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Zunächst
besaßen nur die Erzbischöfe als Landesherren das vom Kaiser verliehene
Recht, Münzen zu schlagen oder zu prägen, die sogenannte Münzhoheit.
Anfangs wurden nur Pfennige in Silberwährung geprägt, von denen rechnerisch
12 auf einen Schilling (solidus), 20 Schillinge auf ein Pfund Silber
gingen.
Im Jahre 1864 wurde zur Eröffnung der Börse in Bremen eine Silber-Medaille verausgabt, die den Thaler-Münzen sehr ähnlich sieht und heute oft als Münze bewertet wird. Es handelt sich aber meiner Ansicht nach eindeutig um eine Medaille, da die Wertangabe "EinThaler Gold" fehlt und stattdessen von "Gedenkthaler" die Rede ist. Zudem wurde Sie von Hermann Jungk, der alle bremischen Münzen und Medaillen 1875 katalogisiert hat, als Medaille deklariert.
Zu Beginn war es den einzelnen Ländern im Deutschen Reich noch gestattet zusätzlich zu den gemeinsamen Reichsmünzen eigene Münzen in der Reichswährung (1 Mark = 100 Pfennig) zu prägen. Die Rückseiten der Münzen mussten jedoch einheitlich sein und die Inschrift "Deutsches Reich" aufweisen. Von diesem Recht hat auch Bremen gebrauch gemacht. So wurden 1904 eine Silbermünze zu 2 Mark, 1906 eine Silbermünze zu 5 Mark und eine Goldmünze zu 20 Mark, sowie 1907 eine Goldmünze zu 10 Mark geprägt.
Im August 1922 begann eine Wirtschaftskrise, die durch vermehrten Geldumlauf zur Inflation führte. Im Januar 1923 war 1 US-$ 1800 Mark und im Oktober 1923 sogar schon 40.000.000.000 Mark (= 40 Milliarden Mark) wert. Mit der Währungsreform am 15. November 1923 wurde die Rentenmark eingeführt. 1 Rentenmark entsprach dabei 1.000.000.000.000 Mark (= 1 Billion Mark). Es galt nun 1 Rentenmark = 100 Rentenpfennig. Am 1. März 1924 wurde Notgeld, das auf dem amerikanischen Dollar basierte, in Verbindung mit der Bremischen Schatzkammer ausgegeben. Dadurch sollte ein wertbeständiges Zahlungsmittel für Bremen geschaffen werden. Es handelte sich dabei um ein 5%-Dollar-Bündnis. Es gab Münzen zu 2, 5, 10, 20 und 50 Verrechnungspfenning sowie 1 Verrechnungsmark. Dabei galt 1 Verrechnungsmark = 100 Verrechnungspfennig (= 5 US-Cents). Das Notgeld wurde kaum verwendet und am 30. September 1924 wieder ungültig.
Am 1. September 1924 wurde die Währungsbezeichnung Rentenmark und Rentenpfennig in Reichsmark und Reichspfennig umgewandelt. Es galt nun 1 Reichsmark = 100 Reichspfennige. 1927 fand die 100-Jahrfeier der Stadt Bremerhaven statt. Zu diesem Anlass wurden 2 Gedenkmünzen geprägt. Eine Silbermünze zu 3 und eine weitere zu 5 Reichsmark. Unten ist die Vorder- und Rückseite der 3-Reichsmark-Münze zu sehen. Die 5-Reichsmark-Münze ist bildgleich.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und noch vor der Gründung der Bundesrepublik Deutschland fand eine erneute Währungsreform in der Amerikanischen, Britischen und Französischen Besatzungszone statt. Bremen gehörte zur Amerikanischen Zone. Am 20. Juni 1948 wurden 10 Reichsmark gegen 1 Deutsche Mark eingewechselt. Es galt nun 1 Deutsche Mark = 100 Pfennig. Im Jahre 1989 wurde zur 40-Jahr-Feier der Bundesrepublik Deutschland eine Münze verausgabt, die alle Wappen der damaligen 11 Bundesländer zeigte, darunter auch das bremische Wappen.
Literatur
Weitere Münzen-Seiten findest Du hier.
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© Jörg
Feldhusen
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30.08.2003 Für Inhalt und Richtigkeit
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