Robert Mennen . de
 

Willkommen auf meiner Internetpräsenz!

11.10.2009 Roc d'Azur Fréjus

Normalerweise finden Cross-Country Rennen im olympischen Format XCO mit Rundenlängen zwischen 5 und 8km statt, die mehrmals umrundet werden. Nicht so beim Roc d'Azur: Das Cross-Country Point-to-Point (XCP) Rennen der Hors Categorie in Fréjus verlief über eine 53km Runde. Start war auf einer breiten Wiese neben einem ehemaligen Flugfeld. Aus der zweiten Startreihe konnte ich das Rennen in Angriff nehmen. Durch meine guten Platzierungen dieses Jahr habe ich mich in der Weltrangliste von ca. Platz 360. zu Anfang des Jahres auf Rang 78. verbessert. Dadurch stehe ich bei internationalen Rennen weiter vorne in der Startaufstellung, was einen wesentlichen Vorteil darstellt.

Zu meiner Verwunderung konnte ich nach dem Startschuss über die lange Wiese bis auf Rang drei nach vorne fahren. Bei den meisten Rennen in dieser Saison war ich froh meine Startposition überhaupt halten zu können. Nach einem Viertel des Rennens war ich erstaunt und super Happy, dass ich mich zur vierköpfigen Spitzengruppe um Roel Paulissen, Christoph Peraud und Ruben Ruzafa Cueto zählen. Wie geil! Ich hatte zwar schon Befürchtungen, dass ich meine eigenen Fähigkeiten bei derart prominenten Begleitern überschätzen könnte, aber ich fühlte mich gut und wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Zuerst war Peraud weg. Zur Mitte des Rennens konnte ich dem Tempo von Paulissen und Ruzafa Cueto nicht mehr folgen. Von hinten Schloss Christoph Sauser zu mir auf, dessen Hinterrad ich aber nicht lange folgen konnte. In der letzten Hälfte des Rennens bekam ich furchtbare Muskelkrämpfe. Ich fiel von Rang vier bis auf Rang neun zurück. Das war zwar schade, aber trotzdem bin ich super Glücklich mit dem Ergebnis. Noch nie zuvor konnte ich mir das Hinterrad dieser Weltklasse Biker aus der Nähe im Rennen anschauen ;-) Jetzt gehe ich Top Motiviert in den Winter. Zuerst steht aber eine Trainingspause auf dem Plan.

28.09.2009 Überarbeitung der Website

Die Planungen laufen für einige Erneuerungen meiner Website. Allen voran sollen endlich neue Bilder erscheinen, aber auch der Onlinedienst Twitter soll besser in die Website integriert werden. Was sonst noch kommt? Lasst euch überraschen!

27.09.2009 Genk, GP Roel Paulissen

Nach meinen guten Auftritten bei den beiden letzten World Cup Rennen wollte ich meine gute Form nutzen, um beim GP Roel Paulissen ein weiteres Mal für Aufsehen zu sorgen. Bei dem Rennen hatte ich nichts zu verlieren und somit wollte ich direkt vom Start weg 110% geben - einfach schauen wann wie lange man das Tempo halten könnte, nachdem ich vergangene Woche in der letzten Runde meine schnellste Rennrunde erzielte.

Ich wurde 100m nach dem Start etwas eingeengt und verlor erst mal einige Plätze. Auf meinem eiligen Weg nach vorne arbeitete ich mich bis zum höchsten Punkt der Strecke bis in die Top 8 vor. Das Gefühl war echt super, da ich selbst abseits der Ideallinie auf der schlechten Spur Fahrer spielend überholte. Doch so schnell, wie ich die Plätze gewonnen hatte, so schnell verlor ich sie auch wieder. In den folgenden Runde musste ich meiner Aufholjagd Tribut zollen und wurde bis auf Platz 16. durchgereicht. Ich fand dann zwar wieder einen Rhythmus, aber ein gutes Resultat ließ sich heute nicht mehr erzielen. Mehr als der 16. Rang war heute nicht drin. Ein Versuch war es Wert mal ein anderes Tempo in der ersten Rennhälfte anzuschlagen als bei den World Cups, aber mit etwas bedachterem Start fahre ich die gesamte Distanz anscheinend flotter.

19.09.2009 Schladming, World Cup Finale

Man kann es sich kaum vorstellen, aber nach meinem Überraschend guten Ergebnis beim World Cup eine Woche zuvor war ich beim World Cup Finale richtig angespannt. Sollte da etwa noch mehr drin sein oder sollte ich einen schlechten Tag erwischen. Normalerweise bin ich relativ locker vor Rennen, aber hier war es anders. Ich habe mich wie schon vor Champery oft etwas müde gefühlt. Irgendwie muss ich zurzeit genau auf meinen Körper hören, damit ich mich nicht schon im Vorfeld durch zu viel Training selbst eliminiere.

Schon beim Aufwärmen wurden meine Erwartungen getrübt - konnte ich nicht vor dem Kanada World Cup in Bromont eine Widerstandstufe höher ohne Probleme treten? Naja, den Tag vorm Rennen oder selbst das Aufwärmtraining sollte man nicht als Indikator für eine gute Leistung heranziehen, denn mein Gefühl beim Training vorm Wettkampf korreliert nicht mit meiner Wettkampfleistung. Genau so sollte es auch hier kommen, zum Glück!

Nach meinem 37. Platz in Champery stand ich auf Startplatz 57., also eine bessere Ausgangslage als noch eine Woche zuvor. Auf den ersten Metern konnte ich mich auf meinem Startplatz behaupten. In den ersten zwei Runden war ich mir noch nicht sicher, ob ich heute wieder ein ähnlich gutes Resultat erzielen konnte. Doch ich kam immer besser in Fahrt. Platz 48., 41., 36., 32., 30. und dann im Ziel Rang 27. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Platz 27. bei einem World Cup, letztes Jahr lag ein Top 30 Ergebnis noch in weiter Ferne!

Dank den beiden letzten World Cups habe ich mich auch mit Platz 52. wieder in die Top 60 vorgearbeitet. Die Top 60 werden beim World Cup Auftakt nächstes Jahr in England entsprechend ihrem Rang aufgestellt, ab Platz 61 erfolgt die Aufstellung nach Weltrangliste. Ach ja, in der Weltrangliste warte ich nun auch erstmals mit einer zweistelligen Platzierung auf. Dort liege ich derzeit auf Rang 78.

Vielen Dank muss ich an dieser Stelle auch mal an mein Team, das Topeak-Ergon Racing Team, richten. Das Team hat mit seiner grandiosen Betreuung einen wichtigen Beitrag zu meinen diesjährigen Erfolgen beigetragen.


13.09.2009 Champery, World Cup

Selten war ich mir im Vorfeld so unsicher über meine Form wie in Champery. Nach der Marathon WM war es schwer ein Gefühl für den Körper zu entwickeln; den einen Tag läuft’s wie geschmiert und am nächsten Tag geht wieder gar nichts. Langsam merkt man, dass die Saison sich dem Ende neigt.

Ich hatte mich sehr auf Champery gefreut, zählt der Ort doch zu einer der ältesten Touristenorten in der Schweiz im Herzen des Skigebiets Portes du Soleil. Auch die Strecke hatte mir im Jahr 2007 sehr gut gefallen. In diesem Jahr wurde sie leicht verändert. Sie ist technisch sehr anspruchsvoll und der Singletrail Anteil ist eigentlich zu hoch, erinnert meiner Meinung nach etwas an das Kanada Rennen in Mont Sainte-Anne. Richtige "Drücke-Stücke" zum treten gibt es hier eigentlich nur eine und die hat es in sich. Fährt man in den Anstieg zur letzten Abfahrt vor Start/Ziel erscheint es einem wie eine Wand - der Anstieg wird immer steiler.

Aufgrund meines nicht erfolgreichen Kanadatrips stand ich auf Startplatz 89. In der Startloop konnte ich aber meine Position verbessern und wurde nicht wie sonst weiter nach hinten durchgereicht. Gerade die technischen Abschnitte mit den feuchten Wurzeln machten mit meinem Rotwild Fullsuspension und den Continental Reifen richtigen Spaß. Wenn das Material passt fallen einem manche schwierige Passagen spürbar leichter. Ich konnte mich im Verlauf des Rennens bis auf Platz 37. vorarbeiten. Für mich ein toller Erfolg mit dem ich nicht gerechnet hatte bei meinem derzeitigen Leistungsauf und -ab.



23.08.2009 Graz, Marathon Weltmeisterschaft

Gewöhnlich starte ich ja bei Rennen der olympischen Disziplin Cross-Country. Bei der Marathon Weltmeisterschaft wollte ich neue Erfahrung sammeln und schauen, wie ich mich im internationalen Vergleich in dieser Disziplin schlage.

Große Erwartungen hatte ich nicht, denn bei der ersten Streckenbesichtigung am Donnerstag war mein Körperbefinden gar nicht gut. Ich fühlte mich müde und gar nicht fit auf dem Rad. Die für Freitag geplante Fortsetzung der Streckenbesichtigung, es handelte sich immerhin um einen Kurs von 103km Länge mit 3800hm, wich einem Tag der Regeneration. Am Sonntag war ich dann sehr gespannt was mich auf dem ersten Streckenabschnitt, den ich mir nicht komplett angeschaut hatte, erwartete. Der erste Berg nach dem Start mit seinen 28% Steigung war zumindest eine erste Härteprobe.

Bewusst verhalten startete ich in das Rennen, immerhin kann ich mich guten Gewissens als Marathon Rookie bezeichnen und habe wenig Ahnung, wie man sich auf einer solch anspruchsvollen Strecke die Kräfte einteilt Im Mittelfeld passierte ich den ersten Berg. Auf den Anfangs feuchten Abfahrten konnte ich schnell einige Plätze gut machen und Anschluss an eine Gruppe mit mir bekannten Fahrern finden. Auf dem Anstieg zum Geierkogel nach Mitte der Renndistanz entschloss ich mich die Gruppe anzuführen. Am höchsten Punkt des Anstiegs hatte sich die Gruppe auf fünf Fahrer verkleinert, doch schon in der anstehenden Abfahrt konnte ich mich mit Andreas Kugler absetzen. Die Steigung nach Feedzone Vier konnten wir unsere Verfolger auf Distanz halten.

In einer Abfahrt passierte dann das Unglück: bei dem Versuch einer langsameren Fahrerin auszuweichen handelte ich mir einen Defekt ein [Anm.: das Rennen der Frauen wurde eine viertel Stunde später gestartet, allerdings ohne eine 20km Schleife zu Anfang des Rennens]. Die Behebung des Defekts kostete mich viel Zeit, zu viel Zeit. Da bestand auf jeden Fall reichlich optimierungspotential meinerseits. Ich konnte das Rennen zwar fortsetzen, doch Fahrer um Fahrer überholten mich. Ich konnte zwar bis zum Ziel wieder einige Plätze gut machen, doch über Platz 28. kann ich mich unter diesen Umständen nur bedingt freuen. Ohne den Defekt wäre möglicherweise ein Top Twenty Ergebnis drin gewesen - hätte, wenn, wäre, aber - daran hätte ich vor dem Rennen nicht gedacht!

02.08.2009 Bromont, World Cup

Der Kurs in Bromont war vom Charakter ganz anders als Mont-Saint-Anne, zumindest wenn mich sich das Höhenprofil anschaut. Kein ständiges Auf und Ab wie in Mont-Saint-Anne, sondern kurz gesagt einmal den Berg hoch und dann Etappenweise den Berg wieder herrunter. Aber auch hier zeigte sich das Wetter nur von seiner regnerischen Seite.

Der Start war mal mehr als Zufriedenstellend. Ich bin es ja gewohnt, dass ich nicht so schnell starte und dann Plätze gut mache. Aber hier in Bromont gab es wirklich nichts zu meckern. Als 31er überquerte ich nach der ersten Runde die Ziellinie. Soweit weit vorne hatte ich in einem World Cup Rennen bisher noch nie gelegen. Ich dachte mir schon jetzt brauche ich gar nicht mehr überholen, sondern nur noch die Position halten, aber im Laufe des Rennens verhinderten Defekte, diese Position zu halten. Die letzte halbe Runde musste ich sogar komplett zu Fuß zurück legen. Dadurch rutschte ich bis auf Rang 64 nach hinten. Die Bedingungen heute waren mal wieder alles andere als einfach und viele hatten Probleme mit dem Material. Drei Defekte verbunden mit meiner Laufeinheit am Schluss sind aber schon sehr ärgerlich.

26.07.2009 Mont-Saint-Anne, World Cup

Das erste Mal in Kanada! Was sind das hier Strecken: technisch Anspruchsvolle mit grandiosen Trails. Nicht zu vergleichen mit Europäischen Rennkursen. In Europa ist der Anteil an Streckenteilen, in denen man seine Kraft einfach in den Boden bringen kann, deutlich höher. Hier in Kanada muss mein ein gutes Gefühl für Rad haben, um die Kraft über die vielen Wurzeln und Steine überhaupt in Vortrieb umwandeln zu können. Nichts desto trotz macht es riesig Spaß sich hier mit dem Mountainbike zu bewegen, denn das ist Mountainbiken. Keine Wald-Autobahnen.

Ich erwischte einen schlechten Start und stand vor den Trails erst mal im Stau. Zweimal musste ich während des Rennens unseren Mechaniker in der Materialzone aufsuchen, um eine gelockerte Schraube festzuziehen. Platz 54 am Ende war nicht das, was ich erhofft hatte.


19.07.2009 Deutsche Meisterschaft St.Märgen

Freitagmittags bin ich in St.Märgen an der Rennstrecke eingetroffen, bis dahin war auch noch alles in Ordnung. Auf dem Weg zur Unterkunft fing es dann an zu Regnen. Es Regnete und regnete. Als Radfahrer hat man ja den Hang bei Regen in regelmäßigen Zeitabständen zu schauen, ob es aufgehört hat. Aber das Wetter zeigte sich von seiner ungemütlichen Seite. Am Samstag war die Strecke in einem chaotischen Zustand. Auf den Wiesen stand das Wasser, man blieb fast Stecken. Zwar trocknete die Strecke bis zum Start am Sonntag ab, aber trocken konnte man das nicht nennen.

Nach dem Start lag ich auf Rang fünf, konnte mich jedoch im Verlauf des Rennens auf den vierten Platz vorschieben. Die Bedingungen waren heute alles andere als einfach. Der Boden klebte zentimeterdick an den Rädern und machte es nicht leicht. Aber ich bin glücklich als vierter das Ziel erreicht zu haben.


12.07.2009 Europameisterschaft Zoetermeer

Die Europameisterschaft im niederländischen Zoetermeer war für die Deutschen Herren kein gutes Pflaster. Starke Regenfälle weichten den Kurs so stark auf, dass matschige Verhältnisse herrschten und die Strecke dadurch schwer befahrbar war.

Der junge Deutsche Robert Mennen war mit dem Rennausgang zwar zufrieden, hatte sich aber mehr ausgerechnet. Nach einem verhaltenen Start konnte sich der Topeak-Ergon-Fahrer nach vorne arbeiten. »Die Bedingungen waren heute nicht einfach, aber das Material hat perfekt funktioniert«, meinte Robert im Anschluss des Meisterschaftsrennens.

Drei Runden vor Ende des Rennens wurde der 24-jährige durch die 80-Prozent-Regel aus dem Rennen genommen. Hätte er weiterfahren können, wäre ein Platz unter den ersten 40 Fahrern möglich gewesen. So endete sein Arbeitstag aber auf dem 43. Platz. Damit war er aber der einzige verbliebene Deutsche im Rennen um die Europameisterschaft, nachdem alle seine deutschen Mannschaftskollegen defektbedingt den Wettkampf aufgeben mussten.


28.06.2009 Wetter, Bundesliga Lauf 5.

Was wird wohl möglich sein in Wetter? Die Meldeliste war überschaubar: Milatz, Giger, Litscher, Lindgren und Marx zählten zu den Top Favoriten für den Sieg. Da wollte ich natürlich auch ein Wörtchen mitreden, habe ich doch bis auf Moritz Milatz alle anderen Fahrer bei Rennen in dieser Saison schon ein- oder auch mehrmalig hinter mir gelassen. Aufgrund meines Intermezzos bei der Trans Germany war ich mir nicht sicher, ob mein Körper sich von der Belastung der drei Etappen hat ausreichend erholen können.

Vom Start weg konnte ich das Tempo an der Spitze mit gehen und überquerte als Zweiter die Start- und Ziellinie nach der ersten Runde. Bis zur vierten Runde konnte ich mich in den Top Fünf behaupten, doch dann kam der Mann mit dem Hammer! Die Beine wollten nicht mehr. Bis zum Schluss des Rennens fiel ich bis auf Rang Acht. zurück. Nach der guten Anfangsphase und auch generell hatte ich mir mehr Erhofft. Vielleicht steckte mir die Trans Germany noch zu sehr in den Beinen; vielleicht war aber auch die Startphase zu schnell (Gefühlsmäßig war die Startphase wie immer), auf jeden Fall wird’s beim nächsten Rennen wieder besser.


21.-23.06.2009 Trans Germany

Robert bei einem Rennen quer durch Deutschland. Sieben Etappen. Start war in Erbach im Odenwald, Hessen, und Ziel im Kurort Seifen in Sachsen. Geplant war meine Teilnahme bis zur dritten Etappe nach Oberhof, um am folgenden Sonntag erholt und frisch beim fünften Bundesliga-Lauf in Wetter meine derzeitigen fünften Platz in der Bundesligagesamtwertung zu verteidigen.

Auf der ersten Etappe wurde direkt nach dem offiziellen Start ein äußerst hohes Tempo gefahren. Einige Favoriten auf den Gesamtsieg mussten dem hohen Tempo hier schon Tribut zollen. Ich konnte mich in der fünfköpfigen Spitzengruppe fest setzen. In den Anstiegen musste ich alles geben, um den Kontakt an die Gruppe zu halten. Am letzten Berg vor dem Ziel ging es dann zur Sache. Ich konnte nicht mehr schneller fahren. Die erste Etappe beendete ich auf Rang Fünf. Mein Teamkollege Alban Lakata, der unser Mann für Gesamtklassement ist, gewann die Etappe. Nochmals Glückwunsch an dieser Stelle.

Das Tempo am zweiten Tag war bis zur Bergwertung nicht so hoch. Doch dann fiel die Gruppe schnell auseinander. Leider hatte mein im Führungstrikot fahrender Teamkollege Alban einen Hinterraddefekt in der letzten Abfahrt. Gemeinsam versuchten wir den Abstand auf die Spitzengruppe so gering wie Möglich zu halten. Ich erreichte am Ende Rang Zehn.

Die dritte und für mich letzte Etappe sollte es in sich haben. Mein Teamkollege Alban hatte kurz nach dem Start wieder einen Hinterraddefekt. Wir verloren somit schon auf den ersten Metern ca. 3min auf die Führenden. Viel Wind machte uns das einholen der Spitzengruppe nicht einfach. Bis zur Hälfte der Strecke gelang uns der Zusammenschluss. Für mich war auch kurze Zeit später der Akku leer - zu kräftezehrend war die Aufholjagd. Ich wurde an diesem Tag auf dem 17. Platz gewertet. Nach der dritten Etappe war dann Schluss. Regenerieren für den nächsten Bundesliga-Lauf am Wochenende.

Alban beendete die Trans Germany nach der vierten Etappe. Er hatte wieder mit Defekten zu kämpfen und verlor zu viel Zeit im Gesamtklassement. Aufgrund der Aussichtlosigkeit auf den Sieg und der Überschneidung der Trans Germany mit den Österreichischen Marathonmeisterschaften entschloss sich Alban, seinen Titel bei den Meisterschaften zu verteidigen.


15.06.2009 Albstadt, Bundesliga Lauf 4.

100% steil! Auch wenn es in Albstadt nicht mit einer Steigung von 100% den Berg hinauf geht, ist der Anstieg in Albstadt alles andere als Kindergarten. Aber fangen wir vorne an: Samstag, Bundesliga Sprint. Dass ich kein ausgezeichneter Sprinter und Starter bin, hat sich ja nicht zum ersten Mal bewiesen, aber wenn dann auch noch Chaos bei der Zeitmessung und dem Ablauf des Zeitfahrens dazu kommt geht meine Motivation für den Sprint Richtung Null. Was war passiert? Der Starter vor mir beim Zeitfahren kam nicht rechtzeitig zum Start, diskutierte dann mit den Kommissaren und verhinderte damit meinen zeitlich genau festgelegten Start. Die Zeitnehmer wunderten sich schon warum ich mit 7 Sekunden Verspätung startete. Bei einem Sprint von 1 bis 2 Minuten machen 7 Sekunden einen großen Unterschied. Man hat mir zwar angeboten zum Schluss das Zeitfahren zu wiederholen, aber ich habe dankend abgewinkt. Das war mir dann zu viel und ich wollte auch nicht alle Körner im Sprint verschießen.

Beim Rennen am Sonntag sah die Welt dann wieder anders aus. Top Motiviert ging ich in das Rennen - 8 Runden auf einer 5 Kilometer langen Runde mit jeweils 200 Höhenmetern. Mensch was war das Steil! Obwohl eigentlich war vielmehr der schlechte Untergrund dafür verantwortlich. Der Veranstalter hatte wohl zur Sicherheit vor einer Unfahrbarkeit der Strecke bei Regen weite Teile mit Schotter aufgefüllt. Bei Regen Top - bei Sonne Flop! Der Untergrund verlangte nochmal ein paar zusätzliche Watt Leistung. In den Jahren zuvor rollte es auf einigen Streckenabschnitte ohne diesen Schotter deutlich besser. Ich konnte mich zur Mitte des Rennens bis auf Rang 14. vorarbeiten, doch in den letzten drei Runden ging mir etwas die Power aus und ich fiel bis auf Rang 19. zurück. So ganz zufrieden bin ich mit dem Ergebnis nicht. Ich hatte mir durch meine wettkampffreie Zeit für den Formaufbau mehr erwartet, aber vielleicht muss der Motor erst mal wieder "einlaufen".

Jetzt geht es weiter mit der Streckenbesichtung des Europameisterschaftskurses und der Trans Germany, einem Mehretappenrennen.


10.06.2009 Mit dem MTB auf dem Weg zur Weltspitze? TV Bericht in der Lokalzeit WDR Aachen

Im WDR Aachen kam im Rahmen der Lokalzeit einer kurzer Bericht über mich und meinen Sport. Der Bericht sollte in kürze in der Mediathek des WDR Aachen im Internet zu sehen sein.

Update: Im Internet ist der Beitrag unter http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/lokalzeit_aachen.xml anschaubar. Der Beitrag wurde am 10.06.09 mit dem Titel "Mit dem Mountainbike auf dem Weg zur Weltspitze?" gesendet.


17.05.2009 Heubach, Bundesliga

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch musste ich mich mehrmals übergeben. Zwar fühlte ich mich donnerstags wieder gut und konnte das Training aufnehmen, doch am Freitag und Samstag hatte ich immer noch Probleme mit der Nahrungsaufnahme. Das Rennen in Heubach war dann für mich nach einer Runde zu Ende - keine Energie im Körper! Ohne volle Kohlenhydratspeicher kann man im Mountainbike Cross Country nicht viel erwarten. Damit falle ich erst mal von meinem dritten Platz in der Gesamtwertung der Bundesliga zurück, schade. Das World Cup Rennen kommendes Wochenende im Stadtpark von Madrid, dem Casa del Campo, werde ich planmäßig auslassen, um mich dann auf den nächsten wichtigen Wettkampfblock im Juli vorzubereiten.

Das Rennen in Heubach gewann mein Teamkollege Wolfram Kurschaft, der damit erstmals in dieser Saison nach zwei zweiten Plätzen bei den World Cup Rennen in Offenburg und Houffalize Julien Absalon aus Frankreich schlagen konnte. Herzlichen Glückwunsch!


10.05.2009 Saalhausen, Bundesliga

Saalhausen - vom berühmten Tracto-Downhill habe ich doch noch eine Narbe am Knie!? Das muss im Jahr 1999 oder 2000 gewesen sein. Inzwischen fahre ich nicht mehr in der Jugend oder Juniorenklasse und das Rennen in Saalhausen gehört auch nicht mehr zum NRW-Cup, sondern ist ein Lauf zur Mountainbike Bundesliga.

Für Samstagnachmittag war der Sprint angesetzt. Dieser ist zuerst ein Zeitfahren über eine kurze Runde von ca. 1-2min Dauer. Qualifiziert man sich mit seiner Zeit unter den besten 30 Fahrern, geht es zu viert oder zu fünft gegeneinander über mehrere Läufe bis ins Finale. Die besten zwölf Fahrer erhalten Punkte, die zur Bundesliga Gesamtwertung hinzugerechnet werden, ein Ansporn den Sprint zu bestreiten. Für mich war allerdings nach dem Zeitfahren Schluss - so kurze Distanzen bzw. Sprinten ist nichts für mich. Das muss ich ja leider auch oft auf den ersten Metern bei den eigentlichen Rennen feststellen, wenn viele Konkurrenten erst mal flotter fahren können als ich.

Der Sonntag sollte allerdings besser werden. Trotz heftiger Regenfälle in der Nacht konnte die Strecke bis zum Rennstart um 14:15 Uhr sehr gut abtrocknen. Auf der Strecke in Saalhausen sah ich es als wichtig an, in der ersten Runde nicht den Anschluss an die Spitzengruppe zu verlieren. Auf den langen Geraden des Kurses profitiert man vom Hinterrad des Vordermanns. Bis zur Hälfte der erste Runde hatte ich die Führenden in Sichtweite, doch leider passierte mir in der Abfahrt ein kleiner Fahrfehler. Ich konnte zwar den Abstand auf meinen Vordermann wieder schließen, aber inzwischen hatten vier Fahrer die Flucht nach vorne ergriffen. Der Abstand von 15 Sekunden nach Runde eins wurde langsam aber kontinuierlich größer. Jedoch blieb von den vier Fahrern, die sich abgesetzt hatten und denen ich nun alleine hinterher jagte, letztendlich nur einer übrig. Pascal Meyer (SUI) musste das Rennen nach einem Sturz beenden, Emil Lindgren (SWE) beendete das Rennen zwei Runden vor Schluss und Fabian Giger (SUI) konnte das Tempo nicht halten und fiel auf Rang Drei zurück. Der zweite Platz hinter dem Juniorenweltmeister 2007 Thomas Litscher (SUI) ist meinen bisher größten Erfolg bei einem Bundesliga Rennen. Entsprechend Glücklich bin ich über den Ausgang des Rennens. In der Bundesliga Gesamtwertung liege ich nach zwei Läufen nun auf Position Drei.


03.05.2009 Houffalize Word-Cup

World-Cup die Zweite: Nachdem das Rennen eine Woche zuvor in Offenburg nicht annehmbar verlief, wollte ich dieses Mal keine Risiken eingehen. In der Vorbereitung auf das Rennen habe ich viel Wert auf ausreichend Erholung gelegt und es mich bei Training auf der Strecke zurück gehalten. Beim fünften Rennen in Folge war ich mir nicht sicher, ob die fehlende wettkampffreie Woche nach den vier Rennen nicht an der Leistungsfähigkeit nagt. In der Vergangenheit hatte ich Probleme, mein Leistungsniveau über vier aufeinanderfolgende Rennen zu halten.

Houffalize ist für mich immer ein besonderes Rennen, denn es zählt im Mountainbike Cross-Country zu den Klassikern und liegt quasi vor meiner Haustür. Im Jahr 2000, als MTB Greenhorn, konnte ich mich als Zuschauer von dem Flair und der Stimmung in Houffalize überzeugen.

Der Start(-berg) in Houffalize ist steil und lang. Ich hatte damit gerechnet, dass mir die Länge des Anstiegs entgegen kommen würde, doch falsch gedacht. Von Position 54. ins Rennen gegangen erblickte ich schon bald Fahrer mit Startnummern in den 120er Rängen. Aber was will man machen, wenn es nicht schneller geht? Ok, es würde schneller gehen, aber meine Erfahrung zeigt mir, dass ich dann gegen Ende des Rennens einbreche und zurückfalle. Ich weiß auch gar nicht, was manche Fahrer am Start so los legen, wenn ich sie dann im fortschreitenden Rennen doch wieder überhole? Auf der einen Seite schlecht für mich, weil es sich in den hinteren Ränge zwangsweise in der Einfahrt zum ersten Single-Trail staut; aber auch gut, weil einige Fahrer bei verhaltenem Start vielleicht im Ende eine bessere Platzierung erzielen könnten!?

Auf jeden Fall bin ich noch gut in Fahrt gekommen und konnte auch Dank meines Fullsuspension Bikes von Rotwild, das besonders in technisch schwierigen Passagen Vorteile bietet, am Schluss auf Rang 46. das Rennen beenden.

26.04.2009 Offenburg World-Cup

Kurz und schmerzlos - das war wohl nichts. Das erste Mal in meinem Leben aus der vierten Startreihe bei einem World-Cup Rennen gestartet und trotzdem kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt! Anfangs war noch alles im grünen Bereich, doch Runde um Runde verlor ich wertvolle Plätze um letztendlich auf Rang 80. und außerhalb der Punkteränge zu finishen. Dessen ungeachtet ein tolles Event.


19.04.2009 Bundesliga-Auftakt Münsingen

Frühjahrsklassiker in Münsingen. Der Samstag wurde von Regen dominiert, wie schon so oft in der Vergangenheit. Ich habe mich an diesem Tag mal in einem anderen Rennformat versucht: dem Sprint. Aber ich will es an dieser Stelle kurz machen - außer Spesen nichts gewesen. Vielleicht läuft dieser beim nächsten Bundesliga-Rennen besser!?

Das eigentliche Rennen am Sonntag fand dann wieder unter strahlendem Sonnenschein und besten Streckenverhältnissen statt. Aus der dritten Startreihe erwischte ich zwar keinen blendenden Start, konnte mich aber innerhalb von zwei Runden in die Top Ten vorarbeiten. Auf dem schnellen Kurs setzte ich mich zur Hälfte des Rennens auf Position acht fest und gab diese bis zum Schluss nicht mehr her. Bei dem hochkarätigen Feld bin ich mit dem achten Platz mehr als Glücklich. Nun blicke ich gespannt auf das zweite World Cup Rennen am kommende Woche in Offenburg.


19.04.2009 Bundesliga-Auftakt Münsingen

Frühjahrsklassiker in Münsingen. Der Samstag wurde von Regen dominiert, wie schon so oft in der Vergangenheit. Ich habe mich an diesem Tag mal in einem anderen Rennformat versucht: dem Sprint. Aber ich will es an dieser Stelle kurz machen - außer Spesen nichts gewesen. Vielleicht läuft dieser beim nächsten Bundesliga-Rennen besser!?

Das eigentliche Rennen am Sonntag fand dann wieder unter strahlendem Sonnenschein und besten Streckenverhältnissen statt. Aus der dritten Startreihe erwischte ich zwar keinen blendenden Start, konnte mich aber innerhalb von zwei Runden in die Top Ten vorarbeiten. Auf dem schnellen Kurs setzte ich mich zur Hälfte des Rennens auf Position acht fest und gab diese bis zum Schluss nicht mehr her. Bei dem hochkarätigen Feld bin ich mit dem achten Platz mehr als Glücklich. Nun blicke ich gespannt auf das zweite World Cup Rennen am kommende Woche in Offenburg.



12.04.2009 Surprise, Surprise!

Was soll ich sagen? Die Reise nach Südafrika hat sich gelohnt. Mit neuer Motivation und neuem Team war ein Ergebnis in den Top 60 mein Ziel, denn die ersten 60 werden beim nächsten World Cup Rennen entsprechend ihrer Platzierung aufgestellt. Dahinter hat man quasi Pech gehabt und wird wieder nach Weltrangliste aufgestellt. Zwei Wochen waren wir in Pietermaritzburg und haben ein Rennen zur Nationalen Serie auf dem gleichen Kurs als Vorbereitung auf das World Cup Rennen eine Woche vor dem großen Event genutzt. An den Temperaturunterschied konnte man sich in der Zeit auch gewöhnen.

Am Start zum World Cup Auftakt standen etwa 150 Fahrer. Ich wurde in der viertletzten Startreihe aufgestellt und versuchte nach dem Startschuss jeglicher Gefahr aus dem Weg zu gehen. Das Rennen bei 30°C würde lang werden und Überholmöglichkeiten gab es auch genug, also keine unnötigen Risiken eingehen und Kräfte gut einteilen. 200m nach dem Start kam es zu ersten Kollisionen und Stürzen, die Aufgrund der Streckenführung und des Untergrundes zu erwarten waren. "Ruhig bleiben und nicht selber in einen Sturz verwickelt werden", sagte ich mir. Nach der ersten Runde lag ich auf Rang 86., nach der zweiten auf 67. und nach der dritten Runde auf 58. Jetzt bloß keine Fehler machen, keine Kraft auf schlechtem Untergrund abseits der Ideallinie bei Überholvorgängen verschwenden und den Platz sichern. Irgendwie waren einige dann aber doch langsamer als ich Unterwegs und so lag ich nach Rune vier auf Rang 48., nach Runde fünf auf 46. und nach Runde sechs auf Position 44. Noch eine Runde. Jetzt konnte ich noch einmal alles geben und jede übrig gebliebene Energie, die ich mir bei der Hitze und Länge des Rennens als Reserve gegen einen Einbruch aufgespart hatte, raus lassen. Bis zur Ziellinie hatte ich weitere sechs Biker überholt und überquerte somit an 38er Stelle die Ziellinie.

Ich erreichte damit das beste World Cup Ergebnis meiner Karriere. Das Umfeld im Topeak-Ergon-Racing-Team passt perfekt. Erstmals in meiner Laufbahn bestritt ich ein Rennen anstatt eines nur frontgefederten Bikes mit einem vollgefederten Mountainbike unseres Radsponsors Rotwild, was auf der Strecke sicherlich von Vorteil war. Die Reise war ein tolles Erlebnis und mit den gefahrenen Punkten und der gewonnenen Erfahrung hat sich der Trip mehr als gelohnt. Nun blicke ich gespannt auf das nächste Rennen in Münsingen und freue mich beim nächsten World Cup Lauf in Offenburg aus der vierten Startreihe ins Rennen zu gehen.



12.03.2009 Südafrika wir kommen!

Ich wollte euch mal über meinen Terminplan am Anfang der Saison informieren. Ende März geht der Flieger nach Durban, Südafrika, von wo aus es nach Pietermaritzburg zum World Cup Auftakt geht. Das Ziel beim ersten World Cup Rennen ist eine Platzierung in den Punkterängen, also Top 60. Dadurch würde ich mir bei den folgenden europäischen World Cups bessere Ausgangschancen schaffen, denn dort ist es wegen der groß Starterzahl und meiner oft schlechten Startposition äußerst schwierig nicht schon aus der ersten Runde mit erheblichen Rückstand auf die Spitze das Rennen zu bestreiten. Hoffe ich mal, dass das in Südafrika anders ist!


Weitere Termine:

19.04. Münsingen, Schwäbische Alb, Bundesliga

26.04. Offenburg, Baden-Württemberg, World Cup

03.05. Houffalize, Belgien, World Cup

10.05. Saalhausen, Sauerland, Bundesliga

17.05. Heubach, Baden-Württemberg, Bundesliga

Weitere Renntermine werden folgen.





01.03.2009 Zum Sportler des Jahres an der RWTH/FH Aachen gewählt!

Die RWTH/FH Aachen hat mich aufgrund meines Sieges bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft und dem zwölften Platz bei der Studenten Weltmeisterschaft zum Sportler des Jahres gewählt. Die Verleihung fand im Rahmen der Hochschulsportshow statt, die ein attraktives Programm zu bieten hatte. Der Preis wird unterstützt und übergeben von den STAWAG Stadtwerken Aachen. Auf diesem Weg nochmal herzlichen Dank. Ich freue mich natürlich sehr über diese Wahl und hoffe in diesem Jahr wieder die Fahne bei den Deutschen Studenten Meisterschaften hoch zu halten. Die Studenten Weltmeisterschaft findet leider nur alle zwei Jahre statt, d.h. die nächste ist 2010.




20.02.2009 Robert Mennen fährt 2009 für das Topeak Ergon Racing Team

Nach drei Jahren beim Team Fuji-Bikes werde ich die kommende Saison in den Farben des Topeak Ergon Racing Teams in Angriff nehmen. Ich habe mich für das Topeak Ergon Team entschieden, weil ich glaube, dass das Umfeld sehr gut ist und ideal zu mir passt. Das Team ist sehr motiviert und gut aufgestellt. Ich freue mich mit so erfahrenen Athleten wie Irina Kalentieva (Weltmeisterin 2007 und Bronzemedailliengewinnerin in Peking), Wolfram Kurschat (Deutscher Meister 2007) und Alban Lakata (Europameister im Marathon 2008) in einem Team zu fahren und hoffe von diesen weiter zu lernen.

Ich bedanke mich bei Team Fuji-Bikes für die Zusammenarbeit in den letzten drei Jahren und wünsche auf diesem Wege alles Gute!

www.topeak-ergon-racing.com



10.01.2009 Oh wie kalt!

Ich kann mich nicht daran erinnern jemals bei so kalten Temperaturen mit dem Bike unterwegs gewesen zu sein. Bei der letzten Trainingseinheit zeigte das Thermostat vorm Start -12°C. Ok, wenn man einmal fährt, sich passend angezogen hat und ganz wichtig nicht zuviel Feuchtigkeit in der Luft liegt ist es erträglich, aber nur solange nicht irgendwo ein Leck in der (Kleidungs-) Schutzschicht ist. Gerade in unserer Gegend ist eine Schneedecke auf den Wegen eher eine Seltenheit und wenn dann einmal Schnee liegt will ich ihn mir auch nicht entgehen lassen. Alle Zweifel während der Tour wurden schnell beseitigt, als ich über die Kopfhörer die Textzeilen "Go baby go go - we're right behind you - go baby go go..." von Garbage (Cherry Lips) hörte, auch wenn der Rest des Textes inhaltlich nicht auf meine Situation passte. Wie ihr seht hatte ich trotz der niedrigen Temperaturen meinen Spaß! Es gibt Trainingseinheiten, die weit weniger Spaß machen ;-)



01.01.2009 Neues Jahr!

Alles gute im neuen Jahr!


03.10.2008 Couch Potato

Die Saison ist für mich gelaufen. Meine Beschäftigung zum Überbrücken der Bike-Freien Zeit heißt "Couch Potato". Nein, ganz so schlimm ist es nicht, aber es tut auch mal gut, keinen Sport treiben zu müssen und sich das schlechte Wetter aus dem Warmen anzuschauen. In drei bis vier Wochen geht es dann wieder los mit der Vorbereitung auf 2009. Wie immer hoffe ich natürlich nächstes Jahr nochmal einen Sprung in Richtung Deutsche Spitze zu machen. Die Motivation stimmt und von den Rahmenbedingungen her -meine Prüfungen an der Uni habe ich alle geschafft, jetzt folgt "nur" noch die Bachelor Arbeit- sieht es auch wesentlich besser aus als in den letzten Jahren. Wenn dann auch das sportliche Umfeld geklärt ist sollte einer Erfolgreichen Saison 2009 (hoffentlich) nichts im Wege stehen.

03.10.2008 Und der Streit hat ein Happy End

Seit dem Bundesliga-Finale habe ich verzweifelt versucht meine Homepage zu aktualisieren. Leider mit keinem Erfolg. Mein Programm wollte nicht mehr so wie zuvor. Verschiedenste Einstellungen am FTP-Programm brachten keine Hilfe. Bis mir eine mögliche Ursache in den Sinn kam - die neue Firewall, die ich installiert habe. Habe jetzt die ganzen Programme für die Homepage-Pflege auch auf meinem Laptop installiert und wie Ihr euch beim lesen dieser Zeilen überzeugen könnt, funktioniert das Updaten zumindest von hier aus. Dann weiß ich ja nun, wo ich beim PC den Fehler suchen muss. Mensch was habe ich mich geärgert, dass das Aktualisieren der Homepage nicht so wollte wie ich!

21.09.2008 Bad Salzdetfurth, Bundesliga Finale

Oh man, was eine Anreise. Bestimmt anderthalb Stunden im Stau gestanden. Ich habe echt zuviel bekommen: das dritte Mal auf dem Weg nach Bad Salzdetfurth und das dritte Mal eine wesentlich längere Fahrt als geplant. Aber irgendwann waren wir ja da.

Entschädigt wurden wir dann durch die tolle Veranstaltung. Der Kurs führt durch die Innenstadt von Bad Salzdetfurth, geht dann grob gesagt einmal den Berg hoch und wieder runter. Gut Besucht und mit toller Stimmung ging es ins Bundesliga-Finale. Die Startphasen von mir in den letzten Rennen waren ja sehr bescheiden, was sich sicherlich nicht wie gehofft auf die Endplatzierung auswirkte. Gut, also von Anfang an Zähne zeigen! Obwohl man muss ja auch ehrlich sein – viele können kurzfristig schnell radeln, aber bei einem Höhenprofil wie in Bad Salzdetfurth geht denjenigen schon vor der ersten Abfahrt die Puste aus und stehen mir somit nicht mehr im Wege.

Ich war echt überrascht wie gut ich den Berg hoch kam. Ok, meine Reifenwahl. Ich glaube alle im Team fuhren den Schwalbe Racing Ralph. Nur ich wählte am Hinterrad den schnellen und leichten Furious Fred. Berg hoch sicherlich ein Vorteil, im Downhill ein Nachteil? Auf jeden Fall konnten einige Konkurrenten, die ich zuvor im Anstieg leicht distanziert hatte in der Abfahrt wieder aufschließen. Ob ich aber mit anderer Reifenwahl schneller gewesen wäre, ich wage es zu bezweifeln. Glaube es lag eher an der Risikobereitschaft bei den Teils durch den losen Boden und Staub nicht genau einsehbaren Bodenwellen. Ich festigte mich dann auf Position 10. In der letzten Runde musste ich mich zwar leider noch Torsten Marx geschlagen geben, aber für mein reduziertes Trainingspensum durch mein Praktikum ein doch sehr erfreuliches Wochenende.




07.09.2008 Swisspower Cup Bern

Meine erste Teilnahme an einem Swisspower Cup. Gerade die Schweizer zählen ja im MTB Sport zu den führenden Nationen und stellen unter anderem den Cross Country Weltmeister Christoph Sauser sowie den U23 Weltmeister Nino Schurter. Beide Fahrer waren auch hier in Bern am Start.

Bereits samstags nach dem Training auf der Strecke setzte Regen ein, der fast ungebrochen bis Sonntagmorgen anhielt. Zwar kam zum Rennstart die Sonne raus, aber für eine trockene Strecke war nicht mehr genug Zeit. Meine Reifenwahl fiel auf den Schwalbe Nobby Nic in 2.1 Zoll vorne und 1.8 Zoll hinten. Wie sich im Laufe des Rennens herausstellte keine optimale Wahl. Die Streckenverhältnisse änderten sich im Laufe des Rennens durch das Abtrocknen der Strecke. Wer meint, dass es dadurch einfacher werden würde irrt: der Untergrund wird vielerorts zu einer Klebrigen Masse. Gerade breite Reifen schwimmen dann auf einer losen Schicht - dünne Reifen verteilen hier das Gewicht auf eine geringere Fläche und halten länger Kontakt zum festen Untergrund. Meine Reifenwahl wäre wohl besser auf den Schwalbe Black Shark Mud in 1.5 Zoll gefallen. Naja, war ja dann auch zu spät. Auf jeden Fall meine ich hinter meiner aktuellen Leistungsfähigkeit geblieben zu sein. Unter normalen Umständen wäre wohl mehr drin gewesen, aber so ist der Sport und Regen gehört (leider) dazu. Mehr als ein enttäuschender 32.Platz ist nicht heraus gekommen - außer Spesen nichts gewesen!


17.08.2008 Neustadt Marathon

Letztes Jahr war ich hier bereits auf der Mitteldistanz (53km, 1.300Hm) unterwegs, dieses Jahr wagte ich mich auf die Langdistanz (100km und 2.300Hm). Der Singletrail-Anteil bei dieser Strecke ist sehr hoch und verlangt den Fahrern alles ab. Wäre es eine Autobahn gewesen, hätte ich mich wohl auch nicht motivieren können länger als 4,5h Rennen zu fahren. Morgens um 9:00 Uhr erfolgte der Start. Bei so einer Distanz ist der Start nicht so entscheidend wie bei einem Cross Country Rennen, trotzdem wollte ich keine Risiken eingehen und von Anfang an in der Spitzengruppe mit mischen. Bis zu einer Fahrzeit von knapp 3,5 Stunden hatte ich auch kein Problem, in der Führungsgruppe mitzufahren. Allerdings ließ die Konzentration und die Kraft nach und so baute ich Bergauf in einem technischen Stück einige kleinere Fahrfehler, die langsam ein paar Meter zwischen die Führenden und mich brachten. Die Lücke konnte ich leider nicht mehr schließen; die Körner waren verschossen. Trotzdem hatte ich keine Bedenken, meinen fünften Platz halten zu können. Bis ich ein Schild übersah und eine Abbiegung verfehlte. Zu Spät viel mir auf, dass das nicht der Weg sein könnte. Wanderer bestätigten meine Vermutung. Also zurück, leider wieder Berghoch. Ein weiterer Fahrer kam mir entgegen (jedoch kein Konkurrent, denn er war auf einer anderen Distanz unterwegs), der auch falsch gefahren war. Als ich zur verpassten Abbiegung kam stand da doch ein Streckenposten! Ob der fünf Minuten zuvor pinkeln war??? Der kleine Umweg hat mich zwar letztendlich keine Platzierung gekostet, aber einige Nerven und Motivation. Ich wurde Fünfter hinter Karl Platt, Tim Böhme, Jochen Käß und Stefan Sahm. Alles in allem doch ein gelungener Auftritt für meinen erst zweiten (Langdistanz-) Marathon.

14.08.2008 Die zweite Saisonhälfte

Nach der Deutschen Meisterschaft habe ich es erstmal ein paar Tage ruhig angehen lassen. Die Zeit war aber auch nötig, um mich auf die bevorstehenden Klausuren an der Uni eine Woche später vorbereiten zu können. Inzwischen habe ich mein Praktikum begonnen, so dass der Tagesablauf nicht mehr viel Zeit für andere Dinge neben dem Training lässt. Am kommenden Wochenende werde ich beim Marathon in Neustadt an der Weinstraße starten. Ich freue mich schon auf die technisch anspruchsvolle Runde.

Übrigens arbeite ich an neuen Bildern für die Galerie, die werden wohl in kürze folgen. Ansonsten gibt es nicht viel Neues. Nach dem Marathon in Neustadt stehen noch der Swiss Power Cup in Bern und das Bundesliga Finale in Bad Salzdetfurth auf dem Programm. Was danach noch kommt ist zur Zeit noch offen.

Gruß Robert

20.07.2008 St.Märgen DM

Deutsche Meisterschaft- wie immer ein wichtiges Rennen in der Saison, wenn nicht das Wichtigste. Dementsprechend war auch mein Training auf das Rennen ausgelegt und eine frühzeitige Anreise zum Training auf der Strecke sollte die letzten Sekunden finden. Das Starterfeld war recht klein, was aber nichts an der Qualität änderte.

14 Uhr - Start zur DM. Mein Ziel war mich von Anfang Platz 5. und 10. zu halten und dann das bestmöglichste Ergebnis zu erreichen. Weit gefehlt; der Start war bescheiden. So habe ich mich auch noch nie über meinen Start geärgert, weil ich dort einfach mal wieder unnötig Zeit verloren habe. Naja, war ja dann auch passiert. Also Aufholjagd beginnen. Rang 18 - 11 - 10 - 9. Weiter ging es nicht nach vorne. Aber immerhin Top 10, das Mindestziel erreicht, aber es hätte zum Saisonhöhepunkt ruhig weiter nach vorne gehen können...



13.07.2008 Saalhausen, Bundesliga

Beim dritten Lauf zur MTB Bundesliga konnte ich mein bisher bestes Bundesliga Ergebnis in der Herren Klasse erreichen: Platz 8. Damit setzte ich den Aufwärtstrend fort (Münsingen: 15; Heubach: 10). Die Wertung für den NRW-Cup konnte ich sogar gewinnen.

Die Strecke in Saalhausen zählt nicht zu meinen Favouriten und auch mein Befinden im Rennen war schlechter als es die Platzierung vermuten lässt. Direkt nach dem Start habe ich leider den Anschluss an die Gruppe um Platz 4. bis 6. verpasst. Bei dem Charakter der Strecke –zwei längere flache Geraden- wäre es bestimmt von Vorteil gewesen in der Gruppe mitfahren zu können.

Nun blicke ich gespannt auf die Deutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende in St.Märgen, dem Höhepunkt im diesjährigen Kalender.



06.07.2008 Hagen, NRW-Cup

In Hagen konnte ich zum ersten Mal einen Tagessieg beim NRW-CUP in der Herren Klasse verbuchen. Vom Start weg konnte ich mich in der Spitzengruppe behaupten und in der letzten Runde die entscheidende Attacke setzen. Auf Rang zwei folgte Rick Evers aus den Niederlanden vor Sebastian Szraucner.


22.06.2008 Malmedy Marathon: Raid des Hautes Fagnes

Robert Mennen vom Team FUJI-Bikes feierte auf der 65km Distanz beim Marathon in Malmedy einen weiteren Sieg. Nach seinem Erfolg bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften zwei Wochen zuvor ging er guter Dinge an den Start des Rennens. Von Beginn an konnte er sich in der Spitzengruppe behaupten. Auf der anspruchsvollen Strecke konnte er sich nach etwa 2/3 der Distanz von seinen beiden Begleitern absetzen. "Ich habe in einer Abfahrt eine meiner Flaschen verloren und war mir nicht sicher, ob ich mich nicht zu früh abgesetzt hatte, aber da war eine kleine Lücke zwischen meinen Verfolgern und mir und die wollte ich nutzen", so Mennen. Nachdem er sich abgesetzt hatte konnten seine Verfolger auch noch einige Zeit Sichtkontakt halten. "Ich wollte nicht überzocken und habe nicht alles daran gesetzt, Meter zu machen, aber es lief immer besser und so konnte ich meinen Vorsprung ausbauen." Am Ende fuhr er nach 3:07:43 Std. einem ungefährdeten Sieg entgegen.

Link zur Veranstaltung: http://www.rdhf.be/de/index.htm


07.06.2008 DHM Gießen

Endlich ist es geschafft - bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft konnte ich mir ein lang ersehntes Trikot mit Streifen sichern. Auf einer anspruchvollen Strecke habe ich mich in der letzten Runde von meinem verfolger Christian Schneiderwind abgesetzt und als erster die Ziellinie überquert.

Am Campus-Sprint konnte ich nicht teilnehmen, da ich am Freitag Morgen Uni hatte und nach dem Qualifying ankam. Jedoch war meine Teilnahme am späteren Team-Relay fest geplant. Dort konnte ich mit meinen Teamgefährten der WG Aachen allerdings keine Medaille holen.

Insgesamt eine coole Veranstaltung, besonders das Publikum und die folgende Party bei der Siegerehrung des Campus-Sprints und des Team-Relays waren phänomenal, auch wenn sich die Party am nächsten Tag in den Beinen bemerkbar machte.


25.05.2008 Heubach, Bundesliga Lauf 2.

In Heubach gelang es Robert Mennen vom BSV-Profil-Hürtgenwald / Team FUJI-Bikes erstmals sich in den Top 10 bei einem Bundesliga Rennen zu behaupten. Da er beim ersten Bundesliga-Lauf auf Platz 15. finishte, startete er hier in Heubach aus der dritten Startreihe. Nachdem ihm Tage zuvor bei der Studenten WM am Ende des Rennens die Kräfte verließen, zog er es diesmal vor verhaltener zu starten. Auf der sowohl konditionell als auch fahrtechnisch sehr anspruchsvollen Strecke zahlte sich das für Mennen aus. „Ich hatte Angst, dass irgendwann der berühmte Mann mit dem Hammer kommt. So kurz nach der Studenten WM war die Gefahr gegeben, noch nicht ausreichend erholt zu sein. Dass es am Ende mein bisher bestes Ergebnis bei einem Bundesliga-Lauf werden würde ist natürlich Wahnsinn.“ Der Deutsche U23 Vizemeister überholte noch in der letzten Runde den bis dahin zehnt Platzierten und sammelt mit dem Ergebnis bei dem Rennen der ‚Hors Classe’ wichtige Punkte für die Weltrangliste. Es gewann sein Österreichischer Team-Kollege Christoph Soukop vor Moritz Milatz und dem Weltmeister Julien Absalon.


22.05.2008 Studierenden WM Nijmegen (Ned)

Ja, was soll man da noch sagen? Mit großen Erwartungen bin ich zur Studierenden WM nach Nijmegen gefahren. Die Strecke war auch gar nicht so schlecht: viele Single-Trails, technischer Anspruch, allerdings war sie auch sehr flach und sehr verwinkelt.

Bei der Verlosung der Startplätze hatte ich Pech und wurde weit hinten aufgestellt. Ich war auch sehr optimistisch, auf der Motocross Strecke einige Fahrer bis zum ersten Single-Trail überholen zu können. Leider war auf der Motocross Strecke nur eine Ideallinie, auf allen anderen Linien war der Untergrund lose und der Rollwiderstand hoch. Zwar konnte ich mich noch bis in die Top 10 vorkämpfen, aber das hohe Tempo in der ersten Phase des Rennens war dann wohl doch zuviel für mich, denn auf den letzten zwei Runden viel ich auf Platz 12. zurück. Nicht ganz das, was ich erwartet hatte

11.05.2008 Nominierung zur WM der Studenten

Seit ein paar Tagen ist sie da: die Nominierung zu den Weltmeisterschaften der Studenten in Nijmegen (NED). Wie ja jeder weiß, studiere ich an der RWTH-Aachen. Als mich ein Bekannter auf die Studenten-WM aufmerksam machte, war mein Interesse geweckt. Nun bin ich mal gespannt, was mich dort erwartet. Am 22.05.2008 ist es soweit.

27.04.2008 Offenburg, World-Cup-Lauf 2.

Eine Woche nach dem Rennen in Houffalize stand auch schon der 2. World-Cup-Lauf auf dem Programm. Eigentlich müsste es doch auch möglich sein, mit der Form unter die ersten 80 zu kommen!? Von Startplatz 135. aus sollte doch einiges möglich sein. Letztes Jahr ist es mir ja auch gelungen, von Startplatz 220 hundert Plätze gut zu machen, wieso also nicht jetzt wenigstens 60? Nun, wie stelle ich das an? Zunächst in der ersten Runde den Startplatz verteidigen oder sogar verbessern. Dann richtig Gas geben, gar nicht so an die Distanz denken und hoffen, dass es bis zum Schluss reicht. In Offenburg ist die Runde nicht so lang wie in Houffalize, und so droht man schon früher von der 80%-Regel aus dem Rennen genommen zu werden. Der Start verlief dann auch besser als in Houffalize, zwar nichts gewonnen aber auch nichts verloren. Auf den ersten Runden konnte ich einige Fahrer überholen, aber so leicht ist das auch gar nicht auf einem Kurs, auf dem der Single-Trail Anteil sehr hoch ist. Die Kraft war dann leider früher weg als erwartet. Irgendwie hat mich der selektive Kurs mit seinen vielen Richtungswechseln doch stärker gefordert als gedacht. Am Ende nur ein enttäuschender Platz 125. Mensch das hatte ich mir doch anders vorgestellt!?

20.04.2008 Houffalize, World-Cup-Lauf 1.

Der World-Cup in Houffalize ist nicht nur in meinen Augen ein Klassiker im Mountainbike Sport. Nette Location, sau geile Strecke und viele Zuschauer. Dank meiner wenigen Weltranglisten-Punkte stand ich auf Startplatz 143. Bei einem Feld von knapp 260 Fahrern ja gar nicht so schlecht. Leider konnte ich auf den ersten Metern des Rennens meine Startposition nicht halten und stand wie so oft bei World-Cups vor dem ersten Single-Trail im Stau. Nach dem bescheidenen Start ging es dann aber doch noch irgendwie nach vorne, denn die Beine waren gar nicht so schlecht. Auch wenn am Ende nur Rang 113. heraus kam, war ich mit meiner Leistung, abgesehen vom Start, gar nicht unzufrieden. Ok, Rang 113. ist nichts womit man sich Schmücken kann, aber ich glaub mit einer besseren Position nach der ersten Runde wäre auch das ganze Rennen wesentlich besser gelaufen.

13.04.2008 Münsingen, Bundesliga-Lauf 1.

Wie schon im letzten Jahr sollte ich in Münsingen beim Frühjahrsklassiker in die Saison starten. Das Wetter war entgegen meiner schlimmsten Befürchtungen doch Sonnig und auch die Strecke präsentierte sich in einem sehr guten Zustand.

Beim ersten Rennen der Saison weiß man ja nie wo man sich einzuordnen hat. Direkt vom Start an konnte ich von meiner guten Startposition profitieren. Auf der lange Asphalt-Geraden in Richtung Gelände konnte ich Kontakt zur Führungsgruppe halten. Im Gelände versuchte ich dann schnell meinen eigenen Rhythmus zu finden. Gerade im Start/Ziel Bereich, wo der Veranstalter künstliche Hindernisse gebaut hat, hatte ich mit meinem neuen Mountainbike Probleme. Eine veränderte Geometrie und zu wenig Kilometer auf dem neuen Rad ließen mich durch die engen Kurven doch sehr langsam fahren. Einem Konkurrent war das wohl zu langsam, denn er zog vorbei. Pfffff, das hätte er wohl besser mal sein gelassen, denn 100 Meter weiter musste er feststellen, dass er wohl zu schnell für sein Rad war - er hatte einen Reifen-Durchschlag, Platt.

In der letzten Runde konnte ich noch meinen Team-Kollegen und den letzt-jährigen Deutschen U-23 Meister René Tann überholen und mich somit auf Rang 15. schieben. War doch gar nicht so schlecht für den Anfang, oder nicht?

Robert Mennen
BSV-Hürtgenwald
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