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Pro-Ana (von pro: für und Anorexia nervosa: Magersucht) und Pro-Mia (Bulimia nervosa: Ess-Brechsucht) sind Bewegungen von Mager- beziehungsweise Ess-Brechsüchtigen im Internet. Zu der darüber hinaus gehenden Charakterisierung gibt es mehrere Ansichten. Die Literaturwissenschaftlerin Roxanne Kirkwood definiert Pro-Ana als eine Bewegung, die Magersucht als Wahl und Lebensstil statt als eine Krankheit ansieht, wobei sie aber bemerkt, dass die Bewegung diesen Standpunkt nicht aktiv anderen Personen nahelegt. Der Soziologe Nick Fox spricht hingegen von einer Bewegung, deren Anhänger eine Heilung ablehnen ("anti-recovery"). Der Mediziner Mark L. Norris charakterisiert Pro-Ana als eine Internetbewegung, die Anorexia nervosa als vorteilhaft darstellt.
Überblick
Die Anhänger von Pro-Ana, fast ausschließlich junge Frauen, tauschen sich über spezielle Pro-Ana-Websites aus. Sage SB · PC Kaufmann Komplettpaket Pro. Sie stellen dort die Magersucht bildhaft als extremes Schlankheitsideal dar, dem sie sich mit radikalen Maßnahmen nähern, um letztendlich Zufriedenheit mit sich und ihrem Aussehen zu erreichen. Die Magersucht erhält dabei den Anklang einer Art der Selbstverwirklichung, der Souveränität und der Macht über den eigenen Körper, die gegen eine feindselige Umwelt verteidigt werden muss. Die Assoziation von "Ana" mit dem Namen "Anna" ist gewollt und steht für eine idealisierte Personifikation der Magersucht. Sie kommt insbesondere im "Brief von Ana" zum Ausdruck, der sich auf den Webseiten der Bewegung als ein zentrales Manifest findet.
Eine Studie von Mark L. Norris hat die Inhalte von zwölf Pro-Ana-Webseiten untersucht.
