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1964 - 1965 |
1966 - 1968 |
1969 - 1973 |
1974 - 1979 |
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Amerikas Strassen wurden in den 50er und 60er Jahren von schweren Blechkarossen beherrscht. Politisch
wurde durch den Friedensnobelpreis an Martin Luther King jr. ein Zeichen gesetzt, die Musikindustrie wurde durch die
Rolling Stones belebt und die Berufsgruppe der Marktforscher suchte nach Existenzberechtigung - die Welt befand sich
im Aufbruch.
Europäische Exporteure eroberten mit ihren Kleinwagen zunehmend die amerikanische Kundschaft. Dies verwunderte kaum
da die Hälfte der Neuwagenkäufer ein Alter von 18 bis 34 Jahren aufwiesen und großen Wert auf sportliche, individuelle und vor
allem preiswerte Fahrzeuge legte. Die Markforscher von Lee Iacocca, dem damaligen Vizepräsident von Ford zählten zu
den ersten die diese Tendenz bemerkten.
Die Vision des kleinen schnittigen Sportwagens für unter 2500,-$ war geboren. Der erste, wohl noch durch die Zeiten
des Thunderbirds geprägte Prototyp entstand, unter der Bezeichnung T5, als sportlicher Zweisitzer. Ein niedriger
Preis sollte durch verwenden von Komponenten aus dem Ford Cardinal und Consul gewährleistet werden. Im ersten Anlauf
konnte jedoch noch nicht überzeugt werden, da Kriterien wie z.B. vier Sitze nicht erfüllt wurden. Für den zweiten
Prototyp engagierte Iacocca vier Teams um seine Ideen in die Tat umzusetzen. Das Ford Division Team um Joe Oros und
David Ash überzeugte schließlich Iacocca und Henry Ford den II., und der Wagen konnte 1964 auf der
Weltausstellung in New York vorgestellt werden.
Bei der Namensfindung verhalf der amerikanische Patriotismus, der erfolgreichste Jagdflieger der US-Airforce, die P51
Mustang stand Pate. Das Legendäre Running Horse entstammt in dynamisch modifizierter Version der
Motorverkleidung der Königin der Lüfte.
Was in Deutschland als Renault 4 oder VW Käfer unter dem Deckmantel Studentenauto Kariere machte, war der rund 4,50
Meter lange, mit schalensitzähnlichem Gestühl und Stockschaltung (wahlweise natürlich mit Automatik) ausgerüstete
Mustang in Amerika. Mit einer beispiellosen Werbekampagne gelang es Ford, innerhalb von vier Monaten über 100 000
Exemplare abzusetzen. Die Mustang der ersten Generation verkaufte sich bis 1973 knapp drei Millionen mal.
Eine neue Ära im amerikanischen Fahrzeugbau, die der Pony Cars wurde eingeläutet. Als MuscleCar hatte es der
Mustang schwer sich gegen andere Marken durchzusetzen, weshalb Ford auf Carroll Shelby zurückgriff.
Da die Firmen Kreidler und Krupp sich in Deutschland den Namen Mustang schon für Mopeds und Lastwagen gesichert
hatten wurde der Mustang hierzulande - etwa zeitgleich - als T5 angeboten.
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1964½ Ford Mustang
Die Produktion startete am 9. März 1964 in Dearborn, Michigan. Der erste Mustang wurde am 17. April 1964
ausgeliefert. 2368 Dollar kostete die Standard-Version mit 101 PS starkem und 170 cid großem Reihensechszylinder
Motor. Erhältlich waren nur die Bauformen Hardtop und Convertible. Mitte August 1964 endete das erste
Produktionsjahr.
Als Motoren standen der 170cid Reihensechszylinder (101PS), 260cid V8 (164PS), 289cid V8 (210PS) zur Wahl.
Ab Juni wurde der 260er V8 durch einen neuen 289er V8 (200PS) ersetzt. Die anderen Motoren bekamen eine
Leistungssteigerung. Es wurden insgesamt 121.538 Mustangs produziert.
1965 Ford Mustang
Das Modelljahr 1965 begann am 1. September 1964 mit der Einführung des 2+2 Fastback. Ende Januar 1965 stellte
Carroll Shelby den ersten Shelby Mustang der Öffentlichkeit
vor. Alle 1965 gebauten Shelbys (L.A.) waren weiß und hatten meist zwei blaue LeMan-Streifen und die Karosserie
des Fastback. Das große "running horse" wurde durch das dreifarbige "running horse" ersetzt und hat seinen Platz
im Grill auf der Fahrerseite. Der optimierte 289 High Performance Motor (306 PS) mit COBRA-Schriftzug inhaliert
durch eine Lufthutze in der Fiberglashaube.
Nach dem ersten sehr erfolgreichen Produktionsjahr (400.000 Stk.) wurde die "gt equipment group" als
Ausstattungsoption eingeführt. Optisch differenzierte sich diese Variante durch ein aufeinander stehendes GT an den
vorderen Kotflügeln, GT-Streifen zwischen den Radausschnitten, Doppelauspuffanlage, Nebelscheinwerfer im
Kühlergrill. Zu den inneren Werten zählten die vorderen Scheibenbremsen und nicht zuletzt die
four-barrel carburetor Motorisierung mit 289cid (225PS) bzw. dem 289cid
Hi-Perfomance (271PS). Die Motorenpalette umfasste auch einen neuen 200-1V Reihensechszylinder (120PS).
Insgesamt wurden 559.451 Wagen produziert.
Das 65er Convertible Modell wird zudem zum offiziellen Pace Car des 48ten Indianapolis
500 Rennen ernannt. Es werden 36 (260 cid) Fahrzeuge in Wimbledon White, der Pace-Car-Farbe, gebaut. Drei
davon werden mittels 289 cid V8 mit four-barrel carburetor, Hochleistungszylinderköpfen, Hi-Po hydraulic lifter
Nockenwellen und heavy duty Borg-Warner T-10 Getrieben für die Veranstaltung getuned.
1966 Ford Mustang
Optisch wurden nur kleinere Stylingrevisionen vorgenommen. Auffallend war lediglich der geänderte Grill, der
nun nur noch ein waagerechtes Rippendesign besaß.
Die Sonderausstattungsliste wuchs auf insgesamt 70 Optionen.
An den verfügbaren Motoren wurden keine wesentlichen Veränderungen vorgenommen, lediglich war die Farbe
aller 66er Motoren blau. Im Innenraum wurden Rundinstrumente zum Standart.
Die Shelby Farbpalette wurde um die Farben rot, blau, grün und schwarz, in Kombination mit weißen Streifen, erweitert.
Für die Autovermietung Hertz wurden, zu Werbezwecken, exklusiv 1.000 Fahrzeuge mit goldenen Streifen bestückt.
Es wurden sechs Shelby convertible produziert, die jedoch nie in den Verkauf gelangten.
Insgesamt liefen 607.568 Mustangs vom Band.
1967 Ford Mustang
Aufgrund wachsenden Konkurrenzdrucks (Camaro, Firebird, Cougar) fand eine komplette Überarbeitung statt. Der Mustang
wurde größer (Radstand unverändert), bekam einen geänderten Grill, eine neue Heckansicht (Rückleuchten) und
Lufteinlässe in den hinteren Kotflügeln. Die Dachlinie des Fastbacks wurde bis zum Heckende des Wagens gezogen.
Der Convertible wurde um eine faltbare Glasscheibe im Verdeck attraktiver. Der gewonnene Platz unter der Motorhaube
konnte nun endlich durch einen, schon aus dem Thunderbird bekannten 390-4V (320PS), Big Block gefüllt werden. Es
wurden 472.121 Mustangs produziert.
Es war übrigens ein modifizierter 67er Shelby GT500, der in dem Film Nur noch 60
Sekunden in eine der Hauptrolen schlüpfte.
1968 Ford Mustang
In diesem Jahr wurden hauptsächlich die Motoren der Mustangs überarbeitet. Standart blieb der 200cid Sechszylinder mit
nun 115PS, der 289cid wurde durch einen neuen 302cid mit 230PS ersetzt, der 390cid leistete jetzt 325PS und der
427cid 390PS - mit denen er 5,9 Sekunden von 0-60 mph und 13,5 Sekunden für die Viertelmeile bei einer maximalen
Geschwindigkeit von 106 mph benötigte. Den Fordstall verließen 317.404 wilde Pferde.
In Bullitt teilten sich ein dunkelgrüner 68er Mustang, ein
Dodge Charger und Steve McQueen die Hauptrolle.
Shelby produzierte fortan in Livonia, Michigan. Die Mustangs aus der Shelbyschmiede wurden in Shelby Cobra G.T.350
bzw. G.T.500 umbenannt. Im 350er "blubberte" nun ein 302cid mit 250PS und Holly 600cfm 4Barrel Vergaser, im
500er ein 428cid mit 360PS und Holly 715 4Barrel Vergaser. 1968 kam auch der 428 Cobra Jet heraus, dessen Leistung
mit 335PS um ca. 15% zu gering angegeben wurde. Derartige Fahrzeuge hießen GT 500KR ("King of the Road").
1969 Ford Mustang
Hier beginnt in meinen Augen die neue Mustang Generation. Der Wagen wächst in Länge und Breite bekommt
Doppelscheinwerfer, geänderte Heckleuchten und das Pony verschwindet gänzlich aus dem Grill.
Der Fastback heißt nun Sportsroof und es werden die Modelle Grande(Vinyldach und Plüschinterieur), Mach 1(verspoilert), Boss 302, Boss 429 eingeführt.
Als Motorisierung stehen 6Zylinder mit 200cid (115PS), 250cid (155PS) oder V8 mit 302cid (220 oder 290PS),
390cid (320PS), 428cid (335PS) und 429cid (375PS) zur Verfügung. Es werden 299.824 Fahrzeuge abgesetzt.
1970 Ford Mustang
Der Frontgrill wird durch integrieren von 2 funktionslosen Lüfteinlässen an seinen äußeren Enden verändert
und die GT Ausstattung wird (bis 1982) abgeschafft. Ein weiterer Motor, der
Windsor 351C V8 mit 250PS, gegen 26 Dollar Aufpreis auch 300PS, wird eingeführt. Ford gewinnt mit dem Boss 302 die
Trans Am-Meisterschaft. Die Produktion sinkt weiter auf 190.727 Exemplare.
1971 Ford Mustang
Ford vergrößert sein Ponycar erneut. Der Wagen basiert nun auf einem geänderten Chassis, wodurch ein längerer
Radstand und mehr Breite möglich wird. Weiterhin wird ein flacherer Frontgrill eingebaut. Trotzdem sinkt die
Produktion weiter auf nunmehr 149.678 Autos.
1972 Ford Mustang
Die Kompression der Mustangmotoren wird auf Grund der Umstellung auf Bleifreies Benzin verringert. Somit sinkt
die Leistung der Maschinen. Es wird kein Big Block mehr hergestellt. Der stärkste Motor im Programm ist nun der
gedrosselte 351H.O., welcher im Boss seine arbeit verrichtet. Die Produktion sinkt weiter.
1973 Ford Mustang
Im Grill werden vertikale Standlichtern integriert. Die Produktion des Convertible wird eingestellt. Der Mustang
ist mittlerweile zu einer für einstige Verhältnisse doch langweiligen 2-door Limousine (er-)wachsen. 1973 ist das
letzte Produktionsjahr für den Mustang der I. Generation.
1974 Ford Mustang - die II. Generation
Die neue Baureihe orientierte sich wieder etwas mehr an dem einstigen Geist des Mustangs, was der Kundenkreis mit
einem auf 385.993 Stück getiegenen Absatz honorierte.
Die wirtschaftlichen Folgen der Ölkrise spiegeln sich in dem neuen Wagen wieder. Als Motorisierung steht nur noch
ein 2,3 Liter 4 Zylinder oder 2,8 Liter 6 Zylinder zur Wahl. Es wird zum ersten mal, wenn auch nur für die 74er
Baureihe kein 8 Zylindermotor mehr angeboten. Das 75er Modell erhielt eine verlängerte Frontpartie, um eben diese
Maschine unterzubekommen. Es wurde der Targa (T-Top) zusätzlich zu den Modellen Hardtop, Hardtop Ghia (als Synonym
für die Luxusausstattung), Fastback 2+2 und Fastback Mach 1 eingeführt. Bis zur Präsentation des letzten Wagens der
II. Generation 1978 wurden keine wesentlichen Veränderungen vorgenommen. Als Abschiedsmodell wurde der King Cobra II
angeboten.
1979 Ford Mustang - die III. Generation
Der Mustang der III. Generation, mit strengeren europäischen Zügen wird Serienmäßig weiterhin mit 4 Zylindermotor
ausgeliefert, als Option standen 2,8 Liter V6, 4 Zylinder Turbo und 302cid V8 mit 140PS zur Wahl. Die
Karosserievarianten Fastback und Hardtop wurden in Hatchback bzw. Notchback umgenannt, und optional in der
Ghiaversion angeboten. Der neue Mustang agiert 1979, beim 62ten Indianapolisrennen, zum zweiten mal als Pace Car.
In der 80er Baureihe wurde der 302cid V8 Motor durch einen 255cid mit verringerter Leistung
ersetzt - als Reaktion auf die 2. Ölkrise? - und ausschließlich mit Automatikgetriebe angeboten.
Fords Ingenieure entwickeln in Kooperation mit Mazda Anfang der 80er Jahre einen "Nachfolger" für den Mustang, den
Probe GT. Ob es sein Misserfolg war, welcher uns den Mustang bis Heute im Programm erhalten blieben ließ? Wie auch
immer, der Mythos lebt weiter und ist wohl am ehesten noch im Cobra SVT mit 305 PS zu verspüren.
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