Dodge Charger History
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Intro
Der Dodge Charger ist die Reaktion auf den Fastback-Tick, der von Mustang und Barracuda gestartet wurde, nur in größeren Ausmaßen. Da Dodge ein Teil der Chrysler Corporation ist, hatte das zur Folge, dass die Modelle oft ähnlich aussahen, wie die der Schwester-Marke Plymouth. Bei einigen Modellen wurden nur die Namen geändert (Demon/Duster, Challenger/Cuda). Eine Ausnahme bildete der Charger, er wurde nur von Dodge gebaut. 1966 stand er erstmals in den Showrooms der Car-Dealer. Der Coronet diente als Vorlage für den Charger, welcher dann aber ein Fließheck hatte.

1966
Dodge Charger Hemi | 1966 Dodge ließ sich bis 1966 Zeit, um auf dem Fastback-Markt mitzumischen. Die Modelle waren nun aber so gewaltig, dass die Anderen nur davon träumen konnten. Basierend auf der Coronet-Plattform, hatte der Charger besagte Fastback-Formen, versteckte Scheinwerfer und durchgehende Rückleuchten. Die Mitfahrer nahmen auf vier Einzelsitzen Platz. Verfügbar waren außerdem alle Anzeigen und Konsolen für vorne und hinten. Die hinteren Sitze konnten umgeklappt werden, wodurch ein sieben Fuß langer Stauraum entstand. Gebremst wurde mit vier Trommelbremsen, aber als Option standen auch Scheibenbremsen an der Vorderachse zur Auswahl.
Unter der Haube saß das Herzstück des Chargers. Standard war der 318cui V8 mit 230PS. Die meisten Käufer entschieden sich aber für den 383cui V8 mit 335PS. Wem das schon zu viel war, konnte seinen Charger auch mit einem 361cui V8 (265PS) bewegen.
Dieses Jahr war auch das Debüt des bekanntesten Motors der MuscleCar-Geschichte, der 426 Hemi. Obwohl es den Hemi-Motor schon in den 50ern und den 426 Hemi seit 1964 gab, war dieser der Erste für den Straßeneinsatz. Der Hemi hatte ab Werk 425PS und 490Nm, im getunten Zustand an die 500PS. Der Aufpreis betrug 1.000$ auf die Basisversion (3.122$).
Dies hatte zur Folge, dass nur 468 Charger mit Hemi einen Besitzer fanden, die dann auch nur 1 Jahr (12.000mls) Garantie statt 5 Jahren (50.000mls) bekamen. Insgesamt wurden 37.344 Modelle verkauft.

1967

Dodge Charger 383 | 1967

Die einzige Änderung gab es in der Motorenauswahl. Neu im Programm war der 440 Magnum mit 375PS und 480Nm. Dies war nun die Basismotorisierung in der R/T Ausstattung. Er war billiger als der Hemi, leichter zu tunen und bei der Beschleunigung bis 60mph nahezu gleich schnell, also ausreichend für Straßenrennen. Für ernsthafte Rennen war der Hemi aber immer erste Wahl. Produziert wurden insgesamt 15.788 Charger.

1968
Dodge Charger 440 R/T | 1968 Das 68er Modell wurde innen und außen komplett neu gestaltet, so dass es bestaussehendstes Chrysler-Produkt der 60er genannt wurde. Der Charger hatte keine Ähnlichkeit zu irgendeinem anderem Dodge, er war der reine B-Body. Wiederrum waren zwei Modelle erhältlich, der Charger und der leistungsstärkere Charger R/T.

Der Motor für die Einsteiger war der 318er V8 mit Doppelvergaser (230PS). Weiterhin konnte man seinen Charger mit dem 383cui V8 erwerben. Dieser hatte dann 290 (mit Doppelvergaser) oder 330PS (mit Vierfachvergaser). Interessanter war aber der Charger R/T. Standard war hier immer noch der 440er und die Option der verbesserte 426 Hemi. Wie beim Coronet R/T war eine 3-Gang TorqueFlite Automatik Serie. Außerdem hatten beide Modelle die gleichen Federungs- und Fahrwerkskomponenten.

Der R/T war an Emblemen in Grill und Heck und an den Rennstreifen zu erkennen. Alle Charger hatten Sportsitze, versteckte Frontlichter und einen Schnelltankverschluß. Später im Modelljahr gab es noch einen 225cui Sechszylinder (145PS) ohne Aufpreis.

Nach dem 1. Juni gebaute R/T Modelle mit Hemi und Viergang Getriebe hatten sichtbare Frontlichter, einen bündigen Grill und Chromrahmen an der Vorderscheibe. Insgesamt wurden 92.590 Charger gebaut (davon 906 Sechszylinder und 475 R/Ts mit Hemi).

1969
Dodge Charger 500 | 1969 Es gab in diesem Modelljahr nur leichte Veränderungen an Karosserie. So hatten jetzt alle Charger einen geteilten Frontgrill, geänderte Rückleuchten und nun rechteckige Seitenleuchten.
Als neue Ausstattungsvariante konnte man seinen Charger mit dem SE Package ordern. Dies beinhaltete Ledersitze, Holzapplikationen, polierte Pedale und ein Sportlenkrad.
Die Motorenpalette blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Beim R/T wurden nur die Seitenstreifen leicht verändert. Zur Auswahl standen die Farben schwarz, weiß und rot. Als kurze Option standen W23 15" Cast-Center Räder zur Verfügung, nachdem die Händler Herstellungsschäden bei den originalen Magnum Rädern feststellten.

Dodge Charger Daytona | 1969 Um Dodges NASCAR-Aktivitäten zu promoten, wurden 500 modifizierte Charger gebaut. Sie bekamen den Namen Charger 500. Angetrieben wurden sie mit dem 440er oder dem 426 Hemi wahlweise mit Viergang Getriebe oder TorqueFlite Automatik. Außerdem wurde die Aerodynamik verbessert. Die Karosseriearbeiten wurden von Creative Industries vorgenommen. Der Charger 500 war aber nicht so überzeugend wie vorher angenommen.
Es wurden also noch einmal 503 modifizierte Charger gebaut - der Charger Daytona. Dieser hatte zur weiteren Verbesserung der Aerodynamik eine 18" lange Nase und einen riesigen Heckflügel. Auf der Rennstrecke waren Spitzengeschwindigkeiten von über 150mph möglich. 85.680 Charger fanden einen neuen Besitzer, darunter waren 19.298 R/T.

1970
Als optische Veräderung waren chromeingefasste Stoßstangen zu erkennen. Bei der Auswahl seines zukünftigen Autos konnte man zwischen Charger, Charger 500 und Charger R/T wählen. Der Charger 500 war aber nicht mehr das High Performance Car wie im vorangegangenem Modelljahr. Die Sonderausstattung beinhaltete u. a. Vinylsportsitze, eine elektrische Uhr und die 500-Embleme an Front und Heck.

Dodge Charger 440 R/T | 1970

Das SE Package gab es nur für 500 und R/T. Hier erhielt man zusätzlich Ledersitze, Holzapplikationen, Ablagemöglichkeiten in den Türen, Radkappen und zum ersten Mal ein elektrisches Sonnendach. Der Charger R/T bekam eine Lufthutze, verschieden Arten von Rennstreifen und Federung und Bremsen aus dem Vorjahr. Zu den schon bekannten Motoren kam der 440 Sixpack mit 390PS.
Die Verkaufszahlen gingen auf 46.315 Stück zurück.

1971
Dodge Charger 500 | 1971 Das 71er Modell bekam ein komplett neues Chassis mit verkürztem Radstand, neu gestalteten Seitenscheiben und versenkbaren Scheibenwischern.
Standard beim R/T war der 440er mit TorqueFlite Automatik. Optional gab es noch den 440 Sixpack und den 426 Hemi. Ausgeliefert wurde der Charger R/T mit verstärkter Federung, Trommelbremsen, Sportsitzen, Lufthutze und Seitenstreifen.
Für sein letztes Jahr war nun der Super Bee ein Charger Modell. Das Erscheinungsbild war ähnlich dem des R/T. Unter der Haube arbeitete ein 383cui V8 mit Vierfachvergaser (300PS). Geschaltet wurden die drei Gänge per Hand. Erhältlich waren auch 340er, 440 Sixpack und 426 Hemi. Im Innenraum gab es eine durchgehende Sitzbank, Einzelsitze als Option.
Verkauft wurden 4.144 Super Bee und 2.659 R/T.

1972
Optische Änderungen gab es in diesem Modelljahr nicht. Aufgrund der neuen Emissionsgesetze tat sich aber einiges bei der Wahl der Motorisierung. Der 426 Hemi und der 383er wurden aus dem Programm genommen. Kleinster Motor war der 318cui V8. Ein 400cui V8 mit 255PS ersetzte den 383er.
Da nun die Netto-PS angegeben wurden, klangen die PS-Zahlen der Spitzenmotoren nicht mehr so beeindruckend. Der 440er hatte 280 und der 440 Sixpack 330PS.

1973
Dodge Charger SE | 1973 Das neue Modell hatte leichte Veränderungen an Front und Heck und größere, hintere Seitenscheiben. Das optionale Rallye Package hatte außerdem Seitenstreifen, eine gewölbte Motorhaube, breite Reifen mit weißer Schrift und zusätzliche Instrumente.
Der 400cui V8 bekam 5PS mehr. Als Option kam ein 400cui V8 mit 175PS hinzu. Die beiden 440er blieben unverändert.

1974
Der Topmodell des Charger wurde weiterhin mit dem 440cui V8 (280PS) angetrieben. Der 440 Sixpack war nicht mehr zu bekommen. Es war das letzte Jahr in dem der Charger als Performance Car bezeichnet werden konnte.

Das folgende Modell wurde im Luxussektor neu positioniert. Auch wenn Chrysler weiterhin den Modellnamen Charger verwendete, konnte keines dem der MuscleCar-Ära das Wasser reichen.

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