Todesfälle durch Selbstmord in Luxemburg
Selbstmordrate ging leicht zurück
Im Jahr
2000 nahmen sich in Luxemburg 66 Menschen das Leben
Im Jahr 2000 sind in Luxemburg 66
Todesfälle durch Selbstmord, davon 51 Männer und 15 Frauen, verzeichnet
worden. Vier dieser Selbstmorde wurden von jungen Leuten von weniger als
25 Jahren begangen. Es handelte sich dabei um drei Jugendliche männlichen
Geschlechts und um eine junge Frau. Diese Zahlen gehen aus der Antwort der
Ministerin für Jugend und Familie Marie-Josée Jacobs auf eine
parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Xavier Bettel hervor. In
besagter Anfrage wollte der Deputierte wissen, wie es sich generell mit
der Selbstmordrate in Luxemburg, speziell bei Jugendlichen, verhält.
Eine der Haupttodesursachen bei Jugendlichen
Für die fünfjährige Periode von 1994 bis 1998 war Selbstmord die zweite
Todesursache bei jungen Männern zwischen 14 bis 24 Jahren. Der Suizid
stellte 20 Prozent der Tode in dieser Altersgruppe dar, wobei die
unfallbedingten Todesfälle (ohne die Selbstmorde) 67 Prozent aller
Todesfälle ausmachten. Bei den jungen Mädchen derselben Altersklasse war
der Selbstmord die dritte Todesursache mit demselben Prozentsatz wie
Tumorkrankheiten, nämlich elf Prozent. Die unfallbedingten Todesfälle
waren hier die erste Todesursache mit 55 Prozent.
834 Selbstmordfälle von 1990 bis 2000
In der Periode von 1990 bis 2000 (elf Jahre) lag die Gesamtzahl der
Todesfälle durch Selbstmord bei 834.600 (das entspricht 71,9 Prozent)
Männer ließen auf diese Weise ihr Leben, während es bei den Frauen 234
(28,1 Prozent) waren. 77 dieser Todesfälle (9,2 Prozent) betrafen
Jugendliche von weniger als 25 Jahren. Auch hier überwiegen Männer mit
84,4 Prozent. In dieser Altersgruppe lag das Verhältnis bei 5,4 männlichen
zu einem weiblichen Todesfall.
Selbstmordrate bei jungen Mädchen stieg in den neunziger Jahren
In den Jahren 1990 bis 1994 und 1995 bis 1999 sanken die Todesfälle durch
Selbstmord bei den Jugendlichen männlichen Geschlechts von 16,1 auf 10,2,
berechnet auf 100 000 Personen in der Altersgruppe von 15 bis 19 Jahren,
und von 35,6 auf 33,1 auf 100 000 Menschen in der Altersklasse von 20 bis
24 Jahren. Bei den Mädchen stieg der Prozentsatz von 3,8 auf 5,3,
berechnet auf 100 000 Personen der Altersgruppe zwischen 15 und 19 Jahren,
und von 1,5 auf 4,8, berechnet auf 100 000 Jugendliche der Altersklasse
von 20 bis 24 Jahren. Von 1990 bis 1997 nahm kein Kind in der Altersklasse
von zehn bis 14 Jahren sich das Leben. 1998 und 1999 wurden allerdings
drei Todesfälle durch Selbstmord in dieser Altersgruppe gemeldet: ein
Junge und zwei Mädchen.
In den Perioden 1990 bis 1994 und 1995 bis 1999 sank in der
Gesamtbevölkerung der Bruttoprozentsatz der durch Selbstmord
herbeigeführten Todesfälle von 19,8 auf 18, gesehen auf 100 000 Einwohner.
Ende der achtziger Jahre habe dieser Prozentsatz bei 24 für 100 000
Einwohner gelegen. Bei den Männern ging dieser Prozentsatz von 28,3 auf
26,7 und bei den Frauen von 11,6 auf 9,6 für 100 000 Menschen zurück.
Über Probleme reden
In Luxemburg gibt es mehrere spezifische Anlaufstellen, bei denen junge
Menschen über ihre Probleme reden und Ratschläge bekommen können. So zum
Beispiel das "Kanner- a Jugendtelefon", erreichbar unter der Nummer 12345.
Laut den Verantwortlichen sind es zumeist Jugendliche, die bereits
Erfahrung mit Gewalt oder sexuellem Missbrauch gemacht haben, die sich an
die Telephonseelsorge wenden. Oft melden sich auch Außenstehende, die
entweder einen Verwandten oder Bekannten durch Selbstmord verloren haben
oder aber Vermutungen haben, dass jemand, der ihnen nahesteht, mit
Suizidgedanken spielt.
Die Stelle "Psy-Jeunes" beim Roten Kreuz, die "Pédopsychiatrie"-Stelle im
"Centre hospitalier" und die Psychologen und Sozialarbeiter des CPOS in
den Schulen sind weitere Anlaufstellen. Beim "SOS-Détresse"-Telephon, der
"Drogenhëllef fier d'Jugend an d'Famill", dem "Sucht-Telefon" und dem "Fraentelefon"
stehen ebenfalls kompetente Personen zur Verfügung, die ein offenes Ohr
für Probleme jeglicher Art haben. Kinder und Jugendliche können sich auch
alleine oder mit ihren Eltern zusammen an die "Action familiale et
populaire", die "Liewens-Partner-Familje-Berodung" oder das "Planning
familial" wenden.
Mehr zum Thema Selbstmord im Internet:
Amok und Selbstmord:
http://people.freenet.de/amok_und_selbstmord/
Suizid- und Selbstmord-Forum:
http://suizid.h3.to
Arthur Schopenhauer und der Selbstmord:
http://www.unet.univie.ac.at/~a9125121/selbstmfr.html
Die Stimme verrät Selbstmord-Gefahr:
http://de.geocities.com/suizid_selbstmord_freitod/
Zynische Satire zum Thema Selbstmord:
http://zyn.de/selbstmord/
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