Zucker
die süße Sucht
1.
Warum
verfallen Millionen Menschen so schnell diesen Genußmittel?
2.
Die
Vorteile
3.
Die
Nachteile
4.
Resümee
(Nutzen für die Industrie)
1. Warum
verfallen Millionen Menschen so schnell diesen Genußmittel?
Das Dilemma fängt schon in
frühesten Kinderjahren an (schon Babynahrung ist gesüßt). Man gibt kleinen
Kindern Naschereien und erzieht Sie damit regelrecht zur Zuckersucht. Dieser
süße Kick wird nach kurzer Zeit das normalste auf der Welt. Wenn man dann
solche Leute (auch Ältere) anspricht, verstehen sie die Welt nicht mehr und
wollen auf keinen Fall mehr auf diese Süße Nahrung verzichten. So, oder ähnlich
ist es bei den meisten gelaufen, sie kommen nie wieder los, da auch oft das
Wissen über Spätfolgen fehlt. Unser
großes Problem mit dem Zucker liegt darin, daß wir zuviel davon essen und es
oft gar nicht wissen. (verborgenem Zucker). Viele zum Süßen verwendete Stoffe
können als Zucker eingestuft werden, wenn sie auch anders heißen mögen. Wenn
auf einer Nahrungsmittelverpackung Saccharose an dritter Stelle der Zutaten
steht, Sirup an fünfter und Honig an siebter, dann macht man sich gar nicht
klar, daß man etwas ißt, das aus rund 50 Prozent Zucker besteht. Einen
besonders negativen Anteil hat die tägliche Zuckerwerbung für alle möglichen Produkte.
Diese irreführende Zuckerwerbung, die in geschickter Weise den Menschen mit
pseudowissenschaftlichen (angenommenen) Argumenten pausenlos eingeredet wird,
daß der Genuß von viel Fabrikzucker oder anderen Zuckerprodukten gesund sei, je
mehr um so besser. Die allgemein geübte Geflogenheit führte zu einer Beruhigung
des Gewissens und ließ schließlich den Gedanken gar nicht mehr aufkommen, daß
daran etwas nicht stimmen könnte. Die uniformierte Masse der Menschen glaubt
heute tatsächlich an die gesundheitsfördernde Wirkung des Fabrikzuckers, am
Ende mehr dazu.
Ein weiteres Problem der
verborgene Zucker. Die bedeutendste Quelle dafür ist die Stärke. Als
Nahrungsmittel kommen hier Kartoffeln, Mais, Süßkartoffeln, Erbsen, Bohnen und
Bananen in Frage. Als weitere Quelle kommen Fette hinzu. Alle Fette bestehen zu
etwa 10 % aus Glyzerin, das im Körper in Zucker umgewandelt werden kann.
Zitronensäure aus Orangensaft, Milchsäure aus Buttermilch, Apfelsäure aus
Äpfeln können im Körper in Glykogen umgewandelt und später als Zucker
freigesetzt werden. Und kaum jemand kennt die Zusammenhänge, weil es z.B. das
Fach Ernährungslehre in der Schule nicht gibt.
Die nehmen sie oft nicht bewußt
war, hier ist es mehr das Gefühl, was ihnen sagt, wieder für Nachschub zu
sorgen. Eine weitere Schwierigkeit liegt darin, daß der Fabrikzucker eine
Sonderstellung einnimmt: Er ist sowohl ein Nährstoff wie ein Genußmittel. Hier
nun die Vorteile, mancher Vorteil wirkt aber nur sehr kurzfristig:
1.
Glukose wirkt beruhigend
2.
Lindert Angstzustände und Streß (die Menge von zweieinhalb
Eßlöffel weißen Zucker langt völlig oder 60g Schokolade)
3.
Führt zu Entspannung und Schlaf (oder 30g reine
Kohlenhydrate reichen im allgemeinen aus), weil er die Biosynthese von
Serotonin fördert
4.
Steigert bei manchen Menschen die Konzentration
5.
Wirkt als Antidepressivum
6.
Zucker tötet Bakterien ab
7.
Heilt Wunden
Erläuterungen zu diesen 7
Punkten:
Zucker im Gehirn:
Die
Legende behauptet, Süßigkeiten würden Zucker in Ihr Blut pumpen und Ihnen so zu
mehr Energie verhelfen. Die Wahrheit ist, daß es so gut wie nichts mit
Ihrer Stimmung oder Energie zu tun hat,
wieviel Zucker Sie im Blut haben. Das
haben Hunderte von Experimenten am
Massachusetts Institute of Technology ergeben. Wie Sie sich geistig
fühlen, hat nichts mit dem Blutzuckerspiegel zu tun, sondern mit chemischen
Vorgängen im Gehirn. Und Nahrung mit Zucker löst einen Prozeß physiologischer
Veränderungen aus und erzeugt einen chemischen Stoff im Gehirn, der beruhigt,
statt die Energie zu steigern.
Durch das
Essen von Zucker oder anderen Kohlenhydraten steigt das Insulin im Blut und
löst die Produktion einer größeren Menge eines chemischen Stoffes namens Tryptophan (essentielle
Aminosäure) aus. Das Tryptophan eilt ins Gehirn und produziert dort Serotonin - einen
Neurotransmitter, der als beruhigender chemischer Stoff bekannt ist. Und je
mehr Tryptophan ins Gehirn kommt, desto mehr Serotonin kann hergestellt werden.
„Als Folge davon werden Sie sich weniger angespannt fühlen, weniger nervös,
konzentrierter und entspannter“, sagt Dr. Judith Wurtman, eine führende
Forscherin am Massachusetts Institute of Technology auf diesem Gebiet.
Die
richtige Zuckerdosis, sagt sie, lasse sich ziemlich genau feststellen. Wer sich
ruhiger fühlen will, braucht etwa 30 Gramm reine Kohlenhydrate; das sind
umgerechnet etwa 2 1/2 Eßlöffel Zucker oder 60 Gramm Süßigkeiten. Menschen mit
20 Prozent Übergewicht brauchen etwas mehr - ein Drittel oder die Hälfte
zusätzlich. Tests zeigen, daß mehr als die Minimaldosis die Anspannung weder
schneller noch besser lindert und auch nicht schneller oder besser
einschläfert. Beim Heben des Serotoninspiegels zählen die ersten Löffel Zucker,
die geschluckt werden.
Bei
manchen Menschen wirkt Zucker als Antidepressivum. Experten haben festgestellt,
daß Menschen mit niedrigen, vom Zucker beeinflußten Serotoninwerten im Gehirn
zu Depressionen neigen,
die so schwer werden können, daß sie sogar bis zum Selbstmord führen.
Dr. Norman Rosenthal vom National Institute of Mental Health hat eine Gruppe
von Menschen untersucht, die an einer jahreszeitlich bedingten Depression leiden,
die offenbar durch den Rückgang des Tageslichts in den Wintermonaten verursacht
wird. Dr. Rosenthal glaubt, der Lichtmangel senke bei Menschen, die für diese
Störung anfällig sind, den Serotoninspiegel im Gehirn. Im Versuch, das
Serotonin anzuheben und die Depression zu bekämpfen, sagt Dr. Rosenthal, äßen
viele der Betroffenen „als eine Art Selbstmedikation“ in den dunklen Monaten
große Mengen von Kohlenhydraten.
Frau Dr.
Wurtman führt aus, daß der Mechanismus von Zucker tatsächlich ähnlich zu wirken
scheint wie der von Antidepressiva. „Vielleicht verstärken Kohlenhydrate genau
wie die meisten Antidepressiva die serotoninabhängige Neurotransmission“,
stellt sie fest. Bei manchen Bevölkerungsgruppen gehen die Selbstmordraten
zurück, wenn der Verzehr von Kohlenhydraten steigt. Und Autopsien von
Selbstmördern zeigen häufig niedrigere Serotoninspiegel im Gehirn.
Süße Wunden
Wie Honig
ist Zucker eine phantastische Wundheilsubstanz. Dr. Richard A. Knutson, ein
Chirurg am Delta Medical Center in Greenville, Mississippi, hat dreitausend
Patienten mit Verbrennungen, Magengeschwüren, Platzwunden, Schußwunden, offenen
Brüchen und nach Amputationen mit „einer nahezu vollkommenen Erfolgsrate“ mit
Zucker behandelt. In
vielen Fällen wirkte Zucker, wo Antibiotika versagten, sagt er,
und war besonders erfolgreich bei Verbrennungen. Anfangs habe er befürchtet,
daß Zucker das Bakterienwachstum fördere, sagte er, aber genau das Gegenteil sei
der Fall gewesen: Zucker habe Infektionen schnell unterdrückt.
Zucker
wird in der modernen Medizin allgemein zur Beschleunigung von Wundheilungen (Honig)
verwendet - in Großbritannien, Israel, Deutschland und vor allem in
Argentinien. Ein Team in Buenos Aires unter der Leitung von Dr. Leon Herzsage
setzte für die Wunden von 120 Patienten Zucker ein, nachdem die herkömmliche
Behandlung fehlgeschlagen war. Die Erfolgsrate lag bei 69 Prozent.
3.
Die
Nachteile – überwiegen bei weiten die
Vorteile.
Das schwierige dabei ist der
lange Zeitraum, ehe die Schäden des Zuckerkonsums sichtbar werden
(etwa 20
Jahre). Dem Normalbürger ist das aber in den meisten Fällen egal. Die schnelle
Wirkung (siehe Vorteile) ist für die meisten Leute unbewußt das wichtigste und
so tappen Millionen in die Zuckerfalle.
Zucker ein schlimmer
Nährstoffräuber, die Auswirkungen sieht man an Millionen Diabeteskranken:
Þ Schon bei der industriellen
Produktion von Zucker werden viele lebenswichtige Stoffe entfernt, so zum
Beispiel Ballaststoffe. Gerade
der Mangel an diesen Stoffen wirkt sich sehr Nachteilig in Sachen
Blutzuckerspiegel aus.
Unsere
Körperzellen und ihr Nährstoffbedarf haben sich in einen langen Zeitraum nur
geringfügig verändert. So kommt es, daß ein Mangel an B-Vitaminen die
Körperzellen auszehrt, alt und krank macht, schließlich sogar tötet. Wer da
noch gern Zucker oder Süßigkeiten bzw. süße Getränke zu sich nimmt, opfert die
allerletzten kläglichen Reserven an B-Vitaminen, um diesen Zucker wieder abzubauen.
Þ Weil Zucker die Darmflora
massiv schädigt und verändert, fehlt dann auch die eigene Produktion von B-Vitaminen durch die
Darmbakterien.
Durch die
industrielle Verfeinerung von zahlreichen Lebensmitteln werden die so wichtigen
B-Vitamine häufig entfernt. Dadurch kommt es zu einer Fülle von
Vitamin-B-Mangelerscheinungen, die sich in ergrauten Haar, Haarausfall bis hin
zu Depressionen zeigen. Auch Alkohol oder übermäßiger Kaffee- oder Teegenuß
frißt dann zusätzlich die B-Vitamine aus unserem Körper.
1.
Vitamin
B1
Unerachtet der Tatsache, daß
diese Mangelsymptome zahlreich und vielfältig sind, hat Vitamin B1 im
wesentlichen nur eine Funktion. Als Teil eines Enzyms, wirkt es bei der
Umwandlung von Glukose (Traubenzucker) in Energie oder Fett mit. Während des
Zuckerabbaus im Rahmen der Energieproduktion werden Brenztraubensäure und
Milchsäure gebildet. Durch Vitamin B1-haltige Enzyme wird Brenztraubensäure
schnell weiter zu Kohlendioxyd und Wasser gespalten. Milchsäure wird für den
Aufbau von Glykogen verwendet. Bei Vitamin-B1-Mangel können diese Reaktionen nicht stattfinden, und die
Säuren bleiben als solche in den Geweben erhalten. Es kommt zu Anhäufungen
besonders im Gehirn, in den Nerven, im Herzen und im Blut. Später werden sie im
Urin ausgeschieden. Die Freisetzung von Energie aus Zucker verlangsamt sich, da
nur noch halbverbrannter Zucker oder Fett als Energiequelle zur Verfügung
stehen; dazu kommt, daß die Säuren in den Geweben eine Reizwirkung ausüben. Da
die Energiefreisetzung aus Fett allein nicht wirkungsvoll genug ist, ist die
Folge davon Müdigkeit, Lustlosigkeit und
Schlaffheit im ganzen Körper.
Vitamin B1 (Thiamin) ist ein wichtiges
Nervenvitamin , auf das die Nervenzellen oft verzweifelt warten, es ist
besonders reichlich im Weizenkeim, in Bierhefe, in Kleie, Melasse und in allen
Vollkorn und im Naturreis enthalten. Im Darm wird es besonders schnell
aufgenommen und dann sofort übers Blut zur Leber verfrachtet, wo es zusammen
mit dem Spurenelement
Mangan und speziellen Proteinen (Eiweißstoffen) Enzyme bildet. Milliarden
und Billionen solcher Enzyme spalten dann in Akkordarbeit rund um die Uhr die
Kohlenhydrate in der Nahrung zu Glukose. Im Gegensatz zu allen anderen
Körperzellen (die auch Fett und Eiweiß zu Energie verwerten können) sind
Gehirn- und Nervenzellen heikel. Sie akzeptieren nur Glukose, lassen z.B.
Fettmoleküle gar nicht ins Zellinnere. Wenn Nervenzellen nicht ihre stündliche
Ration an Glukose (auch Blutzucker genannt) bekommen, quellen sie in dem Bemühen auf, über
mehr Außenfläche Kontakt zu zusätzlichen Arteriolen, den allerwinzigsten
Blutgefäßen, zu bekommen, aus denen sie die kostbare Nahrung saugen können.
Verhängnisvoll wirkt sich dann aus, daß bei vergrößerten Nervenzellen die Glukoseverwertung um bis zu 60 Prozent
zurückgeht. Die schützende sogenannte Myelinschicht der Nervenzelle dehnt
sich aus und verliert
ihre natürliche Konsistenz und Viskosität. Das ist der ganz bestimmte
Flüssigkeitsgrad, den das darin enthaltene Cholesterin und die Phosphor- und
Eiweißstoffe haben müssen. In dem Fall hat man dann plötzlich die
„bloßliegenden“ reizbaren Nerven. (Erkennung – Kribbeln in Armen und Beinen)
Erhalten Menschen mit Vitamin-B1-Mangel das
Vitamin verabreicht, so wirkt es manchmal geradezu dramatisch, wie schnell die
Müdigkeit verschwindet. Oft rufen diese Leute voller Erstaunen: „Ich kann
zweimal soviel arbeiten, ohne müde zu werden.“ Bei einem Experiment bekamen
Versuchspersonen täglich eine minimale Menge Vitamin B1. Später verdoppelte und
verdreifachte man diese Menge und prüfte die Arbeitsleistung durch
Gewichtheben. Es stellte sich heraus, daß die Leute zuerst zweimal und dann
dreimal soviel arbeiten konnten, ohne müde zu werden.
Es gibt zwei verschiedene Gründe
für Persönlichkeitsveränderungen und Symptome wie Depressionen, verwirrtes Denken
und Vergeßlichkeit bei unzureichender Zufuhr von Vitamin B1. Erstens empfangen die Gehirnzellen ihre
Energie ausschließlich aus Zucker, und Glukose kann ohne Vitamin B1 nicht in
Energie umgewandelt werden. Zweitens wirkt die Anhäufung von Brenztraubensäure
und Milchsäure in den Gehirnzellen giftig. In einem Krankenhaus in Philadelphia
wandte man eine Reihe von psychologischen Testverfahren bei Leuten an, die eine
Kost erhalten hatten, der sämtliche B-Vitamine fehlten, und zwar in drei
Phasen: zunächst unmittelbar anschließend an die Mangeldiät, dann nach Zulage
von Vitamin B1 und schließlich nach Verabreichung aller B-Vitamine. Die
Injektion von Vitamin B1 erbrachte eine gewisse Besserung in der Klarheit und
Schnelligkeit des Denkens, der Merkfähigkeit, der Voraussicht und des
Urteilsvermögens. Nach der Gabe von B-Vitaminen aus natürlichen Quellen war die
Besserung wesentlich eindrucksvoller. Leider blieb die Intelligenz an sich
unter allen drei Versuchsbedingungen gleich.
Der Mangel an Vitamin B1 bewirkt
weiterhin Störungen der Verdauungsfunktionen, die über eine Reihe von
Wirkungsmechanismen laufen. Da die Energieproduktion daniederliegt, verlangsamen sich die
Muskelkontraktionen von Magen und Darm. Die Speisen können nicht mehr
ausreichend mit Verdauungssäften und Enzymen vermischt werden, und das
vorverdaute Essen kommt nicht genügend in Kontakt mit der absorbierenden
Oberfläche, von wo aus die Nährstoffe ins Blut gelangen. Wenn die Magensäure
teilweise oder ganz ausfällt, können verschiedene Vitamine zugrunde gehen,
Proteine werden unvollständig verdaut und viele Mineralien
nicht aufgelöst. Ein aufgetriebener Leib und Blähungen sind daher
unvermeidlich. Wenn jetzt nicht eingegriffen wird, sind noch schwerere
Störungen zu erwarten.
Bei verminderter Energieproduktion werden
die Kontraktionen
des Dickdarms so schwach, daß die Abfälle länger im Darm verweilen, als sie
sollten. Eine wichtige Aufgabe des Dickdarms ist, durch Resorption Wasser zu
sparen. Bleibt der Darminhalt jedoch zu lange im Darm, entsteht daraus eine Verstopfung; sie läßt
sich jedoch durch, eine Ernährung mit genügend B-Vitaminen beheben. Sieht man
von Durchfällen oder
schweren psychischen Störungen ab, ist der Stuhlgang ein brauchbarer Hinweis
auf das Funktionieren der Energieproduktion. Eine
Verstopfung stellt sich ein, wann immer die Energieproduktion ihrem Sollwert
nicht entspricht. Wird die Energie aber ordnungsgemäß produziert, laufen auch
die Ausscheidungsvorgänge normal ab.
Die Unfähigkeit des Körpers,
Zucker ohne Vitamin B1 zweckmäßig zu verbrennen, kann auch Störungen der Herztätigkeit zur Folge
haben. Da das Herz von der Geburt bis zum Tode pausenlos arbeiten muß, ist es
auf dauernde Energiezufuhr angewiesen. Bei leichtem Mangel kann der Ruhepuls
bis auf 50 oder sogar 40 Schläge pro Minute absinken, statt der normalen 72.
Nimmt der Vitaminmangel zu, wechselt der Puls zwischen langsamem Tempo bei Ruhe
und schnellem bei Anstrengung. Schließlich bleibt er schnell und erreicht
manchmal 180 Schläge oder mehr pro Minute. Reizung des Herzmuskels durch angesammelte Milchsäure und
Brenztraubensäure hält man für die Ursache des schnellen Herzrhythmus wie auch
der Vergrößerung der Herzsilhouette.
Eine
besonders gefährliche
Folge des Vitarnin-B1-Mangels ist die Neigung zu Neuritiden oder Nervenentzündungen.
Gehirnzellen
sind auch die Nervenzellen besonders anfällig gegenüber einem Mangel, da auch
sie ausschließlich »Zuckerverbrenner« sind, das heißt, ihre Energieversorgung nur über
Zucker beziehen. Nervenentzündungen, wie sie als Trigeminusneuralgie, Gürtelrose, Ischias oder Hexenschuß in
Erscheinung treten, sind charakterisiert durch eine gleitende Skala von
Schweregraden, die bei einem Taubheitsgefühl beginnt und bei unerträglichen
Schmerzen längs der Nervenbahnen endet. Man hielt diese Nervenschmerzen
zunächst für die Folge von Säureansammlungen, später für den Effekt einer
unmittelbaren Schädigung der Nervenzellen.
Weder
Menschen noch Versuchstiere zeigen bei Vitamin-B1 -Mangel alle diese
Mangelsymptome. Die Mangel variieren in unzähligen Graden von einem Individuum
zum andern; ja sogar bei der gleichen Person von einem Tag zum andern.
Gleichwohl sieht man dieselben Symptome sowohl bei Menschen wie bei Tieren
immer wieder.
2.
Vitamin
C
Ascorbinsäure konkurriert mit
Glukose, also mit Kohlenhydraten, um dieselben Landeplätze an den Körperzellen. Wer
also viel Zucker, Süßigkeiten, süße Getränke oder auch Spaghetti oder Kuchen
ißt, pumpt eher
Glukose in die Zellen als Vitamin C. Deshalb erkälten sich
Süßigkeitenfans häufiger als Menschen, die Zucker meiden. Deshalb ist es auch
ist auch völlig sinnlos Zucker mit Vitamin C anzubieten, in dem Fall wird das Vitamin ungenutzt
ausgeschieden, diese Zusammenhänge sind den wenigsten Leuten bekannt.
Auch die Werbung hat hier viel Schuld, denn es ist ja wichtig das die süße
Nahrung aufgewertet wird.
Vitamin C
spielt in der Körperzelle übrigens auch selbst den Notarzt. Es kann verbrauchte
oder zerstörte Vitamin- E-Moleküle wieder zusammenflicken. Mit anderen Worten,
bei einem Mangel an Vitamin C kommt auch das Vitamin E schlechter weg.
Vitamin C
Mangel führt zu einer Überzuckerung der Körperzellen und zu deren
Funktionsausfall. In den Gefäßwänden führt dies zur Bildung von
atherosklerotischen Ablagerungen, was man ja wiederum bei Millionen Bürgern
nachweisen kann. Sie brauchen sich nur die Krankenstatistiken ansehen.
3.
B-Vitamin
Biotin
Eine gesunde Darmflora dank
Biotin
Schon die
geringste Störung, z. B. ein Glas scharfer Schnaps, ein Stück Würfelzucker oder eine
Tablette eines Antibiotikums, kann diese Ordnung empfindlich stören und zu einem kleinen Chaos
führen. Dann funktioniert die Biotin-Produktion schon nicht mehr ganz so
perfekt.
Weil
unsere Darmschleimhaut unendlich viele Falten und Zotten hat, ist ihre
eigentliche Oberfläche ziemlich groß, etwa so groß wie ein Tennisplatz. Darauf
haben sich rund eine Billiarde Mikroorganismen angesiedelt, die zusammen
ungefähr soviel wiegen wie die Leber (etwa drei Pfund) und auch ungefähr die
gleiche Stoffwechselleistung vollbringen. Eine gesunde Darmflora bildet ein uneinnehmbares
Abwehrbollwerk gegen Krankheitserreger. Gleichzeitig produziert sie Vitamine
wie Biotin oder Vitamin K und liefert Energie für die Darmschleimhaut.
Wer sich
aber mit Vorliebe von Currywurst mit Pommes, Cremespeisen, Dosengerichten, Kuchen, fettem
Fleisch mit Klößen oder Knabbergebäck oder anderen Süßwaren ernährt, richtet seine Darmflora
innerhalb von sechs Wochen zugrunde. Alkohol-, Nikotin- und Tablettenmißbrauch
geben dem Darin dann noch den Rest. Die von der Natur so faszinierend komponierte
Welt tausender Typen von Mikroorganismen ist vernichtet. Es ist nicht anders,
als würde man dem prachtvollen Biotop eines Waldes, mit all seinen
unterschiedlichen Bäumen, Sträuchern, Kräutern, Blumen, dem Moos und all seinen
winzigen. kleineren und großen Tieren, sechs Wochen lang alle Nährstoffe
entziehen und es außerdem noch mit ätzender Säure übergießen. Was übrigbleibt,
kann sich jeder selbst ausmalen.
Eine
zerstörte Darmflora erkennt man am besten an Verdauungsproblemen wie Durchfall oder Verstopfung,
Blähungen, Mundgeruch Haarausfall, Hautproblemen und einem üblen Stuhlgeruch. Die
Biotin-Moleküle, die aus einer solchen Darmschlinge noch ins Blut gelangen, muß
man schon mit der Lupe suchen.
Weil ein kaputter Darm und
schlechte Essensgewohnheiten dick machen, flüchten viele Frauen und
Männer in eine Schlankheitskur mit der Folge, daß sich nun nicht mal mehr in
der Nahrung das wichtige Biotin findet. Eine reine Obstdiät enthält oft
überhaupt kein Biotin, eine Kartoffel- oder Fleischdiät ebensowenig. Wer einer
speziellen Eidiät folgt und drei Tage lang nur das Weiße vom Ei in roher Form
ißt, verliert schlagartig alles Biotin im Darm, weil das im Eiklar enthaltene
Avidin (eine aus Eiweiß und Kohlenhydraten bestehende Schutzsubstanz) die
jeweils vierfache
Menge Biotin zerstört.
Biotin spielt
nach neuen Erkenntnissen beim Glukose-, also beim Kohlenhydratstoffwechsel, eine
große Rolle, vor allem beim ersten Stoffwechselschritt. Da wirkt es nämlich mit
dem Bauchspeicheldrüsenhormon Insulin zusammen. Außerdem kurbelt Biotin
selbständig die sogenannte Glukokinase an, es ist praktisch der Anlasser, der den
Glukosestoffwechselmotor in Gang setzt. Glukokinase entsteht
ausschließlich in der Leber, dem Lagerplatz von Biotin. Dies ist besonders für Diabetiker wichtig und
interessant, deren Konzentration von Glukokinase in der Leber niedrig ist.
Wissenschaftler haben durch Extragaben von Biotin (16 Milligramm pro Tag) den Glukosestoffwechsel von Zuckerkranken
erheblich verbessert.
Biotin ist auch
maßgeblich am Aufbau
von Glykogen beteiligt, den in Leber und Muskeln gespeicherten
Kohlenhydraten; außerdem am Abbau dieser Speicherdepots und bei der sogenannten
Glukoneogenese, bei der
16 der insgesamt 22 Aminosäuren (Eiweißbausteine) zu Glukose umgewandelt werden
können. Dieser Vorgang ist für einen stabilen Blutzuckerspiegel ebenfalls
außerordentlich wichtig. Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel, Mediziner sagen
dazu Hypoglykämie, ist die neue Volkskrankheit, von der fast schon jeder zweite
von uns entweder ständig oder sporadisch betroffen ist. Unsere Gehirn- und
Nervenzellen akzeptieren nur Glukose, also Blutzucker, als Energienahrung. Deshalb muß der
Blutzuckerspiegel ständig auf einem bestimmten Niveau bleiben, am besten
zwischen 80 und 100 Milligramm Glukose pro 100 Milliliter Blut. Bei nur noch 60
Milligramm werden wir nervös, gereizt, ängstlich, müde. Bei 40 Milligramm quält
uns morgens beim Aufstehen nur noch die Frage, wie man diesen Tag überstehen
kann. Bei einem Spiegel von 30 Milligramm sind wir unfähig. die Herausforderungen
des Alltags zu meistern. Ein einziger, eigentlich harmloser Konflikt, ein
einziges Nein kann zum Nervenzusammenbruch führen.
Weil Frauen nur rund 300
Gramm Glukose speichern können (bei
Männern sind es 400 Gramm), sind die Reserven bei Frauen schneller erschöpft. Der Blutzuckerspiegel sinkt
rascher, und Frauen werden deshalb schneller nervös oder auch depressiv und
leiden öfter unter Schlafstörungen als Männer. (Das ist auch ein Grund,
warum Frauen sehr schnell und sehr gerne zu Süßigkeiten greifen)
Dies alles sind Gründe, auf
ausreichende Zufuhr von Biotin zu achten Das Vitamin hat übrigens noch
andere Aufgaben. Es hilft bei der Verwertung von Eiweiß und ist im Stoffwechsel
ein wichtiger Verbündeter anderer B-Vitamine wie Folsäure, Pantothensäure und
Vitamin B 12. Außerdem hilft es beim Aufbau von Fettsäuren und bei der
Fettverbrennung mit. Durch diese Aussagen können Sie bestimmt auch besser mit
dem Zuckerkonsum umgehen.
4. Mineralstoff Kalzium
Es ist
sehr schade, daß man den meisten handelsüblichen Joghurtsorten so viel
starkgezuckertes Obst zusetzt. Joghurt ist zwar eine ausgezeichnete
Kalziumquelle, aber
dieses Mineral kann nur in „saurem Milieu“, das heißt, wenn die gesamte, dem
Verdauungssystem angebotene Flüssigkeit sauer reagiert, absorbiert werden.
Zucker jedoch regt den Fluß
alkalischer Verdauungssäfte so stark an, daß dadurch die Aufnahme von Kalzium
zum grüßten Teil verhindert wird. Im übrigen enthält der
Naturjoghurt doppelt soviel Kalzium, Proteine und Vitamin B2 wie handelsüblicher.
Familien, die ihren eigenen billigen Joghurt herstellen, essen meist vielmehr
davon und tun demzufolge bedeutend mehr für ihre Gesundheit, als wenn sie jeden
Becher Joghurt kaufen müßten. Warum nun ein großer Teil der Bevölkerung unter
Kalziummangel leidet, wird durch solche Aussagen verständlicher.
Die
Entkalkung der Kieferknochen, wie sie Röngenbilder von Zähnen zeigen ist
wahrscheinlich ein Indiz dafür, wie das übrige Knochensystem beschaffen ist.
5. Spurenelement Chrom
Chrom, ein Spurenelement, das
für Produktion und Stoffwechsel von Glucose und Insulin unerläßlich ist, also
ein wesentlicher Bestandteil für die Zuckerverwertung. Insulin allein ist
wirkungslos, erst durch die natürliche Chromverbindung wird es effizient vom
Körper verwertet.
Als ausgesprochener
Chrom-Räuber stellt sich unser Industriezucker dar. Chrom ebnet dem
Bauchspeicheldrüsenhormon Insulin den Weg beim Einbau von Glukose zwecks
Verbrennung in die Zelle. So tankt der Körper rasch Energie. Ohne Chrom hingegen wird die
unverwertete Glukose zu Fett umgewandelt und in die Speckpolster an
Bauch, Hüften, Po und Oberschenkeln eingelagert. Besonders wirksam wird Chrom,
wenn es eine Verbindung mit dem B-Vitamin Niacin eingeht. Man fast es auch als
GTF-Chrom-Niacin-Komplex zusammen. Die wirksamen Chromverbindungen heißen dann:
Chrom-Polynicotinsäure oder Chrom-Polynicotinat. Zusammenfassend kann man
sagen, daß ohne Chrom die Energieproduktion sehr plötzlich zum Stillstand
kommen kann. Nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit werden Insulin und GTF in
Ihren Blutkreislauf ausgeschieden, um den Glucosestoffwechsel zu erleichtern.
GTF-Chrom ist dafür verantwortlich, Insulin an die Zellmembranrezeptoren zu
binden. Insulin ist dafür verantwortlich, Glucose in die Zelle
hineinzutransportieren, in der Glucose in Energie umgesetzt wird. Aufgrund des
vom GTF vermittelten Insulins wird der Glucosetransport in Ihre Zelle um das Fünfzehn- bis
Zwanzigfache erhöht.
GTF-Chrom
und Insulin sind die Arbeiter, die Glucose in Ihre Zellen hinein- und aus ihnen herausbefördern. Wenn
der Blutglucosespiegel erhöht ist und die Energieanforderungen minimal sind,
dann lagert „GTF-Insulin“ Glucose in Form von Glykogen ein. Wenn die
Energienanforderungen sich dann erhöhen, spaltet „GTF-Insulin“ Glykogen in
Glucose auf, die für den Energiebedarf verbrannt wird. Ohne GTF-Chrom erfährt
der Glucose-Stoffwechsel jedoch ernsthafte Störungen. Man kann davon ausgehen,
daß ein sehr hoher Anteil der Bevölkerung (über 95 Prozent) unter Chrommangel leiden -
ohne es zu wissen.
Chromverluste
treten auch durch verschiedene Faktoren auf. (GTF-Chrom entspricht
Glucosetoleranzfaktor)
6. Spurenelement Zink
Zink, ein Spurenelement das
die Aktivität von 200 Enzymen reguliert und greift damit direkt in das
Stoffwechselgeschehen ein
Ursachen für eine zu geringe
Zinkaufnahme:
-
geringer Verzehr von zinkreichen Nahrungsmitteln, wie z.B.
Innereien und Fisch
-
vermehrter Verzehr von zinkarmen Nahrungsmitteln, wie z.B. Süßwaren, Zucker, Bier
und Wein
-
vermehrter Verzehr von Nahrungsmitteln, die durch falsche
Zubereitung oder industrielle Aufbereitung an Zink verarmt sind (zinkarmes
Kantinenessen, „fast food", Weißbrot)
-
Diät- und Fastenkuren mit unausgewogener Zusammensetzung
enthalten zu wenig Zink überwiegend vegetarische Kost (z.B. Soja), die wenig
Zink enthält, aber viel Phytinsäure, die die Zinkaufnahme hemmt
-
Kalzium- und phosphatreiche Lebensmittel (Softeis, Limonaden, Spezi,
Cola) hemmen die Zinkaufnahme im Darm
-
Speisen mit hohem Fettgehalt und hohem Zuckeranteil sind
einerseits zinkarm und hemmen andererseits zusätzlich die Zinkaufnahme
-
bei starker Schwermetallbelastung (Kupfer, Blei,
Quecksilber) ist die Zinkaufnahme ebenfalls gehemmt
Ursachen für einen erhöhten
Zinkverlust:
- Alkoholkonsum erhöht
die Zinkausscheidung im Urin (versteckter Zucker)
- funktionelle Leber- und
Nierenerkrankungen, schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel, Durchfall, häufiges
Erbrechen führen zu Zinkverlusten
- durch Blutverlust bei
Operationen und Verletzungen geht ebenso Zink verloren wie nach Verbrennungen
über das Wundsekret
- bei starkem Schwitzen, z.B.
bei Leistungssport oder bei Saunabesuchen verliert der Körper Zink durch
Medikamente wie Tabletten zur Reduktion der Magensäure, Abführmittel,
Entwässerungstabletten, Anti-Baby-Pillen wird vermehrt Zink ausgeschieden.
7. Spurenelement Mangan
Spielt eine große Rolle im
Zuckerstoffwechsel:
Emährungsbewußte
Leute denken häufig nicht an Mangan, und doch ist es ein essentielles
Spurenmetall, das wir oft nicht ausreichend aus der Nahrung bekommen. Mangan ist ein Bestandteil von
mindestens sechs uns bekannten Enzymen. Es wird benötigt für einen gut
funktionierenden Zuckerstoffwechsel und zur Erzeugung von Knorpel, einem vitalen Bestandteil des
Körpers.
Wir
wissen, daß Tiere mit Manganmangel nicht genügend wachsen, daß es bei ihnen mit
dem Nachwuchs hapert und daß ihre Lebensdauer verkürzt ist. Bei einem starken
Mangel können die Tiere nicht mehr stehen, weil die Knorpelbildung so
schlecht ist. Menschen mit niedrigen Manganwerten leiden oft an chronischen
Gelenkschmerzen, besonders an den Knien und im Rücken. Wachstumsschmerzen
verschwinden oft, wenn unsere jungen Patienten - zusammen mit ihren Vitaminen
genügend Mangan mit Zink nehmen. Und da die Bandscheiben zwischen den Wirbeln
hauptsächlich aus Knorpel bestehen, kann der weitverbreitete Manganmangel
ursächlich sein für die heute so weit verbreiteten Rückenbeschwerden.
Es ist
bekannt, daß Patienten mit Hypoglykämie (Blutunterzucker) oder Diabetes
zusätzlich Mangan benötigen, um ihre Blutzuckerwerte zu normalisieren. Dies
überrascht nicht, denn Wissenschaftler berichten, daß bei Tieren mit
Manganmangel die insulinabgebenden Zellen der Bauchspeicheldrüse verkümmern -
und Insulin ist
der wichtige Regulator des Körpers für den Zuckerstoffwechsel.
Leider
haben die meisten Diäten, selbst wenn sie sehr gut zusammengestellt sind, einen
Mangel an diesem wichtigen Spurenmetall. Unseren Böden fehlt Mangan, und
dort wachsen
deshalb Früchte und Gemüse, die dieses Element nicht in genügendem Maße
enthalten. Viele unserer häufig gegessenen Lebensmittel können auch
unter optimalen Umständen Mangan nicht konzentrieren. So gibt uns zum Beispiel
Fleisch, selbst in Form von Leber, wenig Mangan.
8. B-Vitamin
Niacin
Übermäßiger
Genuß von Zucker, Süßigkeiten oder süßen Getränken führt zu einem Verlust an Niacin im
Körper. Dasselbe gilt, wenn man übermäßig viel Ballaststoffe zu sich nimmt.
Niacin kann nicht gespeichert werden, Überschüsse werden über den Urin
ausgespült, so daß man ständig für entsprechenden Nachschub sorgen muß.
Kein
anderes Vitamin und überhaupt kein anderer Nährstoff wagt sich in Stoffwechsel
so weit in den Grenzbereich zur Seele vor wie Niacin. Während andere Vitamine
wie C oder B6 den Stoffwechsel von Psychohormonen von außen her aktivieren, ist
Niacin selbst Teil der Biosynthese solcher Hormone, wenn auch nur im passiven
Sinn. Darin liegt der faszinierende Reiz dieses Vitamins. Aus Tryptophan
(essentieller Eiweißbaustein) macht unser Stoffwechsel nämlich den Nervenreizstoff Serotonin, der von
den dynamischen Raphekernen im Hirnstamm aus über unseren Schlaf und unsere Stimmungslage
herrscht. Weil Niacin für
die Energieproduktion in den
Körperzellen absolut unersetzlich ist, wird bei Niacin-Mangel
zwangsläufig ein hoher Nahrungsanteil Tryptophan zu Niacin umgewandelt. Dies
führt natürlich wieder zu einem Mangel an Serotonin und somit zu Schlafstörungen,
Konzentrationsschwäche, Verzagtheit, Angstgefühlen, nervösen Symptomen bis hin
zu massiven Depressionen und Halluzinationen oder gar Schizophrenie - dies um
so mehr, als den meisten von uns ohnehin Tryptophan fehlt.
Mit der
nächsten Aussage möchte ich die Wichtigkeit und Zusammenarbeit dieser
lebensnotwendigen Stoffe noch mal dokumentieren.
Das Verlangen nach Zucker
und die Serotoninproduktion
Man hat
festgestellt, daß es zu zügellosen Freßanfällen kommt, wenn der
verhaltensregulierende Neurotransmitter Serotonin nicht richtig funktioniert. Die Folge ist eine
übermäßige Aufnahme von raffinierten Kohlenhydraten und/oder ein großes
Verlangen nach Süßigkeiten.
Serotonin
wird in Ihrem Gehirn aus Tryptophan hergestellt, einer essentiellen Aminosäure,
die in den meisten Nahrungsmitteln vorhanden ist. Tryptophan benötigt jedoch
Insulin, um in Ihr Gehirn zu gelangen. Normalerweise stimuliert eine
kohlenhydratreiche Mahlzeit die Insulinausscheidung, was die Aufnahme von
Tryptophan in Ihr Gehirn verbessert. Wenn der Insulinstoffwechsel jedoch nicht
richtig funktioniert, dann wird ein anderes „Eintrittverbots“-Schild
aufgestellt; Tryptophan kann dann nicht durchkommen, und die
Serotoninproduktion sinkt. Ohne Serotonin wird die Botschaft, das Verlangen
nach Kohlenhydraten zu unterdrücken, nicht weitergegeben. Statt einer
Appetitzügelung erleben Sie Verlangen - Ihr Verlangen zu essen besteht weiterhin. Und jetzt
haben Sie eine biologische und wissenschaftliche Entschuldigung für den
übermäßigen Verzehr von Eis (oder vielleicht ist es Schokoladenkuchen oder eine
andere süße Nascherei).
Das Verlangen nach
Kohlenhydraten ist oft auf einen Mangel an Serotonin zurückzuführen, als daß es
ein wirkliches Bedürfnis nach Nahrung ist.
9. Vitamin B12
Auch hier
bringt die Aufnahme von Zucker große Probleme mit sich.
Zucker,
Süßigkeiten und süße Getränke stören die empfindsame Darmflora und behindern
damit die Aufnahme von Vitamin B12.
Lebensmittel,
die reich an Vitamin B12 sind, sollten stets über den Tag verteilt eingenommen
werden, weil dann ein Maximum davon
aufgenommen
wird. Wer seine tägliche Vitamin-B12-Ration auf eine Hauptmahlzeit legt (z. B.
Leber mit Kartoffelbrei), nimmt nur etwa
ein
Viertel des enthaltenen Vitamins auf, während der Rest - wegen des
komplizierten Resorptionswegs - ausgeschieden wird. Bei sehr kleinen Portionen
werden bis zu 80 Prozent durch die Darmwand aufgenommen, bei Großportionen
mitunter nur acht oder zehn Prozent.
Ältere
oder alte Menschen sollten ihre Vitamin-B12-Zufuhr erhöhen, weil die
Aufnahmefähigkeit im Dann im Alter sinkt. Wer Abführmittel nimmt, nimmt
möglicherweise nur fünf Prozent des in der Nahrung enthaltenen Vitamin B12 auf.
Für die Resorption von Vitamin B12 im Darm ist eine ausreichende Konzentration
von Calcium notwendig. Aber wir haben ja schon gehört, daß auch hier der Zucker
störend wirkt. An diesen Zusammenhängen müßte nun jeder mitbekommen haben, wie
schädlich eine regelmäßige Zuckerzufuhr ist. Der Konsum in vertretbaren Dosierungen wird
auch hier ohne Gesundheitsstörungen machbar sein.
Weitere Gesundheitsprobleme,
die ein zu hoher Zuckerkonsum mit sich bringt:
1. Das große Problem mit dem Blutzucker –Warum
wird in den Medien viel verschwiegen?
2. Kaputte Zähne – Für die meisten Leute das
größte Problem
3. Übersäuerung aller Körperflüssigkeiten – Für
viele völlig unbekannt
4.
Nervliche
Probleme – Ursachen unbekannt
5.
Süßes
schafft den Anstoß zum Übergewicht
6.
Im
fortgeschrittenem Alter entstehen in der Folge schwerwiegende Krankheiten,
besonders Diabetes
7.
Besonders
die Werbung trägt eine große Schuld...
1.
Blutzucker
– Allgemein
Wie Sie
sich den Tag über fühlen werden, bestimmen Sie durch die Art Ihres Frühstücks.
Essen Sie von einer falschen Nahrung zu wenig oder zu viel, können Sie Ihre
Leistungsfähigkeit untergraben. Ihr Frühstück ist dafür maßgebend, wie schnell
Ihr Körper Energie produzieren kann, oder besser gesagt, wieviel Zucker Ihr
Blut enthält. Ihre Energieproduktion, die mit der Qualität des vorrätigen
Zuckers eng zusammenhängt, entscheidet, wie Sie denken, sich benehmen und sich
fühlen. Durch die Verbrennung (Oxydation) von Zucker allein oder von Zucker und
Fett zusammen entsteht in Ihrem Körper Energie. Nur wenn das Blutplasma
genügend Zucker enthält, kann jede Zelle soviel, wie sie braucht, davon
entnehmen. Der Blutzucker ist ein Index für die Menge, die jeder Zelle zur
Verfügung steht.
Tausende
von Blutanalysen haben gezeigt, daß ein normaler Mensch, der innerhalb der
letzten 12 Stunden nichts gegessen hat, 80 bis 120 Milligramm Zucker in 100 cm3 Blut hat. Diese Zahl, die
man „Nüchternblutzucker“ nennt, hängt von der Art und der Menge der Nahrung ab,
die man bei der letzten Mahlzeit aufgenommen hat. Durchschnittlich hat man 90
bis 95 Milligramm Zucker im Blut. Bei dieser Zahl wird noch genügend Energie
produziert. Wenn jedoch der Zuckervorrat zur Neige geht, dann läßt die
Energieproduktion nach und man fängt an, müde zu werden. Wenn der Zuckergehalt
bis auf etwa 70 Milligramm absinkt, ist Hunger zu erwarten und aus Mattigkeit
wird allmählich Müdigkeit. Sinkt der Blutzucker bis auf 65 Milligramm,
empfindet man oft eine Begierde nach Süßigkeiten oder ein Knurren im Magen oder
beides. Ein weiterer Abfall der Zuckerzufuhr bewirkt, daß die Müdigkeit in
Erschöpfung übergeht. Meistens kommt es zu Kopfweh, Schwäche und
Schwindelgefühlen, vielleicht spürt man Herzklopfen, man wird schwach in den
Beinen, oft fühlt man sich übel und muß erbrechen.
Nerven-
und Gehirnzellen können Ihre Energie nur aus Zucker gewinnen, niemals aus Fett
oder Protein allein. Selbst wenn die Zuckermenge, die diesen Zellen zur
Verfügung steht, nur geringfügig abfällt, wird das Denken langsam und verwirrt,
und die Nerven geraten in einen Spannungszustand. Wenn der Blutzucker eines Menschen unter das normale Maß absinkt,
bekommt er eine immer
schlechtere Laune, wird mürrisch, traurig, pessimistisch und verliert die
Arbeitslust. Da das Gehirn seine Energie nur aus Zucker bezieht, kann
es bei sehr niedrigem Blutzuckerspiegel geschehen, daß man schwindlig wird oder
in Ohnmacht fällt. Wenn andererseits die Nahrungsaufnahme ausreichend ist, um
den Blutzuckerspiegel wieder über den Nüchternwert ansteigen zu lassen, dann
wird es leicht,
Energie
zu produzieren; Sie fühlen sich wohl und voller Schwung, Ihr Denken ist schnell
und klar. Sie haben kein Bedürfnis nach Essen; Süßigkeiten verlocken nicht. Sie sind sehr guter Laune,
Sie benehmen sich freundlich, fröhlich und entgegenkommend. In die sein Zustand
ist das Leben angenehm.
Blutzucker – Spezielle
Ursache und Probleme
Viele
unser nationalen Probleme kann man gerade auf unsere fehlerhaften Eßgewohnheiten
zurückführen, ein großer Teil unserer Bevölkerung zum Beispiel ist zu dick. Wenn man nicht frühstückt, wird
sich dieses Problem noch mehr verschlimmern. Sehr viele Leute haben schlechte Zähne, weil sie
viel zuviel Zucker essen. Wird der Blutzucker hoch gehalten, vergeht der
Drang nach Süßigkeit. Mattigkeit, Müdigkeit, Nervosität, Reizbarkeit, und sogar
Erschöpfung und verwirrtes Denken sind weit verbreitet. Dabei wäre es einfach,
dem vorzubeugen oder sogar davon geheilt zu werden. Bei wirklich gesunden
Menschen kann Müdigkeit an einem einzigen Tag in erstaunliche Vitalität
verwandelt werden. Schulkinder sind schwierig zu behandeln und lernen oft zu langsam, eine
Menge Steuergelder gehen so verloren. Unklares Denken ist in der Politik, im
Gesellschaftsleben und in den Familien nur allzu weit verbreitet. Die größte Zahl der
Autounfälle passiert, wenn der Blutzuckerspiegel am tiefsten ist, das Denken
daher unscharf und die Reaktionen langsam sind. Unser übertriebener Verbrauch von
Kaffee, Zigaretten und Alkohol steht in Beziehung zum Blutzuckerspiegel: Diese
Genußmittel steigern die Produktion von Nebennierenhormonen, wodurch der
Blutzucker sich vermehrt und jenes plötzliche Energiegefühl, das man so sehr braucht,
entsteht. Doch bald wird wieder Insulin ausgeschieden, wodurch der
Blutzuckerspiegel wieder sinkt. Reizbarkeit die durch zu niedrigen Blutzucker
entsteht, kann
ein Grund für Ehekrisen sein. Wenn der Blutzucker extrem niedrig ist,
dann können Reizbarkeit,
nervöse Spannungen und seelische Depressionen sich derart steigern, daß der
betreffende Mensch leicht tobsüchtig werden und es bis zu anderen
Gewaltausbrüchen führen kann. Auch Virusinfektionen bekommt man bei besonders niedrigem
Blutzucker häufiger. Alles vermeidbare Zustände in unserem Land. Leider findet
dieses Wissen bis jetzt in der Praxis keine Anwendung.
Blutunterzucker –
Hypoglykämie – Warum?
Die Freisetzung von Zucker bedeutet starken Streß für das
endokrine System (von
innen kommend). Letzten Endes kann es zu Erschöpfungszuständen der Nebennieren
kommen, und Blutunterzucker ist die Folge. (abgesackter Blutzuckerspiegel
mit allen schlimmen Folgen wie: Infektionen, schlechtes Nervenkostüm,
Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, Aggressivität usw.)
Beispiel
einem Stück Schokolade. Es erhöht auch wirklich den Blutzuckerspiegel. Aber nur
für kurze Zeit. Danach sackt er wieder in die Tiefe und das mehrmals am Tag und
wieder greifen viele Leute nach süßer Nahrung.
Bei
vielen Menschen ist dieser Blutunterzucker, den man Hypoglykämie nennt, heute
zu einem Dauerzustand geworden. Diese chronische Krankheit hat aber auch noch
einen Grund, der ganz direkt mit der Orthomolekularmedizin zu tun hat. Sie wird
verursacht durch ein Fehlen von Mineralen und Spurenelementen. Denn Kalium, Magnesium,
Phosphor, Mangan, Zink und Chrom haben beim Zuckerstoffwechsel wichtige
Steuerungsfunktionen.
Und eben
diese Nährstoffe fehlen uns heute, wie wir wissen. Weil beispielsweise die
Kunstdüngung der Äcker sie vernichtet. Der künstliche Dünger reißt die
Feuchtigkeit im Boden sofort an sich, für die schwerer löslichen Minerale und
Spurenelemente bleibt kein Wasser übrig, so daß sie nicht in der Erde
festgehalten werden können. Diese Verarmung der Äcker ist ein weiterer Grund
für unsere orthomolekulare Unterernährung.
Aber die
Nährstoffe fehlen eben auch als Folge unserer einseitigen Ernährung. Wobei das
Weißbrot und wiederum
der Zucker große Sündenböcke sind. Denn je mehr Zucker, also „leere Kalorien“ ohne Nährwert,
und je mehr weißes Brot wir essen, um so weniger Hunger haben wir auf anderes,
auf Nährstoffreiches.
Der Zucker ist überall. Auch da,
wo man ihn gar nicht vermutet, beileibe nicht nur in Schokolade und Kuchen,
sondern auch in Obstsaft und Wermut, in Cola-Getränken und Cocktails, in
Salatsoßen und Crackers, Ketchup, den junge Leute so lieben, besteht zu 30 Prozent
aus Zucker, Hamburgersoße zu 23 Prozent, ein Kaugummi zu 70 Prozent. Und genau das ist das
Problem, die liebgewonnenen Gewohnheiten zu ändern.
Zucker macht hungrig –
Warum?
Enthält
unser Blut viel Glukose, dann „bugsiert“ das Insulin die Glukose zu den Zellen.
Die signalisieren ihren Bedarf durch spezielle Antennen, sogenannte
Insulinrezeptoren. Das Insulin dockt an diesen Rezeptoren an und wirkt so auf
die Einschleusung der Glukose in die Zelle ein.
Essen wir
etwas Zuckersüßes, dann steigt der Blutzuckerspiegel sprunghaft an. Bereits
nach wenigen Minuten läßt sich im Blut ein steiler Anstieg der Glukose messen. Aber
schon nach einer halben
Stunde fällt der Glukosewert wieder ab, wobei er nach einer
Stunde sogar unter den Ausgangswert sinkt. Das liegt an einer überschießenden
Insulinausschüttung, zu der der Haushaltszucker die Bauchspeicheldrüse anregt,
weil hohe Glukosegipfel gefährlich sind und rasch geglättet werden müssen. Das
geschieht durch Insulin, das den Zucker aus dem Blut schafft.
Am
überschießenden Insulin liegt es auch, daß sich nach einer süßen Mahlzeit rasch
wieder Hunger einstellt. Denn wenn der Körper viel Insulin ins Blut abgibt,
wird auch viel Glukose weggeschafft. Das aber erzeugt Hunger. Menschen, die
häufig Süßigkeiten essen, haben ständig Appetit und müssen „zwischendurch“
etwas verzehren. Meist sind das ebenfalls leicht erreichbare Süßigkeiten wie
Kekse, Kuchen oder Schokolade. Und diese erzeugen wieder Hunger. Somit befindet
sich der Süßschlecker in einem Teufelskreis: Er ißt nicht viel, aber er ißt ständig etwas, was
ihn nicht sättigt, sondern
erneut Hunger erzeugt. Nach einer stärkehaltigen Speise hingegen, also nach dem
Essen von Brot oder Spaghetti, steigt der Blutzucker nur etwa halb so hoch an
wie nach Zuckerverzehr und fällt dann auch wieder ab, aber diesmal nicht unter
den Ausgangswert. Stärke veranlaßt die Bauchspeicheldrüse nicht zu einer
überschießenden Insulinausschüttung. Noch geringer ist die Insulinausschüttung
beim Verzehr von Stärke, die noch in ihrer natürlichen Verpackung vorliegt, das
heißt, zusammen mit Ballaststoffen wie Zellulose, Lignin oder Pektin. Deshalb
steigt der Glukosespiegel im Blut nach dem Verzehr von Vollkornbrot,
Haferflocken oder Obst weniger stark an als nach Schokolade.
Am
geringsten steigt der Blutzucker an nach dem Verzehr von nicht erhitzten
Getreideerzeugnissen. Der Blutzucker bleibt danach über zwei, drei Stunden auf
einem leicht erhöhten Niveau bis alle Stärke aus den Ballaststoffen
herausgelöst ist, etwa nach einem Müsli-Frühstück aus gekeimten
Getreidekörnern, eingeweichtem Getreidesehrot oder aus eigenhändig gequetschten
Haferflocken (die im Handel erhältlichen Haferflocken wurden erhitzt). Die
Glukose aus der Stärke tritt dabei „tröpfchenweise“ ins Blut über. (so sollte es im Körper ablaufen; genauso ist
der Körper programmiert; aber in der Praxis sieht es anders aus)
Das ist
eine der wichtigen Funktionen der Ballaststoffe, daß sie die Nährstoffe - wie
hier die Glukose - ganz allmählich freigeben. Der Stoffwechsel wird dadurch
nicht überflutet, und Überreaktionen werden vermieden. Selbst das tägliche
trinken von den so „gesunden Natursäften“ (aller Art) führt ganz schnell zu
einen unnatürlichen Blutzuckeranstieg und belastet viel zu sehr unsere
Bauchspeicheldrüse und nur weil eben die Ballaststoffe fehlen. Fragen Sie mal
einen Arzt oder anderen Ernährungsspezialisten ob das bekannt ist? (Wenn der Wunsch
besteht, gebe ich gerade dazu Literatur-Empfehlungen)
Durchschnittlich
nimmt der Bundesbürger 13 Prozent seiner Nahrungskalorien in Form von
Haushaltszucker zu sich. Damit überstrapaziert er seinen steinzeitlichen
Stoffwechsel, der den Haushaltszucker überhaupt nicht „kennt“ und außerdem an
eine langsame Freigabe der Glukose aus ballaststoffreicher Nahrung angepaßt
ist. Wird die Bauchspeicheldrüse veranlaßt, ständig Insulin im Übermaß
auszuschütten, bleibt bereits nach kurzer Zeit, schon nach sechs Wochen, der
Insulinspiegel auch im nüchternen Zustand erhöht. Ist viel Insulin vorhanden,
bilden die Zellen nur noch wenige Insulinrezeptoren aus. Denn es herrscht
Überfluß an Insulin. Tragen die Zellen aber nur wenige Insulinrezeptoren, dann
wird weniger Insulin gebunden und auch weniger Glukose in die Zellen
eingeschleust und verbrannt. Die überschüssige Glukose wird statt dessen in Fett
umgewandelt und in die Fettzellen für schlechte Zeiten eingelagert.
2.
Kaputte
Zähne
Kaputte
Zähne sind dabei noch das kleinste Problem. (aber teuer für unsere
Krankenkassen). Das Problem ist viel komplexer, als es in den Medien
dargestellt wird. Dort legt man im allgemein nur den wunden Punkt auf die
Zahnpflege. Aber leider ist das viel zu einseitig, um hier vollen Erfolg zu
erreichen. Beispiele:
1. Karies
Zahnkaries
ist die am weitesten verbreitete Krankheit unter den zivilisierten Völkern. Der
hohe Kariesbefall kann seit der industriellen Zuckerproduktion ab
Mitte des
19. Jahrhunderts beobachtet werden.
Mikrobiologische
Forschungen zeigen, daß bestimmte Bakterienarten nur aus Saccharose Säuren
bilden, die letztendlich die Schmelzentkalkung verursachen
Das
Ausmaß des Kariesbefalls hängt sowohl von der verzehrten Menge als auch von der
Verzehrhäufigkeit ab. Karies tritt besonders häufig auf, wenn klebrige Süßwaren
und Schokolade zwischen den Hauptmahlzeiten gegessen werden. Gerade klebrige
Süßigkeiten mit ihren kariesbildenden Substanzen
halten
sich länger im Mund, wenn sie nicht von anderen Lebensmitteln oder durch
sofortiges Reinigen entfernt werden.
Ebenfalls
kariesfördernd sind zuckerhaltige Erfrischungsgetränke, wenn sie schluckweise
über längere Zeitabschnitte getrunken werden. Gerade Kinder sind
davon
besonders betroffen. Zahnzerstörung bei Kleinkindern kann zu Schädigungen am
Gesamtorganismus und zur Fehlernährung führen,
da durch
zuckerreiche Ernährung weniger Lebensmittel mit lebensnotwendigen Nährstoffen
verzehrt werden. Lebensmittel mit einem von Natur aus sehr hohen Zuckergehalt
wie Trockenobst und Honig können ebenso Karies hervorrufen wie handelsüblicher
Haushaltszucker. Stärkehaltige Lebensmittel wie Brot, Haferflocken, Reis,
Kartoffeln und Gemüse sind im Hinblick auf Kariesentstehung unbedenklich.
Wer wenig
Zucker und vor allem zuckerfreie Zwischenmahlzeiten ißt, beugt gegen Karies
vor. Gründliche Zahnhygiene nach jeder Mahlzeit muß für jeden, insbesondere für
Kinder, selbstverständlich sein.
Durch den
hohen Zuckerüberschuß in der täglichen Nahrung entsteht bekanntlich sehr oft
ein Vitamin C-Mangel und gerade das Fehlen von diesen Vitamin führt außerdem zu
einer Reihe weiterer Probleme: 1. blutendes Zahnfleisch es wird schwammig; 2.
Zahnfleischentzündungen; 3. Zahnfleischinfektionen;
4.
Zahnfleischtaschen; 5. allgemeinen Zahnverfall. Hier muß aber noch mal darauf
verwiesen werden, daß ein Mangel anderer Biostoffe mit beteiligt ist. Weiterhin
verschlimmern Amalgamfüllungen diese
ganze Problematik.
2. natürliche Vorbeugung
Vitamin C für
gesundes Zahnfleisch und feste Zähne
Besonders
deutlich zeigt sich dieser Prozeß im Zahnfleisch und im Alveolarbein des
Kieferknochens, der von allen Knochen im Körper den höchsten Kalzium-Umsatz
hat. Da werden schließlich die Zähne festgehalten, damit man schön kräftig
zubeißen kann. Hohe Dosen von Vitamin C (und Bioflavonoide) beseitigen im Nu Zahnfleischbluten, weil das Vitamin die
unzähligen Minigefäße im Zahnfleisch heilt und festigt, meist schon 30 Minuten
nach der Einnahme. Kalzium allein ist viel zu langsam auf seinem Weg zu
Körperzellen, wenn es in großen Mengen benötigt wird. Es bildet mit Vitamin C
Komplexe, sogenannte Chelate, und wird dabei per Kurier im Eiltempo befördert.
Dies zeigt sich vor allem in der Kalzium-Versorgung des Zahnbeins. Ohne Vitamin
C ist Kalzium immer nur die Hälfte wert. Kalzium und Vitamin C sind die
geheimen Feinde unserer Zahnärzte, oder besser gesagt, die Zahnärzte der Natur,
also die Konkurrenz. In Kalifornien gibt es Biochemikerinnen, die - statt sich
die Zähne zu putzen - zweimal täglich eine Zitrone essen und dabei den reinsten
Atem und ganz saubere Zähne haben. Sie vertrauen auf die Selbstreinigungskräfte
im Mund, zu denen auch der Speichel gehört. Vitamin C tötet die kariesbildenden
Bakterien an den Zähnen, kräftigt das Zahnfleisch, und Kalzium macht den
Kieferknochen und die Zähne zum Bollwerk. »Das ist gesünder, als sich dreimal am Tag das
Zahnfleisch wund zu schrubben«, behaupten moderne Biochemiker. Sie verweisen auf
archäologische Gebisse von Menschen, die vor 5 000 oder 10 000 Jahren gelebt
haben und allesamt gesunde Zähne aufweisen, obwohl es damals keine Zahnpasta
und keine Zahnärzte gab.
Vitamin C
bringt als Kurier auch Salze der Schwefelsäure in die gelartige Matrix zwischen
den Körperzellen. Fehlen diese Salze, dann kommt es zu mikroskopisch winzigen
Rissen im Bindegewebe, die sich zuallererst in blutendem Zahnfleisch und
schlecht heilenden Wunden zeigen. Wichtig: Wenn das Zahnfleisch blutet, kommt es auch
überall sonst im Körper zu in den meisten Fällen verborgenen Blutungen.
Vitamin D
Im Körper
widmen sich die Vitaminmoleküle einer Hauptaufgabe, der Aufnahme von Kalzium
aus dem Darm und dem Einbau von Kalzium-Salzen in unsere Knochen und Zähne.
Ebenso reguliert das Vitamin unseren Phosphat-(Phosphor-)Haushalt. Vitamin D
hält also unser Skelett kräftig und stabil.
3. Aufgabe des Speichels – Säuren zu
neutralisieren
Gleichwohl
erhalten 60 oder mehr Prozent unserer Bevölkerung in ihrer Kost zu wenig
Kalzium. Ein beträchtlicher Teil dieses Kalziums gelangt noch nicht einmal ins
Blut. Kalzium ist insofern ein Stoff von besonderer Art, weil er schwerlöslich
ist. Zähne und Knochen, obwohl ständig von Speichel oder Gewebsflüssigkeit
umspült, lösen sich nicht auf. Wenn sich das mit der Nahrung aufgenommene
Kalzium nicht
löst, bleibt es im Darm und wird mit dem Stuhl ausgeschieden. Die Versorgung
der Gewebe mit Kalzium kann jedoch verbessert werden, indem man entweder mehr
kalziumreiche Nahrungsmittel oder reichlich Vitamin D zu sich nimmt. Von Nutzen
ist beides.
Vitamin D
hilft mit bei der Verhütung des Zahnverfalls. Wahrscheinlich ist die Ursache
von Karies die Aufspaltung von Zucker durch bakterielle Enzyme in Milchsäure
und Brenztraubensäure. Jede Säure kann mit Kalzium chemische Verbindungen
eingehen. Kann der Speichel die Stellen erreichen, wo sich. Säuren bilden, und enthält er reichlich gelöstes
Kalzium, werden die Säuren durch das Speichelkalzium neutralisiert, und es
kommt nicht zur Karies. Und genau hier kommt wieder die schädliche Wirkung
des Zuckers zum tragen, denn gerade er verhindert die Aufnahme von Kalzium. Man
braucht sich hier nur die Nahrungsmittel ansehen, in vielen stecken versteckte
Zuckerarten.
4. Die Probleme die, Mundpflegemittel mit sich
bringen
Am Anfang
steht der Mund. Er ist eine Körperöffnung, die einen direkten und tiefen Zugang
ins Innere erlaubt.
Sinnigerweise
hat die Natur alle direkten Zugänge als Bio-Barrieren konstruiert. Die
Schleimhäute von z.B. Mund, Lunge Nebenhöhlen oder Bronchien bilden eine Hürde
für Fremdstoffe aller Art. Brechen diese Barrieren zusammen, dann können
Bakterien, Viren und Schadstoffe tief eindringen. Eine gesunde Darmfunktion
beginnt demnach in der Mundhöhle. Hier siedeln "gute" Bakterien. Der
hohe Vitamin C- und Harnsäuregehalt des Speichels wirkt als Radikalfänger. Was
sich im Mund abspielt und von der Natur ausgedacht wurde, ist ausgewogen und
sinnvoll. Und was macht der Mensch?
Mit der
Drohung Karies und Parodontose werden Fluor und antibakterielle Pflegemittel
empfohlen. Gleichzeitig stellt man den Zucker als Schuldigen hin. Ganz so ist
es nicht. Menschen, die sich unnatürlich ernähren, dürften mit oder ohne Zucker Karies
bekommen. Ein gut
mineralisierter Zahn ist widerstandsfähig gegen die ohnehin schwachen
Säuren der milchsäurebildenden Bakterien in unserer Mundhöhle. Da haben
antibakterielle Zahncremes, Sprays und Mundwässer nichts verloren. Fluor ist
ebenfalls bedenklich. Es sei dahingestellt, ob dieser Zahnschmelzhärter wegen
der kurzen Einwirkungszeit überhaupt eine Wirkung entfalten kann; er tötet auf
jeden Fall Bakterien ab und unterscheidet dabei nicht nach Freund und Feind.
Hinzu kommen noch weitere Zahncreme-Inhaltsstoffe wie Schäumer,
Desinfektionsmittel, Oberflächenentspanner, Konservierungsstoffe, Seifen,
Weißmacher, Geschmacksstoffe. Sie alle wirken kontraproduktiv und schädigen
Mundflora und Schleimhaut.
Was
bleibt, sind die "bösen" Bakterien aus Fäulnis- und Fäkalkeimen. Sie
stammen aus den Gattungen der Kolibakterien bzw. Streptokokken und sind
widerstandsfähiger als die übrigen Bakterien. Das antibakteriell wirkende
Vitamin C der Mundhöhle wird durch sie ebenfalls zerstört. Ubertriebene
Hygienevorstellungen lassen so das erste Antioxidantienschutzsvstem unserer
Verdauungswege zusammenbrechen, und statt des erstrebten reinen Atem ernten man
Mundgeruch und Fäulnis.
3. Übersäuerung ein riesiges
Problem in der heutigen Zeit
Gesundheit = gesunder Stoffwechsel = ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt
Diese
Gleichung kann nur aufgehen, wenn man seinen Körper mit den notwendigen
Mineralstoffen, vor allem den basenbildenden Mineralien, ausreichend versorgt
und damit die Voraussetzungen für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt
schafft.
Das
Hauptaugenmerk sollte dabei immer auf einer vollwertigen, ausgewogenen
Ernährung liegen, wobei allerdings berücksichtigt werden muß, daß unsere
Nahrungsmittel als Folge der landwirtschaftlichen Produktionsmethoden und der
Umweltbedingungen oft
nicht mehr wirklich vollwertig sind.
Abgesehen
von Phasen erhöhten Bedarfs an Mineralstoffen bei Streß, körperlichen
Hochleistungen, Schwangerschaft und Wachstum wird die Versorgung mit basischen
Mineralien über die Nahrung in Frage gestellt, wenn extrem säurebildende Genußmittel wie Alkohol, Colagetränke, Koffein
und raffinierter
Zucker konsumiert werden.
Säuren – Fast ein
Selbstläufer
Säuren
hingegen stehen dem Körper in nahezu unbegrenzter Menge, zur Verfügung, sie
werden in reichlicher Menge mit der Nahrung aufgenommen, darüber hinaus stellt
der Körper Säuren auch selbst her. Sie entstehen z. B. durch die
Stoffwechselvorgänge bei der Nahrungsverarbeitung. Dabei führen zuckerhaltige Speisen und
Alkohol zu besonders reichlichen Säuremengen. Rauchen und Bohnenkaffee
regt den Stoffwechsel ebenfalls zur Ausschüttung von Säuren an.
Auch das
Nervensystem kann die Bildung von Säureüberschüssen begünstigen. Bestimmte
Teile des Nervensystems werden nämlich durch Säure angeregt und begünstigen
dann die weitere Säureproduktion. Hieraus entwickelt sich nun ein Teufelskreis. Eine
saure Stoffwechsellage reizt das Nervensystem, die Reizung begünstigt wiederum
eine weitere Säureerzeugung, und die Stoffwechsellage wird noch saurer.
Welche Probleme ergeben sich
durch die Körperübersäuerung?
-
Das vorzeitige Altern des Bindegewebes
-
Säure verhindert das Wohlbefinden
-
Umkippen der Darmflora, das Gleichgewicht ist empfindlich
gestört
-
Entstehung von sauren Stoffwechselschlacken
-
Sodbrennen, Magendrücken, Verdauungsprobleme
-
Chronische Gärung des Darminhaltes
-
Säuren zerstören einen
normalen Mineralstoffhaushalt
-
Ist der Mineralhaushalt über viele Jahre gestört, führt das
zu Entkalkung der Knochen und Zähne
-
Säuren führen auch zum verstärkten Abbau unserer Knorpel im
Körper (viele Leute deuten das als normalen Verschleiß!)
-
Entstehung von Magen- und Zwölffingergeschwüren
-
Durch die Übersäuerung kann sich ein idealer Nährboden für
Krebs bilden
4. Nervliche Probleme – Warum?
Über die Faktoren die den Blutzuckerspiegel beeinflussen
wurden viele Untersuchungen gemacht. Bei denen, die nur schwarzen Kaffee
getrunken hatten, ging der Blutzucker herunter, sie fühlten sich matt,
reizbar, nervös, hungrig, müde, erschöpft und hatten Kopfschmerzen. Diese
Symptome wurden im Laufe des Vormittags immer schlimmer. Eine kleine süße
Mahlzeit mit Kaffee (auch mit andere Industrienahrung) verursacht aber
sofort wieder einen starken Anstieg des Blutzuckerspiegels, doch innerhalb
einer Stunde stürzt der Blutzuckerspiegel unter dem Einfluß des
Bauchspeicheldrüsenhormons Insulin rasch in die Tiefe, wodurch die
Leistungsfähigkeit wieder zurück geht und erneut Müdigkeit einsetzt. Dieses
krasse, schnelle auf und des Blutzuckerspiegels mehrmals am Tag (im Diagramm
als Zickzackkurve zu sehen) sind das Schlechtest, was Gehirn- und Nervenzellen
brauchen können. Dieses auf und ab (täglich mehrmals) macht außerdem
auch die beste Bauchspeicheldrüse kaputt. Das Resultat sehen sie an Millionen
Diabeteskranken in Deutschland.
(Erkundigen Sie sich, ob das jemand weiß? – Ich gebe auch dazu
Literatur-Empfehlungen)
5. Süßes schafft den Anstoß zum Übergewicht
Nicht Fett, sondern schnell lösliche
Kohlenhydrate (in Brot, Nudeln, Süßem usw.) geben den Startschuß für die
Lipogenese, den Einbau von Fett in Fettzellen.
Insulin ist einer der
Hauptverursacher von Übergewicht, wenn zuviel davon vorhanden ist, hemmt es die
Verbrennung der Fettreserven, es wird immer dann zu viel produziert, wenn die
Ernährung zu kohlen-hydratreich ist, wer seinen Insulinspiegel senken will, muß
deshalb ab sofort und unbedingt auf alles Süße verzichten, außerdem auf
nichtkomplexe Kohlenhydrate wie polierten Reis, Weißbrot, Misch- oder Graubrot,
Nudeln, Klöße sowie vor allem grundsätzlich auf süße Getränke, Kohlenhydrate sind
für unseren Stoffwechsel wichtig und unersetzlich, es müssen aber komplexe
Kohlenhydrate gegessen werden, so z.B.: Vollkornbrot, Naturreis, Vollwertnudeln
usw., diese komplexen Kohlenhydrate werden im Darm nur allmählich abgebaut und
dem Blut in Form von Glukose zugeführt, weil dies allmählich, über Stunden
hinweg geschieht, braucht unsere Bauchspeicheldrüse nicht auf Hochtouren
Insulin produzieren
Mit zuviel Insulin im Blut kann
man noch soviel turnen, schwitzen, rennen, stemmen, klettern, hungern – die
Fettzellen bleiben geradezu sehnsüchtig geöffnet – in der Erwartung von immer
mehr Fettnachschub, die Ursache dieses Dilemmas liegt u.a. in den Wänden der
Körperzellen, hier bindet sich das Insulinmolekül an bestimmte Außenrezeptoren
(Landeplätze), über Innenrezeptoren laufen danach viele chemische Prozesse auf
Hochtouren: Transport von Glukose und Eiweiß, Aktivierung von Enzymen,
Eiweißsynthese, Stimulation von Gentätigkeit usw., kurz das komplette Leben der
Zelle
Übergewichtige
oder dicke Menschen haben mangelhafte Rezeptoren, sie haben zu wenig solcher
Insulin-Außenrezeptoren, und ihre Innenrezeptoren sind meist auch noch zum Teil
defekt, deshalb läuft ihr Zellstoffwechsel oft nur auf Sparflamme, die Folge: Es wird zu wenig Fett
verbrannt, während gleichzeitig
mehr und mehr Triglyzeride in die Fettzellen
hineingepreßt werden, Hautursache dieser Insulin-Entgleisung sind Streß,
Überbeanspruchung und Fehlernährung
Eine gesunde Kost mit viel Obst,
Salaten, Rohkost, Vollkornprodukten und Magerkäse regeneriert die
Bauchspeicheldrüse relativ schnell und senkt den krankhaften erhöhten
Insulinspiegel
Hungern und Diäten helfen nicht
Hungern hilft nicht, hier wird
mit einem Schlage verblüffend deutlich, warum normale Schlankheitskuren fast
immer von Mißerfolgen begleitet werden, denn bei Gewichtsverlust steigt die
LPL-Aktivität (Enzyme kurbeln den Abbau von Fett an) in Fettzellen sogar noch
weiter an, die Fettzelle ist also zunächst ganz verrückt darauf, wieder so dick
zu sein, wie sie es schon einmal war, sind die alten Pfunde wieder drauf,
nehmen die LPL-Enzyme wieder an Anzahl zu, bleiben indes gleichwohl erhöht
Wer vom Übergewicht runter will,
muß eine Gewichtsreduktion mindestens sechs Wochen durchhalten, zwischen 80 und
90 Prozent aller Diätkandidaten , die ein beträchtliches Gewicht abgespeckt
haben, setzen die Pfunde wieder an, Ursache
ist eine zwischen 15 und 30 Prozent niedrigere Stoffwechsel- bzw.
Energierate während der Diätphase, im Fettgewebe (und auch in der Leber) kommt
es nach der Kur zu einer dramatisch erhöhten Lipogenese (Fetteinbau),
gekennzeichnet durch eine erhöhte Produktion von Triglyzeriden und Kohlendioxid
aus Glukose, der enorme, durch Insulin vorangetriebene Glukosetransfer ins
Gewebe führt nicht nur zum Fetteinbau, sondern auch zu einem erniedrigten Blutzuckerspiegel (Glukosespiegel), dadurch
wiederum entsteht Hunger und oft zwangsläufig eine größere Nahrungsaufnahme,
der Teufelskreis schließt sich
Was wirklich dick macht bildlich
ausgedrückt: Nicht der eiweiß- und fettreiche Schweinebraten, sondern die
kohlenhydratreichen Knödel bereiten den Einbau von Fett in die Speckpolster
vor, sind die Kohlenhydrate jedoch komplex, sind sie viel schwerer
abbaubar, das begleitende Fett wird über einen längeren Zeitraum als
Energiebrennstoff ins Blut und nicht als Reserve in die Fettzellen abgegeben
Auf eine kohlenhydratreiche
Mahlzeit reagieren die Gene in den Zellkernen der Leber schnell und konsequent,
die sogenannte mRNA (Messenger-Ribonukleinsäure) der L-PK-Enzyme erhöht sich
bis zum 100fachen, dies bedeutet, das 100mal mehr fettmachende L-PK- Enzyme in
den Eiweißfabriken der Zellen hergestellt werden, Sündenbock ist auch
Fruktose, der Fruchtzucker in allen süßen Früchten, immer
spielt Insulin die Rolle des Befehlsgebers...
Das Abspecken verläuft immer in drei Stufen:
1. Das Fett muß aus den
Fettzellen raus und ins Blut
2. Das Fett muß aus dem Blut
irgendwie in die Körperzelle und in die Brennkammer verfrachtet werden
3. Das Fett muß in diesem
Energieofen verheizt werden
Wenn nur eine einzige dieser
drei Stufen des Fettabbaus nicht funktioniert, kann man hungern, soviel man
will – und hat trotzdem keine Chance
das Gewicht zu verlieren,
Süßes ist sinnlos
Beim
Speichern von Glukose zu Glykogen gehen fünf Prozent des Kohlenhydrats
verloren, bei der Umwandlung von Glukose zu Fett sogar 28 Prozent. Es ist
sinnlos, viel helle Teigwaren, Weißbrot, Kuchen, Zucker und Süßes zu essen
sowie süße Getränke zu trinken, weil der Umwandlungsprozeß der darin
enthaltenen schnellöslichen Glukose zu Fett dem Körper sehr viel Energie raubt.
Beim
Speichern zu Glykogen binden sich an jedes Gramm Glukose 2,7 Gramm Wasser. Bei
einer kalorienreduzierten Schlankheitsdiät wird sehr schnell zuerst diese
Glukose samt Wasser verbraucht - der Gewichtsverlust an den beiden ersten Tagen
ist deshalb beträchtlich. Die Triglyzeride in den Fettzellen rund um den Bauch
aber bleiben bei diesem Vorgang unberührt.
Diese
Fettzellen (Adipozyten) sind praktisch unbegrenzt aufnahmefähig immer mehr
Fettmoleküle können sich in sie hineinpressen. Dies ist deshalb von Bedeutung,
weil nach neuen Erkenntnissen die menschliche Fähigkeit zur Glukoseaufnahme im
Darm unglaublich hoch ist. Innerhalb von 24 Stunden können wir theoretisch zehn
Kilogramm
Glukose - dies entspricht etwa 16 Kilogramm Spaghetti - verdauen. Weil solche
Glukosemassen natürlich niemals als Sofortenergie verheizt und auch nicht als
Glykogen gespeichert werden können, bilden Leber und Fettgewebe weitere
Fettmoleküle daraus. Auf diese Weise entstehen auch Cholesterinmoleküle mit geringer
Dichte (VLDL = Very Low Density Lipoproteins), die den Cholesterinspiegel dramatisch erhöhen
können.
6. Im fortgeschrittenen Alter entstehen in der Folge schwerwiegende
Krankheiten
Kein
Mensch kommt dann auf den Einfall, daß eine jahrelange Fehlernährung mit eine
der Hauptursachen ist. Erst wenn das „Kind im Brunnen liegt“ kommt ein Teil der
Bevölkerung vielleicht auf die
Idee, es könnte ja an der Nahrung liegen. Und nun ist guter Rat teuer. Als
junger Mensch rennen Sie mit der Gesundheit dem Geld hinterher und im Alter
müssen Sie wohl oder übel die ganze Sache umdrehen. Versuchen Sie einmal einen
Jugendlichen was von Vorbeugung zu sagen, in den meisten Fällen wird dieses
Thema verdrängt und ist nicht mal der Rede wert überhaupt darüber nachzudenken.
Zum Beispiel Diabetes – Warum ist das so?
Wenn Insulin fehlt
Mit dem
Eintritt von Glukosemolekülen aus dem Nahrungsbrei Darms ins Blut geht die
Ausschüttung des Hormons Insulin Bauchspeicheldrüse einher. Insulin schleust
die Glukose zur Verbrennung ins Zellinnere. Fehlt Insulin (aufgrund einer
Mangelfunktion der Bauchspeicheldrüse), dann verbleibt die Glukose im Blut; der
Blutzuckers steigt unaufhaltsam an, bis die Glukose bei einer Konzentration von
180 Milligramm pro Deziliter Blut über den Urin ausgeschwemmt wird. Hiervon
sind Zuckerkranke
(Diabetiker) betroffen. Deren Körperzellen nehmen aus Mangel an Insulin
keine Glukose an, was sich verheerend aufs Gehirn auswirken und zum Koma führen
kann. Aber auch ein Mangel an Chrom schränkt die Glukoseverwertung ein. Die Folge ist
auf Dauer ein zu niedriger Blutzuckerspiegel mit den Symptomen Müdigkeit, Nervosität und
Gereiztheit. Biochemiker empfehlen deshalb Bierhefe, die viel Chrom enthält.
Nun ein
paar Worte zur medizinischen Behandlung. Leider wird mit der Gabe von Insulin
nicht die Ursache beseitigt. Es scheint ein einträgliches Geschäft zu sein,
wenn man Millionen Diabeteskranken mit diesen Stoff versorgen kann!
Auf die
Idee (oder den Versuch) die Insulinproduktion mit nebenwirkungsfreien
Naturstoffen wieder anzukurbeln scheint von offizieller Seite kein Thema zu
sein, es wird wahrscheinlich nicht mal in dieser Richtung geforscht.
Höchstwahrscheinlich sollen die Gene des Rätsels Lösung bringen, daß wird aber
bestimmt eine sehr teuere Lösung, weil es eben auch an den Ursachen vorbei
geht. Dabei gibt es eine Reihe von Beispielen mit positiven Ergebnissen, wie
man den Zuckerstoffwechsel bedeutend verbessern kann. Hier spielen aber eine
ganze Reihe von Naturstoffen eine ganz entscheidende Rolle. Zu diesen Stoffen
gehören z.B.: Vitamin C in verschiedenen Varianten, Vitamin E, B1, B2, B3
(Niacin u. Niacinamid), B5, B6, B12, Biotin, Mg, Chrom, Folsäure, Inositol und
Cholin. Das Problem dieser genannten Naturstoffe ist, daß sie nicht
patentierbar sind, sie sind zu billig um damit ein Geschäft zu machen. Gerade
dieser Punkt ist für die große Masse der Bevölkerung schwer verständlich, daß
verkraften die wenigsten, daß ausgerechnet diese bekannten Stoffe eine gute
Hilfe sein sollen! Wer hier mehr Infos wünscht, dem schicke ich kostenlos
weitere Dokumente und Erfolgsberichte von betroffenen Personen.
7. Süße Werbung, aber mit bitteren Beigeschmack
Werbung
ist in unserer Marktwirtschaft ein effektives und legitimes Mittel zur
Absatzsteigerung. Aufklärung der Verbraucher über gesundheitsschädigende
Wirkungen des Zuckers und die zunehmend bewußte Ernährung der Bevölkerung
stehen im Gegensatz zu den Absatzzielen der Zuckerindustrie. Steigende
Verwendung alternativer Süßungsmittel in der Lebensmittelherstellung gefährden
zusätzlich den Zuckerabsatz. Die intensive Zuckerwerbung ist durch diese
Marktsituation zu erklären.
Kein
Verständnis finden jedoch Werbekampagnen, die verharmlosend ein qualitativ
fragwürdiges und der Gesundheit nicht dienendes Lebensmittel anpreisen. An einem
hohen Zuckerabsatz sind eine Vielzahl von Verbänden, Vereinigungen und
Gemeinschaften interessiert.
Interessengruppen für den
Zuckerabsatz
-
Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ)
-
Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie
-
Bundesvereinigung der Deutschen
Ernährungsindustrie
-
Arbeitsgemeinschaft Zucker
-
Gewerkschaft Nahrung, Genuß,
Gaststätten
-
Bauernverband
-
Raiffeisenverband
-
Centrale Marketing Gesellschaft der
deutschen Agrarwirtschaft (CMA)
Mit Hilfe
dieser gemeinsam sehr finanzkräftigen Zuckerlobby können die speziell für die
Werbung zuständige Wirtschaftsvereinigung Zucker" (WVZ) und
die CMA
(Centrale Marketing Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft) großangelegte
Kampagnen starten. Die Tatsache, daß fast 90% der Bevölkerung Werbung für informativ
halten, kommt ihnen hierbei zugute. So warben WVZ und CMA mit
doppelseitigen, farbigen Anzeigen in den größten deutschen
Publikumszeitschriften mit dem einprägsamen Slogan „Ohne Zucker wär das Leben
halb so süß“. In überregionalen Tageszeitungen wird in einer mehrteiligen Serie
„Was man über eine gesunde Ernährung wissen muß" sehr geschickt für den
Zucker geworben. In diesen Anzeigen wird Zucker als „wertvolles und wichtiges
Grundnahrungsmittel" dargestellt. Inzwischen ist hinreichend bekannt, daß
der Mensch keineswegs auf den aus Nahrungspflanzen isolierten Haushaltszucker
angewiesen ist, also wichtig" für die Gesundheit ist er bestimmt nicht. Zucker ist auch kein
unentbehrliches Grundnahrungsmittel, wie es früher in der Werbung
hieß. Denn: ohne Zucker wäre es besser um unsere Gesundheit bestellt. Es sollte
deshalb versucht werden, durch gezielte Aufklärung den Zuckerkonsum sinnvoll
und drastisch zu reduzieren. Daß die Werbung teilweise aus öffentlichen Mitteln
finanziert wird (zum Beispiel CMA), ist eine besondere Ironie unserer
Konsumgesellschaft.
Wie so
oft in der Werbung scheut sich auch die Zuckerwirtschaft nicht, besonders
Kinder anzusprechen. An Grundschulen wurden eine Million Stundenpläne mit
kindgemäßer Information zum Thema Zucker verteilt. Für Jugendliche wurden zum
Beispiel Kettcarrennen unter dem Motto "Komm in Schwung mit Zucker"
veranstaltet. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit werden in Ausstellungen,
Symposien und Tagungen Gelegenheiten genutzt, für neue zuckerhaltige Produkte
zu werben. Noch schlimmer ist das Bäckerauto, was täglich vor vielen Schulen
einen prächtigen Umsatz macht.
Diese Werbung, die mit
Millionenaufwand den Verbrauchern einreden will, Zucker sei ein wertvolles und
wichtiges Nahrungsmittel, ist abzulehnen. Sie wirkt allen seriösen Bemühungen einer
fundierten Ernährungs- und Gesundheitsaufklärung entgegen und trägt erheblich
zur weiteren Verunsicherung der Verbraucher bei.
4. Resümee zur Zuckerschwemme
Kaum ein Lebensmittel wird heute
so kontrovers diskutiert wie der Zucker. Zucker nimmt in unserer Ernährung eine
ernährungsphysiologisch ungerechtfertigt beherrschende Stellung ein. Neben
ernährungsphysiologischen Aspekten dürfen bei der Bewertung des Zuckers aber
ökonomische und ökologische Aspekte nicht vergessen werden. In
einer so vielschichtigen
Problematik sind immer unterschiedliche Interessen vertreten, für die ein
gemeinsamer Konsens nicht zu erwarten ist.
Die Menschen lieben
offensichtlich das Süße und den Zucker. Er wird als etwas Alltägliches und
Vertrautes angesehen, als ein Produkt, über das man sich keine weiteren
Gedanken zu machen braucht, zu dem aber grundsätzlich eine positive Meinung
vorherrscht. Aus der Vorliebe für „süß" hat sich die hohe Nachfrage nach
Zucker entwickelt. Erfahrungen zeigen jedoch, daß das Bedürfnis nach Zucker
durchaus verringert werden kann.
Auch üblicherweise gesüßte Nahrung kann ohne Zucker
schmackhaft sein oder ungesüßt überhaupt erst schmackhaft werden. Ohne Zucker
kann der natürliche Geschmack der Nahrung entfaltet werden.
Der hohe Zuckerkonsum brachte
eine erhebliche Verschiebung in der Kohlenhydrataufnahme mit sich.
Kohlenhydrate wie Stärke und Ballaststoffe, die nur langsam oder gar nicht
verdaut werden, wurden durch leicht verdauliche Kohlenhydrate, den Zucker,
verdrängt. Das Resultat ist eine für viele Menschen zwar wohlschmeckende, aber ungesunde Kost. Die gesundheitsschädigende
Wirkung dieser Ernährungsweise wird von vielen erst erkannt, wenn die Folgen
nach langfristigem Konsum eintreten. Daher ist es verantwortungslos, die Augen vor
den Schäden des Zuckers zu verschließen.
Viele ernährungsabhängige
Krankheiten stehen in Zusammenhang mit einem zu hohen Zuckerkonsum. Die
Überlastung des Blutglucose- und Insulinspiegels sind Faktoren für das
vermehrte Auftreten von Diabetes mellitus. Arteriosklerose, Fettsucht und
Zahnkaries zählen zu den am häufigsten auftretenden Erkrankungen, die auch
unser Gesundheitswesen außerordentlich belasten. Gerade wegen der
ernährungsabhängigen Krankheiten können die Verbraucher bei der Ernährung
selbst Einfluß nehmen, um die Gesundheit zu schützen.
Weil der Einfluß der
Zuckeraustauschstoffe und Süßstoffe auf die Gesundheit noch ungeklärt ist,
sollte man sie weitgehend vermeiden. Ein geringerer Verbrauch dieser
Süßungsmittel und des Zuckers ist nur möglich, wenn man sich an weniger Süßes
gewöhnt. Gleichzeitig sollte der vielfältige Geschmack unserer Nahrung in den
Vordergrund gestellt werden.
Ernährungsgewohnheiten, die sich
über Generationen verfestigt haben, können aber nicht von heute auf morgen
verändert werden. Deshalb sind langfristige Maßnahmen zur Reduzierung des
Zuckerverbrauchs erforderlich. Intensive Aufklärung des Verbrauchers, die schon im Kleinkindalter
beginnen sollte, kann auf Dauer gesehen den Zuckerkonsum am sinnvollsten
begrenzen.
Wichtigstes Ziel der Ernährung ist die optimale
Versorgung des Körpers mit allen lebensnotwendigen Nahrungsinhaltsstoffen, in der
diese Süßungsmittel keine Rolle spielen. Ziel der Ernährungsberatung ist die Aufklärung über
eine vernünftige Lebensmittelauswahl, mit der auch ohne Zucker auf
Freude am Essen nicht verzichtet werden muß.
Obgleich vielen Verbrauchern die
Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit bekannt sind, ist es für viele
nicht einfach, die tägliche Ernährung entsprechend umzustellen. Von daher ist
eine Aufklärung der Verbraucher in Ernährungsfragen nach wie vor äußerst
wichtig und damit auch in den Schulen das entsprechende Wissen vermittelt wird.