1965
Als Basis für das MuscleCar diente hierbei der Skylark. Als besondere Zutaten verbaute Buick in allen
Gran Sport den verstärkte Rahmen des Cabrios, ein neues Fahrwerk und dicke 7.75x14 Räder. Die verkauften
11.877 Coupe, 47.034 Hardtop und 10.456 Convertible zeigten, dass Buick keinen Fehlstart hingelegt hatte.
Seitens von General Motors existierte eine Hubraumbegrenzung von 400 cui für intermediate Fahrzeuge welche
von dem 401cui großen "nail head engine" nur knapp übertroffen wurde. Dieser Motor, wegen seiner
Dreh-Moment-Freude Wildcat 445 genannt, hatte sich schon seit den 50ziger Jahren in den Fullsize Wagen
bewährt. In der hier verbauten Version leistete er 325 PS bei 4400RPM und 445NM bei 2800RPM. Der Sprint
auf 60 Meilen dauerte 7.8 sec und die 1/4 Meile war nach 16.6 sec bei 86mph geschafft.
1966
Optisch konnte man einen Gran Sport von nun an durch geschwärzten Grill, GS Sticker, zwei funktionslose
Lufteinlässe auf der Haube und geschlitzte Kotflügel vom bloßen Skylark unterscheiden. Ebenso ist die
Identifikation dieser 13% [1.835 Coupe, 9.934 Hardtop, 2.047 Convertible] aller in diesem Jahr produzierten
Skylarks anhand der dritten Stelle der VIN Nummer [6] möglich.
Geschaltet wurde via manuellem 3 oder 4 Ganggetriebe oder 2 Stufenautomatik.
1967
Die alte 401cui Maschine wurde durch den neuen "semi-wedge-head" 400cui Motor ersetzt. Dieser lief bei
identischer Leistung von 340PS bei 5000RPM wesentlich besser und brachte auch den neuen Namen GS 400 mit
sich. Äußerlich wurden die Lufthutzen beibehalten, aber schauten nun nach vorn. Eine neue 3 Gangautomatik
wurde angeboten. Ebenso bekam der GS 400 einen kleinen Bruder, den GS 340 mit 260PS bei 4200RPM.
Hergestellt wurden 1.014 Coupe, 10.659 Hardtop und 2.140 Convertible.
1968
Der Gran Sport wurde überarbeitet und verlor 3 inch Radstand und 4.4 inch Gesamtlänge bei gestiegenem
Gesamtgewicht. Der kleine Motor wurde überarbeitet und hatte fortan 280PS bei 4600RPM aus 350cui.
In Kombination mit der "Super Turbine 300" 2 Gang-Automatik war dies die Basismotorisierung für das nur in Kalifornien
vertriebene Sondermodell Califonia GS. Die wesentlichen Merkmale sind neben California Stickern und
Innenausstattung das Chrompaket - bestehend aus Zierstreifen und Felgen, das Vinyldach und das Deluxe
Lenkrad. Händler aus Colorado haben, begeistert von dieser Idee Colorado GS
Sticker produzieren lassen, welche Anstelle der orginalen California GS montiert wurden.
Als eine weitere Ausstattungsoption wurde das Stage 1 Special Package eingeführt. Hier
bestachen der 400cui Motor mit scharfer Nockenwelle, 11.0:1 Verdichtung und ein Spezialgetriebe die
Kundschaft. Offiziell wurde die Leistung mit 345PS [5PS mehr als Serie] angegeben, jedoch waren 390PS
wohl eher realistisch. Hergestellt wurden 10.530 GS350 Hardtop, 10.743 GS400 Hardtop und 2.454 GS400
Convertible.
1969
Im Ringen um noch mehr Leistung wurden die Buickmotoren durch funktionierende Lufthutzen unterstützt,
was ca. 8% Leistungssteigerung brachte. Werkseitig wurden die Leistungsangaben jedoch nicht verändert.
Zusätzlich zum Stage 1 wurde das Stage 2 Package mit 360PS für den 400cui Motor eingeführt. Hergestellt
wurden 4.933 GS350 Hardtop, 6.456 GS400 Hardtop und 1.776 GS400 Convertible.
1970
GM hob die Hubraumbegrenzung von 400cui für intermediate Fahrzeuge auf und bescherte dem Buick GS
somit sein großartigstes Jahr. Sofort war eine neue 455cui Maschine mit 350PS und
510Nm Drehmoment
bei 2800 RPM erhältlich. Das Stage 1 Packet erhielt zusätzlich eine noch schärfere Nockenwelle und
einen veränderten Vergaser, was offiziell 360PS - real aber über 400PS - lieferte. Hiermit dauerte
der Sprint von 0-60 mph 6.5 sec und die Höchstgeschwindigkeit betrug 129 mph.
Als neue Option kam das GSX Package auf den Markt. Erhältlich war diese Option nur in Saturn Yellow
oder Apollo White mit schwarzen Streifen. Die Leckerbissen sind Front und Heckspoiler, verstärktes
Fahrwerk, G60x15 Reifen, 2 Außenspiegel, Scheibenbremsen vorn, manuelles 4 Gang Getriebe mit Hurst
Shifter und Tachometer auf der Haube. Diese Option wurde nur 678 mal gebaut.
Die Bezeichnung GS 350 wurde durch GS ersetzt. Der 350cui Motor wurde überarbeitet und hatte fortan
315PS bei 4800RPM. Nichtmehr erhältlich waren die California GS Version und der 400cui V8. Hergestellt
wurden 9.948 GS Hardtop, 8.732 GS455 Hardtop und 1.416 GS455 Convertible.
1971
Dem durch Gesetzgebung, Versicherungsprämien und Benzinpreise entstandenen Trend zur Vernunft folgend,
wurde die Kompression der Motoren gesenkt was den 350cui 55PS, den 455cui 35PS und den Stage 1 15PS
kostete. Die GSX Option verkümmerte zum Optikpaket, das es nun aber auch in anderen Farben erhältlich
war. Hergestellt wurden insgesamt 8.268 GS Hardtop und 902 GS Convertible.
1972
Neue Gesetzte forderten, die Leistung der Motoren Netto anzugeben. Ohne Veränderungen an den Maschinen
leistete der 350cui nun 195PS, der 455cui 225PS und der 455cui Stage 1 270PS. Hergestellt wurden 7.723
GS Hardtop und 852 Convertible.
1973
Fortan wurde der GS nicht mehr auf der Plattform des Skylark sondern der des kleineren Buick Century
Coupes gebaut, und auch als Optionspaket "GS" zum Century angeboten. Die Unterscheidungsmerkmale waren
ein schwarzer Grill und große, breite Reifen. Die Motoren leisteten als 350cui 150PS, als 455cui 225PS
und als Stage 1 270PS [728 Stk.].
1974
Die GS Option wurde auf der Plattform des Apollo angeboten.
1975
Die GS Option wanderte wieder zurück zur Century Plattform. Jedoch waren seit 1972 keine wahren MuscleCars
mehr gebaut worden. Der GS war, wie viele seiner Konkurrenten nur noch ein Schatten seiner selbst.
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