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Lage der Inseln und Halligen im Nordfriesischen Wattenmeer

Die Halligen sind kleine, nicht eingedeichte Inseln im nordfriesischen Wattenmeer an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins und Dänemarks.

Die 10 bis 956 Hektar großen Halligen sind teilweise Reste des Festlandes oder von Inseln, die als Überbleibsel des in Sturmfluten untergegangenen Landes stehengeblieben sind und teilweise durch Aufschwemmungen der Nordsee entstanden. So wuchsen zum Beispiel Nordmarsch, Butwehl und Langeneß zum heutigen Langeneß zusammen. Im Mittelalter gab es, bedingt durch fehlenden oder nur geringen Küstenschutz und die damit verbundenen häufigeren Überschwemmungen, mehr Veränderungen an der Küstenlinie und deutlich mehr Halligen.

Wohn- und Wirtschaftsgebäude befinden sich auf meterhohen, künstlich aufgeschütteten Hügeln, den Warften, um so vor Sturmfluten geschützt zu sein. Auf manchen Halligen, beispielsweise auf Hooge, gibt es auch einen Sommerdeich. Der Begriff Halligen ist eher eine generische Charakterisierung als eine geographische Bezeichnung. Fahne leicht konvex. Dennoch gruppieren sich die zehn deutschen Halligen kreisförmig um die Insel Pellworm, die selber jedoch keine Hallig ist.

Auf den Halligen leben insgesamt weniger als 400 Menschen. Ihren Erwerb beziehen sie heute hauptsächlich von Tourismus, Küstenschutz und Landwirtschaft. Letztere umfasst vor allem Viehzucht auf den fruchtbaren, häufig überfluteten Salzwiesen.

Die zehn deutschen Halligen befinden sich im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Die bewirtschafteten Halligen Nordstrandischmoor, Gröde, Oland, Langeneß und Hooge sind vom Schutzgebiet umgeben, aber nicht in dieses Gebiet integriert.

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