Mercury Cougar

Intro
Die Marke Mercury wurde 1935 gegründet. Bei der Namensgebung stand Merkur, der Gott der römischen Kaufleute Pate. Er ist Sinnbild für das listige Gelingen schlechthin, für Verschlagenheit und jugendliche Kraft. Ebenso gehört die Nacht, mit den Eigenschaften der Verlockung, Irreführung und Beruhigung in sein Revier. Er hält ebenso das Amt des Totengeleiters.
Die amerikanische Regierung benannte eine Serie bemannter, einsitziger Raumkapseln Mercury. J.O.Glenn unternahm mit ihnen am 20.2.1962 als erster Amerikaner einen Orbitalflug. Das Mercuryprogramm war die Vorbereitung auf weitere bemannte Raumfahrtprogramme wie Apollo und Gemini.
Der Name Cougar bedeutet soviel wie Berglöwe oder auch Puma. Mit einem Fahrzeug wurde dieser Name zuerst von Ford auf der New Yorker Autoausstellung von 1962 in Verbindung gebracht. Es handelte sich hier um das Konzeptcar Ford Cougar 406.
Der Mercury Cougar basiert auf der Plattform des Ford Mustang, ist dabei jedoch insgesamt deutlich Größer und, getreu dem Leitbild der Marke Mercury, luxuriöser ausgestattet. Er wurde ausschließlich als zweitüriges Coupe oder Cabrio gebaut.

1967
Mercury Cougar XR7 - 1967

Unter der Motorhaube wurde die Verwandtschaft zum Mustang wieder deutlich. Es kamen die Motoren 289 cid 2-V 200PS, 289cid 4-V 225PS zum Einsatz. Das gt performance package beinhaltete unter anderem spezielle Federn und Stoßdämpfer, Stabilisatoren, breitere Räder, Scheibenbremsen vorn und als besonderes Bonbon den 390 cid 4-V 320PS Motor. Mercury Cougar - Dan Gurney Special Zur Wahl stand ein manuelles 3 oder 4 Gang Schaltgetriebe oder die 3 Gang Automatik. Eine Luxusversion beinhaltete sogar Luftfederung, Gepäckträger, Skiträger, CB-Radio und 23cm Fernseher. Die Hochleistungsversion des Cougars war der XR-7. Er wurde als Konkurrent zu den europäischen Importen konzipiert. Die nach dem Teamchef des Cougar Racing Teams benannte Version Dan Gurney Special des XR7 wartete unter anderem mit einem Motorchrom-Paket und speziellen Felgen auf. Es wurden 150.893 Pumas freigelassen.

1968
Mercury Cougar XR7-G Optionen In diesem Jahr gewann der Cougar den Preis für das "best ausgestattetste luxuriöse Sportauto" des Jahres. Wegen neuer Sicherheitsbestimmungen bekam der Cougar an den vorderen Kotflügeln Blinker, und die Motorleistung musste auf Grund von Abgasvorschriften reduziert werden.
Ein 302cid 2-V 210PS Motor ist fortan die Standartmotorisierung (zu erkennen an der Einrohr Auspuffanlage), des weiteren sind 302cid 4-V (230PS), 390cid 2-V (280PS), 390cid 4-V (325PS) sowie das neue GT-E performance package mit 427cid 4-V (390PS) bzw. später 428cid 4-V (335PS) CobraJet Maschine lieferbar.
Als neue Option wurde, parallel zum bestehenden Dan Gurney Special Paket, die XR7-G (G steht dabei für Gurney) Version eingeführt. Dieses Paket enthielt: Elektrisches Schiebedach (von der American Sunroof Corporation), Lucas oder Marchal Nebelscheinwerfer, eine Fiberglasmotorhaube mit Haubenhutzen-atrappe (bis auf den 428er), Spezialfelgen, Motorchrom...
Die Autovermietung Hertz bestellte, im Rahmen ihres "Rent-a-Racer" Programmes, 188 dieser, mit 390 4-V Motor bestückte Wagen. Diese kannst Du übrigens an der auf xx8050 endenden 6 stelligen DSO Nummer erkennen.
Insgesamt wurden 13.726 Cougars produziert, als Standard kostete er $2.933 und als XR7 $3.232. Das G Packet kostete damals weitere $667, das AM Radio $61, die Serolenkung $95, eine Klimaanlage $360, Scheibenbremsen $65 und getönte Scheiben $30.

1969
Das Eliminator Optionspaket wurde eingeführt. Es bestand aus dem Eliminator Equipment Package für 130,-$ und der Eliminator Decor Group für 70,-$ .
Besondere Details waren hier Hochlehnensitze aus Vinyl, Zusatzinstrumente, Front- und Heckspoiler, schwarzer Kühlergrill, spezielle Felgen, Haubenhutze, von innen verstellbare Racingaussenspiegel, Hochleistungs-Hinterachse, seitlichen Eliminator Streifen sowie veränderte Details an der Innenausstattung. Der Eliminator war mit Windsor 351W cid 4-V (290PS), 390cid 4-V (320PS), 428cid 4-V (335PS) und ab Mitte 1969 mit dem Boss 302cid 4-V Motor mit 290PS lieferbar. Es wurden 2.411 Eliminator hergestellt.

1970

Mercury Cougar XR7 - 1970

Der Cougar bekam wieder einen senkrechtgerippten Frontgrill, welcher in der Eliminatorversion schwarz lackiert war. Die Innenausstattung wurde durch die Hochlehnensitze des 69er Eliminator aufgewertet. Der Standard Cougar war nun mit dem 351 CID 2-V ausgestattet. Ein neuer 351cid Cleveland mit 4-V Autolite-Vergaser leistete 300PS bei 5400 U/min. Des weiteren waren CJ 428cid und Ram Air CJ 428cid mit 335PS, und der Boss 302cid lieferbar.
Es wurden insgesamt 70.143 Cougars und 2.200 Eliminator produziert. Das Standard Coupé kostete $2.917 das Cabriolet $3.264 das XR7 Coupé $3.201 und das XR7 Cabriolet $3.465.

1971
Mit der kompletten Überarbeitung des Cougars wurde dieser wie die anderen MuscleCars größer, schwerer und breiter. Der Standard Cougar wurde mit dem 351C cid 2-V (240PS) ausgeliefert. Optional waren noch die Motoren 351C CID 4-V (285PS) und 429cid 4-V (370PS) wählbar. Als Ersatz für den nicht mehr hergestellten Eliminator gab es fortan ein GT-Paket für $129. Hierzu gehörten Haubenhutze, stärkere Stossdämpfer, bessere Kühlung, spezielle Raddeckel und Weißwandreifen. Es liefen 62.864 Cougars vom Band. Das Standard Coupé kostete $3.285, das Cabriolet $3.415 das XR7 Coupé $3.314 und das XR7 Cabriolet $3.454.

1972
Optisch wurde am Cougar nichts verändert. Die Motorenpalette wurde auf drei 351cid Maschinen beschränkt. Als Standard war ein 2-V mit 163PS verbaut, optional gab es den 4-V mit 262PS und den CJ 4-V mit 266PS. 53.702 Cougars wurden produziert. Das Standard Coupé kostete $3.016, das Cabriolet $3.370, das XR7 Coupé $3.323, und das XR7 Cabriolet $3.547.

1973
Optisch wurden geringe Veränderungen vorgenommen. Der Frontgrill bekam wieder senkrechte Rippen. Das GT-Paket sowie das manuelle 3-Gang Getriebe wurden abgeschafft. Das letzte Cougar Cabriolet, ein weißer XR7 mit weißem Softtop, verließ am 3. Juli 1973 die Produktionsstätte, kostete $5.173 und war mit sämtlichen erhältlichen Optionen, außer dem manuellen 4-Gang Getriebe, ausgestattet.

1974
Fords Lincoln-Mercury-Division steuerte den Cougar mit einer erneuten Überarbeitung in Breite und Länge in die Kategorie der Luxus-Wagen. Sportlichkeit wurde abgeschafft, und es war lediglich die Version XR7 noch lieferbar. Das ehemalige PonyCar konnte ab 1977 auch als viertürige Limousine oder Kombi bestellt werden...

Anekdote
Anfang der 70er-Jahre kam man im Ford Hauptquartier zu dem Entschluss, den Mercury Cougar vom Markt zu nehmen. Der Lincoln-Mercury-Leiter antwortete hierzu: Ich kann dazu nur eins sagen: Man kann einen Katzenhaushalt nicht ohne Katze führen. Dieser "Witz" hat dem Mercury Cougar das Leben gerettet, aber wohl auch das später folgende neue Marktsegment eingeläutet.

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