, streift den Kupferdraht vom Nagel und kneift die Enden sauber ab. Diese Kupferdrahtspirale schiebt man über die Spinnerachse.
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Der Barsch-Pilker
Man baut ihn ähnlich wie einen Spinner, auf die Achse kommt jedoch eine schlanke Bleiolive mit Durchlauf von 10-20 Gramm Gewicht, die man mit Modellbaufarben anmalt. Das Spinnerblatt kann man weglassen oder durch eine kleine Plexiglas-Unterlegscheibe ersetzen. Wenn die Barsche zwischen versunkenen Bäumen stehen fischt man diesen Barschpilker vom Boot aus mit senkrechten Zupfern.
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Billiger Forellenrassler
Man legt einen Kronenkorken (z.B. von einer Bierflasche) ins Feuer bis die Gummierung innen verbrannt ist. Nun biegt man auf 2 gegenüberliegenden Seiten den Rand des Kronenkorkens hoch bis zur Waagerechten und bohrt in diese beiden Laschen je ein Loch von 3 mm. Jetzt legt man in den Kronenkorken 2-3 kleine Stahl- oder Bleikugeln und drückt den Kronenkorken seitlich so zusammen, dass die Kugeln nicht mehr herausfallen können, sich aber innen noch bewegen können. Anschließend wird der Forellenrassler bemalt oder mit Reflexfolie beklebt. In die beiden Löcher der Laschen kommt je ein kleiner Sprengring, an einen hängt man einen Drilling oder Einzelhaken, den anderen befestigt man am Wirbel.
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Raubfisch-Propeller selbst gebaut
Statt des Spinnerblatts kann man auch einen selbst gebauten Propeller (Abb. 1) auf den Draht fädeln:
Schneide mit der Blechschere aus einem dünnen Blech (z.B. von einer Tabak- oder Konservendose) die nebenstehend abgebildete Form aus, bohre 2 Löcher von ca. 2,5 mm Durchmesser wie angegeben und biege die beiden Laschen mit den Löchern nach einer Seite. Biege dann das Teil v nach vorn und das Teil h nach hinten (Winkel ca. 60°). Schiebe den Propeller auf den Draht. Statt der Kunststoffperlen kann man auch einen leichten, bemalten Holzkörper anbringen, wegen der nötigen Schwere sollte sich aber zwischen Holzkörper und Drilling noch ein Blei befinden. Dieser Propeller rotiert vorzüglich. An der Oberfläche geführt macht er kräftig Radau.
Wenn man 2 Propeller hintereinander montiert, die sich entgegengesetzt drehen, gibt es weniger Schnurdrall. (Abb. 2, Propeller links)
Man kann den Propeller auch allein auf den Draht aufziehen, vorn eine Öse und hinten eine Perle, eine Öse und einen Wirbel anbringen und dieses Teil vor einem Kunstköder oder toten Köderfisch (zwischen Hauptschnur und Stahlvorfach) einklinken. Das lenkt die Aufmerksamkeit der Räuber auf den Köder.
Propeller haben die Angewohnheit, mit der Zeit die Schnur zu verdrallen. Man verhindert dies durch Vorschalten eines
Anti-Drall-Vorläufers. Den gleichen Effekt erzielt man mit einem Anti-Drall- Propeller: Der Kiel besteht ebenfalls aus Dosenblech, er wird einfach mit Pattex bestrichen, um das abstehende Drahtstück gelegt und mit einer Zange festgedrückt. Durch den "Kiel" läuft der Propeller gerade und verdrallt nicht die Schnur. Der "Kiel" steht interessanterweise beim Einholen nach oben. Will man den Anti-Drall-Propeller tiefer führen, so empfiehlt es sich, statt der Plastikperle ein entsprechendes Blei einzuarbeiten und den Kiel aus Weichblei herzustellen.
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Spinner-Bait selbst gebaut
An einem Edelstahldraht (Länge ca. 20 cm, Dicke 0,6 bis 1 mm) biegst du etwas oberhalb der Mitte eine geschlossene Öse. Dann schiebst du von jeder Seite einen Posengummi (oder ein Stück Kabelisolierung) bis zu Öse. Biege jetzt an jedem Ende eine offene Öse entsprechend nebenstehender Zeichnung. Aus dem Blech einer Konservendose schneidest du ein lang-eiförmiges Stück. Lege das Blech auf ein weiches Stück Holz und klopfe mit dem Kopf einer Flachrundkopfschraube so lange auf das Blech, bis es gleichmäßig eingedellt ist. Drehe nun das Blech um und klopfe die Ränder gerade. Bohre in die Spitze des Spinnerblatts ein Loch (Durchmesser 2,5 mm). Dieses Spinnerblatt hängst du in die offene Öse am kurzen Arm und schiebst das Posengummi über den Schenkel der Öse. In die Öse des langen Schenkels hängst du einen Bleikopf-Haken mit einem Gummifisch oder Twister und schließt auch diese Öse mit dem Posengummi. Dieses Spinner-Bait verwendet man vor allem im verkrauteten Gewässern, um die Hängergefahr zu reduzieren.
Statt eines Spinnerblatts kann man auch einen Propeller am oberen Arm montieren, durch die Rotation spricht der Propeller v.a. das Seitenlinienorgan der Räuber an. Zum Fischen im Kraut ist diese Ausführung aber nicht geeignet.
Wenn man an den langen Schenkel ein Dreiecksblei hängt und an den kurzen Schenkel einen Twister oder Gummifisch auf einem Haken mit Schwimmkopf, kann man den Kunstköder knapp über Grund führen. Achtung: Immer darauf achten, dass die Hakenspitze oben ist.
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Jig selbst gemacht
Wenn dir gekaufte Jigköpfe zu schwer oder zu teuer sind, kannst du dir deine Jigs selbst bauen. Aus einem Stück Fichtenholz schnitzt du dir einen Körper, der unten eine breite Standfläche hat und oben schmäler wird. Oben drehst du eine Ringschraube ein (Vorbohren nicht vergessen) und befestigst daran mit Draht einen Drilling, an den du noch einige Federn bindest. In den hinteren Teil der Sohle bohrst du von unten ein Loch, in dieses kommt Blei. Probiere in einem mit Wasser gefüllten Eimer aus, ob dein Jig untergeht, andernfalls musst du noch mehr Blei einarbeiten. Vorn schraubst du noch eine Ringschraube in den Körper, malst ihn an und fertig ist dein Jig. Mit zupfenden Bewegungen geführt hüpft er verführerisch über den Grund des Gewässers. Für größere Jigs empfiehlt sich die Verwendung von Eichenholz, das ist schwerer und spart Blei.
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Gummiköder selbst gemacht
- Man schneidet aus alten Einmachgummis Stücke, die etwa doppelt so lang sind wie Jigkopf und -haken zusammen. Diese Gummistücke schneidet man von hinten mehrmals nebeneinander längs bis zur Mitte ein, so dass lange, schmale Fransen entstehen. Mehrere dieser Gummistücke zieht man S-förmig auf den Haken.
- Aus alten, roten oder gelben Gummihandschuhen schneidet man Spiralen von 2-3 Windungen. Die Spiralstreifen sollten in ausgezogenem Zustand zwischen 5 mm und 2 cm breit und 5-15 cm lang sein. Das eine Ende der Spirale (. . .) zieht man S-förmig auf den Haken.
- Man kann sich aus alten Gummiködern neue herstellen, indem man die alten Gummiköder zerschnippelt und in einer alten Tasse in der Mikrowelle bei 600 Watt in etwa 4 Minuten zum Schmelzen bringt. Die flüssige Masse gießt man in Gipsformen. Achtung: Die Farben darf man nicht vermischen, sonst werden die neuen Gummiköder unansehnlich braun. Wenn man die Gummimasse zu lange erhitzt verbrennt sie, deshalb nach jeweils einer Minute nachsehen, wie flüssig die Masse schon ist. Wegen der Geruchsbelästigung sollte man das Schmelzen der Gummimasse im Freien oder zumindest in der Garage durchführen.
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Billiger Stahlvorfach-Ersatz
Was tun, wenn man die Stahlvorfächer vergessen hat? In Baumärkten gibt es geflochtene Maurerschnur. Wirbel und Haken werden einfach in die Schnur eingeknotet. Dies ist allerdings nur eine Notlösung.
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Der Anti-Drall-Vorläufer
- Bei Spinnern besteht die Gefahr, dass sich der Spinner um die eigene Achse dreht und dadurch die Schnur verdrallt. Dies verhindert man, indem man den Draht vor dem Spinnerblättchen in einem Winkel von 45° abknickt. Den gleichen Zweck erfüllt ein geschlitztes Stabblei (Styl-Blei), das man vor dem Spinner auf der Schnur montiert und in einem Winkel von über 45° abknickt. Man kann auch das Ende der Schnur, die man am Wirbel festknotet, etwas überstehen lassen und ein Schrotblei anklemmen.
- Noch besser ist der Anti-Drall-Vorläufer. Das Blech und der Draht müssen beide leicht U-förmig gebogen werden. Der Vorläufer wackelt zwar leicht mit den Seiten (und täuscht dadurch einen verfolgten Beutefisch vor), dreht sich aber nicht. Biegt man die beiden Flügel hinten leicht nach oben, so bekommt der Vorläufer Auftrieb und verhindert dadurch ein zu tiefes Absinken des Spinners. Biegt man die Flügel nach unten, so verhält sich der Vorläufer neutral.
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Spinstange selbst gebaut
An ein Stück Edelstahldraht (1 oder 1,2 mm Durchmesser) biegt man rechts eine Öse. Dann schiebt man die Hälfte einer Feder aus einem Kugelschreiber so auf den Draht, dass das offene Ende der Feder links ist. Anschließend biegt man das linke Teil entsprechend der Abbildung. Man hängt den Kunstköder links in den U-förmigen Teil ein und dreht die Feder über das U.
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Rassel-Spinstange für Jerkbaits
Von einem Edelstahl-Draht (Dicke 0,6 bis 1 mm) biegst du an einem Ende 2 cm U-förmig um und wickelst das kurze Ende um den Draht. Halte den Draht waagerecht und biege im Abstand von etwa 5 cm von der Öse den Draht senkrecht nach unten und nach einem weiteren Zentimeter wieder waagerecht. Jetzt schiebst du je nach Größe des Wobblers 2 bis 4 kleine Messing- oder Stahlkugeln (z.B. aus einem alten Kugellager, durchbohrt) auf den Draht und biegst etwa 3 bis 5 cm hinter den Kugeln den Draht senkrecht nach oben und nach einem weiteren Zentimeter wieder waagerecht. Biege die letzten 2 cm des Drahtes U-förmig um, hänge einen Wirbel ein und drehe das kurze Ende um den Draht. Den Jerkbait machst du dir am Einfachsten aus einem Stück Besenstiel, das du vorn abrundest und hinten konisch zulaufen lässt. Befestige in der Mitte und hinten je einen Drilling mit Ringschraube und Sprengring, vorn bringst du eine Ringschraube an. Der Jerkbait wird ruckartig mit zwischengeschalteten Pausen geführt. Achte darauf, dass du beim Einholen immer wieder die Richtung änderst. Jerkbait und Rassel-Spinnstange sollten zusammen so schwer sein, dass die Montage gerade eben untergeht (im einem mit Wasser gefüllten Eimer ausprobieren).
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Bodentaster selbst gebaut
An Unterwasserhindernissen wie Steinpackungen, Baumstämmen usw. ist die Hängergefahr sehr groß. Mit einem Bodentaster verringert man hier die Hängergefahr.
- Variante 1: Man sägt von einem Nagel den Kopf ab, klopft das obere Ende etwas breiter, bohrt ein Loch hinein und schiebt ein Stück angebohrten Flaschenkork von unten bis zur breitgeklopften Stelle. Mit einem Doppelkarabiner oder einem Sprengring befestigt man den Bodentaster an der unteren Öse eines Dreifachwirbels.
- Variante 2: Aus ca. 1 mm dickem Edelstahldraht biegt man einen Bodentaster gemäß Abbildung 2, schiebt zuerst ein Stück Kabelisolierung und dann einen angebohrten Flaschenkorken von unten hoch bis zur Öse und klemmt unten ein dickes Schrotblei auf den Draht. Wenn man den Korken und die Kabelisolierung nach unten schiebt kann man die Öse in einem Dreifachwirbel einhängen.
- Variante 3: Sie ähnelt der Variante 3, besitzt aber zusätzlich noch einen Seitenzweig, an dem man den Kunstköder direkt oder mit einem Stück Vorfach einhängen kann.
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