Intro
Im Jahr 2000 hatte der Challenger 30. Geburtstag. Hat sich jemand daran erinnert - Nein! Liegt es daran, dass
das Sportcoupe nur vier Jahre gebaut wurde? Oder an der Marke Dodge selbst?
1967 präsentierte GM-Tochter Chevrolet den Camaro. In Anlehnung an dieses Modell designten die Dodge Ingenieure
das "Long Hood - Short Deck" Coupe. Der Challenger war kein reines MuscleCar: Wer auf nur auf Optik stand, ließ
seinem Wagen einen Small Block einpflanzen. Eigentlich war der Challenger nur ein verlängerter Plymouth Barracuda,
denn unter dem Blech arbeitete die gleiche Technik. Die höheren Verkaufszahlen zeigen, dass der Dodge besser bei
den Muscle-Fans ankam.
1970
Die späte Antwort auf den
Ford Mustang
erblickte das Licht der Autowelt. Drei Modelle wurden angeboten: Challenger Six (225 cui), Challenger V8 (318, 340 und
383 cui) und R/T (383 cui Magnum, 426 cui Hemi, 440 cui Sixpack und 440 cui Magnum). Der R/T hatte Zusatzinstrumente,
ein verstärktes Fahrwerk, eine geänderte Motorhaube und größere Trommelbremsen. Die PS-Zahlen reichten von 335 (383er)
über 375/390 (440er) bis 425 (Hemi). Für die Motoren der Modelle Six und V8 gab es eine 3-Gang Schaltung (383 nur
TorqueFlite automatic). Optional war die 4-Gang Schaltung erhältlich (außer 225 six und 383). Den kleinen R/T-Motor
gab es nur mit 3-Gang Schaltung. Bei den anderen konnte man zwischen 4-Gang Schaltung und Torqueflite automatic wählen.
Den Challenger gab es als Hardtop-Coupe, SE-Hardtop-Coupe (mit Vinyldach und kleiner Heckscheibe) und Convertible. Für
die Sicherheit war auch gesorgt: serienmäßiger Seitenaufprallschutz. Für die R/T-Modelle gab es auf Wunsch Scheibenbremsen
für die Vorderräder. Der kleine Dodge hatte einen fetten Kühlergrill mit Doppelscheinwerfern und am Heck dominierte die
durchgehende Rückleuchteneinheit. Im Innenraum setzte man sich auf Vinyl-Einzelsitze und blickte auf mehrere kleine
Rundinstrumente, umgeben von Holzimitat. Insgesamt gab es 46 verschiedene Ausstattungsoptionen und 18 Außenfarben.
Es wurden auch zwei Sondermodelle angeboten. Der Challenger T/A (mit 340 cui Sixpack (290 PS), Fiberglashaube,
Heckspoiler und Seitenauspuff) für die Trans-Am-Rennserie und der Challenger Deputy mit 198 cui Sechszylinder als
Low-Budget-Car (als Option war auch der 318 cui Motor erhältlich).
1971
Die neuen Modelle unterschieden sich nur durch einen neuen Grill, der nun einen zweiteiligen, silbernen
(R/T: schwarz) Einsatz hatte und durch nun zwei rechteckige Rückleuchten an jeder Seite. Der Challenger R/T bekam
neue Zierstreifen und Luftschlitzdummies an den hinteren Kotflügeln. Das Convertible war nur noch in der Basisserie
zu bekommen, das SE-Modell gar nicht mehr. Dodge änderte im Innenraum hauptsächlich die Sitze und Seitenverkleidung.
Der kleinste Challenger war das 198er Sechszylinder Coupe. Die Basismotorisierung der Hardtops war der 225 cui six.
Weiterhin gab es auch noch die schon bekannten Achtzylinder (318 - 283 cui). Zur Auswahl der Kraftübertragung
standen 3-Gang Schaltung (alle Motoren), 4-Gang Schaltung (340 und 383 cui) und TorqueFlite automatic (außer 198 cui)
auf der Liste. Der 440er mit 4fach-Vergaser wurde aus dem Programm genommen. Neu auf der Optionsliste des R/T war der
340 cui Motor aus dem 70er T/A. Aufgrund geringerer Kompression sind die PS-Zahlen etwas kleiner als bei den
Vorjahresmodellen. Chrysler (Dodge, Plymouth) gab ab jetzt für alle Modelle die Netto-PS an.

1972
Das Aussehen des Challengers wurde gründlich verändert. Der Renntankdeckel verschwand, die Front wurde durch eine
gebogene Chromleiste bestimmt und die Rücklichter wurden umgestylt (wieder zwei auf jeder Seite). Der Deputy und das
Convertible liefen aus, der R/T hieß nun Rallye und der Hemi, samt allen anderen Big Blocks, verschwand von dem
Straßeneinsatz. Übrig blieben 225er, 318er und 340er (nur im Rallye). Neu war auch die elektronische Zündung. Alle
Challengers waren Hardtops. Durch nochmals geringere Kompression und reduzierter Leistung konnte bleifreies Normalbenzin
getankt werden.

1973
In diesem Jahr wurde die Karosserie nicht geändert. Einzig mächtige Bumperguards waren an den Chromstoßstangen
zu erkennen ("5 mph impact" - Gesetz). Der Reihensechser war nicht mehr zu haben. Basis bildete der 318 cui V8.
Als einzige Option war nur noch der 340er erhältlich. Der Challenger Rallye war kein eigenständiges Modell mehr,
sondern eine Werksoption, zu erkennen an den Lüftungsschlitzen hinter den vorderen Radläufen und dem "Strobe
Stripe".
1974
Äußerlich war das letzte Modell nicht vom 73er zu unterscheiden. Basismotor war weiterhin der 318er. Der 340er
wurde durch einen 360er ersetzt. Immerhin konnte man noch zwischen 3-Gang Schaltung (Standard), 4-Gang Schaltung
und TorqueFlite automatic wählen.
Outro
Durch das Joint-Venture mit Mitsubishi brachte Chrysler 1978 einen neuen Dodge Challenger (auf Basis des
Mitsubishi Sapporo) auf den amerikanischen Markt. Das Sportcoupe war mit 95,5 cui Vierzylinder (77 PS) und
155,9 cui Vierzylinder (105 PS) zu haben.
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