In Coswig geboren und aufgewachsen, in Heidenau gearbeitet, im Ruhestand geparkt. Das typische Schicksal der ostdeutschen Nachkriegsgeneration. Verfasst als humorvolles Comic erleben Sie die Lebensgeschichte des Sachsen Rudolf Kretzschmer. Sie befinden sich auf der Homepage von Rudolf Kretzschmer. Wie sie sehen, sehen Sie nichts.
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Ein kurzer Lebenslauf geboren 03.06.1945 in Coswig bei Dresden Vater Schmiedemeister Mutter Hausfrau
1 Bruder 1 Schwester 1952 bis 1960 Schule 8 Klassen
1960 bis 1963 Schmiedelehre beim Vater
1970 Hochzeit und Geburt der Tochter
1978 Geburt des Sohnes
Seit 1990 ABM, arbeitslos, befristete Jobs
Ich wurde am 03.06.1945 in Coswig
zwischen Meißen und Dresden als Sonntagskind geboren. An das Wetter an diesem Tag fehlt mir jede Erinnerung. Die Freude über
meine Ankunft hielt sich in Grenzen. Der Krieg war gerade aus, und es
gab in dieser Zeit nicht gerade viel zu beißen. Nur ein Trupp russischer
Soldaten feierte ausgelassen meine Ankunft mit einer 2-Liter-Flasche Brennspiritus, die
sie in unserem Schuppen gefunden hatten.
Meine erste schwache Erinnerung geht
auf Weihnachten 1948 zurück. Am Heiligabend polterte und schnaufte es
im Haus. Ich meinte der Weihnachtsmann käme herein. Er trug eine alte
Pelzmütze, einen schweren Soldatenmantel und einen Sack auf dem Rücken.
Es war der Vater, erst vor wenigen Wochen aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt.
Im Sack waren Kartoffeln. Er hatte die Pferde eines Bauern beschlagen und
sich seinen Lohn abgeholt.
Meine erste schwache Erinnerung geht
auf Weihnachten 1948 zurück. Am Heiligabend polterte und schnaufte es
im Haus. Ich meinte der Weihnachtsmann käme herein. Er trug eine alte
Pelzmütze, einen schweren Soldatenmantel und einen Sack auf dem Rücken.
Es war der Vater, erst vor wenigen Wochen aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt.
Im Sack waren Kartoffeln. Er hatte die Pferde eines Bauern beschlagen und
sich seinen Lohn abgeholt.
1952 eingeschult, durchschritt ich
die 1.Klasse mehr oder weniger erfolgreich. Zumindest war ich im Gegensatz
zu heutigen Erstklässlern am Schuljahresende des Lesens und Schreibens
mächtig. Selbst die Grundrechenarten waren mir in Fleisch und Blut übergegangen.
So konnte ich mir schon vorher ausrechnen, wieviele Ohrfeigen mir der Vater geben würde,
als ich beim Nachbarn wieder mal eine Fensterscheibe zerschossen hatte.
Bald gab es die ersten politischen Verwicklungen.
In der Schule hieß es: "Wir bereiten uns nun auf die Pioniere vor!".
Als ich das zuhause erzählte sprang mein Vater aus dem Korsett. Er schnappte
sich den großen Schmiedehammer und ging meinen Lehrer besuchen. In
der Schule hieß es dann, der Kretzschmer-Rudolf wird kein Pionier.
Sein Vater habe gesagt:"Der Junge wird mal Pastor". Auch in FDJ
brauchte ich später nicht mitmachen. Selbst nicht, als sie in Coswig die Westantennen von den Dächern holten.
Eigentlich hat mir die Schule -bis auf die politischen
Verwicklungen- Spaß gemacht. Ich war nicht blöd und hätte
sicher noch das Abitur machen können. Der Vater meinte aber: "Ein Schmied
braucht keinen Doktortitel. Du gehst aus der 8.Klasse raus und bei mir in
die Lehre". Mutter fand das nicht so gut. Sie hätte für ihr Rheuma ganz gut einen Doktor brauchen können.
Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Mit
diesen Worten stellte mein Vater mich als Schmiedelehrling ein. Lehrgeld würde
ich nicht bekommen, dafür hätte ich zuhause weiterhin freie Kost
und Logis. Mit meinen gerade mal 15 Lenzen mußte ich das erst einmal
so hinnehmen. Eigenlich wollte ich seit meinem 12.Lebensjahr gar kein Schmied
mehr werden. Damals hatte ich ein sogenanntes Schlüsselerlebnis. Der Vater
wollte einen Gaul beschlagen und ich mußte den Fuß halten...das
Pferd hatte Durchfall.
Mit meinem Lehrmeister kam ich leidlich
aus. Aber in der Berufsschule gab es wieder Ärger. Meine Schwester hatte
mir aus Westberlin ein Nicky (neudeutsch T-Shirt) mitgebracht. Vorn
war der Schriftzug Rock`n Roll aufgedruckt. Dieses Hemd trug ich ein einziges Mal
im Unterricht. In der nächsten Pause mußte ich zum Direktor: "Für
das Tragen eines klassenfeindlichen Kleidungsstückes erhalten Sie einen Verweis!" Acht
Wochen später wurde die Mauer gebaut....
1963 bekam ich den Gesellenbrief.
Nun war ich Schmied. Darauf mußte ich einen heben gehen. Mein Bruder
kam mit in die Gastwirtschaft. Es war meine erste große Trinkerei. Nach
3 großen Bier und 2 doppelten Wodka drehte sich alles um mich, meine
Beine wurden in die Luft gerissen und ich krachte in den neuen schmiedeeisernen
Raumteiler neben dem Stammtisch. Mein Gesellenstück -der Raumteiler natürlich.
Nach meinem Lehrabschluß 1963 arbeitete ich in der väterlichen Schmiede als zweiter Geselle neben meinem älteren Bruder Adolf. Das klappte nicht besonders gut. Für Adolf war ich weiterhin der Stift. Er ließ mich alle Drecksarbeiten machen, vom Werkstattsaubermachen bis zum Bierholen. 1966 mußte der Vater wegen einer Kriegsverletzung vorzeitig in Rente gehen. Adolf, der inzwischen einen Meisterlehrgang gemacht hatte, übernahm und wurde mein Chef. Am gleichen Tag haute ich in den Sack und suchte mir eine neue Stelle.
Ich fand eine Anstellung als Fräser im VEB Zahnradfabrik "Walter Ulbricht" in Heidenau. Um mir den langen Arbeitsweg von Coswig bis Heidenau zu ersparen, zog ich ins betriebseigene Arbeiterwohnheim gleich neben dem Kohlenplatz vom Heizhaus. Die Nähe zum Heizhaus hatte den Vorteil, daß im Winter die Dampfheizung in unserem 6-Mann-Zimmer schön warm wurde. Der Nachteil bestand im Braunkohlendreck, der bis in die kleinsten Ritzen kroch.
Im August 1969 lernte ich, Rudolf Kretzschmer, meine zukünftige Ehefrau Hannelore Fritzsche bei einem Tanzvergnügen in Dresden-Klotzsche kennen. Es spielte eine Beatgruppe, Klaus-Schöne-Combo oder so ähnlich, den ganzen Abend Musik von den Beatles nach. Um 22 Uhr kam der ABV und verlangte, daß sofort Ostmusik gespielt wird. Die Gruppe weigerte sich und bekam vom ABV Saalverbot. Damit war die Veranstaltung beendet. Mit Hannelore trank ich in der Gaststube noch mehrere Flaschen bulgarischen Rotwein. Dann hatten wir Filmriß.Acht Wochen später schrieb sie mir einen Brief.
Die Familie Fritzsche aus Dresden-Löbtau nahm mich in ihren offenen Armen auf. Bei diversen Kaffeekränzchen reifte in mir der Entschluß, Hannelore in naher Zukunft zu ehelichen. Im März 1970 war die Hochzeit. Kurz darauf, am 2.Mai wurde unsere Tochter Birgit geboren. Hannel wohnte mit unserem Baby weiterhin bei ihren Eltern und ich im Arbeiterwohnheim in Heidenau. Wir meldeten uns aber beim Wohnungsamt für eine gemeinsame Wohnung an. Dort sagte man uns, das könne dauern. Mit Trauschein und nur einem Kind hätten wir auf der Warteliste nur einen ganz hinteren Platz. Außerdem hätten wir jeder ein Dach über dem Kopf und sollten uns mal die Lage der Arbeiterklasse in Westdeutschland vor Augen halten.
Im Frühjahr 1971 wurde mir der Einberufungsbefehl
zur NVA zugestellt. Bei der Musterung legte man mir eine Unteroffizierslaufbahn nahe. Da ich dankend ablehnte, wurde der musternde Oberleutnant ungehalten. Zur Strafe würde ich nun bloß ein einfacher Soldat. Diese müßten immer vorn kämpfen und würden bei einem Angriff des Klassengegners als erstes niedergeschossen. Ich solle an Frau und Kind denken. Es kam aber nicht so dramatisch. Bis Oktober 1972 verbrachte ich meinen 18 monatigen Grundwehrdienst hauptsächlich saufend und schlafend im schönen Thüringen. Gut erholt und mit 20 Kilo mehr auf den Rippen kehrte ich zu Frau, Kind und zum VEB Zahnradfabrik "VIII.Parteitag" zurück.
Anfang 1973 wurde uns vom Wohnungsamt eine 1,5-Raum-Altbauwohnung
in Dresden-Neustadt zugeteilt. Wir waren glücklich über unsere eigene Dachmansarde mit fließendem Wasser aus Hahn und von den Wänden. Gemeisam bauten wir sie nach Beispielen aus der Zeitschrift "Kultur im Heim" zu einer 3-Raum-Wohnung um. Als der Parteisekretär aus meinem Betrieb davon Wind bekam, unterbreitete er mir "unter der Hand" ein Angebot. Wenn ich den Weg in die Reihen der Genossen fände, könne er mir unter Umständen zu einer 3-Raum-Neubauwohnung verhelfen. Wieder ging ich auf solch ein gutes Angebot nicht ein, und hatte weder Nach- noch Vorteil davon. 1978 wurde unser Sohn Ronny geboren. Ich rang unserer Wohnung im Korridor noch ein viertes Zimmer ab.
Seit 1978 waren wir stolze Besitzer eines gebrauchten Trabant 601 de luxe, Baujahr 1971. Anfang der achtziger Jahre wurde er langsam klapprig und wir dachten über eine Neuanschaffung nach. Für einen "neuen" Gebrauchten mußte man rund 12000 Mark einplanen. Ein richtig Neuer war genau so teuer doch aber unerreichbar angesichts der Wartezeiten von mindestens zehn Jahren. Wir entschieden uns für einen Neuen. Das bedeutete Anmeldung beim VEB IFA Vertrieb und Generalüberholung des Alten. Irgendwas lief schief im Arbeiter- und Bauernstaat. Ich, inzwischen Brigadier, mußte mir für einen Haufen Geld von einem schmierigen Autoklempner meine zerostete Karre notdürftig flicken lassen. Hannels Cousin Erwin aus Hannover, Hilfskoch bei VW, kam uns zu Ostern mit einem nagelneuen Golf bemitleiden...Der Trabant 601 de luxe sollte uns noch bis zum bitteren Ende der DDR mehr oder weniger gute Dienste leisten. Den Neuen bekamen wir nie.
Breschnew, Antropow, Tschernenko. Das alte siechte dahin und starb. Dann kam Gorbatschow, ein neuer Wind aus Osten. Wir alle hofften daß das Neue auch uns erreichen möge. Aber die Genossen stellten sich stur. In der DDR änderte sich nichts, aber auch gar nichts.
Weihnachten 1985 besuchte uns wieder Erwin. Er hatte den Hilfskoch hingeschmissen und eine zweiwöchige Schulung zum Gabelstaplerfahrer durchlaufen. Nun karrte er Kisten mit Heckscheibenwischern an die Fließbänder. Er kam mit einem Passat und wollte nach Weihnachten für eine Woche auf die Kanaren. Willfried unser Gabelstaplerfahrer in der Zahnradfabrik verdiente damals 580 Mark netto im Monat...1988, acht Wochen nach Ihrem 18.Geburtstag stellte unsere Tochter Birgit einen Ausreiseantrag. Der Parteisekretär im Betrieb hatte wieder Wind davon bekommen. Er machte mir ein Angebot: "Du überredest deine Tochter zum Hierbleiben. Ich melde es als meinen Erfolg nach oben und versorge Dir, unter der Hand, eine 4-Raum-Neubauwohnung." Diesmal nahm ich an! Wir zogen nach Dresden-Gorbitz. Unsere Vormieter waren ausgereist. Birgit blieb, im Frühsommer 1989 fuhr sie nach Ungarn, angeblich um Urlaub zu machen. Sie kam nicht wieder nach Gorbitz.
Dann kam der Herbst 1989. Der real existierende Sozialismus, den angeblich weder Ochs noch Esel aufhalten konnten, verschwand in wenigen Tagen von der Landkarte. Mein "Freund", der Parteisekretär, stellte sich in der Zahnradfabrik an die Spitze der Bewegung. Er wäre schon immer ein Reformer gewesen und würde sich nun mit ganzer Kraft für die Einführung der sozialen Marktwirtschaft einsetzen. In einem Handstreich benannten er und der Betriebsdirektor die Fabrik am Tag nach der Maueröffnung in Zahnradfabrik "Konrad Adenauer" um. Als Kohl mit seinen 10 Punkten zur Wiedervereinigung nach Dresden kam trennten die beiden von allen verfügbaren DDR-Fahnen die Embleme ab und verteilten sie unter der Belegschaft. Jeder der wollte bekam aus der Gewerkschaftskasse eine S-Bahn-Fahrkarte nach Dresden spendiert um an der Kampfdemonstration mit Helmut Kohl teilnehmen zu können. Der Betriebsgewerkschaftsvorsitzende gründete eine Betriebsparteiorganisation der CDU und warb Mitglieder. Kurz vor Weihnachten entließen die drei selbsternannten Geschäftsführer die ersten Arbeiter und Angestellten um die AG für den Weltmarkt vorzubereiten. Unter anderen erwischte es den FDJ-Sekretär, jetzt Juso-Vorsitzender im Betrieb, weil er behaupt hatte der Gewerkschaftsvorsitzende wäre IM gewesen. Auch der ehemalige Beauftragte für Zivilverteidigung mußte seinen Koffer nehmen. Dieser hatte eine Tagesproduktion Zahnräder bei einem Westberliner Schrotthändler gegen einen alten Opel Ascona getauscht.
Im Sommer 1990 kam die D-Mark in den Osten und das Aus für die Zahnradfabrik. Betriebsdirektor, Parteisekretär und Betriebsgewerkschaftsleiter hatten in Stuttgart eine Schnellbesohlung in Marktwirtschaft gemacht. Für eine Mark kauften sie die Fabrik von der Treuhand ab. Sie waren jetzt die Gesellschafter der ZRH GmbH (ZRH = Zahnradfabrik Heidenau). In Stuttgart hatten sie einen potenten Geschäftsmann kennengelernt. Dieser pflegte Kontakte ins Baltikum. Er hatte der Zahnradfabrik einen Millionenauftrag aus Riga verschafft, Zahnräder für Dreschmaschinen. Natürlich benötigte er als Anschub finanzielle Mittel der ZRH GmbH, in etwa 10 Millionen DM. Unsere Geschäftsführung nahm einen Kredit auf und überwies den Betrag auf ein Schweizer Konto. Herr Spänle aus Stuttgart, samt S-Klasse-Mercedes und koffergroßen Funktelefon, wurde nie wieder gesichtet, das Geld war weg, die ZRH GmbH pleite. Am 4.Oktober 1990 erhielten wir die blauen Briefe.
Ich hatte Glück. Kurzfristig konnte mir das Arbeitsamt eine ABM-Stelle besorgen. Im ersten Jahr strichen wir an einer Hauptstraße Lichtmasten. Im zweiten Jahr rissen wir sie weg. Die Bezahlung war gut, auf jeden Fall besser als die meines ehemaligen Kollegen Hans Nitzsche. Er hatte eine feste Anstellung bei einer Trockenbaufirma gefunden. Dort mußte er von Montag bis Sonnabend jeweils 12 bis 14 Stunden Gipskartonplatten schleppen. Wenn sie außerhalb arbeiteten schliefen sie in Aldizelten auf dem Campingplatz. Hans hatte einen Stundenlohn von 7.50 DM. Meine Frau Hannelore hatte einen sicheren Posten. Sie war aus der Sozialversicherungsverwaltung ins Arbeitsamt übernommen worden.
In den 90er Jahren unternahm ich mit Hannelore viele Busreisen um die Welt kennenzulernen. Zum Beispiel eine 2-Tagesfahrt nach Barcelona. Der Bus hatte bequeme Schlafsitze aber ein kaputtes Getriebe. Wir kamen bis kurz vor Paris. Dort verbrachten wir den Rest vom ersten und die erste Hälfte vom zweiten Tag auf einem Autobahnparkplatz. Anschließend ging es mit einem Ersatzbus zurück nach Dresden. Man zeigte sich großzügig und erstattete uns den halben Reisepreis.
So vergingen die 90er Jahre und wir näherten uns dem Millenium. Eigentlichlich sollte um diese Zeit die gesamte Welt den Weg des Sozialismus eingeschlagen haben. Aber
Nun stehen wir am Beginn des 3.Jahrtausends, völlig gleichgültig ob es nun am Silvester 2000 oder 2001 begann. Ich feierte es mit Hannel im Kreise meiner ehemaligen Kollegen von der Zahnradbude und ihrer Frauen bei Trentzsch, Rainer in Pirna. Er hat dort Mitte der Neunziger ein Haus gebaut. Der Glückspilz hat das Häusel schon abbezahlt. Sein Vater hatte 1990 in der Nähe von Nossen mehrere Felder an einen Bauträger verkauft und das Geld unter seinen Kindern verteilt.
Im August 2002 kam die Flut zu uns nach Dresden. Endlich erhielt unsere Stadt die Bedeutung zugemessen die sie gerne hätte (aber wohl doch nicht hat). Wir waren live auf allen Fersehkanälen vertreten. Bei uns in Gorbitz blieb es trocken, aber mein Schrebergarten in den Elbauen versank in den Wassermassen. Als nach einer Woche das Wasser verschwunden war, fand ich anstelle meines Gemüses einen Heizöltank, einen Kleinwagen mit tschechischem Nummernschild und einen Sonnenschirm aus einem Gasthaus in der Sächsischen Schweiz. All das und viel Schlamm hatte mir die Elbe gespendet. Andere Leute hatten das Wasser in den Kellern und Stuben und versuchten zu retten, was zu retten war. Noch andere versuchten, so viel wie möglich in den Keller zu schaffen, denn es hatte sich in Windeseile herumgesprochen, daß wer noch einen alten Versicherungsvertrag aus DDR-Zeiten hat, alles bezahlt bekommt.
Ich schäme mich es zuzugeben: manchmal muß ich an den Staatsbürgerkundeunterricht in der DDR denken. Rund 4,5 Millionen Menschen ohne Arbeit, Krieg im Irak...oh,oh!
Nach wie vor hangele ich mich mit diversen (perversen) arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in Richtung Vorruhestand. Hannelore hat noch ihren krisensicheren Job beim Arbeitsamt. Wir wollen uns aber nicht beklagen. Wer weiß schon, wofür das alles gut ist. Meine Hompage entspringt schließlich auch einer Umschulungsmaßnahme. Im Frühjahr 2001 wurde ich nämlich zum Webdesigner ausgebildet. Lacht nicht! Auf jedenfall hoffe ich, daß der Besuch auf meiner Webseite ein bisschen Spaß gemacht hat.
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