Reise Botswana 2004
Nach ein Jahr Vorbereitung flogen wir im September mit der LTU von
München nach Windhoek. Am Flughafen wurden wir von unserem
Autovermieter Günter Dainat abgeholt. Nach einer gründlichen
Einweisung und Überprüfung des Wagens geht es zum Einkaufen
in
die City. Hier haben wir alle speziellen Dinge wie z.B.
Outdor-Artikel
aber auch Nahrungsmittel einkauft. Am frühen Nachmittag ging es
bis an die Grenze zu Botwana ins Kalahari Bush Breaks. Hier haben wir
uns zwei Tag ans Campen gewöhnt und auf den Gelände der
Farm erste 4x4 Erfahrungen gemacht. Das Abendendessen in der Lodge ist
sehr zu empfehlen besonders wenn man das Vergnügen hat von Frau
Barnard verwöhnt zu werden.
Am dritten Tag ging es nun 800 km über den Transkalahari-Highway
nach Maun. Am Abend versuchen wir verzweifelt alle fehlenden
Lebensmittel (unteranderem Wasserflaschen) zu besorgen.
Die Läden wahren regelrecht leer gekauft (Overlander).
Übernachtete haben wir in dem vor Maun liegenden Sitatunga Camp
(1km Tiefsandpiste). Am nächsten Morgen müssen wird leider
noch einmal Einkaufen fahren (wahr es der dritte oder vierte
Supermarkt) und wir wollen ein paar Büchsen Bier mit nehmen (diese
Shops machen aber erst um 10:00Uhr auf). Na, am Mittag geht's dann
endlich loß in den Moremi Nationalpark. Bei Shorobe endet die
Teerstraße und
die
Piste beginnt. Die ersten
Gazellen sind
ein Ereignis , später nach einigen tausend weiteren Gazellen
hält man nicht mehr an. 
Am Abend erreichen wir den Campingplatz
3rd Bridge. An einem Baum ist ein Holzschild mit unserer Platznummer
angebracht. 500m weiter ist ein kleineres Haus mit WC und Dusche das
war es dann auch schon (kein Zaun). Am Abend beim Lagerfeuer kamen
dann die ersten Hyänen bis auf fünf Meter an uns heran (das
ist Aufregend). In der Nacht schaute noch eine Elefant bei uns
vorbei , der Baum unter dem wir parkten hatte es ihm angetan.
Tagsüber führen wir kreuz und quer durch den Park (ohne GPS
möchte ich das nicht machen) z.B. nach Mboma Island. Unterwegs
sahen wir eine Unmengen an Tiere (Elefanten,
Giraffen etc.) manchmal glaubt man es kaum.
Nach
zwei Tagen ging es
dann zum Xakanaxa Camp weiter. Hier war leider am Abend und in der
Nacht nicht viel los. Die Pirschfahrten waren aber genauso ergiebig
wie in
den Tagen zuvor.
Die letzte Nacht im Moremipark verbringen wird im
North Gate Camp. Da wir viel mehr Benzin verbraucht haben als erwartet
(wir hatten 170Liter dabei) und die Tankanzeige nicht einmal für
eine Schätzung gut ist fragten wir bei den Rangern nach. Die sehr
freundliche Auskunft war, in einem Dorf außerhalb des Parks
gäbe es ein kleinen Laden und der
Besitzer verfügt über eine Auto und für seinen
Eigenbedarf hat er Benzin und vielleicht ... ? Nun wir sind hin und
bekamen (am nächsten Tag) 20 Liter Benzin (Hurra). Im Übrigen
ist das Camp ganz toll am Kwando gelegen (man sieht das Wasser sogar)
mit vielen Hippos und unverschämten Pavianen. Ach so, ich
vergaß über die Paviane zu berichten. Also man hält an
, pakt sein Essen aus, meine Frau kocht und ich laufe mit einem Spaten
davor auf und ab. Immer wenn sich
ein oder mehrere Paviane 3-4 Meter herangepirscht haben renne ich mit
Gebrüll auf diese zu. Darauf hin (meist) verschwinden diese aber
von hinten strömen andere heran. Na wenn das nicht spannen ist
dann weiß ich nicht (besser als Lindenstraße in der ARD).
Auf jeden Fall weiß ich jetzt was es heißt sein Essen zu
verdienen (verteidigen).
Die nächste Etappe ist für zwei Tage das Savuti Camp im Chobe
Nationalpark. Diese Camp ist so oft von den Elefanten zerlegt worden
das man nun das Duschhaus mit einem mehre Meter hohen Betonmauer
umgeben hat (sehr wirksam). Gleich
am
ersten Tag beim Mittagessen stand
auf ein mal eine Elefant
ein paar Meter hinter uns. Interessanterweise vergißt man den
Hunger und springt nur rasch ins Auto. Der Elefant war aber ganz cool
und interessierte eigentlich nicht für uns (dem Himmel sei Dank)
daher stieg ich wieder aus macht noch ein paar Großaufnahmen von
ihm. Am Abend kamen dann die Löwen. Das Männchen
hört man , die
Weibchen leiden nicht. Das Gebrüll kommt immer näher und geht
durch Mark und Bein. Also dann doch lieber
Hyänen. Nach einigen
Zeit sind die Augen so angestrengt und der Magen so zusammen gezogen
das wir uns in unserem Zeit zurückziehen. Am
nächsten Tag treffen wird das Löwenmänchen dann an einem
Wasserloch an. Am Abend treffen wir an einem anderen Wasserloch eine
ganzen Elefantenherde an und ehe wir uns versehen sind wir von
Elefanten umringt. Erst nach
einiger Zeit (die Sonnen geht schon unter) gelingt es uns ganz langsam
zwischen den Elefanten durchzuschlängeln. Dabei werden wir von
allen Seiten beäugt und auch schon mal die Ohren aufgestellt aber
meist ignoriert.
Von
Savuti geht nach Ihaha am Chobe Fluß. Aber dazu
müssen
erst einmal 150km Sandpiste überwunden
werden. Diese Strecke war
eine der schönsten und auch die einsamste die wir gefahren sind
(sie verlauft paralell zur Hauptroute). Am Chobe sehen wir große
Flußpferd- und Elefantenherden und
natürlich kämpfen wir auch wieder mit den Pavianen um unser
Essen. Am Abend am Lagerfeuer werden wird von einer Buffelherde und
einem Rudel Hyänen aufgeschreckt. Bei ca. 50 Büffel und
vielecht 10 Hyänen die auf einem zu
kommen geht das Herz ein klein wenig schneller. Im Übrigen das
Lagerfeuer schreckt auch keine Tiere mehr ab aber man fühlt sich
dahinter doch etwas wohler.
Kasane ist eine moderne Kleinstadt mit mehreren Supermärkten und
Tankstellen. Die Auswahl fanden wir besser als in Maun. Von hier aus
geht nach Namibia. Der Grenzübergang ist wieder unproblematisch.
Alle Zollbeamten die wir getroffen haben waren zwischen neutral bis
überaus freundlich und wenn es Probleme gab dann sehr hifsbereit
dies gilt auch für die Ranger in Botswana.
In Namiba geht es zu den Popa-Fällen und in den Mahangu
Nationalpark. Der Park ist sehr sehenswert mit großen Zebra- und
Elefantenherden. Der Park ist bis auf eine Stelle (40..80m Sand) auch
mit einem normalen PKW zu befahren). Außerdem kosten wir den
Luxus aus in einer Lodge in richtigen Betten zu schlafen.
Danach ging es in Richtung Etosha nach Grootfontein wo wir auf den
Campingplatz Lala Panzi übernachten. Am nächsten Morgen
führen wir in den Etosh Nationalpark. Hier erfahren wir das die
Campingplätze nicht ausgebucht sind so das wir uns
entschließen noch einem nach Halali zu fahren. Und wir haben
wieder (Jagt)Glück. Elefantenherden mit vielen jungen Elefanten
und drei
Nashörner
sind schon
etwas wo man stundenlang zusehen
kann. Im Park überfahren wir fast einen Elefanten (na vielleicht
war es auch anders herum) der Elefant ist durch das bremsen erschreckt
aber dann frist er eine paar Meter neben uns weiter.
Nach Etosha fahren wir auf die Farm Eileen im Erango Gebirge. Hier
werden wir geradezu liebevoll aufgenommen. In den folgenden drei Tagen
wurden wir mit allen Köstlichkeiten Namibia aber auch mit viel
Wissen über Land und Leute vollgestopft. Selbst eine gemeinsame
Einkauftour ist etwas was wir nicht vergessen werden (diese Farm ist
absolut empfehlenswert).
Im
letzen Teil unsere Reise
geht es über eine einsame Piste durch
den Naukluftpark (die Piste ist von der Umgebung kaum zu erkennen) zu
den größten Dünen der Welt in die
Namib (bei Seserim). Nach einigen Kletter-Expeditionen fahren wir zu
Lodge Barchan Dune. Bei Hannetjie und Willem van Rooyen fühlt man
sich immer als gern gesehener Gast in einer schönen und wunderbar
ruhigen
Umgebung.
Leider ist jeder Urlaub einmal zu Ende. In Windhoek geben wir unser
Auto ab und werden von unserem Vermieter noch zu einer schönen
Pension gefahren. Am Abend gehen wir in Windhoek in
ein Steakhouse essen und am Morgen fährt uns unser Vermieter zum
Flughafen. Im Flugzeug eröffnet mir meine Frau völlig
unerwartet das sie sich solche einen Urlaub noch einmal vorstellen
könnte (Hurra). Daraufhin sage ich Ihr: Ich habe schon einen
fertigen Plan für ....