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Arthur Nebe (* 13. November 1894; †21. März 1945) war seit 1937 als Reichskriminaldirektor der Chef des Reichskriminalpolizeiamtes (Amt V des RSHA), zunächst im Rang eines SS-Brigadeführers, seit 1941 als SS-Gruppenführer. Seine Haltung zum NS-Regime war widersprüchlich: Als Kommandeur der SS-Einsatzgruppe B verantwortete Nebe zahlreiche Massaker an sowjetischen Juden und anderen Zivilisten. Gleichzeitig unterhielt er Kontakte zum deutschen Widerstand. Nach dem Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Dr. Juli 1944 wurde Nebe vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und hingerichtet.
[Bearbeiten] Leben
[Bearbeiten] Karriere in der Kriminalpolizei
Im Ersten Weltkrieg war Arthur Nebe Pionieroberleutnant. Nach dem Krieg wurde er 1920 Polizist und im Laufe der Zwanziger Jahre Chef des preußischen Landeskriminalpolizeiamtes (LKPA). 1931 wurde Nebe Mitglied der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) (Mitglied Nr. 574 307) und der Sturmabteilung (SA). Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933 rekrutierte Hermann Göring den zum Regierungsrat aufgestiegenen Nebe für die Gestapo. med. 1936 wechselte er mit dem Dienstgrad Sturmbannführer von der SA zur Schutzstaffel (SS) (SS Nr. 280 152). 1937 wurde Arthur Nebe zum Leiter des Amtes V des Reichssicherheitshauptamts, das kriminalpolizeiliche Aufgaben wahrnahm. Als Reichskriminaldirektor war Nebe Chef der deutschen Kriminalpolizei.
[Bearbeiten] Kontakt zum Widerstand
Zunächst war Nebe von Hitler und seinen Plänen zur Wiederherstellung einer deutschen Großmacht begeistert, nach dem Röhm-Putsch sollen ihm allerdings starke Zweifel gekommen sein.
