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Als Dioxine bezeichnet man im allgemeinen Sprachgebrauch eine Gruppe von chlorierten organischen Verbindungen, deren Grundstruktur aus zweien über zwei Sauerstoffatome verbundene Benzolringen besteht. Dioxine gehören zu den langlebigen organischen Schadstoffen, d. h. sie reichern sich in der Umwelt, insbesondere in Böden, an. Über die Pflanzen gelangen Dioxine auch in die Nahrungskette des Menschen. Muttermilch stellt einen wichtigen Indikator zur Beurteilung der Belastungssituation von Menschen mit Dioxinen dar.

[Bearbeiten] Bezeichnungen

Es gibt nicht das Dioxin. 0 Kommentar(e) Hi Kay #:131. Umgangssprachlich wird unter dem Begriff Dioxin das 1976 bei einem Unfall im italienischen Seveso freigesetzte 2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-p-Dioxin verstanden.

In der Chemie steht die systematische Bezeichnung Dioxine für Verbindungen mit einem heterozyklischen 6er-Ring mit zwei Sauerstoffatomen (C4H4O2). Der einfachste Vertreter ist das 1,4-Dioxin.

Allgemein bezeichnet der Begriff Dioxine die Gruppe der polychlorierten Dibenzo[1,4]dioxine (PCDD), zu denen häufig auch noch die polychlorierten Dibenzofurane (PCDF) gezählt werden. Die PCDD bestehen in ihrer Grundstruktur aus zweien über zwei Sauerstoffatome verbundene Benzolringe und sind damit chemisch gesehen Ether, wohingegen die Dibenzofurane nur ein Sauerstoffatom enthalten und somit - rein chemisch betrachtet - keinen Dioxin-Ring besitzen.

Strukturformeln des 2,3,7,8-Tetrachlor-Dibenzo[1,4]dioxins (oben) und des 2,3,7,8-Tetrachlor-Dibenzofurans (unten)

Die Dibenzodioxine und Dibenzofurane können jeweils bis zu 8 Chlor oder andere Halogen-Atome an ihren aromatischen Ringen besitzen.

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