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Trauer

Jetzt kommt die Nacht, die erste Nacht im Grab.
O´ wo ist aller Glanz, der dich umgab?
In kalter Erde ist dein Bett gemacht.
Wie wirst du schlummern diese Nacht?
 
Vom letzten Regen ist dein Kissen feucht.
Nachtvögel schreien, vom Wind empor gescheucht,
kein Lämpchen brennt dir mehr, nur kalt und fahl
spielt auf der Schlummerstatt der Mondenstrahl!
 
Die Stunden schleichen - schläfst du bis zum tag?
Horchst du wie ich auf jeden Glockenschlag?
Wie kann ich ruhn und schlummern kurze Frist,
wenn du, mein Lieb´. so schlecht gebettet bist!
 
Du kamst, du gingst mit leiser Spur,
ein flüchtiger Gast im Erdenland;
Woher? Wohin? Wir wissen nur:
aus Gottes Hand in Gottes Hand.
                                                                            Ludwig Uhland
 
  •  
Leben heißt bereit sein,
irgendwann zu sterben,
Lieben heißt bereit sein,
irgendwann Abschied zu nehmen.
 
  •  
Der Tod hat keine Bedeutung-
ich bin nur nach nebenan gegangen.
Was wir einander bedeuten, bleibt bestehen.
Nennt mich bei meinem vertrauten Namen.
Sprecht in der gewohnten Weise von mir.
Hüllt euch nicht in Schweigen und Kummer,
wenn ihr von mir sprecht, so tut es ohne jegliche Traurigkeit.
Ihr seht mich nicht, aber ich bin unter euch.
Ich warte auf euch, ganz in der Nähe.
                                                                    Henry Scott-Hollan
 
  •  
Das kostbarste Vermächtnis eines Menschen ist die Spur,
die seine Liebe in unseren Herzen zurückgelassen hat.
                                                                                  Autor unbekannt
 
  •  
Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es dir sein, als lachten die Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne.
Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.
                                                               Saint-Exupéry
 
  •  
Je länger du dort bist, um so mehr bist du hier,
je weiter du fort bist, um so näher bei mir.
Du wirst mir notwendiger, als das tägliche Brot ist -
du wirst lebendiger, je länger du tot bist!
                                                               Autor unbekannt
 
  •  
Von fern die Uhren schlagen, es ist schon tiefe Nacht,
die Lampe brennt so düster, dein Bettlein ist gemacht.
Die Winde nur noch gehen wehklagend um das Haus,
wir sitzen einsam drinnen und lauschen oft hinaus.
 
Es ist, als müsstest leise du klopfen an die Tür,
du hättest dich verlaufen und kämst zurück zu mir.
Wir armen, armen Toren! Wir irren ja im Graus,
des Dunkels noch verloren - du fandest längst nach Haus.
                                                                     Joseph von Eichendorff
 
  •  
Leuchtende Tage -
nicht weinen, weil sie vorüber,
sondern lächeln, dass sie gewesen.

                                                                           Tagore

 
  •  
Von dem Menschen, den du geliebt hast,
wird immer etwas in deinem Herzen zurückbleiben,
etwas von seinen Träumen,
etwas von seinen Hoffnungen,
etwas von seinem Leben,
alles von seiner Liebe.
 
  •  

Ich wusste, dass ich Dich vermissen würde...

Wenn einem so viel an einem Menschen liegt, wie mir an Dir,
dann ist es schwer, sich an eine Trennung zu gewöhnen.

Ich dachte zuerst, ich könnte sie leicht ertragen und damit zufrieden sein,
nur an Dich zu denken. Aber es ist doch nicht immer so einfach.

Manchmal würde mich Deine Anwesenheit allein schon glücklich machen.

Ich wusste, dass ich Dich vermissen würde.

Ich wusste nur nicht, wie sehr.

 

 
  •  
Das einzig Wichtige im Leben
sind die Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.
                                                                       Autor unbekannt
 
  •  
Eine Stimme,
die uns vertraut war, schweigt.
Ein Mensch,
der immer für uns da war,
lebt nicht mehr.
Was uns bleibt
sind Liebe, Dank und Erinnerung an viele schöne Stunden.
 
  •  
Ihr, die Ihr mich geliebt habt,
trauert nicht um das Leben, das ich beende,
sondern freut Euch mit mir
über das Leben, das ich beginne.
                                                               Augustinus
 
  •  
Wer in Gedanken seiner Lieben lebt,
ist nicht tot, er ist nur fern;
tot ist nur, wer vergessen wird.
                                                             Freih. v. Zedlitz
 
  •  
Abschied

Erinnerungen keimten in ihr auf,
wie das Schicksal nahm seinen Lauf.
Letztes Jahr noch mit Blumen in der Hand,
morgen schon mit Tränen in einem anderem Land.

Wie gerne hätte sie ihn noch mal gesehen,
zu spät, bald schon muss sie gehen.
Eine Nacht noch die Liebe genießen,
lange Zeit werden die Tränen fließen.

Bestimmt, eines Tages in ferner Zeit,
steht das Glück für beide wieder bereit.
So ist jede Träne ein Teil vom Herzen,
jede von ihnen erlebt sie als Schmerzen.

Doch manchmal fliegt ein Lachen übers Gesicht,
nein, die Erinnerung, die verliert sie nicht
 
  •  
Niemals geht man so ganz,
irgendetwas von dir bleibt hier.
Es hat seinen Platz immer bei mir.
                                                Liedtext
 
  •  
Auferstehen ist unser Glaube,
Wiedersehen - unsere Hoffnung,
Gedenken - unsere Liebe.
                                                                           Autor unbekannt
 
  •  
Unsere Herzen werden Dich niemals
auch nur eine Sekunde verlassen
und wir sind und wir werden bis in die andere Welt hinein
diejenigen sein, die Dich ohne Grenzen lieben.

                                                                          Autor unbekannt

 
  •  
Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein.
Du wirst Lust haben, mit mir zu lachen.
Und du wirst manchmal dein Fenster öffnen, gerade so, zum Vergnügen...
Und deine Freunde werden sehr erstaunt sein, wenn sie sehen, dass du den Himmel anblickst und lachst.

                                                                    Antoine de Saint-Exupéry

 
  •  
Spuren im Sand 

Eines Nachts hatte ich einen Traum: Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn. Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens. Besorgt fragte ich den Herrn: „Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?“ Da antwortete er: „Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.“ 

Margaret Fishback Powers 

Copyright © 1964 Margaret Fishback Powers Übersetzt von Eva-Maria Busch Copyright © der deutschen Übersetzung 1996 Brunnen Verlag Gießen. www.brunnen-verlag.de

 
  •  
Wenn ich die Sonne nicht sehen kann
liegt es an den Wolken, die zwischen uns sind.
Wenn ich dich nicht sehen kann
liegt es an den Welten, die zwischen uns sind.
Wolken lösen sich auf, Welten irgendwann auch.
                                                                       Autor unbekannt
 
  •  
Noch immer sind sie da, die Spuren deines Lebens,
Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle,
die uns an dich erinnern und uns glauben lassen, dass du da bist.
                                                                     Autor unbekannt
 
  •  
Träume, als würdest du ewig leben.
Lebe, als würdest du morgen sterben.
                                                James Dean
 
  •  

Der letzte Weg

Bin ich einst gebrechlich und schwach
Und quälende Pein hält mich wach.
Was Du dann tun musst, tu es allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.
Dass Du sehr traurig bist, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag, mehr als jemals geschehen.
Muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.
Wir lebten in Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei!
Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss.
Nur, bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
Bis meine Augen kommen zur Ruh.
Mit der Zeit, ich bin sicher, wirst Du es wissen,
Es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal,
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.
Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist,
der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.
Es soll nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.

 

 
  •  
Ich vermisse dich noch oft,
und hatte ich doch gehofft,
die Tür geht auf, du kommst herein
und alles wird wie früher sein.
 
Die Zeit ist schnell vergangen,
doch meine Trauer nicht,
du bist von mir gegangen,
aber aus meinem Herzen nicht.
 
Was ich an dir verloren,
versteht so mancher nicht,
nur die , die wirklich lieben,
wissen, wovon man spricht!
                                                  Autor unbekannt

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Copyright © Mai 2001 Reim dich. Alle Rechte vorbehalten.
Stand: 16. September 2005