Jambo Jambo -

bezaubernde Flora und Fauna in Kenia

 

 

kenia2005-zebra.jpg (221014 Byte)

Im "Tsavo-East Nationalpark"

 

  

März 2005 - nachdem bereits Ägypten besucht wurde, sollte es diesmal in den östlichen Teils Afrikas gehen. Das Ziel war Kenia - gelegen südlich vom Äquator am Indischen Ozean. Hier sollte eine tolle Landschaft unter und über Wasser warten, die neben der puren Erholung auch zahlreiche Begegnungen mit Tieren versprach, die man in Europa nur im Zoo oder Circus erleben kann...

Wie immer, so soll auch dieser Bericht bisher unentschlossenen Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen eine solche Reise zu unternehmen, eine Informationsquelle und Entscheidungshilfe sein. Alle Details gibt es [hier...]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tolle Tauchgründe und eine unvergessliche Safari

Ein Reisebericht aus dem Süden Kenias - am Diani Beach

 

 

Vorwort:
Einerseits wird nachfolgend die Reise beschrieben - andererseits werden auch viele Hinweise einfliessen, die bei Planung einer ähnlichen Aktion für die Reisenden sicherlich hilfreich sein können.

Also los ...

Wie so oft informierten wir uns lange vor Antritt der Reise via Internet über die verschiedenen Angebote, über Hotels, über Tauchgründe und über andere Erfahrungen von Bekannten: hier sind in erster Linie unsere Urlaubsbekanntschaften aus Cuba zu nennen, Angelika & Claus Schmidt aus Baden-Baden, die über sehr gute Kenntnisse verfügen.   

 

 

kenia2005-hotel.jpg (330458 Byte)

das Hotel - gebaut im afrikanischen Stil

Am 21.02.05 sollte es von Frankfurt nach Mombasa gehen, gebucht haben wir die Reise über ein L'TUR-Angebot, welches wir LASTMINUTE im Internet entdeckten. Noch bevor das Angebot online gestellt wurde, hatten wir uns bereits für das "Papillon Lagoon Reef" entschieden, eine im afrikanischen Stil gebaute, zwei- teilweise dreigeschossige Anlage mit nur wenigen Betten. Dementsprechend familiär war auch die Atmosphäre während des vierzehntägigen Aufenthalts.

 

kenia2005-poolbar.jpg (180889 Byte)

die Poolbar mit dem Meer im Hintergrund

 

So besitzt der schön angelegte Garten eine überschaubare Größe und einen träumerischen Pool mit integrierter Poolbar. Auch an die kleinen Gäste wurde gedacht - ihnen steht ein Kinderpool zur Verfügung. Auf dem gesamten Gelände sind ausreichend bequeme Holzliegen mit Auflagen vorhanden - die auf mich unangenehm wirkende Reservierung (am Besten gleich nach dem Aufstehen) von Liegen mit Handtüchern, die man kostenlos vom Stewart neben der Poolbar erhält, ist überhaupt nicht nötig; aber es gibt sie... diese komischen "Touris", die dieses Verhalten wohl zwanghaft verinnerlicht haben! Das Hotel ist an einem kleinen Hang gebaut, vom Pool zur Rezeption sind deshalb einige Höhenmeter zu bewältigen.

 

Die Anlage ist sicher schon etwas älter, aber alles ist sehr sauber und gepflegt. Wir buchten "AI" und hatten somit ein rundum "Sorglos-Paket" was Essen und Getränke betraf. Lediglich Flaschenweine und Wasser in Flaschen war separat zu zahlen; für uns reichten die in Gläser servierten Getränke jedoch völlig aus. Andere Gäste (u.a. unsere französische Urlaubsbekanntschaften) hatten Vollpension, Getränke mussten extra gezahlt werden. Die Urlauber setzten sich während unseres Aufenthalts aus Franzosen (ca. 20%), Schweizern (ca. 25%), Österreichern und Engländern (jeweils ca. 10%), Deutschen (ca. 30%) und aus anderen Nationalitäten (ca. 5%) zusammen - die Altersstruktur war sehr gemischt. Den Gästen steht ein kleiner Shop für Einkäufe und Souvenirs - sowie ein Friseur zur Verfügung. Im Bereich der Lobby stehen zwei Schränke, einer mit zahlreichen Büchern und einer mit einem Fernseher.

Das Hotel erreicht man mit dem Bus nach Übersetzen mit einer Fähre in ca. 2 Stunden. Es liegt im südlichen Teil des "Diani Beach" - einem tollen Strand mit unbeschreiblich weichem weißen Sand, der täglich von Hotelangestellten gesäubert wird und direkt an das Hotel angrenzt. Dieser Strandabschnitt ist besser als andere Regionen des Diani Beach zum Baden geeignet - Steine und Korallenblöcke liegen vorgelagert im Meer. Dennoch sollte man aufgrund vieler Seeigel vorsichtig sein und ggf. Badeschuhe tragen.

Der öffentliche Strand ist so weitläufig , daß man stundenlang spazieren gehen kann - vorausgesetzt die zahlreichen Begegnungen mit den jederzeit geschäftstüchtigen "Beachboys", die jeden ansprechen um irgendetwas zu verkaufen, werden humorvoll und ausdauernd ertragen.

Das nächste Shopping-Center ist mit dem Matatu (einem in Kenia aufgrund mangelndem öffentlich Nahverkehr überall präsenten Kleinbus) oder mit dem Taxi zu erreichen. Hier gibt es einige Läden und eine Bank. Die nächste größere Ortschaft heißt Ukunda. Bereits auf dem Weg zum Hotel muß man den Ort passieren und so kann sich jeder einen Eindruck machen, ob er diese "Siedlung" später nochmals besuchen möchte. Wir haben hierauf verzichtet.

kenia2005-garten.jpg (224032 Byte)

der Garten mit Blick auf den Pool

 

kenia2005-strand.jpg (162555 Byte)

Abendstimmung am feinsandigen Strand

Der Service (auch vom Room-Stewart und an der Reception)  und die Freundlichkeit aller Kenianer hat uns schwer beeindruckt. Sicher ist es manchmal für europäische Verhältnisse etwas bedächtig, aber man ist ja schließlich im Urlaub und das Motto der Kenianer: "POLE, POLE" = "Langsam - Langsam" vernimmt man überall. Auch wird einem immer die übliche Begrüßung mit einem Lächeln entgegengebracht und schnell hat man auch das "Jambo" auf den Lippen und grüßt ebenso freundlich lächelnd zurück. Darüber hinaus kann man sich auf englisch, manchmal auf deutsch und französisch, seltener auf spanisch oder italienisch verständigen.  Ein paar Begriffe lernten wir zur Freude der Kenianer auch auf Suaheli - ihr Lächeln wurde dann noch strahlender...

Die Zimmer verfügen über Ventilator, Klimaanlage und Safe. Dieser kann gegen Gebühr genutzt werden. Das Bett ist mit einem Moskitonetz (Moskitos haben wir fast gar nicht bemerkt)  ausgestattet, ein Schrank, ein Stuhl und ein Schreibtisch runden das Inventar ab. Zusätzlich steht ein Tisch mit zwei weiteren Stühlen auf dem Balkon / Terrasse. Die meisten Zimmer bieten Aussicht auf den Garten, nur wenige Räume stehen so dicht am Strand, daß man uneingeschränkt auf den indischen Ozean blickt. Das Badezimmer ist natürlich auch älter, aber immer sauber. Zur Nutzung von mitgebrachten elektrischen Geräten (z.B.: Rasierer / Fön) ist ein Adapter erforderlich.

Es gibt ein Restaurant (direkt neben dem Pool) für Frühstück (ab 07.30h), Mittagessen und Kaffee. Hier kann man sowohl im Freien sitzen - als auch überdacht. Der Umfang der Speiseangebote ist auf die eher familiäre Größe des Hotels ausgerichtet - uns hat es jederzeit sehr gut geschmeckt. Freitags wird in diesem Restaurant gegrillt - an allen anderen Abenden (jeweils von 19h bis 22h) wird das Essen im zweiten Restaurant eingenommen. Auch hier hat man die Möglichkeit sowohl 'drinnen - als auch 'draußen zu sitzen.

 

kenia2005-liege.jpg (261215 Byte)

direkt hinter dem Garten beginnt der Strand

 

Die angebotenen Speisen sind auf den europäischen Geschmack ausgerichtet - dennoch gibt es auch abweichende Zubereitungen zu entdecken. An einem Abend wird im landestypischen Stil gekocht. Ich kann nur empfehlen, die außergewöhnlichen Zubereitungen einmal zu kosten - es hat mich optisch zunächst skeptisch gemacht, anschließend aber kulinarisch begeistert.

Tauchen: im Hotel gibt es die Tauchschule "Barakuda-Diving". Neben den üblichen Kursangeboten wurden auch Schnuppertauchen im Pool und Bootsausfahrten für Schnorchler angeboten. Wir checkten hier ein und wollten insgesamt jeweils 10 Tauchgänge absolvieren. Nach Vorlage des ärztlichen Attests und der Nachweise von Zertifikat und Logbuch ging es ohne Checkdive los. Die Ausrüstung der Tauchschule machte auf uns einen gepflegten Eindruck, die Crew war sehr bemüht: dennoch gab es Mängel: so fiel am dritten Tag auch der zweite Außenbordmotor aus - nun konnten auch Ziele in der näheren Umgebung nicht mehr angefahren werden, nachdem bereits weitere Touren nach Ausfall des ersten Motors nicht mehr möglich waren.

So checkten wir zusätzlich bei der Tauchbasis "The Crab" ein. Diese liegt im benachbarten "Baobab Hotel" und ist in nur drei Minuten über den Strand zu erreichen. Hier hatte ich den Eindruck, daß alles viel professioneller und organisierter ablief. Doch auch hier hatte man mit dem Ausfall von Motoren zu kämpfen und so fuhren nur wenige der insgesamt fünf Boote. Den Unterschied der Tauchschulen kann man nachfolgend auf den Punkt bringen:

Barakuda-Diving: Man schleppt die Ausrüstung selber zum (verhältnismäßig kleinen) Boot, muß für Wasser auf dem Boot extra zahlen und manchmal bei Ebbe das Boot vom und zum Ankerplatz mit erhöhter Anstrengung schieben. Das kann - in Verbindung mit der Maria-Prophilaxe schon mal zu Übelkeit führen. Dafür ist das Boot nicht so voll mit Tauchern besetzt, nicht tauchende Begleitpersonen dürfen kostenlos mitfahren, der Tauchgang ist preiswerter als in anderen Basen und bei der Bezahlung ist man sehr kulant. Das Rauchen auf dem Boot ist erlaubt. Allgemein gilt "POLE, POLE"; Zeiten werden nicht eingehalten, alles kann sich immer verzögern...

Diving The Crab: Hier herrscht auf den allgemein größeren Booten absolutes Rauchverbot. Die (sehr gepflegte Leih-) Ausrüstung wird zum Boot gebracht, Wasser und Obst werden nach den Tauchgängen kostenlos serviert. Das Boot verfügt über Funk und ist so im Notfall bestens ausgestattet. Dafür sind die Tauchgruppen größer und der einzelne Tauchgang - bei nahezu identischen Tauchplätzen - teurer.

kenia2005-tauchplätze.jpg (131645 Byte)

"Diving The Crab" - die Tauchplätze

 

 

 

kenia2005-boot.jpg (137123 Byte)

nach dem Tauchen auf dem Boot

Die Unterwasserwelt besticht hauptsächlich durch wunderschöne farbenprächtige Korallen und jeder Taucher hält in dieser Region natürlich Ausschau nach dem Giganten: dem Walhai. Wir hatten Pech, denn als wir abtauchten, tauchte ein Exemplar direkt neben dem Tauchboot auf. So müssen wir das herbeigesehnte Erlebnis verschieben...  Das Animationsprogramm im Hotel war angenehm zurückhaltend und niemals aufdringlich, andererseits stetig gut besucht und von vielen Gästen gerne angenommen. Wassergymnastik, Volleyball im Pool und am Strand, Wasserball und Fußball wurde täglich gespielt.

Safari: das unvergessliche Highlite folgte am Ende unseres Aufenthalts in Kenia. Wir buchten bei D.M.-Tours im Diani-Shopping-Center und fuhren mit insgesamt vier Gästen und unserem Fahrer Benedikt in einem Jeep zum Nationalpark Tsavo-East. Dort sollten wir am Ende des ersten erlebnisreichen Tages in der Voi-Lodge übernachten. Alles hat gestimmt: der Fahrer war super - die Fahrt im Jeep brachte die richtige Stimmung, Landschaft und Tiere waren überwältigend und die rustikale Voi-Lodge (zwar auch schon ein älteres Baujahr) hatte Flair. So bin ich froh, daß wir diese Tour unternommen haben und kann jedem dieses Abenteuer  nachdrücklich empfehlen.

 

kenia2005-jeep.jpg (272511 Byte)

unser Jeep von "D.M.-Tours"

kenia2005-elefant.jpg (182719 Byte)

Elefanten hautnah in freier Wildbahn

 

kenia2005-lodge.jpg (163320 Byte)

der Blick aus dem Zimmer der "Voi-Lodge"

 

kenia2005-boy-martina.jpg (110954 Byte)

 

kenia2005-bueffel.jpg (171205 Byte)

 

Jambo Kenia! Ein tolles Land. Es ist eine Reise wert - sicher! 

 

 

Zum Seitenanfang          Tauchen          Schiedsrichter          Brückenlauf

 

 

www.minskowski.de