![]() |
![]() |
| . |
Home
Allgemeine Liefer- und Geschäftsbedingungen * Archivlisten * Artikel im Internet *Bestellung von im Buchhandel nicht mehr lieferbaren Büchern * Bibliographien * Bilder Fotos * Buchempfehlungen * Curriculum vitae * English language pages of my Homepage * Fotos * Gästebuch * Karten * Kooperationen * Lebenslauf * Links * Maps * Publications * Reise-Information / Reiseseiten * Rezensionen * Sonstiges * Übersetzungen * Urlaub * Veröffentlichungen * Vorträge *
|
Tibet - Weites Land auf dem Dach der WeltDer Autor, Andreas Gruschke, kennt Tibet als erfahrener Reiseleiter von zahlreichen Reisen her. Seine Bilder sind von einer eindrucksvollen Schönheit, die fundierten Texte erzählen vom Land, seinen Menschen und Landschaften, von Geschichte und Religion sowie den komplexen politischen Hintergründen. Wertvolle Anregungen erleichtern den Zugang zu diesem hochinteressanten, aber noch immer schwer zugänglichen Land. 208 Seiten, 122 Farbbilder DM 68,-
INHALT
Ein rauhes und doch herb-schönes Klima Vegetation und Tierwelt
Händler und Bauern Die Salzkarawanen der Drokpa Wie kommen Türken und Mongolen nach Tibet?
Schöpfungsmythen Das Reich Zhangzhung Die Dynastie, die vom Himmel stieg Buddhistische Renaissance in Guge Gründung der ersten Reformorden und Sakyas Aufstieg zur Macht Entwicklung des Gelbmützenstaates Die tibetisch-chinesischen Beziehungen bis zum Ende der Kaiserzeit Die Machtverhältnisse auf dem gesamten Hochland am Vorabend des chinesischen Einmarsches in Lhasa
Die dogmatisierte Bön-Religion Der einfache buddhistische Gläubige auf der Suche nach dem Heil Om ma ni pe me hum
Der tibetische Aufstand von 1959 und Beijings Reaktion Kulturrevolution: Rote Garden auf dem Dach der Welt Zerstörung oder Auslöschung? - Versuch einer Bilanz Die wirtschaftspolitischen „Sünden" seit dem chinesischen Einmarsch Wirtschaftlicher Reformkurs Anzeichen eines gewissen Wohlstandes Ökologische Probleme
Zwei Standpunkte ohne Ausweg? Die politische Sicht der Chinesen Die Anschauung der Tibeter Das „Lhasa-Problem" Hoffnungsschimmer oder Ausweglosigkeit
Maskentänze in Kumbum Streck die Zunge raus Tsampa und „Yak"-Buttertee Die Stellung der Frau in der tibetischen Gesellschaft Tibetische Ärzte und Heilkundige Tanz und Musik, Arbeit und Muße Sing ein Lied und trink Fahren, reiten, laufen ... Mit beiden Beinen auf dem Boden
Das Dilemma des Exils Westliche Hilfestellungen Bemühungen in der VR China: Ansätze zu kultureller Förderung Tashi delek!
Rezensionen
Badisches
Tagblatt,
Nr. 111, Samstag 15. Mai 1993
Vorwort: "Tibet - das größte Hochland der Welt"Einfache Menschen mit einer ungeheuren Ausstrahlung, kargschöne Landschaften und wundervoll in sie eingepaßte Klöster - sie sprechen für sich: Eigentlich hätten sie es, meine ich, gar nicht nötig, in ständiger Schwarzweiß- Malerei von ihren Nachbarregionen, insbesondere dem chinesischen Kulturraum, abgegrenzt und aus allen überdeutlich hervorgehoben zu werden. Das „Dach der Welt" ist schon über so vieles erhaben, daß wir dies im Westen nicht einmal erahnen. Außerdem gibt es auch dort ein Miteinander, das die Gegensätze zuweilen überbrückt. Die Faszination, die von den tibetischen Nomaden und Bauern ausgeht, ist unbestritten, und ihre Aura würde durch die Bilder allein meist viel besser wirken als durch die - im Westen wie im Osten - leider nur allzu oft politisch motivierten, einseitig interpretierenden Erläuterungen derselben. Die geheimnisvolle Welt Tibets hat sich den Vorstellungen der Menschen immer wieder so sehr entzogen, war und ist ihnen derart entrückt, daß es unausbleiblich zu sein scheint, die „Entrücktheit" der dort lebenden tiefreligiösen Menschen nicht nur als gegeben, sondern geradezu als ihr grundlegendes Merkmal hinzunehmen. Daß aber die Tibeter ebenso Menschen sind mit großen und kleinen, betrüblichen wie auch liebenswürdigen Schwächen, daß sie gleichfalls am diesseitigen Leben intensiv teilhaben und ihren Sinn nicht nur auf die Erlösung im Jenseits richten - ausgesprochen wurde dies gelegentlich, aber es wird bei uns kaum - oder nicht gerne? - wahrgenommen. Klischees über ferne Länder sind nichts ungewöhnliches, ja wahrscheinlich gar nicht vermeidbar - doch sollten die Menschen Anfechtungen gegenüber immer offen und streitbar bleiben. Verständlicherweise haben solche Klischees um so stärkeren Bestand, je weiter weg ein Land ist und je seltener oder schwieriger es von uns erreicht werden kann. Was aber war für uns Europäer die längste Zeit nicht nur geographisch, sondern auch vom Weltverständnis her weiter weg und so unerreichbar wie das Dach der Welt? Folglich prägt man sich sein Bild durch Informationen aus Büchern, Zeitungen und anderen Medien. Dabei scheint uns all das um so näher an der Wahrheit zu liegen, was wir am häufigsten zu lesen bekommen - nicht bedenkend, daß viele Schreiber immer wieder auf die gleichen Quellen zurückgreifen und häufig gar keine oder nur wenige eigenen Erfahrungen einbringen können. In einer derartigen Betrachtungsweise stehen wir den Tibetern gar nicht mehr fern, hatte doch schon mancher Tibetforscher beklagt - oder vielleicht sogar augenzwinkernd anerkannt -, daß die Tibeter beispielsweise ihre Geschichte weniger nach authentischen Gesichtspunkten erzählen, als vielmehr danach, wie sie ihnen sinnvoll erscheint, sie für wahrscheinlich, nützlich oder richtig halten und sie darum schließlich selbst an ihre Richtigkeit glauben. Doch uns, die wir uns eines rationalen, logisch-naturwissenschaftlichen Weltbildes rühmen, stünde es an zu versuchen, neben der Faszination am Mystisch-magischen - das in Tibet ohne Zweifel stärker als anderswo vorhanden, aber nicht allein bestimmend ist - auch die praktische und alltägliche, weniger mystische Hintergrundinformation über Land und Leute zu vermitteln. Dabei würde ich erwarten, daß deutlicher differenziert wird, daß reflektiert wird, wo Tibet denn beginnt und wo es aufhört, welche Schwierigkeiten es bei einer geographischen, ethnischen und politischen Abgrenzung gibt, wo und wie die Tibeter lebten und noch heute leben, ohne dabei immer gleich die politische Sicht als einzigen Maßstab für die Qualität vorhandener Informationen zu nehmen. Die krampfhaften Versuche der kommunistischen Führung in der Volksrepublik China, stets und immerdar nachzuweisen, daß das tibetische Hochland schon von jeher ein Teil ihres >Reichs der Mitte< gewesen sei, hat im Westen im Gegenzug eine beispiellose Zwanghaftigkeit ausgelöst, das Gegenteil zu belegen. Dabei scheint von keiner Seite jemals ernsthaft darüber nachgedacht worden zu sein, inwiefern die gelieferten Argumente ein Beweis für die Richtigkeit ihrer politischen Überzeugungen, die Kategorien, in denen gedacht und argumentiert wird, überhaupt anwendbar sein können - da sie in dieser Form nun einmal in Europa gewachsen sind und nicht in Asien, wo andere weltanschauliche Grundlagen zu einer anderen Sicht der Dinge geführt haben... Wie dem auch sei: Mein Anliegen in diesem Buch ist nicht, für die eine oder die andere Seite Stellung zu beziehen, sondern vielmehr diese verschiedenen Anschauungen im Rahmen der tibetischen Geschichte, Kultur und Natur - so weit es auf dem engen Raum eines einzigen Buches möglich sein kann - und im Licht ihrer unterschiedlich gesehenen Beziehungen etwas differenzierter darzustellen. Dabei kann ich an zahlreichen Fakten und Daten, die andernorts schon dargeboten und zudem ausführlicher ausgebreitet wurden, aus Gründen der Durchschaubarkeit nicht wortlos vorübergehen. Doch möchte ich hin und wieder versuchen, dort eine etwas andere Deutung zu präsentieren, wo neue Erkenntnisse oder auch solche Sachverhalte, die bei uns im Westen wenig bekannt oder zumindest wenig verbreitet worden sind, eine weitere Interpretation anbieten. Um ein umfassenderes Bild zu entwickeln, liegt es mir am Herzen, das Hochland von Tibet in Wort und Bild in all seinen Teilen vorzustellen - wohl wissend, daß es selbst in einem reinen Photoband unmöglich wäre, eine als repräsentativ angestrebte Bildauswahl in einer Weise zu treffen, die alle Regionen des zwei Millionen Quadratkilometer großen Hochlandes vollständig darstellen würde. Zwar hatte ich bei meinen mehrmaligen Reisen nach Tibet nur selten Gelegenheit, die von tibetischen Stämmen besiedelten Räume auf der Südseite des Himalayas kennenzulernen, doch haben mich bislang etwa dreißigtausend Kilometer immerhin nicht nur in die inzwischen hinlänglich bekannten und oft vorgestellten Gebiete Zentral- und Westtibets, sondern häufig auch in Teile des Hochlandes geführt, von denen wir hier im Westen kaum etwas zu hören oder sehen bekommen: wie die Weiten des Changthang, große Teile Amdos und das östliche und südöstliche Kham. Aus diesem Grund habe ich gerade bei der Bildauswahl darauf Wert gelegt, Zentraltibet im Bildteil im Verhältnis nicht mehr Raum zu geben, als dessen Fläche am gesamten Hochland Anteil hat - zumal die berühmten und zahlreichen heiligen Stätten in anderen Publikationen ohnehin immer wiederkehren. Ich hoffe auf die Bereitschaft der Leser, sich in einige neue und dazu verschiedenartige Regionen Tibets entführen zu lassen, und will hiermit eine Anregung dazu geben. Gerade so wie ich mir dereinst Anregungen geholt habe, und - wen wundert's? - seither nicht mehr davon losgekommen bin... Tashi delek! (tibet. "Glück und Segen!")
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Mit einem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Für alle Links gilt: Ich möchte ausdrücklich betonen, daß ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe. Deshalb distanziere ich mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. |