Was ist eine DSL Flatrate?

Die Abkürzung DSL steht für Digital Subscriber Line und ermöglicht das Senden und Empfangen von Daten mit hohen Übertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s. Verschiedene Abrechnungsmodelle prägen den DSL Markt, der in Deutschland von der Telekom weitesgehend beherrscht wird (der Marktanteil von T-DSL-Anschlüssen beträgt über 50 Prozent).


In den letzten zwei Jahren konnten sich jedoch alternative Netzbetreiber (Arcor, Versatel, Alice u.a.) am Breitbandgeschäft zunehmend besser positionieren. Im Gegensatz zu Volumen- und Zeittarifen basieren DSL-Flatrates auf einer pauschalen Abrechnung des Surfverhaltens, egal wie lange man im Internet ist oder welche Menge an Daten man herunterlädt.


Nach der nahezu flächendeckenden Einführung von DSL Anfang 2000 begann ein harter Preiskampf im Breitbandgeschäft. Marketingabteilungen stürzten sich dabei vor allem auf den Begriff der Flatrate (aus dem Englischen von "flat rate" = flach, ebene Gebühr) um neue Kunden zu gewinnen. Heute liegt der Anteil von Flatrates am gesamten DSL-Markt laut Umfragen bei über 60 Prozent. Größtenteils nutzen "Vielsurfer" das Angebot der Flatrate, um rund um die Uhr online zu sein. Auch für Internetuser, die besonders viel aus dem Netz herunterladen, ist eine Flatrate äußerst attraktiv. Aufgrund der einfachen Abrechnung ohne weiterer Kosten werden die Entgelte für den Benutzer besser kalkulierbar.


Mehr und mehr Anbieter sind in der Vergangenheit davon abgewichen, nach der tatsächlichen Anschlussbreite zu berechnen. Heute staffelt sich die Berechnung der Kosten für eine DSL-Flatrate nicht selten nach dem jeweiligen Standort (sogenannte City-Flatrates)


Laut VATM-Studie vom Juni 2007 sind die Kosten für DSL im Zeitraum von 2003 bis 2006 um 37 Prozent gesunken. Nichtdestotrotz bleibt das Problem der DSL-Verfügbarkeit des Hochgeschwindigkeitsinternet bestehen. Während im städtischen Raum fast jeder Haushalt mit maximaler Bandbreite beliefert werden kann, müssen ländliche Räume meist ohne DSL auskommen.


Auch DSL Anbieter haben dieses Problem erkannt. So gibt es über Satellit eine Alternative namens SkyDSL. Dort benötigt man jedoch einen sogenannten Rückkanal über einen Festnetzanschluss (Analog-, ISDN- oder DSL light-Verbindung) zum Senden der Datenanfragen. Neben dem Angebot über Satellit wird mittlerweile der Datenstrom auch übers Kabelnetz eingeschleust.


Seit geraumer Zeit werden auch DSL-Flatrates in Verbindung mit Telefon-Flatrates angeboten. Diese Telefon-Flatrates laufen zum einen über die Internetverbindung (so gennantes Voice over IP = VoIP) oder über den normalen Telefonanschluss. In großem Interesse stehen auch die neuen Internet-anywhere Flatrates. Diese bieten für das mobile Telefon, das Notebook und den heimischen PC einen einheitlichen zeit- und volumenunabhängigen Pauschaltarif an. Dadurch soll der Gedanke gefördert werden, zu jeder Zeit und an jedem Ort mit einem technischen Gerät auf das Internet zuzugreifen.


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