HOMEPAGE  ANDREAS  GRUSCHKE

 

Das Leben Buddhas
Mit Bildern tibetischer Wandmalereien

von
Andreas Gruschke

Band 25 der Edition Herder
Verlag Herder, Freiburg 1999


DM   29,80
SFr   24,80
 15,84 Euro 
ATS   218,-

Die Lebensgeschichte Buddhas, des 'Erleuchteten', ist eine der wichtigsten Grundlagen für die malerische Ausschmückung buddhistischer Tempel und Klöster, gerade auch im tibetischen Buddhismus. Aufgewachsen mit dem Prunk und Reichtum eines nepalesischen Fürstensohnes entschloss sich Siddharta Gautama im Alter von 29 Jahren, seinem Leben eine neue Richtung zu geben. Nach langer Zeit der inneren Suche gelangte er schließlich zur Erleuchtung und legte den spirituellen Grundstein für eine Weltreligion: den Buddhismus.
In einer spannenden Zusammenschau aus historischen Fakten und legendenhaften Erzählungen zeichnet Andreas Gruschke die Biographie einer überragenden Persönlichkeit nach, die heute aktueller denn je ist.
 

Inhalt
Rezensionen
Text
R1 Tibet-Forum
Fotos
R2 das neue China
R 3 Ursache + Wirkung

Erhältlich in jeder Buchhandlung unter Angabe der ISBN-Nummer 3-451-26934-1, direkt beim Autor nach Überweisung von DM 35,- (Porto im Inland inkl.) auf das Konto Nr. 1127810 bei der Sparkasse Freiburg BLZ 680 501 01 - nach vorheriger Kontaktaufnahme per E-mail, sowie über den Internet-Buchhandel, z.B. bei:


INHALT


 
Der historische Buddha Gautama 
(Einleitung)
Der Herabstieg vom Tushita-Himmel
Mayas Empfängnis und die Geburt des angehenden Buddha
„Besser als hundert Jahre zu leben
Ohne Sittlichkeit und Geistesruhe,
Ist ein einziger Tag in Sittlichkeit verbracht
Und in der Vertiefung der Meditation."
Die sieben Schritte und erste Wundertätigkeit

Siddharthas Jugend und seine vier Ausfahrten

Siddharthas Weltflucht: Er wird Wandermönch 
Siddhartha als Asket: sechs Jahre der Suche nach Antworten
Meditation und Versuchungen durch Mara

Die Erleuchtung unter dem Bodhi-Baum

Die Begegnung mit den fünf einstigen Mitasketen und die erste Lehrrede
Der Buddha wird aufgefordert, seine Lehre darzulegen 
Das Ordensoberhaupt: Aufbau der Gemeinde
Der Buddha beim Almosengang: die Predigerzeit in der Heimat
Der Besuch im Himmel der Dreiunddreißig Götter
Der Verrat des Devadatta
Das Nahen von Buddhas Ende: 
Wanderungen zum Ganges und nach Kushinagara
Am Sterbelager: Des Buddhas letzte Anordnungen

Der Tod des Buddha und die Verteilung der Reliquien 

Der ewig lebende, transzendente Buddha
„Der Buddha ist einzig unter den Menschen und Göttern, nicht weil es nie seinesgleichen gab,
sondern weil er schon immer einmal da war in seiner Einzigkeit.
Zug um Zug, Lehre um Lehre gab es ihn auch in früheren Weltzeitaltern je einmal,
auch dreimal, mitunter auch nicht.
Er ist jüngstes Glied einer Reihe übergöttlicher Lehrer, deren gleichartige Gestaltenfolge über Weltzeitalter im Spiegeldämmer erinnerter Vorzeit schwimmt." 
(H. Zimmer)
Quellennachweis



Bilderläuterungen
Titelfoto
Die Erleuchtung unter dem Bodhi-Baum (Wandmalerei im Roten Tempel von Tsaparang, Westtibet)
Foto S. 2
Die Geburt des Buddha (Wandmalerei im Kloster Norbulingka in Dharamsala, Himachal Pradesh/ Nordindien)
Foto S. 11
Buddha Shakyamuni (Wandmalerei der Lebensgeschichte, Kloster Nimtsu Gompa in Dawu, Kham)
Foto S. 17
Mayas Traum (Wandmalerei im Kloster Shalu, Zentraltibet)
Foto S. 21
Maya und der neugeborene Buddha (Wandmalerei im Roten Tempel von Tsaparang, Westtibet)
Foto S. 24
Die ersten sieben Schritte in jede Himmelsrichtung (Thangka-Malerei)
Foto S. 30
Des Prinzen Shakyamuni Leben im Palast [Bildmitte] und die vier Ausfahrten [untere Bildhälfte] (Wandmalerei im Kloster Norbulingka in Dharamsala, Himachal Pradesh/ Nordindien)
Foto S. 35
Siddhartha schert sich die Haare und wird Wandermönch (Thangka-Malerei)
Foto S. 37
Der abgemagerte Shakyamuni und seine fünf Mitasketen (Wandmalerei im Roten Tempel von Tsaparang, Westtibet)
Foto S. 41
Der abgemagerte Shakyamuni nimmt wieder Nahrung an (Wandmalerei im Roten Tempel von Tsaparang, Westtibet)
Foto S. 43
Shakyamuni in Meditation: Buben treiben Schabernack mit ihm, versuchen ihn zu stören (Wandmalerei im Roten Tempel von Tsaparang, Westtibet)
Foto S. 46
Versuchungen durch Mara (Wandmalerei im Roten Tempel von Tsaparang, Westtibet)
Foto S. 48
Die Schönheit der Lustgöttin Rati "verwelkt" vor den Augen des Buddha (Thangka-Malerei)
Foto S. 53
Nach der Erleuchtung unter dem Bodhi-Baum ruft Buddha die Erde als Zeugin an (Wandmalerei im Kloster Shalu, Zentraltibet)
Foto S. 56
Der Schlangenkönig Mucalinda schützt Buddha vor den Einflüssen der schlechten Witterung (Wandmalerei im Roten Tempel von Tsaparang, Westtibet)
Foto S. 63
Die erste Lehrrede: Der Buddha beim Andrehen des »Dharma-Rades« (Wandmalerei im Roten Tempel von Tsaparang, Westtibet)
Foto S. 68
Der Buddha beim Andrehen des »Dharma-Rades«: Er verkündet seine Lehre (Wandmalerei im Kloster Norbulingka in Dharamsala, Himachal Pradesh/ Nordindien)
Foto S. 73
Buddha Shakyamuni
Foto S. 80
Shakyamuni als Ordensoberhaupt (mit  seinen Jüngern): Der Almosentopf in den zusammengelegten Händen des Buddha ist das Würdezeichen des Ordensoberhauptes (Wandmalerei im Drathang-Kloster in Südtibet)
Foto S. 86
Buddha beim Almosengang (Wandmalerei im Roten Tempel von Tsaparang, Westtibet)
Foto S. 89
Buddha Shakyamuni beim Besuch im Himmel der 33 Götter (Wandmalerei im Kloster Peyül Gompa, Kham)
Foto S. 92
Buddha Shakyamuni im Kreise seiner Schüler (Wandmalerei im Roten Tempel von Tsaparang, Westtibet)
Foto S. 96
Buddha lehrt im Tempel (Wandmalerei im Kloster Gomang Gompa in Ngawa, Amdo)
Foto S. 100
Wanderungen am Gangesufer (Wandmalerei im Roten Tempel von Tsaparang, Westtibet)
Foto S. 106
Buddha beim Eingang ins Nirvana (Wandmalerei im Kloster Norbulingka in Dharamsala, Himachal Pradesh/ Nordindien)
Foto S. 109
Einäscherung: Buddhas Leichnam wird verbrannt (Wandmalerei  im Weißen Tempel von Tsaparang, Westtibet)
Foto S. 113
Reliquienverteilung: in acht Stupas wurden die sterblichen Überreste des Buddha beigesetzt (Wandmalerei im Kloster Kasang Gompa, Rino im Nyarong-Tal, Kham)
Foto S. 118
Auf Buddha Shakyamuni zurückgeführter „Stammbaum" einer buddhistischen Lehrtradition (Wandmalerei im Kloster Ahandalai Gompa, Tsaidam-Becken, Amdo)




Rezensionen:

R 1
in: Tibet-Forum, 2000 Nr.1, S. 35:
„In diesem kleinen, aber schönen Buch wird das Leben und Wirken des Buddha nacherzählt. Der Autor hat sich für die traditionellen Erzählungen entschieden und verzichtet auf moderne Forschungen und Erklärungsversuche. Viele Zitate aus alten und neuen Übersetzungen der indischen Originalliteratur verleihen dem text eine feierliche Note. Als Illustrationen dienen farbenprächtige Ausschnitte aus tibetischen Thangka- und Wandmalereien inner- und außerhalb von Tibet."


R 2
Ein wahres Kleinod
in: das neue China, 27. Jg. Nr.4 (Dezember 2000), S.42

Der Buddhismus, eine der großen Weltreligionen, der besonders im asiatischen Raum Verbreitung fand, wird auf die Lehren Buddhas (der ,,Erleuchtete") zurückgeführt. Auch wenn über die Biographie des historischen Buddha (Gautama) Unklarheit herrscht - bereits seine Lebensdaten (um 500 v. Chr.) werden unterschiedlich angegeben -, so ist sein Leben in einer Vielzahl von Texten und Bildern immer wieder aufgezeichnet worden. Da es zu Beginn nur mündliche Überlieferungen gab, ranken sich um Buddhas Lebensweg zahlreiche Mythen und Legenden. Die bildlichen Erzählungen dienen den Menschen. die seinen Lehren folgen wollen, in ihrer schlichten Darstellung als Vorbild. Die Bilder besitzen auch „Missionscharakter"  und  liefern den Gläubigen Hinweise, wie man in seinem eigenen Leben auf dem Weg zur Erleuchtung auf dem ,,rechten Pfad" wandeln kann. Schon frühzeitig, nachdem Buddha aus dem Kreislauf des Lebens in das Nirwana eingegangen war, wurden die einzelnen Stationen seines Lebensweges in verbindlicher Farbgebung und gleichartiger Ikonographie dargestellt.

Diese ,,Schlüsselszenen". Gruschke verweist zu Recht auf die Stationen im Lebensweg von Jesus von Nazareth, sind in einem kleinen, ästhetisch ansprechenden Band vom HerderVerlag herausgegeben worden. Anhand von Wandmalereien aus tibetischen Kloster- und Tempelanlagen werden Buddhas Lebensweg und Lehre illustriert. A. Gruschke, ein ausgewiesener Kenner der tibetischen Kultur, hat Text und Bilder ausgewählt und zusammengestellt. Die farbigen Abbildungen folgen in etwa den zwölf Stationen der Buddha-Legenden und werden durch einführende Texte, zum Teil auch kurze Übersetzungen buddhistischer Verse und Lehrtexte, ergänzt.

Der bis ins Detail liebevoll zusammengestellte Band besticht auch durch die hervorragende Druckqualität und das ästhetische Design. Der Leser erhält nicht nur Einblicke in das Leben und die Lehre des Religionsstifters, er kann auch in Muße die Abbildungen tibetischer Wandmalereien betrachten, die in dieser Qualität in den meist dunklen Klöstern und Hallen nicht wahrgenommen werden können. In unserer schnellebigen Zeit ist dieser Band für jeden, der sich für Buddhismus interessiert, ein wunderbares Geschenk und ein wahres Kleinod.

Dagmar Yu-Dembski, Berlin



R 3
Der Ästhet
in: Ursache + Wirkung, Ausgabe 32/2/2000, Wien, Österreich

Das ansprechend gestaltete Gesamtkunstwerk von Andreas Gruschke gibt das Leben des Buddha gut lesbar und strukturiert wieder. Reich mit farbigen tibetischen Rollbildern illustriert, eignet es sich als Geschenk und Einführung. Es gelang dem Autor, bedeutende Stationen des Buddha in Text und Bildern vorzustellen, doch sollte die nächste Auflage eine Kleinigkeit verbessern: Das erste Glied des achtfachen Pfades heißt nicht "rechter Glaube", sondern "rechte Sichtweise".


 
Die wichtigsten Überlieferungen aus dem Leben des Buddha sind - in unterschiedlicher Ausführung und niemals in biographischer Vollständigkeit - in den verschiedensten Sprachen und Schriften erhalten. Als wichtigste sind die indischen Sprachen Pali und Sanskrit sowie tibetische, chinesische und japanische Überlieferungen zu nennen. Im vorliegenden Text auftauchende indische Namen und Begriffe sind in ihrer Schreibweise als Sanskritnamen wiedergegeben, zwecks einfacherer Lesung ohne diakritische Zeichen. Der Leser mit wissenschaftlichem Interesse wird im Literturverzeichnis auf einschlägige Werke verwiesen, in denen auch eine textkritische Auseinandersetzung mit der buddhistischen Überlieferung geboten wird, die nicht das Anliegen dieses Bandes sein kann.


 
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