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Genauer gefragt: Ein "Perro de Agua Espanol",
ein Spanischer Wasserhund ?
Suchen Sie ihn in einem Hundelexikon, Sie werden ihn kaum finden, denn
erst vor drei Jahren
fiel in Deutschland der erste Wurf dieser interessanten Hunderasse.
Sie vermuten: Wieder so eine Kreuz- und Querzüchtung von bereits
existierenden Hunderassen ?
Keineswegs. Dieser Hund gehört schon seit 3.000 Jahren in Süd - Spanien
(Andalusien) zum
Haushalt einer Familie wie die Kaffeekanne oder die Katze.
Man nannte ihn noch vor wenigen Jahren "El Turco Andaluz", den
Andalusischen Türken.
Daraus läßt sich schließen, dass diese Hunde ursprünglich zusammen mit
Schafherden aus der
Türkei kamen. Als man im FCI den Rassenstandart festlegte, einigte man
sich auf den Namen
"Perro de Agua Espanol", kurz PAE.
An den Küsten war der PAE ständiger Begleiter und unentbehrlicher Helfer
der Fischer. Er
gehörte zur Besatzung an Bord, verdiente nicht nur seine tägliche
Portion Fisch, sondern auch
Geld: Ein Viertel des gesamten Verdienstes gingen auf sein Konto, das von
einem Fischer
geführt wurde.
Heute noch sind für Kuh-, Schaf- und Ziegenhirten in Andalusien die
Perros (d.h. Hunde)
unentbehrlich. Sie sind ständig und unermüdlich darum bemüht, ihrem
Herrn einen Gefallen zu tun.
Auf Grund ihrer überragenden Intelligenz sind sie aber auch fähig,
Herden selbständig zu hüten.
Als Fremder in eine Familie mit einem Perro zu kommen, ist wie ein
Spektakel: Ein aufgeregt
bellendes Zotteltier wirft seinen krausgelockten Schnürenpelz auf und ab,
umkreist Sie und
beobachtet Sie sehr genau. Strecken Sie die Hand aus, um dieses knuddelige
Tier zu streicheln,
ist es blitzschnell weg - unter dem Tisch. Das hat folgenden Grund: Ein
Perro hatte von Alters her
auch den Auftrag, sich nicht von Fremden einfangen zu lassen. Er war
schließlich was wert.
Kommen Sie aber das 2. oder 3. Mal in diese Familie, ist der Hund wie
umgewandelt. Sie gehören
jetzt dazu.
Der "Perro de Aqua Espanol" ist ein mittelgroßer wendiger Hund,
der seinem Herrn zuliebe
enorme Leistungen bringt. Er hat es nicht nötig, aggressiv zu werden. Von
Kindern läßt er sich fast
alles gefallen. Sein Haarkleid ist erstaunlich pflegeleicht, wenn er ab
und zu in einem Teich baden
darf. Schütteln, trocken, laufen, fertig ! Kein Bürsten und Kämmen.
Perros gibt es in schwarz, weiß und braun, einfarbig oder mit weiß
gefleckt.
Bleibt dieser lustigen Wasserratte im Schnürenpelz zu wünschen, dass sie
bald auch in deutschen
Familien einzieht, ohne zum "Modehund" zu werden wie es z.B. dem
Pudel passiert ist, dessen
Urahne übrigens ein Perro war ! |